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Meilenweit von der Weltklasse im Drei- und Stabhochsprung entfernt! - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Meilenweit von der Weltklasse im Drei- und Stabhochsprung entfernt! (/showthread.php?tid=6094) |
RE: Meilenweit von der Weltklasse im Drei- und Stabhochsprung entfernt! - Diskusmann - 08.11.2025 (08.11.2025, 18:44)Gertrud schrieb:(08.11.2025, 16:41)frbcrane2 schrieb:(08.11.2025, 14:49)Gertrud schrieb: Daran liegt es nun wirklich nicht. Ich möchte meine Gründe hier wirklich nicht darlegen. Es würde sehr ins Persönliche gehen.Das ist so dermaßen sinnloses Geschwätz. Wenn man Gründe kennt, nennt man sie, oder man hält sich raus. Dieses "ich weiß etwas, behalte es aber für mich" Getue ist unerträglich und überheblich. Nichts von deinen seitenlangen Vorträgen hier, die in erster Linie Eigenlob und Schwelgen in Vergangenheit sind, ist Klartext. RE: Meilenweit von der Weltklasse im Drei- und Stabhochsprung entfernt! - eierluke2 - 08.11.2025 Ich bezweifle, dass es in der Leichtathletik 400.000 Euro teurer Messtechnik bedarf. Mit einem leistungsstarken Handy lässt sich schon viel Erkenntnis erzielen. Es braucht halt talentierte, motivierte Trainer/innen und Athleten/innen - da wird es dann schon schwierig. Es ist am Ende auch eine Frage der zu setzenden Schwerpunkte. Wenn wir in leichtathletischen Disziplinen, die eine etwas gehobene Infrastruktur erfordern, wie z.B. Stabhochsprung nicht Akzente setzen werden wir in 20 Jahren nur noch im Bobfahren und Skispringen gegen Top Athleten aus Afrika oder Karibik bestehen. RE: Meilenweit von der Weltklasse im Drei- und Stabhochsprung entfernt! - Gertrud - 09.11.2025 (08.11.2025, 23:45)eierluke2 schrieb: Ich bezweifle, dass es in der Leichtathletik 400.000 Euro teurer Messtechnik bedarf. Es ist wahrscheinlich wie in der Schule immer eine spezielle Mittelzuweisung. Wir konnten die Summen für Groß- und Kleingeräte im Gymnasium nicht austauschen. Ich weiß nicht, ob das so in Leverkusen gelaufen ist. Ich habe nicht den Eindruck, dass sich die Leistungen nach dem Kauf der Messanlage verbessert haben. Vielleicht kommt es ja noch und der neue Cheftrainer Stabhochsprung (Kühnke) Schwung in die Disziplin?! Man kann sich sehr gut mit ihm austauschen. Ich sehe den Fortschritt in einer Disziplin genau wie du. Das Trainerniveau muss drastisch angehoben werden. Daran arbeitet z.B. der Nordrhein und hat dadurch die Statistik in der Peripherie schon breiter angelegt. Nach meinem Vortrag dort kam ein Vater-Trainer zu mir und sagte: "Jetzt weiß ich erst, woran ich noch arbeiten muss!" Man muss auch viele Wege ohne Groll zulassen. Wir brauchen mehr Querdenker, die eigene Wege versuchen und auch gehen. Ich habe immer das durchführen lassen, was ich für AuA am besten eingeschätzt habe. Daran konnte und kann mich keiner hindern. Ich würde niemals AuA zu BT schicken, wenn ich fachlich nicht übereinstimme. Ich würde auch an teilweise gängigen biomechanischen Testübungen AuA nicht teilnehmen lassen. Da agiere ich knallhart und kompromisslos. Die Möglichkeit des Trainings vor Ort passt oft nicht zu den Bedürfnissen. Meine Athletinnen konnten bei mir zu jeder Zeit Krafttraining in meinem Haus absolvieren. Ich hatte Schlüssel zu Hallen und zum Sportplatz und jede Menge eigene Geräte. Mein Bruder hat mir einen Kugelstoßkreis im Garten betoniert... Duplantis hat auch in den USA alles im Elternhaus zur Verfügung; sogar eine Spezialpumpe für das Entfernen von Wasser aus dem Einstichkasten. Nun haben nicht alle eigene Anlagen. Folglich sollte man solche Bedingungen schaffen und Training zu allen möglichen Zeiten zulassen. Ganz wichtig ist auch, dass man die AuA mit den Regularien und den zu bringenden "Opfern" konfrontiert. Sie müssen für die Sache "brennen"! Steffi Storp hat meistens bestimmte Einheiten schon bei mir vor der Schule durchgeführt. Zudem habe ich den Eindruck, dass man gute