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Frankfurt Marathon/DM Marathon 2017 - 29.10.2017 (Gabius 2:09:59/Heinig 2:29:29) - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Frankfurt Marathon/DM Marathon 2017 - 29.10.2017 (Gabius 2:09:59/Heinig 2:29:29) (/showthread.php?tid=2658) |
RE: Frankfurt Marathon/DM Marathon 2017 - 29.10.2017 (Gabius 2:09:59/Heinig 2:29:29) - beity - 30.10.2017 @ lieber atanvarno sei bitte so nett und versuche mich nicht so eindimensional in der Argumentation darzustellen. Natürlich liegt das jüngerwerden der absoluten Weltspitze nicht alleinig an monetären Gründen. Es ist ein wesentlicher, nicht der einzige Aspekt. ich vereinfache mal bewusst. „Früher“ hatten viele Athleten ihren Zenit über die Bahndistanzen überschritten und haben sich dann dem Marathon verschrieben.....und kamen zu Erfolgen, die sie auf kürzer nicht mehr erreichen konnten. Das hat sich in den letzten Jahren gravierend verändert. Es wenden sich Läufer auf dem Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit dem Marathon zu und da ist wiederum der monetäre Aspekt eine wesentliche Triebfeder. Mittlerweile ist die Marathonspitze immer stärker afrikanisch dominiert und das ist als ehemals Läufer nicht mehr richtig greifbar. Unsere Heroes waren Carlos Lopes, national Herbert Steffny, Herle, Salzmann. selbst bei einem Weltrekordler Carlos Lopes mit kleine 27 auf 10 und 2:07:12 (?), das ist langsamer als 3 Minuten den Kilometer hatte man den Eindruck als regionalerLäufer annähernd ein Drittel der Distanz das Tempos halten zu können. Jetzt laufen „Bubis“ oder „no names“ reihenweise 2:06 und schneller, die absoluten Tops zwischen 30 und 40 mehrere Kilometer knapp über 2:50...das bewegt sich außerhalb der eigenen Vorstellungskraft........ was will ich damit in dem Kontext sagen ? Die Marathons werden in der Weltspitze immer schneller und da brauche ich eine gewisse abrufbare Basis auf der kürzeren Distanz. Und die muss entwickelt werden! Gehe ich zu früh auf den Marathon, bleibt nur noch der Weg über das Kilometer schrubben mit der Gefahr von Überlastungsreaktionen. Deshalb halte ich es falsch, auf den Marathon ernsthaft umzusteigen, wenn ich mein Potenzial auf der kürzeren Strecke noch nicht ausgeschöpft habe. Natürlich nicht Marathon drei Jahre nach dem Peak auf der Bahn aber nicht schon mit Anfang 20 ( Afrikaner außen vor, die, wie angedeutet, sind für mich nicht mehr zu fassen) Mein Beispiel von Alina Reh wurde schon genannt. Vielleicht ist sie ein großes Marathontalent, aber sie ist noch lange nicht auf den Bahndistanzen ausgereizt. Soll sie jetzt auf Marathon gehen und nächstes Jahr Richtung 2:26 laufen mit der Chance auf eine EM Medaille oder lieber in wenigen Jahren aus einer 30:30 Substanz auf 10km in Richtung 2:20 marschieren? Ich vermute oder hoffe, kenne das familäre Umfeld von Reh oder Klosterhalfen ( die könnte in kurzer Zeit eine kleine 30 auf 10km laufen) nicht, das der kurzfristig gedachte finanzielle Aspekt des Laufens weniger interessant in Verbindung mit ihrem Umfeld langfristig der Blick auf eine optimale Leistungsentwicklung liegt. RE: Frankfurt Marathon/DM Marathon 2017 - 29.10.2017 (Gabius 2:09:59/Heinig 2:29:29) - Atanvarno - 30.10.2017 Habe ich irgendwo