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Olympische Spiele in Deutschland? - Druckversion

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RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Astra - 22.04.2026

Glaubt ihr wirklich, dass OS in Deutschland irgend etwas Nachhaltiges (Stadien etc) für ALLE bewirken wird?
Für mich wird da nur Geld für wenige Städte und Regionen zum Fenster hinaus geworfen, von dem 2 Jahre nach den Spielen nichts mehr übrig ist - außer evtl. Schulden.
Und für den Rest der Republik ist schon vorher kein Geld für den Sport mehr da.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - eierluke2 - 22.04.2026

(22.04.2026, 10:54)Astra schrieb: Glaubt ihr wirklich, dass OS in Deutschland irgend etwas Nachhaltiges (Stadien etc) für ALLE bewirken wird?
Für mich wird da nur Geld für wenige Städte und Regionen zum Fenster hinaus geworfen, von dem 2 Jahre nach den Spielen nichts mehr übrig ist - außer evtl. Schulden.
Und für den Rest der Republik ist schon vorher kein Geld für den Sport mehr da.


Die Frage hinsichtlich Schulden ist schwierig zu beantworten, es gilt das big picture zu betrachten - und das ist sehr schwer zu erfassen.
Nehmen wir das Beispiel 2024. Paris, ja auch Heimat vieler Franzosen, aber wirtschaftlich heute in erster Linie ein touristisches Ziel.
Betrachtet man alles in Zusammenhang mit den Olympischen Spielen, wie in einer Firma als Marketingaufwendungen.
Wieviel bringt der Olympiabedingte Tourismus zusätzlich? Schwer zu sagen bei einer Stadt, die fast immer ausgebucht ist - andererseits könnte es ja theoretisch sein, dass das Reiseziel ein wenig aus der Mode gekommen wäre ohne Olympia und Olympia jetzt quasi wieder ein neuer Holtzscheit im Kamin war der für 10 Jahre höchste Nachfrage garantiert?

London 2012. London ist seit jeher auch ein starkes touristisches Ziel. Zusätzlich haben die Britten um daheim erfolgreich zu sein einige ein Schattendasein fristende Sportarten sehr erfolgreich Richtung Olympia gefördert. Im Radsport z.B. war GB im Nirgendwo und 2012 und auch Jahre danach sind sie noch top. 

Für eine Stadt (oder Region) die die Vorbereitungskosten und Einnahmen aus dem Veranstaltungsjahr als Kosten-Nutzenrechnung gegenüberstellt, dürfte das Ergebnis von Olympia kaum positiv ausfallen.

Denke ich an z.B. an Hamburg, sieht es schon etwas anders aus. Der ehemals größte Arbeitgeben Hafen, wird (sinnvoller Weise) nach und nach an die Küste ziehen. 
Die Lücke kann womöglich touristisch geschlossen werden?
Hinzu kommt eine Politik mit verschwenderischen Ausgaben und Projekten jenseits aller Vernunft; wenn das nicht im Nachhinein durch Olympia doch noch irgendeinen Sinn bekommt kann man das was der vergessliche Scholz und seine Komparsen hier angerichtet haben komplett vergessen.
Hier macht die Flucht nach vorne (Olympia) einen Sinn.

München 1972 hätten das Maß der Dinge für Olympia hätten werden können und war auch auf dem besten Wege dazu. Leider wurde vor lauter Ehrgeiz nach den Diktaturspielen von 1936, anders, offen und fröhlich zu erscheinen jedwede Vorsicht außer Acht gelassen und so ein paar Bösen Menschen Tür und Bühne geöffnet.
München wäre 2036 bestimmt auch ein toller Ausrichter, dort wird seit Jahren gezeigt, dass sie nicht wie anderswo nur ein verwirrtes Herz für Sport haben wollen, sondern Sport auch auf höchstem Niveau erfolgreich managen können.

