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Olympische Spiele in Deutschland? - Druckversion

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RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Befürworter - 25.03.2026

München bewirbt sich um die Ausrichtung der Leichtathletik-WM im Jahr 2029 oder 2031 (Kicker), wobei man lieber 2031 zugewiesen bekommen möchte. Nach zwei Terminen in Asien in den Jahren 2025 (Tokio) und 2027 (Peking) sollten die Chancen ganz gut stehen. Die Entscheidung wird bis September 2026 fallen.

Eine WM in Deutschland wäre eine großartige Sache für die deutsche Leichtathletik. Und das passt in dieses Thema, weil es ganz klar eine der erhofften Aktionen ist, mit denen man die Olympiabewerbung unterstützen möchte.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Reichtathletik - 25.03.2026

Leider ist man bisher nicht so sehr dahinter, sich häufiger um WMs und EMs zu bewerben. Damit könnte man (bzw. Hätte es gekonnt) auch generell mehr Stimmung pro Olympia erzeugen. Aber leider ist man sich in Deutschland oft zu fein für alles unterhalb der großen WM oder am besten gleich Olympia.
Mal eine U20 oder U23 WM oder die Straßenlauf-WM... Das wäre auch hilfreich


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - S_J - 25.03.2026

So lange ist 2022 jetzt doch nun auch nicht her? Und davor 2018...


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - runner5000 - 25.03.2026

(25.03.2026, 20:22)Reichtathletik schrieb: Leider ist man bisher nicht so sehr dahinter, sich häufiger um WMs und EMs zu bewerben. Damit könnte man (bzw. Hätte es gekonnt) auch generell mehr Stimmung pro Olympia erzeugen. Aber leider ist man sich in Deutschland oft zu fein für alles unterhalb der großen WM oder am besten gleich Olympia.
Mal eine U20 oder U23 WM oder die Straßenlauf-WM... Das wäre auch hilfreich

Du meinst wohl U23 EM oder?
Die Frage ist, von wem bei den Nachwuchsmeisterschaften dazu die Initiative ausgehen muss? Müssen das wie im Falle der EM/WM auch Städte machen? Oder muss der DLV da involviert sein? Das ist bei den großen Meisterschaften ja nicht der Fall.

Wenn es die Städte sind, kommen dafür ja nicht viele in Frage. Meines Erachtens nur Dresden und die Erfahrungen mit der städtischen Sportorganisation sind jetzt auch nicht so prickelnd. Berlin und München sind zu groß. Kassel wäre noch eine Option, ist aber ein Fußballstadion.
Braunschweig und Wattenscheid sind aufgrund der baulichen Gegebenheiten in Sachen Gruben raus.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Reichtathletik - 25.03.2026

(25.03.2026, 21:23)runner5000 schrieb:
(25.03.2026, 20:22)Reichtathletik schrieb: Leider ist man bisher nicht so sehr dahinter, sich häufiger um WMs und EMs zu bewerben. Damit könnte man (bzw. Hätte es gekonnt) auch generell mehr Stimmung pro Olympia erzeugen. Aber leider ist man sich in Deutschland oft zu fein für alles unterhalb der großen WM oder am besten gleich Olympia.
Mal eine U20 oder U23 WM oder die Straßenlauf-WM... Das wäre auch hilfreich

Du meinst wohl U23 EM oder?
Die Frage ist, von wem bei den Nachwuchsmeisterschaften dazu die Initiative ausgehen muss? Müssen das wie im Falle der EM/WM auch Städte machen? Oder muss der DLV da involviert sein? Das ist bei den großen Meisterschaften ja nicht der Fall.

Wenn es die Städte sind, kommen dafür ja nicht viele in Frage. Meines Erachtens nur Dresden und die Erfahrungen mit der städtischen Sportorganisation sind jetzt auch nicht so prickelnd. Berlin und München sind zu groß. Kassel wäre noch eine Option, ist aber ein Fußballstadion.
Braunschweig und Wattenscheid sind aufgrund der baulichen Gegebenheiten in Sachen Gruben raus.

Ich erinnere mich, dass sowas mal in Erfurt war...
Ein Problem ist ja dass der DLV und auch die Landesverbände nie um den Erhalt dafür passender Anlagen gekämpft haben. Und halt auch keine Argumente in Form solcher Meisterschaften an Land geholt haben, weshalb man sie braucht.

