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73. Deutsche Hallenmeisterschaften - Dortmund, 27.2-01.03.2026 (Ogunleye 20,37 Meter) - Druckversion

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RE: 73. Deutsche Hallenmeisterschaften - Dortmund, 27.2-01.03.2026 - mariusfast - 24.02.2026

(24.02.2026, 18:06)frontrunner800 schrieb:
(24.02.2026, 16:46)Citius schrieb:
(24.02.2026, 15:26)frontrunner800 schrieb:
(24.02.2026, 15:19)mariusfast schrieb:
(24.02.2026, 15:09)frontrunner800 schrieb: Ja klar, Bremm ist natürlich auch in the mix.
Tortell trainiert seit geraumer Zeit in Spanien, u. a. auch mit Adrian Ben, und die Spanier wissen, wie man es macht  Smile
In einem Sprurtrennen hat Tortell alle Chancen. Die anderen Leute müssen es schnell machen, sonst sehe ich im Spurt Farken gegen Tortell.
Auf jeden Fall wird das Rennen super spannend. Dass es solch eine Leistungsdichte in einem Laufwettbewerb in Deutschland gibt, ist großartig.

Ich glaube nicht, dass Bremm bei einem langsamen Rennen im Spurt schlechtere Karten als Tortell hat. Eine 1500 M PB ist nochmal etwas anderes als auf den letzten 400 M. der Beste zu sein. 

Tortell ist sowieso generell und insbesondere bezogen auf die Tempohärte über 1500 M.  vermutlich noch nicht in Topform.

Farken und Tortell "nehmen das Rennen mit" quasi als Durchgangsstation, beide haben großes vor im Sommer. Jedoch auch unter diesen Vorzeichen dürfte sich die Klasse der beiden durchsetzen.

Und Florian Bremm, der beim Saisoneinstieg relativ nach an den Deutschen Rekord herangekommen ist und ein Frederick Ruppert, der letze Saison den deutschen Rekord verbessert hat lehnen sich dieses Jahr zurück?

Nein, Bremm und Ruppert schlafen sicher nicht, sie sind aber halt in D geblieben  Idea
Jetzt mal unabhängig von der Hallen DM...

Tortell hat gute Rennen gezeigt, u.a. bei der Team EM. Aber dennoch muss er von den reinen Laufzeiten erstmal zeigen, dass seine 3:33 keine "Pfungstadt-Magic" Zeit sind. Ich traue Tortell aber schon zu, dass er bei einer EM in die Top  8 laufen kann und sehe ihn auch als guten Meisterschaftsläufer. 

Und selbst, wenn Tortell eine 3:30 laufen wird im Sommer. Das ist dennoch nicht vergleichbar mit dem Niveau von Ruppert auf seiner Disziplin. Ruppert hat schon mehrfach in der DL brilliert und mit 8:01 eine absolute Weltklassezeit aufgestellt.


RE: 73. Deutsche Hallenmeisterschaften - Dortmund, 27.2-01.03.2026 - frontrunner800 - 24.02.2026

(24.02.2026, 20:17)mariusfast schrieb:
(24.02.2026, 18:06)frontrunner800 schrieb:
(24.02.2026, 16:46)Citius schrieb:
(24.02.2026, 15:26)frontrunner800 schrieb:
(24.02.2026, 15:19)mariusfast schrieb:
(24.02.2026, 15:09)frontrunner800 schrieb: Ja klar, Bremm ist natürlich auch in the mix.
Tortell trainiert seit geraumer Zeit in Spanien, u. a. auch mit Adrian Ben, und die Spanier wissen, wie man es macht  Smile
In einem Sprurtrennen hat Tortell alle Chancen. Die anderen Leute müssen es schnell machen, sonst sehe ich im Spurt Farken gegen Tortell.
Auf jeden Fall wird das Rennen super spannend. Dass es solch eine Leistungsdichte in einem Laufwettbewerb in Deutschland gibt, ist großartig.

