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DOSB-Olympianormen stehen (wieder) fest - Druckversion

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RE: DOSB-Olympianormen stehen fest - longbottom - 03.10.2015

(03.10.2015, 14:06)Atanvarno schrieb:
(02.10.2015, 17:55)alist schrieb: Ich bin sehr wohl der Meinung, dass man Marathonläufer mit Speerwerfern oder Judokas vergleichen kann, auch diese haben Anforderungen für einen Olympiastart zu erfüllen, die Schwimmer zb. wesentlich härtere als die Leichtathleten.

Wenn ich das konsequent weiterdenke, schrumpft die Leichtathletik-Nationalmannschaft auf ein Zehntel ihrer bisherigen Größe (denn auch alle anderen Leichtathleten müssen weichere Anforderungen erfüllen als Schwimmer und Judokas).

Bei den Judoka qualifizieren sich rund 20 bis 30 Athleten weltweit. Das scheint mir durchaus vergleichbar mit den Normen in den meisten Leichtathletik-Disziplinen.

Bei den Schwimmern ist die Norm an sich vergleichbar. Was es aber erschwert ist, dass sie die nur bei der DM erfüllen können, während die meisten Leichtathleten deutlich mehr Chancen haben.


RE: DOSB-Olympianormen stehen fest - Atanvarno - 03.10.2015

Auf letsrun.com fängt man jetzt auch an über die Causa Pflieger zu diskutieren
http://www.letsrun.com/forum/flat_read.php?thread=6777795


RE: DOSB-Olympianormen stehen fest - beity - 03.10.2015

da bring ich doch auch mal ein Zitat aus der letzten Stellungnahme von Kurt Ring:

Zitat:Denn wo kein Deutscher ist, zumal dann, wenn es sich um Vorkämpfe und Vorläufe handelt, wird auch kein Deutscher zuschauen. Das wissen inzwischen auch Deutschlands Fernsehanstalten, die beinhart um Einschaltquoten kämpfen und deshalb auch jeden Verlierer auf Händen tragen.
also ich bin Deutscher, ich habe mir mit Genuss und Vorfreude das 100 Meter Finale der Herren angeschaut, ja sogar die Vorläufe und war ein Deutscher am Start ?? Ich glaube nicht, das ich der einzige war. Nicht mal hier im Forum.
Kurt Ring hilft mit seiner Polemik der Sache nicht wirklich.
Corinna Harrer bläst dabei fast schon ins selbe Horn, wenn sie beklagt, das bei OS schlechtere Athleten als Sie oder Pflieger sich den "olympischen Traum" erfüllen können. Ich wiederhole es leider wieder, es gibt gerade im Marathon dutzende von viel besseren Athleten, die nicht bei OS dabei sein können (da kommt ja gern das Spielchen mit  der bereinigten Weltbestenliste) In Berlin waren wirklich optimale Bedingungen. Zu welchem Platz in der Weltbestenliste reicht 2:12:50 ? Nur mal so zum nachdenken.
Die Leichtathleten stehen gar nicht mal so schlecht da.
Als Boxer kannst Du beispielsweise der zweitbeste Amateurschwergewichtler der Welt sein...Pech wenn halt der Weltbeste aus dem selben Land kommt. 
In keiner Weise möchte ich die Leistungen von Plieger und Harrer  schlecht reden (gerade was Harrer hinsichtlich Ihrer Behandlungskosten nach dem EC Einsatz für den DLV darstellt, ...schon sehr betrüblich).
Von meiner Seite können gerne in jeder Disziplin 3 an den Start gehen, aber wenn man Vergleiche mit anderen Nationen zieht, bitte nicht einseitig nur das in Betracht ziehen, was der eigenen Argumentation dienlich erscheint.


RE: DOSB-Olympianormen stehen fest - hkrueger - 03.10.2015

(03.10.2015, 20:59)beity schrieb: da bring ich doch auch mal ein Zitat aus der letzten Stellungnahme von Kurt Ring:

Zitat:Denn wo kein Deutscher ist, zumal dann, wenn es sich um Vorkämpfe und Vorläufe handelt, wird auch kein Deutscher zuschauen. Das wissen inzwischen auch Deutschlands Fernsehanstalten, die beinhart um Einschaltquoten kämpfen und deshalb auch jeden Verlierer auf Händen tragen.
also ich bin Deutscher, ich habe mir mit Genuss und Vorfreude das 100 Meter Finale der Herren angeschaut, ja sogar die Vorläufe und war ein Deutscher am Start ?? Ich glaube nicht, das ich der einzige war. Nicht mal hier im Forum.
Kurt Ring hilft mit seiner Polemik der Sache nicht wirklich.

Der Großteil der Zuschauer tickt aber anders.Das konnte man die letzten Jahre beim Tennis (Becker, Graf, Stich), Biathlon, Langlauf, Skispringen (Hannawald, Schmitt), Formel 1(nach Schumachers 1. Rücktritt)
Wenn die Deutschen keine Siegchanchen haben, schaut nur noch die Hälfte zu....
Sobald keiner mitmacht noch weniger. 
100m ist eine Ausnahme


RE: DOSB-Olympianormen stehen fest - Atanvarno - 03.10.2015

(03.10.2015, 20:59)beity schrieb: Kurt Ring hilft mit seiner Polemik der Sache nicht wirklich.
Corinna Harrer bläst dabei fast schon ins selbe Horn, wenn sie beklagt, das bei OS schlechtere Athleten als Sie oder Pflieger sich den "olympischen Traum" erfüllen können. Ich wiederhole es leider wieder, es gibt gerade im Marathon dutzende von viel besseren Athleten, die nicht bei OS dabei sein können (da kommt ja gern das Spielchen mit  der bereinigten Weltbestenliste) In Berlin waren wirklich optimale Bedingungen. Zu welchem Platz in der Weltbestenliste reicht 2:12:50 ? Nur mal so zum nachdenken.