Ich denke aber auch an Nicht-Stadion... Cross, Straße...

Es braucht dafür immer auch die Unterstützung des nationalen Fachverbandes.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Befürworter - 20.04.2026

Nach München gab es auch in Kiel und NRW in den Bürgerabstimmungen riesige Mehrheiten für die Olympiabewerbung, nur in einer einzigen von 17 NRW-Städten wurde das Beteiligungsquorum verfehlt: leichtathletik.de. Das Votum in Kiel ist dabei gesamtdeutsch von überragender Bedeutung, weil damit der Segelstützpunkt für alle Bewerberstädte abgesichert ist.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - eierluke2 - 22.04.2026

Leichtathletik ist noch immer Kernsportart bei Olympia, aber Bewerbungen für eine Leichtathletik WM darf man nicht mit einer Olympiabewerbung vergleichen.
Olympia völlig aufgeblasen und so eine ganz andere Größenordnung.

Mindestens 200 der 329 Goldmedaillien würde ich mangels sportlichen Wertes abschaffen (und lieber die verbleibenden Wettbewerbe aufwerten) aber die Wahl habe ich natürlich nicht und werde trotzdem für eine Olympiabewerbung (Hamburg) stimmen. 

Schön, dass auch Kiel dafür ist, aber Travemünde und Rostock schaffen es auch regelmäßig Segelgroßveranstaltungen auszurichten


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Reichtathletik - 22.04.2026

(22.04.2026, 08:16)eierluke2 schrieb: Leichtathletik ist noch immer Kernsportart bei Olympia, aber Bewerbungen für eine Leichtathletik WM darf man nicht mit einer Olympiabewerbung vergleichen.
Olympia völlig aufgeblasen und so eine ganz andere Größenordnung.

Mindestens 200 der 329 Goldmedaillien würde ich mangels sportlichen Wertes abschaffen (und lieber die verbleibenden Wettbewerbe aufwerten) aber die Wahl habe ich natürlich nicht und werde trotzdem für eine Olympiabewerbung (Hamburg) stimmen. 

Schön, dass auch Kiel dafür ist, aber Travemünde und Rostock schaffen es auch regelmäßig Segelgroßveranstaltungen auszurichten

Man bemerkt den Bedeutungsverlust der Leichtathletik in Deutschland schon sehr an den Bewerbungen. Die Deutsche Leichtathletik (insgesamt, damit meine ich explizit nicht nur, aber natürlich auch den DLV) hat das in weiten Teilen in den vergangenen 20 Jahren verschuldet. Und ich bin auch überrascht wie wenig präsent bis abwesend sie jetzt im Bewerbungsprozess ist.

Man bemerkt: In NRW hat die Stadt, die die Leichtathletik samt Stadion "schultern" soll, das engste Votum. In Hamburg könnte es auch eng werden. Hauptkritik der Gegner ist da ein "neues" Stadion. In beiden Fällen soll das nach den Spielen nicht mehr oder nicht mehr für die Leichtathletik zur Verfügung stehen. Ein LA-Stadion traut sich eigentlich keiner mehr zu bauen, weil man sicher ist, damit kein Ja in einem Votum zu bekommen. 
Und doch werden bei den Spielen locker 70k ins Stadion gehen.

Es fehlt mir an bewussten Vor- und Nachnutzungskonzepten der LA. Man könnte analog zur WM-Bewerbung München ja sagen, wir bewerben uns um eine WM vor und Nach Olympia in der Stadt (Peking WM im Olympiastadion, Tokio... das sind jeweils auch sportlich Highlights). Wir bauen direkt ein Konzept für ein A-Meeting was jährlich dort stattfindet, etc...
Man sollte vorher in der Stadt bereits Sportbegeisterung durch DMs und Nachwuchs-WMs schaffen... Leider fehlt das alles. Die LA bleibt sehr unsichtbar und wird in der breiten Bevölkerung nicht als emotionale Topsportart abgespeichert sondern als Kostenfaktor und Belastung.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - eierluke2 - 22.04.2026

(22.04.2026, 09:04)Reichtathletik schrieb:
(22.04.2026, 08:16)eierluke2 schrieb: Leichtathletik ist noch immer Kernsportart bei Olympia, aber Bewerbungen für eine Leichtathletik WM darf man nicht mit einer Olympiabewerbung vergleichen.
Olympia völlig aufgeblasen und so eine ganz andere Größenordnung.