Ich glaube nicht, dass Bremm bei einem langsamen Rennen im Spurt schlechtere Karten als Tortell hat. Eine 1500 M PB ist nochmal etwas anderes als auf den letzten 400 M. der Beste zu sein. 

Tortell ist sowieso generell und insbesondere bezogen auf die Tempohärte über 1500 M.  vermutlich noch nicht in Topform.

Farken und Tortell "nehmen das Rennen mit" quasi als Durchgangsstation, beide haben großes vor im Sommer. Jedoch auch unter diesen Vorzeichen dürfte sich die Klasse der beiden durchsetzen.

Und Florian Bremm, der beim Saisoneinstieg relativ nach an den Deutschen Rekord herangekommen ist und ein Frederick Ruppert, der letze Saison den deutschen Rekord verbessert hat lehnen sich dieses Jahr zurück?

Nein, Bremm und Ruppert schlafen sicher nicht, sie sind aber halt in D geblieben  Idea
Jetzt mal unabhängig von der Hallen DM...

Tortell hat gute Rennen gezeigt, u.a. bei der Team EM. Aber dennoch muss er von den reinen Laufzeiten erstmal zeigen, dass seine 3:33 keine "Pfungstadt-Magic" Zeit sind. Ich traue Tortell aber schon zu, dass er bei einer EM in die Top  8 laufen kann und sehe ihn auch als guten Meisterschaftsläufer. 

Und selbst, wenn Tortell eine 3:30 laufen wird im Sommer. Das ist dennoch nicht vergleichbar mit dem Niveau von Ruppert auf seiner Disziplin. Ruppert hat schon mehrfach in der DL brilliert und mit 8:01 eine absolute Weltklassezeit aufgestellt.

Allerdings laufen die 3000 m Hindernis weniger Athleten, die Disziplin hat also nicht eine so hohe Leistungsdichte, wie die klassischen Mittelstrecken 800 m und 1500 m.

3:30 für Tortell im Sommer wären einfach nur crazy.

Ich freue mich aus deutscher Sicht auf die Duelle Farken gegen Tortell im Sommer, das könnte ein bisschen wie damals werden, Coe gegen Ovett  Smile

Nur, wer von beiden ist Coe und wer Ovett?


RE: 73. Deutsche Hallenmeisterschaften - Dortmund, 27.2-01.03.2026 - Citius - 24.02.2026

(24.02.2026, 21:01)frontrunner800 schrieb:
(24.02.2026, 20:17)mariusfast schrieb:
(24.02.2026, 18:06)frontrunner800 schrieb:
(24.02.2026, 16:46)Citius schrieb:
(24.02.2026, 15:26)frontrunner800 schrieb:
(24.02.2026, 15:19)mariusfast schrieb:
(24.02.2026, 15:09)frontrunner800 schrieb: Ja klar, Bremm ist natürlich auch in the mix.
Tortell trainiert seit geraumer Zeit in Spanien, u. a. auch mit Adrian Ben, und die Spanier wissen, wie man es macht  Smile
In einem Sprurtrennen hat Tortell alle Chancen. Die anderen Leute müssen es schnell machen, sonst sehe ich im Spurt Farken gegen Tortell.
Auf jeden Fall wird das Rennen super spannend. Dass es solch eine Leistungsdichte in einem Laufwettbewerb in Deutschland gibt, ist großartig.

Ich glaube nicht, dass Bremm bei einem langsamen Rennen im Spurt schlechtere Karten als Tortell hat. Eine 1500 M PB ist nochmal etwas anderes als auf den letzten 400 M. der Beste zu sein. 

Tortell ist sowieso generell und insbesondere bezogen auf die Tempohärte über 1500 M.  vermutlich noch nicht in Topform.

Farken und Tortell "nehmen das Rennen mit" quasi als Durchgangsstation, beide haben großes vor im Sommer. Jedoch auch unter diesen Vorzeichen dürfte sich die Klasse der beiden durchsetzen.