Auch das Ruhrgebiet wäre bestimmt ein toller Ausrichter, aber unter oben genannten Erwägungen eine schlechte Wahl.
Dort gibts halt kein Zentrum mit Eifelturm und keinen Tourismus durch den sich ein nachträglicher Gewinn generieren liesse.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Reichtathletik - 22.04.2026

(22.04.2026, 12:52)eierluke2 schrieb:
(22.04.2026, 10:54)Astra schrieb: Glaubt ihr wirklich, dass OS in Deutschland irgend etwas Nachhaltiges (Stadien etc) für ALLE bewirken wird?
Für mich wird da nur Geld für wenige Städte und Regionen zum Fenster hinaus geworfen, von dem 2 Jahre nach den Spielen nichts mehr übrig ist - außer evtl. Schulden.
Und für den Rest der Republik ist schon vorher kein Geld für den Sport mehr da.


Die Frage hinsichtlich Schulden ist schwierig zu beantworten, es gilt das big picture zu betrachten - und das ist sehr schwer zu erfassen.
Nehmen wir das Beispiel 2024. Paris, ja auch Heimat vieler Franzosen, aber wirtschaftlich heute in erster Linie ein touristisches Ziel.
Betrachtet man alles in Zusammenhang mit den Olympischen Spielen, wie in einer Firma als Marketingaufwendungen.
Wieviel bringt der Olympiabedingte Tourismus zusätzlich? Schwer zu sagen bei einer Stadt, die fast immer ausgebucht ist - andererseits könnte es ja theoretisch sein, dass das Reiseziel ein wenig aus der Mode gekommen wäre ohne Olympia und Olympia jetzt quasi wieder ein neuer Holtzscheit im Kamin war der für 10 Jahre höchste Nachfrage garantiert?

London 2012. London ist seit jeher auch ein starkes touristisches Ziel. Zusätzlich haben die Britten um daheim erfolgreich zu sein einige ein Schattendasein fristende Sportarten sehr erfolgreich Richtung Olympia gefördert. Im Radsport z.B. war GB im Nirgendwo und 2012 und auch Jahre danach sind sie noch top. 

Für eine Stadt (oder Region) die die Vorbereitungskosten und Einnahmen aus dem Veranstaltungsjahr als Kosten-Nutzenrechnung gegenüberstellt, dürfte das Ergebnis von Olympia kaum positiv ausfallen.

Denke ich an z.B. an Hamburg, sieht es schon etwas anders aus. Der ehemals größte Arbeitgeben Hafen, wird (sinnvoller Weise) nach und nach an die Küste ziehen. 
Die Lücke kann womöglich touristisch geschlossen werden?
Hinzu kommt eine Politik mit verschwenderischen Ausgaben und Projekten jenseits aller Vernunft; wenn das nicht im Nachhinein durch Olympia doch noch irgendeinen Sinn bekommt kann man das was der vergessliche Scholz und seine Komparsen hier angerichtet haben komplett vergessen.
Hier macht die Flucht nach vorne (Olympia) einen Sinn.

München 1972 hätten das Maß der Dinge für Olympia hätten werden können und war auch auf dem besten Wege dazu. Leider wurde vor lauter Ehrgeiz nach den Diktaturspielen von 1936, anders, offen und fröhlich zu erscheinen jedwede Vorsicht außer Acht gelassen und so ein paar Bösen Menschen Tür und Bühne geöffnet.
München wäre 2036 bestimmt auch ein toller Ausrichter, dort wird seit Jahren gezeigt, dass sie nicht wie anderswo nur ein verwirrtes Herz für Sport haben wollen, sondern Sport auch auf höchstem Niveau erfolgreich managen können.

Auch das Ruhrgebiet wäre bestimmt ein toller Ausrichter, aber unter oben genannten Erwägungen eine schlechte Wahl.
Dort gibts halt kein Zentrum mit Eifelturm und keinen Tourismus durch den sich ein nachträglicher Gewinn generieren liesse.