Mindestens 200 der 329 Goldmedaillien würde ich mangels sportlichen Wertes abschaffen (und lieber die verbleibenden Wettbewerbe aufwerten) aber die Wahl habe ich natürlich nicht und werde trotzdem für eine Olympiabewerbung (Hamburg) stimmen. 

Schön, dass auch Kiel dafür ist, aber Travemünde und Rostock schaffen es auch regelmäßig Segelgroßveranstaltungen auszurichten

Man bemerkt den Bedeutungsverlust der Leichtathletik in Deutschland schon sehr an den Bewerbungen. Die Deutsche Leichtathletik (insgesamt, damit meine ich explizit nicht nur, aber natürlich auch den DLV) hat das in weiten Teilen in den vergangenen 20 Jahren verschuldet. Und ich bin auch überrascht wie wenig präsent bis abwesend sie jetzt im Bewerbungsprozess ist.

Man bemerkt: In NRW hat die Stadt, die die Leichtathletik samt Stadion "schultern" soll, das engste Votum. In Hamburg könnte es auch eng werden. Hauptkritik der Gegner ist da ein "neues" Stadion. In beiden Fällen soll das nach den Spielen nicht mehr oder nicht mehr für die Leichtathletik zur Verfügung stehen. Ein LA-Stadion traut sich eigentlich keiner mehr zu bauen, weil man sicher ist, damit kein Ja in einem Votum zu bekommen. 
Und doch werden bei den Spielen locker 70k ins Stadion gehen.

Es fehlt mir an bewussten Vor- und Nachnutzungskonzepten der LA. Man könnte analog zur WM-Bewerbung München ja sagen, wir bewerben uns um eine WM vor und Nach Olympia in der Stadt (Peking WM im Olympiastadion, Tokio... das sind jeweils auch sportlich Highlights). Wir bauen direkt ein Konzept für ein A-Meeting was jährlich dort stattfindet, etc...
Man sollte vorher in der Stadt bereits Sportbegeisterung durch DMs und Nachwuchs-WMs schaffen... Leider fehlt das alles. Die LA bleibt sehr unsichtbar und wird in der breiten Bevölkerung nicht als emotionale Topsportart abgespeichert sondern als Kostenfaktor und Belastung.

1 Meeting = Tropfen auf heißen Stein.
Dass Fußball so erfolgreich ist, liegt neben vielem Anderen auch an der steten Präsenz.

Zu einem wichtigen Punkt: die Sportstätte oder ganz konkret auch "das Stadion". Also Fußball ist die #1, wird es auch noch lange bleiben und Fußball gucken im Leichtahletikstadion ist großer Mist.
Auf Schalke lässt sich aber ein komplettes Fußballfeld ins Stadion rein- und rausschieben. Vielleicht geht da noch viel mehr wenn man einfach nur flexibler denkt, also im Sinne, dass man bestehende Infrastruktur flexibel mitnutzt ohne z.B. dem Fußballfan das Stadionerlebnis zu versauen (ich hätte ein paar Ideen, die ohne Zeichnung kaum zu erklären sind).
Eigentlich geht es aber auch nicht darum sofort eine Lösung aus der Schublade zu ziehen, sondern eher darum Probleme zu definieren die Wünschen im Wege stehen und diese vielleicht Outofthebox Denkern mit Expertise zu präsentieren.


RE: Olympische Spiele in Deutschland? - Reichtathletik - 22.04.2026

(22.04.2026, 10:31)eierluke2 schrieb:
(22.04.2026, 09:04)Reichtathletik schrieb:
(22.04.2026, 08:16)eierluke2 schrieb: Leichtathletik ist noch immer Kernsportart bei Olympia, aber Bewerbungen für eine Leichtathletik WM darf man nicht mit einer Olympiabewerbung vergleichen.
Olympia völlig aufgeblasen und so eine ganz andere Größenordnung.