Und Florian Bremm, der beim Saisoneinstieg relativ nach an den Deutschen Rekord herangekommen ist und ein Frederick Ruppert, der letze Saison den deutschen Rekord verbessert hat lehnen sich dieses Jahr zurück?

Nein, Bremm und Ruppert schlafen sicher nicht, sie sind aber halt in D geblieben  Idea
Jetzt mal unabhängig von der Hallen DM...

Tortell hat gute Rennen gezeigt, u.a. bei der Team EM. Aber dennoch muss er von den reinen Laufzeiten erstmal zeigen, dass seine 3:33 keine "Pfungstadt-Magic" Zeit sind. Ich traue Tortell aber schon zu, dass er bei einer EM in die Top  8 laufen kann und sehe ihn auch als guten Meisterschaftsläufer. 

Und selbst, wenn Tortell eine 3:30 laufen wird im Sommer. Das ist dennoch nicht vergleichbar mit dem Niveau von Ruppert auf seiner Disziplin. Ruppert hat schon mehrfach in der DL brilliert und mit 8:01 eine absolute Weltklassezeit aufgestellt.

Allerdings laufen die 3000 m Hindernis weniger Athleten, die Disziplin hat also nicht eine so hohe Leistungsdichte, wie die klassischen Mittelstrecken 800 m und 1500 m.

3:30 für Tortell im Sommer wären einfach nur crazy.

Ich freue mich aus deutscher Sicht auf die Duelle Farken gegen Tortell im Sommer, das könnte ein bisschen wie damals werden, Coe gegen Ovett  Smile

Nur, wer von beiden ist Coe und wer Ovett?

Dein Optimismus in allen Ehren, aber ich wäre sehr froh, Tortell würde sein letztjähriges Niveau 2026 bestätigen.


RE: 73. Deutsche Hallenmeisterschaften - Dortmund, 27.2-01.03.2026 - mariusfast - 25.02.2026

(24.02.2026, 21:01)frontrunner800 schrieb:
(24.02.2026, 20:17)mariusfast schrieb:
(24.02.2026, 18:06)frontrunner800 schrieb:
(24.02.2026, 16:46)Citius schrieb:
(24.02.2026, 15:26)frontrunner800 schrieb:
(24.02.2026, 15:19)mariusfast schrieb:
(24.02.2026, 15:09)frontrunner800 schrieb: Ja klar, Bremm ist natürlich auch in the mix.
Tortell trainiert seit geraumer Zeit in Spanien, u. a. auch mit Adrian Ben, und die Spanier wissen, wie man es macht  Smile
In einem Sprurtrennen hat Tortell alle Chancen. Die anderen Leute müssen es schnell machen, sonst sehe ich im Spurt Farken gegen Tortell.
Auf jeden Fall wird das Rennen super spannend. Dass es solch eine Leistungsdichte in einem Laufwettbewerb in Deutschland gibt, ist großartig.

Ich glaube nicht, dass Bremm bei einem langsamen Rennen im Spurt schlechtere Karten als Tortell hat. Eine 1500 M PB ist nochmal etwas anderes als auf den letzten 400 M. der Beste zu sein. 

Tortell ist sowieso generell und insbesondere bezogen auf die Tempohärte über 1500 M.  vermutlich noch nicht in Topform.

Farken und Tortell "nehmen das Rennen mit" quasi als Durchgangsstation, beide haben großes vor im Sommer. Jedoch auch unter diesen Vorzeichen dürfte sich die Klasse der beiden durchsetzen.

Und Florian Bremm, der beim Saisoneinstieg relativ nach an den Deutschen Rekord herangekommen ist und ein Frederick Ruppert, der letze Saison den deutschen Rekord verbessert hat lehnen sich dieses Jahr zurück?

Nein, Bremm und Ruppert schlafen sicher nicht, sie sind aber halt in D geblieben  Idea
Jetzt mal unabhängig von der Hallen DM...