Dür das sll bigger picture sollte vor allem nicht allein finanzielle Dinge betrachten. Ich sag mal so, wir fliegen auch nicht irgendwann zum Mars weil es sich finanziell rechnet, sondern weil wir es können. Und weil man darauf dann auch in gewisser Weise stolz ist etwas geschafft zu haben. Das kann Menschen zusammenbringen und das erzählt Geschichten, die Menschen inspirieren.
Wenn ich mir aktuell Deutschland angucke dann ist die Stimmung eher dass früher alles besser gewesen sei und wir nichts mehr hinbekommen. Die Generation davor war noch geprägt von vermeintlicher deutscher Effizienz und Pünktlichkeit. Es wäre gerade in einer Welt in der politische extreme immer größer ausschlagen auch eine Möglichkeit, auf der Weltbühne die eigenen Werte und Qualitäten zu demonstrieren. Sowas führt dann indirekt auch dazu dass beispielsweise deutsche Produkte aber auch insgesamt die Nation ein anderes Gewicht bekommt. Und es kann zeigen, dass wir etwas schaffen können wenn wir es wollen. Sowas kann dann auch inspirierend für andere Fragen, sei es die klimaproblematik sei es die Rentenversicherung.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - eierluke2 - 22.04.2026

(22.04.2026, 10:49)Reichtathletik schrieb: Ich finde aber auch man könnte offensiver sein wenn man sich beispielsweise anguckt was gerade beim nordderby im Fußball abgegangen ist und die Frage stellen, ob die gegenwärtigen Fußballfans tatsächlich ein Stadion nach ihren Wünschen verdient haben. Eine Laufbahn zwischen "Fans" und Spielfeld ist ja schon fast aus Sicherheitsgründen geboten.

Ich bin ein Fan von größtmöglicher Freiheit des Einzelnen, solange dadurch nicht die Freiheit der Anderen eingeschränkt wird.
Bin jetzt nicht bei den Ursachen, aber hinsichtlich der Folgen ist Gewalt im Stadion das ultimative Beispiel für falsch verstandene Freiheit. Laufbahn, hmm, warum keine Kameras im Stadion?

Im China von Xi passieren leider viele schreckliche Dinge - aber da würde es nach der Kameraauswertung sicher zuhause beim Randalebruder klingeln. Und während der dann unter Aufsicht sehr lange das Bearbeiten von Steinen üben darf, kann die überwiegend friedlich veranlagte Mehrheit am nächsten Wochenende wieder Fußball ohne Gewalt ansehen.
(22.04.2026, 10:49)Reichtathletik schrieb: Ich finde aber auch man könnte offensiver sein wenn man sich beispielsweise anguckt was gerade beim nordderby im Fußball abgegangen ist und die Frage stellen, ob die gegenwärtigen Fußballfans tatsächlich ein Stadion nach ihren Wünschen verdient haben. Eine Laufbahn zwischen "Fans" und Spielfeld ist ja schon fast aus Sicherheitsgründen geboten.

Ich bin ein Fan von größtmöglicher Freiheit des Einzelnen, solange dadurch nicht die Freiheit der Anderen eingeschränkt wird.
Bin jetzt nicht bei den Ursachen, aber hinsichtlich der Folgen ist Gewalt im Stadion das ultimative Beispiel für falsch verstandene Freiheit. Laufbahn, hmm, warum keine Kameras im Stadion?

Im China von Xi passieren leider viele schreckliche Dinge - aber da würde es nach der Kameraauswertung sicher zuhause beim Randalebruder klingeln. Und während der dann unter Aufsicht sehr lange das Bearbeiten von Steinen üben darf, kann die überwiegend friedlich veranlagte Mehrheit am nächsten Wochenende wieder Fußball ohne Gewalt ansehen.

(22.04.2026, 10:49)Reichtathletik schrieb: Ich finde aber auch man könnte offensiver sein wenn man sich beispielsweise anguckt was gerade beim nordderby im Fußball abgegangen ist und die Frage stellen, ob die gegenwärtigen Fußballfans tatsächlich ein Stadion nach ihren Wünschen verdient haben. Eine Laufbahn zwischen "Fans" und Spielfeld ist ja schon fast aus Sicherheitsgründen geboten.

Ich bin ein Fan von größtmöglicher Freiheit des Einzelnen, solange dadurch nicht die Freiheit der Anderen eingeschränkt wird.
Bin jetzt nicht bei den Ursachen, aber hinsichtlich der Folgen ist Gewalt im Stadion das ultimative Beispiel für falsch verstandene Freiheit. Laufbahn, hmm, warum keine Kameras im Stadion?