Wie oben schon geschrieben. Die Entscheidung wer mitfährt und wer nicht wird immer ungerecht sein, sei es mit Blick auf andere Nationen, andere Sportarten oder andere Disziplinen der Leichtathletik.
Wir akzeptieren das, weil es absolute Gerechtigkeit nicht geben wird.

Wäre es dann nicht sinnvoll im Sinne der Athleten zu entscheiden und jeden mitzunehmen, der mitgenommen werden kann? Die US-Amerikaner verfahren genau so.

Wenn man Pflieger zu Hause lässt, kommt trotzdem kein vierter Kenianer, Äthiopier, US-Amerikaner etc. zu einem Start. Was bringt es also, ihn nicht zu nominieren?


RE: DOSB-Olympianormen stehen fest - Astra - 04.10.2015

(03.10.2015, 22:12)Atanvarno schrieb: Wenn man Pflieger zu Hause lässt, kommt trotzdem kein vierter Kenianer, Äthiopier, US-Amerikaner etc. zu einem Start. Was bringt es also, ihn nicht zu nominieren?
Dann hat man mehr Geld noch einen "wichtigen" Offiziellen mitzunehmen - oder dessen Ehefrau.Wink


RE: DOSB-Olympianormen stehen fest - beity - 04.10.2015

@At

Zitat:Wäre es dann nicht sinnvoll im Sinne der Athleten zu entscheiden und jeden mitzunehmen, der mitgenommen werden kann? Die US-Amerikaner verfahren genau so.
und das habe ich doch, dachte ichBlush,  im selben Post beantwortet:
Zitat:......Von meiner Seite können gerne in jeder Disziplin 3 an den Start gehen......



RE: DOSB-Olympianormen stehen fest - beity - 04.10.2015

(03.10.2015, 21:23)hkrueger schrieb: Der Großteil der Zuschauer tickt aber anders.Das konnte man die letzten Jahre beim Tennis (Becker, Graf, Stich), Biathlon, Langlauf, Skispringen (Hannawald, Schmitt), Formel 1(nach Schumachers 1. Rücktritt)
Wenn die Deutschen keine Siegchanchen haben, schaut nur noch die Hälfte zu....
Sobald keiner mitmacht noch weniger. 
100m ist eine Ausnahme
Das will ich gar nicht in Abrede stellen, stimmt schon.
Mich ärgert allerdings eine Pauschalisierung wie Ring es vornimmt..."kein Deutscher".
Fernsehzuschauer werden schon gelockt mit Vorberichterstattung wie: "im zweiten Vorlauf mit dabei um 10:35....., wir übertragen....."
Aber nicht selten ergötzt sich "der Zuschauer" (jetzt pauschalisiere ich selbst Tongue) am Scheitern. Extrem bei Formaten wie DSDS oder Dschungelcamp, aber auch beim Abschneiden von Deutschen Athleten. "Die können es einfach nicht", "trainieren die überhaupt?",
Olympiatourist!", "das wird von meinen Steuergeldern bezahlt" und so weiter. 
Kann man natürlich kontern, spring doch erst mal selbst 7,54m weit (z.B. ausscheiden in der Weitsprungquali), Du selber hängst doch mit deinen 3 Weizenbier vor der Glotze......
Muss der Athlet und der Verband dann auch aushalten


RE: DOSB-Olympianormen stehen fest - Atanvarno - 04.10.2015

(04.10.2015, 07:26)beity schrieb: und das habe ich doch, dachte ichBlush,  im selben Post beantwortet:

Ich wollte nur nochmal betonen, warum es aus meiner Sicht gut und richtig ist, so zu entscheiden. Bei dir hörte sich das

Zitat: Zu welchem Platz in der Weltbestenliste reicht 2:12:50 ? Nur mal so zum nachdenken.
so widerstrebend und wenig enthusiastisch an Wink

2:12:50 ist eine gute Leistung. Punkt.


RE: DOSB-Olympianormen stehen fest - longbottom - 04.10.2015

Also ein bisschen werden hier auch zwei Sachen durcheinander geworfen.

Das eine ist die Frage, ob Pflieger für Rio nominiert werden soll. Und da ist, wie es mir scheint, die Mehrheit hier für. Zumindest, wenn keine drei anderen schneller laufen.

Der andere Punkt ist aber, ob jeder 2:17 Läufer mit soll, weil er das ja auch dürfte, wenn er aus Andorra oder San Marino käme. Und wer ihn nicht nominiert, verstößt quasi gegen die europäische Gleichberechtigung und hat einen Denkansatz wie ein Nazi.

So hat Kurt Ring argumentiert. Und wer mit den Vergleichen derart über das Ziel hinausschießt, tut seiner Sache keinen Gefallen.