Tortell hat gute Rennen gezeigt, u.a. bei der Team EM. Aber dennoch muss er von den reinen Laufzeiten erstmal zeigen, dass seine 3:33 keine "Pfungstadt-Magic" Zeit sind. Ich traue Tortell aber schon zu, dass er bei einer EM in die Top  8 laufen kann und sehe ihn auch als guten Meisterschaftsläufer. 

Und selbst, wenn Tortell eine 3:30 laufen wird im Sommer. Das ist dennoch nicht vergleichbar mit dem Niveau von Ruppert auf seiner Disziplin. Ruppert hat schon mehrfach in der DL brilliert und mit 8:01 eine absolute Weltklassezeit aufgestellt.

Allerdings laufen die 3000 m Hindernis weniger Athleten, die Disziplin hat also nicht eine so hohe Leistungsdichte, wie die klassischen Mittelstrecken 800 m und 1500 m.
Was heißt Leistungsdichte, bezogen auf Rupperts 8:01. Es gab generell noch niemand, der "viel" schneller lief. Mit 8:01 war man in den letzten 20 J. immer gut für eine Top 3 Platzierung. Und über 1500 M gab es auch schon vor 30 J. Athleten, die 3:26/3:28 liefen, obwohl es noch weniger Athleten gemacht haben. Also ist für mich unvorstellbar, dass in all den Jahren über 3000 M Hindernis sicht nicht ein Juwel auf der Strecke verirrt hat. Ich denke jeder Läufer versucht es mal auf dieser Strecke, insbesondere weil es eben so verlockend klingt "nur 8 Minuten" über 3000 M Hindernis. 

 Und nehmen wir mal deine Aussage als Grundlage. Wieso gibt es dann nicht mehr, die diese Strecke laufen?  Wenn ich als 3:31 Minuten Läufer maximal ins Finale kommen kann, wieso versuche ich dann nicht umzusteigen, wenn ich auf den Hindernissen das Podium machen könnte, "weil keine Leistungsdichte"?


Tortell ist übrigens ein gutes Beispiel. Er wollte in der U-20 die WM-Norm angreifen. Ergebnis war über 10 Minuten!  Seitdem ist er lieber auf den 1500 Metern geblieben Big Grin


RE: 73. Deutsche Hallenmeisterschaften - Dortmund, 27.2-01.03.2026 - frontrunner800 - 25.02.2026

Tortell trainiert jetzt eher nach dem 80/20 Modell. Das ist momentan weltweit die Methode, um die neben double threshold ein riesen Hype gemacht wird – zurecht: 80 % trainiert man im low intensity Bereich mit nur ca. 60 % der maximalen Herzfrequenz, die anderen 20 % hart, LTH und VO2max. So machen jetzt z. B. viele deutschen Spitzenläufer ihre DL nur in ca. 4:30 pro Kilometer mit einer sehr tiefen Pulsfrequenz von 120 -130. Macht Sinn, an ruhigen Regenerationstagen, nach den harten Einheiten trainiert man gezielt die Mitochondrien der Muskelfasern vom Typ 1 (low twitch fibres). Durch den prozentual hohen Anteil von GA1 Training werden die Mitochondrien zunehmend leistungsfähiger. Und jetzt kommt das Entscheidende: Top ausgebildete Mitochondrien der Muskelfasern vom Typ 1 arbeiten quasi crossover und neutralisieren einen Teil des Laktats, das die Muskelfasern vom Typ 2 bei einer höheren (wettkampfspezifischen) Geschwindigkeit produzieren. So läßt sich länger eine höhere Geschwindigkeit aufrecherhalten, weil die Laktatkonzentration im Blut nicht so schnell ansteigt.
Diese recht neuen wissenschaftlichen Erkentnisse vermitteln uns Athleten natürlich auch Sicherheit, denn der Glaube, langsam laufen bringt nichts, ist damit obsolet. Im Gegenteil, an diesen regenerativen Tagen zwischen den harten Tagen arbeiten wir sehr wohl auch daran, eine höhere Geschwindigkeit länger aufrecherhalten zu können.