vorgeschlagen, dass Reh oder Klosterhalfen sofort auf den Marathon umsteigen sollen? Ich bezog mich konkret auf Reng, die auf der Bahn niemals unter 15 oder unter 31 laufen wird und die sich ganz bewusst und langfristig geplant entschieden hat, mit 21 ihren ersten Marathon zu laufen (im Gegensatz zu bspw. Hottenrott, die kurzentschlossen gesagt hat, ich hab Bock zu laufen und mit einem langen Lauf in den Beinen in Frankfurt angetreten ist). ich versuche einfach der überwiegend negativen Einschätzung dieser Entscheidung ein paar Argumente entgegen zu stellen. Und für mein Gefühl hast du schon relativ deutlich dahingend argumentiert, dass bei den Afrikanern finanzielle Gründe für den sinkenden Altersschnitt hauptverantwortlich sind. Vielleicht die #70 nochmal durchlesen, ob ich dich da wirklich missverstanden habe. RE: Frankfurt Marathon/DM Marathon 2017 - 29.10.2017 (Gabius 2:09:59/Heinig 2:29:29) - Küstenkrebs - 31.10.2017 Was hier als Motivationshilfe für den Marathoneinstieg weiterhin angeführt werden könnte, ist die EM im eigenen Land im nächstes Jahr. Einige Läuferinnen und Läufer haben nur über das Marathon-Team eine Chance - auch wenn sie im Team eigentlich nicht bei der "richtigen" EM gewertet werden sollten. Franzi Reng hat sicher nur über das Marathon-Team eine Chance - oder wenn sie wie angegangen durchgekommen wäre, sogar EM-Marathon-Einzelstart. Mich hat ihr Marathon-Debut vor allem auch zu dieser Zeit überrauscht, weil sie im letzten Jahr viele Probleme hatte und Marathon-Training noch mehr Umfänge und härteres Training erfordert. Aber ich kenne ihre Vorbereitung nicht und auch keine Details zu den Verletzungsproblemen. Schon bei der 10km-DM war sie überraschend gut. Es wäre interessant zu erfahren, wie intensiv ihre Vorbereitung wirklich war. Jetzt könnte es für Reng knapp werden, wirklich im Team zu sein aber die potentiell bessere Konkurrenz muss auch erst liefern und wer wird auch nächstes Jahr gesund sein? Die Zahl der Bewerberinnen kann schnell wieder kleiner werden. Reh ist in einer viel komfortableren Position. Sie kann sich locker für internaliale Meisterschaften qualifizieren und auf EM-Ebene auch auf der Bahn vielleicht sogar vorne mitlaufen. Hottenrott ist die eigentliche Überraschung und scheint eine neue Disziplin für sich gefunden zu haben. Bei Sarah Kistner kann ich mir einen kurzfirstigen Marathonstart nicht vorstellen. Sie ist auch nach Eigeneinschätzung noch nicht wieder auf ihrem alten Niveau: https://www.instagram.com/p/BaTGjJnFyK-/?taken-by=runningsarah10 Außerdem heißt sie auf Instagram runningsarah10. Sie hat übrigens schöne Fotos auf Instagram, die Lust auf Laufen machen. RE: Frankfurt Marathon/DM Marathon 2017 - 29.10.2017 (Gabius 2:09:59/Heinig 2:29:29) - Robb - 31.10.2017 Ich finds seltsam, dass hier bei der Diskussion Fakten und Beispiele für Frauen und Männer beliebig vermischt werden. Bei den Männern sind die Afrikaner hoffnungslos enteilt, die 50 schnellsten Marathon-Zeiten stammen alle von Afrikanern. Bei den Frauen dagegen gabs Radcliffe, Mikitenko, mehrere Japanerinnen, Amerikanerinnen, die alle absolute Weltspitze sind/waren. Wenn man also über Rengs Potential diskutiert, sollte man keine Beispiele aus dem Männerbereich heranziehen. RE: Frankfurt