Mindestens 200 der 329 Goldmedaillien würde ich mangels sportlichen Wertes abschaffen (und lieber die verbleibenden Wettbewerbe aufwerten) aber die Wahl habe ich natürlich nicht und werde trotzdem für eine Olympiabewerbung (Hamburg) stimmen. 

Schön, dass auch Kiel dafür ist, aber Travemünde und Rostock schaffen es auch regelmäßig Segelgroßveranstaltungen auszurichten

Man bemerkt den Bedeutungsverlust der Leichtathletik in Deutschland schon sehr an den Bewerbungen. Die Deutsche Leichtathletik (insgesamt, damit meine ich explizit nicht nur, aber natürlich auch den DLV) hat das in weiten Teilen in den vergangenen 20 Jahren verschuldet. Und ich bin auch überrascht wie wenig präsent bis abwesend sie jetzt im Bewerbungsprozess ist.

Man bemerkt: In NRW hat die Stadt, die die Leichtathletik samt Stadion "schultern" soll, das engste Votum. In Hamburg könnte es auch eng werden. Hauptkritik der Gegner ist da ein "neues" Stadion. In beiden Fällen soll das nach den Spielen nicht mehr oder nicht mehr für die Leichtathletik zur Verfügung stehen. Ein LA-Stadion traut sich eigentlich keiner mehr zu bauen, weil man sicher ist, damit kein Ja in einem Votum zu bekommen. 
Und doch werden bei den Spielen locker 70k ins Stadion gehen.

Es fehlt mir an bewussten Vor- und Nachnutzungskonzepten der LA. Man könnte analog zur WM-Bewerbung München ja sagen, wir bewerben uns um eine WM vor und Nach Olympia in der Stadt (Peking WM im Olympiastadion, Tokio... das sind jeweils auch sportlich Highlights). Wir bauen direkt ein Konzept für ein A-Meeting was jährlich dort stattfindet, etc...
Man sollte vorher in der Stadt bereits Sportbegeisterung durch DMs und Nachwuchs-WMs schaffen... Leider fehlt das alles. Die LA bleibt sehr unsichtbar und wird in der breiten Bevölkerung nicht als emotionale Topsportart abgespeichert sondern als Kostenfaktor und Belastung.

1 Meeting = Tropfen auf heißen Stein.
Dass Fußball so erfolgreich ist, liegt neben vielem Anderen auch an der steten Präsenz.

Zu einem wichtigen Punkt: die Sportstätte oder ganz konkret auch "das Stadion". Also Fußball ist die #1, wird es auch noch lange bleiben und Fußball gucken im Leichtahletikstadion ist großer Mist.
Auf Schalke lässt sich aber ein komplettes Fußballfeld ins Stadion rein- und rausschieben. Vielleicht geht da noch viel mehr wenn man einfach nur flexibler denkt, also im Sinne, dass man bestehende Infrastruktur flexibel mitnutzt ohne z.B. dem Fußballfan das Stadionerlebnis zu versauen (ich hätte ein paar Ideen, die ohne Zeichnung kaum zu erklären sind).
Eigentlich geht es aber auch nicht darum sofort eine Lösung aus der Schublade zu ziehen, sondern eher darum Probleme zu definieren die Wünschen im Wege stehen und diese vielleicht Outofthebox Denkern mit Expertise zu präsentieren.

In der Quantität ist ein Meeting natürlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein in der Qualität ist es allerdings etwas ganz anderes wenn man an image und andere Dinge denkt. Für sowas gibt es viele Beispiele außerhalb des Sports. Ansonsten stimme ich dir vollkommen zu. Statt nur über temporäre Bauten nachzudenken nach dem Motto "keine Angst das ist danach wieder weg und ihr müsst nie wieder eine Laufbahn sehen" könnte man beispielsweise darüber nachdenken, ob man auch eine Laufbahn rein oder rausfahren kann. Da könnte Deutschland statt kleine Brötchen zu backen mal wirklich innovationskraft zeigen. 
Ich finde aber auch man könnte offensiver sein wenn man sich beispielsweise anguckt was gerade beim nordderby im Fußball abgegangen ist und die Frage stellen, ob die gegenwärtigen Fußballfans tatsächlich ein Stadion nach ihren Wünschen verdient haben. Eine Laufbahn zwischen "Fans" und Spielfeld ist ja schon fast aus Sicherheitsgründen geboten.