RE: 73. Deutsche Hallenmeisterschaften - Dortmund, 27.2-01.03.2026 - Citius - 25.02.2026

(25.02.2026, 12:40)frontrunner800 schrieb: Tortell trainiert jetzt eher nach dem 80/20 Modell. Das ist momentan weltweit die Methode, um die neben double threshold ein riesen Hype gemacht wird – zurecht: 80 % trainiert man im low intensity Bereich mit nur ca. 60 % der maximalen Herzfrequenz, die anderen 20 % hart, LTH und VO2max. So machen jetzt z. B. alle deutschen Spitzenläufer ihre DL nur in ca. 4:30 pro Kilometer mit einer sehr tiefen Pulsfrequenz von 120 -130. Macht Sinn, an ruhigen Regenerationstagen, nach den harten Einheiten trainiert man gezielt die Mitochondrien der Muskelfasern vom Typ 1 (low twitch fibres). Durch den prozentual hohen Anteil von GA1 Training werden die Mitochondrien zunehmend leistungsfähiger. Und jetzt kommt das Entscheidende: Top ausgebildete Mitochondrien der Muskelfasern vom Typ 1 arbeiten quasi crossover und neutralisieren einen Teil des Laktats, das die Muskelfasern vom Typ 2 bei einer höheren (wettkampfspezifischen) Geschwindigkeit produzieren. So läßt sich länger eine höhere Geschwindigkeit aufrecherhalten, weil die Laktatkonzentration im Blut nicht so schnell ansteigt.
Diese recht neuen wissenschaftlichen Erkentnisse vermitteln uns Athleten natürlich auch Sicherheit, denn der Glaube, langsam laufen bringt nichts, ist damit obsolet. Im Gegenteil, an diesen regenerativen Tagen zwischen den harten Tagen arbeiten wir sehr wohl auch daran, eine höhere Geschwindigkeit länger aufrecherhalten zu können.

Wenn das so ist, sind die anderen natürlich chancenlos…


RE: 73. Deutsche Hallenmeisterschaften - Dortmund, 27.2-01.03.2026 - Oliver - 25.02.2026

frontrunner800 war ja schon immer ein ausgewiesener Tortell‑Fan, zumindest solange Marc Tortell in Form ist. Anfang letzten Jahres hatte er ihn eigentlich schon feierlich zu den Akten gelegt, doch seit Tortell wieder richtig liefert, ist frontrunner800 plötzlich wieder sein größter Fan.

Das könnte natürlich daran liegen, dass er nach eigener Aussage bei seinem Opa trainiert hat und möglicherweise früher sogar kleine Battles gegen Papa Tortell ausgetragen hat. Letzteres ist allerdings nur meine persönliche Theorie, offiziell bestätigt hat er das nicht.


RE: 73. Deutsche Hallenmeisterschaften - Dortmund, 27.2-01.03.2026 - frontrunner800 - 25.02.2026

(25.02.2026, 13:41)Citius schrieb:
(25.02.2026, 12:40)frontrunner800 schrieb: Tortell trainiert jetzt eher nach dem 80/20 Modell. Das ist momentan weltweit die Methode, um die neben double threshold ein riesen Hype gemacht wird – zurecht: 80 % trainiert man im low intensity Bereich mit nur ca. 60 % der maximalen Herzfrequenz, die anderen 20 % hart, LTH und VO2max. So machen jetzt z. B. alle deutschen Spitzenläufer ihre DL nur in ca. 4:30 pro Kilometer mit einer sehr tiefen Pulsfrequenz von 120 -130. Macht Sinn, an ruhigen Regenerationstagen, nach den harten Einheiten trainiert man gezielt die Mitochondrien der Muskelfasern vom Typ 1 (low twitch fibres). Durch den prozentual hohen Anteil von GA1 Training werden die Mitochondrien zunehmend leistungsfähiger. Und jetzt kommt das Entscheidende: Top ausgebildete Mitochondrien der Muskelfasern vom Typ 1 arbeiten quasi crossover und neutralisieren einen Teil des Laktats, das die Muskelfasern vom Typ 2 bei einer höheren (wettkampfspezifischen) Geschwindigkeit produzieren. So läßt sich länger eine höhere Geschwindigkeit aufrecherhalten, weil die Laktatkonzentration im Blut nicht so schnell ansteigt.
Diese recht neuen wissenschaftlichen Erkentnisse vermitteln uns Athleten natürlich auch Sicherheit, denn der Glaube, langsam laufen bringt nichts, ist damit obsolet. Im Gegenteil, an diesen regenerativen Tagen zwischen den harten Tagen arbeiten wir sehr wohl auch daran, eine höhere Geschwindigkeit länger aufrecherhalten zu können.