Marathon/DM Marathon 2017 - 29.10.2017 (Gabius 2:09:59/Heinig 2:29:29) - aj_runner - 31.10.2017 (30.10.2017, 22:21)Atanvarno schrieb: ich versuche einfach der überwiegend negativen Einschätzung dieser Entscheidung ein paar Argumente entgegen zu stellen. Ich bin bei Dir. Es geht weniger darum, wann Marathon gelaufen wird, Sonden wie gut jemand vorbereitet ist. Oder frei nach Gabius: ich bin Langstreckenläufer und darf auch andere / kürzere Strecken laufen (z.B. zur Verbesserung der Grundschnelligkeit). RE: Frankfurt Marathon/DM Marathon 2017 - 29.10.2017 (Gabius 2:09:59/Heinig 2:29:29) - Jo498 - 31.10.2017 Griffiths und Gabius sind die zweit- und drittbesten Europäer dieses Jahr (und der beste, Nageeye, ist ein gebürtiger Somali). Ich kann dennoch verstehen, dass Gabius noch mal die 10000 laufen will. Ohne Mo werden da die Karten neu gemischt. Leistungsentwicklung ist immer schwierig vorherzusehen (wer hätte vor drei Jahren vorhergesagt, dass unter einer Handvoll oder mehr junger Frauen etwas hinter der nationalen Spitze mit guten, aber keineswegs überragenden Zeiten gerade Hanna Klein ein WM-Finale und ein Universiade-Gold schaffen würde?), aber von den Unterdistanzen sollten Reng (und auch Kistner) durchaus in der Lage zu sein, mittelfristig in den Bereich von Hahner und Heinig zu laufen. RE: Frankfurt Marathon/DM Marathon 2017 - 29.10.2017 (Gabius 2:09:59/Heinig 2:29:29) - sub4 - 31.10.2017 von den Unterdistanzleistunhen ist Hottenrott sogar am stärksten Ist aber auch nicht alles siehe Heinig RE: Frankfurt Marathon/DM Marathon 2017 - 29.10.2017 (Gabius 2:09:59/Heinig 2:29:29) - Andreas - 31.10.2017 Apropos Unterdistanzleistungen. Der Brite Dewi Griffiths hat über 10.000 m gerade einmal eine 28:16 min als Bestleistung stehen und läuft gleich bei seinem Debüt eine 2:09:49 h am letzten Wochenende in Frankfurt. Arne Gabius dagegen ist mit einer 27:43 min sehr deutlich schneller kann das aber beim Marathon und auch Halbmarathon nicht 100%ig umsetzen. RE: Frankfurt Marathon/DM Marathon 2017 - 29.10.2017 (Gabius 2:09:59/Heinig 2:29:29) - Atanvarno - 31.10.2017 Und warum ist Dewi Griffiths so gut? Weil sich sein Vater keinen Schäferhund leisten wollte ![]() Welshman Dewi Griffiths prepares to link up with Mo Farah at World Half Marathon in Cardiff Zitat:While the Kenyans have been training in the rarified atmosphere of the Rift Valley, and team mate Farah has been warming-up at the Nike Oregon Project, Griffiths has been fitting in his final preparations for this weekend around lambing duties on the family farm in Llanfynydd, just outside Llandeilo. RE: Frankfurt Marathon/DM Marathon 2017 - 29.10.2017 (Gabius 2:09:59/Heinig 2:29:29) - Küstenkrebs - 01.11.2017 Franzi Rengs eigene Sicht auf das Rennen und insbesondere ihr Sturz-Pech, das sie als wesentliches Handycap einschätzt: https://www.facebook.com/franzi.reng.1/posts/1720913841314446?pnref=story Interview Ex-Bundestrainer Heinig (Wind hat extreme 3-4min gekostet! Quasi-DR durch Gabius) https://www.facebook.com/larasch.de/videos/1945576738791896/ was Holger Freudenberger dazu anregt, seiner Hochachtung vor Herrn Heinig Ausdruck zu verleihen https://community.larasch.de/2017/11/frag-den-bundestrainer-a-d-wie-haben-sie-das-rennen-der-damen-erlebt/ |