Im China von Xi passieren leider viele schreckliche Dinge - aber da würde es nach der Kameraauswertung sicher zuhause beim Randalebruder klingeln. Und während der dann unter Aufsicht sehr lange das Bearbeiten von Steinen üben darf, kann die überwiegend friedlich veranlagte Mehrheit am nächsten Wochenende wieder Fußball ohne Gewalt ansehen.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - eierluke2 - 22.04.2026

Sorry für den Tripple post, ich bekomme das Löschen von zwei Dritteln nicht hinSad


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - eierluke2 - 22.04.2026

(22.04.2026, 13:09)Reichtathletik schrieb:
(22.04.2026, 12:52)eierluke2 schrieb:
(22.04.2026, 10:54)Astra schrieb: Glaubt ihr wirklich, dass OS in Deutschland irgend etwas Nachhaltiges (Stadien etc) für ALLE bewirken wird?
Für mich wird da nur Geld für wenige Städte und Regionen zum Fenster hinaus geworfen, von dem 2 Jahre nach den Spielen nichts mehr übrig ist - außer evtl. Schulden.
Und für den Rest der Republik ist schon vorher kein Geld für den Sport mehr da.


Die Frage hinsichtlich Schulden ist schwierig zu beantworten, es gilt das big picture zu betrachten - und das ist sehr schwer zu erfassen.
Nehmen wir das Beispiel 2024. Paris, ja auch Heimat vieler Franzosen, aber wirtschaftlich heute in erster Linie ein touristisches Ziel.
Betrachtet man alles in Zusammenhang mit den Olympischen Spielen, wie in einer Firma als Marketingaufwendungen.
Wieviel bringt der Olympiabedingte Tourismus zusätzlich? Schwer zu sagen bei einer Stadt, die fast immer ausgebucht ist - andererseits könnte es ja theoretisch sein, dass das Reiseziel ein wenig aus der Mode gekommen wäre ohne Olympia und Olympia jetzt quasi wieder ein neuer Holtzscheit im Kamin war der für 10 Jahre höchste Nachfrage garantiert?

London 2012. London ist seit jeher auch ein starkes touristisches Ziel. Zusätzlich haben die Britten um daheim erfolgreich zu sein einige ein Schattendasein fristende Sportarten sehr erfolgreich Richtung Olympia gefördert. Im Radsport z.B. war GB im Nirgendwo und 2012 und auch Jahre danach sind sie noch top. 

Für eine Stadt (oder Region) die die Vorbereitungskosten und Einnahmen aus dem Veranstaltungsjahr als Kosten-Nutzenrechnung gegenüberstellt, dürfte das Ergebnis von Olympia kaum positiv ausfallen.

Denke ich an z.B. an Hamburg, sieht es schon etwas anders aus. Der ehemals größte Arbeitgeben Hafen, wird (sinnvoller Weise) nach und nach an die Küste ziehen. 
Die Lücke kann womöglich touristisch geschlossen werden?
Hinzu kommt eine Politik mit verschwenderischen Ausgaben und Projekten jenseits aller Vernunft; wenn das nicht im Nachhinein durch Olympia doch noch irgendeinen Sinn bekommt kann man das was der vergessliche Scholz und seine Komparsen hier angerichtet haben komplett vergessen.
Hier macht die Flucht nach vorne (Olympia) einen Sinn.

München 1972 hätten das Maß der Dinge für Olympia hätten werden können und war auch auf dem besten Wege dazu. Leider wurde vor lauter Ehrgeiz nach den Diktaturspielen von 1936, anders, offen und fröhlich zu erscheinen jedwede Vorsicht außer Acht gelassen und so ein paar Bösen Menschen Tür und Bühne geöffnet.
München wäre 2036 bestimmt auch ein toller Ausrichter, dort wird seit Jahren gezeigt, dass sie nicht wie anderswo nur ein verwirrtes Herz für Sport haben wollen, sondern Sport auch auf höchstem Niveau erfolgreich managen können.

Auch das Ruhrgebiet wäre bestimmt ein toller Ausrichter, aber unter oben genannten Erwägungen eine schlechte Wahl.
Dort gibts halt kein Zentrum mit Eifelturm und keinen Tourismus durch den sich ein nachträglicher Gewinn generieren liesse.