Wenn das so ist, sind die anderen natürlich chancenlos…

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RE: 73. Deutsche Hallenmeisterschaften - Dortmund, 27.2-01.03.2026 - Blackrunning5k - 25.02.2026

(25.02.2026, 12:40)frontrunner800 schrieb: Tortell trainiert jetzt eher nach dem 80/20 Modell. Das ist momentan weltweit die Methode, um die neben double threshold ein riesen Hype gemacht wird – zurecht: 80 % trainiert man im low intensity Bereich mit nur ca. 60 % der maximalen Herzfrequenz, die anderen 20 % hart, LTH und VO2max. So machen jetzt z. B. viele deutschen Spitzenläufer ihre DL nur in ca. 4:30 pro Kilometer mit einer sehr tiefen Pulsfrequenz von 120 -130. Macht Sinn, an ruhigen Regenerationstagen, nach den harten Einheiten trainiert man gezielt die Mitochondrien der Muskelfasern vom Typ 1 (low twitch fibres). Durch den prozentual hohen Anteil von GA1 Training werden die Mitochondrien zunehmend leistungsfähiger. Und jetzt kommt das Entscheidende: Top ausgebildete Mitochondrien der Muskelfasern vom Typ 1 arbeiten quasi crossover und neutralisieren einen Teil des Laktats, das die Muskelfasern vom Typ 2 bei einer höheren (wettkampfspezifischen) Geschwindigkeit produzieren. So läßt sich länger eine höhere Geschwindigkeit aufrecherhalten, weil die Laktatkonzentration im Blut nicht so schnell ansteigt.
Diese recht neuen wissenschaftlichen Erkentnisse vermitteln uns Athleten natürlich auch Sicherheit, denn der Glaube, langsam laufen bringt nichts, ist damit obsolet. Im Gegenteil, an diesen regenerativen Tagen zwischen den harten Tagen arbeiten wir sehr wohl auch daran, eine höhere Geschwindigkeit länger aufrecherhalten zu können.

Also die 80/20 Methode wird ja schon seit Jahrzehnten vor allem in Kenia, Marokko aber auch lange Zeit in Norwegen (da sogar in Kombination als Läufer mit Skilanglauf im Winter, teils auf nationalem Nachwuchsspitzenniveau) ausgiebig praktiziert und ist demzufolge auch etabliert. Allerdings gilt diese Etabliertheit aktuell für jede bekannte Trainingsmethodik, die weltweit umfassend genutzt wird. Da jetzt DEN speziellen Vorteil für Tortell herauszufiltern, halte ich für etwas gewagt und stark unterschätzend allen anderen gegenüber.


RE: 73. Deutsche Hallenmeisterschaften - Dortmund, 27.2-01.03.2026 - Atanvarno - 25.02.2026

Exakt, 80/20 oder Polarized Training ist ein ziemlich alter Hut, unter dem Begriff publiziert hat Stephen Seiler dazu erstmals Ende der 90er, praktiziert wurde das aber auch schon vorher (alte Sportwissenschaftlerweisheit: Wir formalisieren nur, was Athleten seit Jahrzehnten erfolgreich praktizieren Wink )