Dür das sll bigger picture sollte vor allem nicht allein finanzielle Dinge betrachten. Ich sag mal so, wir fliegen auch nicht irgendwann zum Mars weil es sich finanziell rechnet, sondern weil wir es können. Und weil man darauf dann auch in gewisser Weise stolz ist etwas geschafft zu haben. Das kann Menschen zusammenbringen und das erzählt Geschichten, die Menschen inspirieren.
Wenn ich mir aktuell Deutschland angucke dann ist die Stimmung eher dass früher alles besser gewesen sei und wir nichts mehr hinbekommen. Die Generation davor war noch geprägt von vermeintlicher deutscher Effizienz und Pünktlichkeit. Es wäre gerade in einer Welt in der politische extreme immer größer ausschlagen auch eine Möglichkeit, auf der Weltbühne die eigenen Werte und Qualitäten zu demonstrieren. Sowas führt dann indirekt auch dazu dass beispielsweise deutsche Produkte aber auch insgesamt die Nation ein anderes Gewicht bekommt. Und es kann zeigen, dass wir etwas schaffen können wenn wir es wollen. Sowas kann dann auch inspirierend für andere Fragen, sei es die klimaproblematik sei es die Rentenversicherung.

Ein schöner Ansatz, erinnert mich an WM 2006.

Ach ne huch, das dort aufgebaute haben wir danach ja wieder bis auf die Grundmauern zerstört.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - eierluke2 - 22.04.2026

Ist wohl noch nicht überall angekommen, aber auf den Mars fliegen wir nicht weil wir's können, sondern wohl eher weil wir es müssen. Denn den Planeten, den wir uns ausgeliehen haben, werden wir ende des Jahrhunderts ruiniert haben (entschuldigend ist hierbei immerhin dass innerhalb der nächsten 100 mio Jahre ohnehin mal wieder ein kosmischer das meiste Leben auf der Erde zerstören dürfte).


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - trackwatchnds - 22.04.2026

Ob Veranstalter von sportlichen Megaevents wie Olympischen Spielen langfristig einen messbaren direkten und indirekten Nutzen erzielen können, ist auch in der wissenschaftlichen Fachbereichen eine vielgestellte und seltener beantwortete Frage. In Deutschland gibt es einen absoluten Experten auf dem Gebiet, Prof. Dr. Holger Preuß von der Uni Mainz, der sich in den sogenannten Legacy-Fragen dieser Thematik annimmt und seit längerem die Veranstaltungen von IOC, FIFA, UEFA, etc. analysiert. 

Zu den befürchteten Unkosten: Re-analysis, measurement and misperceptions of cost overruns at Olympic Games (Link)

Prädikat: Sehr interessant und lesenswert, generell die ganze Publikationsliste hier.

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Für Leute, die weniger Zeit und Muße haben, sich damit zu beschäftigen, hier in Kurzform dargestellt.
Preuß hat sich an einer Definition von Legacy versucht, die heute weitgehend akademischer Standard ist. Diese lautet:
Zitat:"Legacy is all planned and unplanned, positive and negative, tangible and intangible structures created for and by a sport event that remain longer than the event itself."

Das ist vor allem in der Hinsicht interessant, dass Legacy nicht binär-kodiert gut oder schlecht ist, wie gerne in Talkrunden oder Foren-/Stammtischgesprächen verwendet. Er unterscheidet harte (wie etwa Bau einer Sportstätte) und weiche (Gefühle wie Nationalstolz oder technische Neuerkenntnisse) Faktoren und empfiehlt bei der Analyse ein fünf-Säulen-Modell von Event Strukturen (Infrastruktur, Wissen, Image, Emotionen, Netzwerke).

Für Paris 2024 war das Fazit hoch positiv, Tokio 2020 neutral (stark durch COVID gehandicapt), Rio de Janeiro 2016 desaströs, London 2012 positiv.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - mark1967 - 23.04.2026

es geht auch darum, für dieses Land und seine Bewohner ein positives Ziel zu gestalten, um die miese Endzeitstimmung ein bisschen aufzuheitern. Dafür eignet sich Olympia. Solange es nicht in Berlin stattfindet...


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - S_J - 23.04.2026

Dann bitte aber auch Brot ausgeben  Wink