Talentsichtungen durchführen sollte. Ich sehe auch das Gebiet der Verletzungsprophylaxe stark defizitär. Letztens habe ich mit einer Person aus dem Bereich einer meiner Favoritendisziplinen gesprochen, die zum Ausdruck brachte, dass man in Deutschland für alles einen Schein braucht und somit der deutschen LA verlorengeht. Gertrud RE: Meilenweit von der Weltklasse im Drei- und Stabhochsprung entfernt! - trackwatchnds - 09.11.2025 (08.11.2025, 23:45)eierluke2 schrieb: Ich bezweifle, dass es in der Leichtathletik 400.000 Euro teurer Messtechnik bedarf. Bedürfen im Sinne von "ohne kann man nicht erfolgreich sein" ganz bestimmt nicht, allerdings schießt man sich hier auf das falsche ein. Die hervorragende Mess- und Analysetechnik (der genannte Preis ist übrigens noch zu gering) ist ganz sicher nicht der Grund, warum man nicht (mehr) erfolgreich ist. Es ist auch nicht so, als würde es den DLV oder gar Bayer Leverkusen haushalterisch belasten. Das ist eine Anlage des OSP Rheinland und auch die dort zur Verfügung stehenden Biomechaniker sind über alle Zweifel erhaben. Die Ursachen für die Misere liegen wohl eher im sportfachlichen Personal sowie dem Athletenpool. Was allerdings stark zu Buche schlägt ist die exorbitant hohe Anzahl an Personentagen, die mit dem Messplatz verbunden sind. Nr. 2 im gesamten olympischen Sommersport nur hinter dem Rudermessboot. Für die Summe gäbe es schon einen zwei Drittel Meuwly
RE: Meilenweit von der Weltklasse im Drei- und Stabhochsprung entfernt! - Delta - 09.11.2025 Doppelt RE: Meilenweit von der Weltklasse im Drei- und Stabhochsprung entfernt! - Delta - 09.11.2025 Kein Mensch braucht eine 400000 Euro teure Messanlage für den Stab. Die Schweiz har 3 Athletinnen über 4.50 der DLV aktuell keine. Das Jekami in Leverkusen ist grotesk. Dort wo es weh tut geht keiner hin. Während eines Jahrzehnts ab 2003 - 2013 hatte der DLV wenig Probleme Athleten zu trainieren bis 4.65. Dafür war genau 1 Coach verantwortlich. Als der ging ging nichts mehr. Es erinnert an Peter Michael Kolbe den Ruderer den Sie mit allen analytischen Methoden in den Keller gecoacht haben. Während der Finne Karpinnen, ein Feuerwehrmann, einfach das machte was notwenig ist um zu gewinnen RE: Meilenweit von der Weltklasse im Drei- und Stabhochsprung entfernt! - eierluke2 - 09.11.2025 (09.11.2025, 11:09)trackwatchnds schrieb:(08.11.2025, 23:45)eierluke2 schrieb: Ich bezweifle, dass es in der Leichtathletik 400.000 Euro teurer Messtechnik bedarf. Sorry, aber diese Mentalität "es ist nicht unser Topf, darum schadet es uns auch nicht" ist aus meiner Sicht Ursache dafür, dass in Deutschland alles den Bach runtergeht - und damit als letzter Dominostein am Ende auch die Sportförderung. Wenn im Nachbarort Geld für irgend einen Mist weggeworfen wird darf mir das nicht egal sein. Weil darunter die gesamten Volkswirtschaft leidet schadet es auch mir und meinem Ort! Augen auf, das ist Denken aus den 70ern. Wir werden in allen Bereichen abgehängt, die asiatischen Länder arbeiten nicht mehr mit primitiven Werkzeugen. Über unsere altmodische Technik, - Arbeitsweisen und komplizierte Selbstbehinderung allen Bereichen lachen die nur noch. In meinem Betrieb muß für jede Abnahme von irgendwas ein teurer Kontrolleur kommen. Die Anschaffung eines brandneuen Feuerlöschers, dem man doch vertrauen können sollte kostet nicht mal halbsoviel wie der ins Haus kommende Prüfer unsw. ... . Vor allem fehlt es in unser verwöhnten Gesellschaft aber am notwendigen Biss. Wir haben nichts verstanden. In meinem Wohnhaus war am ersten Tag der Herbstferien alles ausgestorben, weil die Greenpeacezeitschriften abonierenden besessenen Mülltrenner alle samt Kindern sofort den Jet Richtung Kanaren entern. Wie soll ich meinen Kindern da Verzicht und Hingabe für irgendeinen Sport nahebringen? Meine Kids würden im Leben nicht irgendein Sportgerät bedienen bis man Blasen kriegt. Den echten Einsatz auf den Spiel- und Sportplätzen sehe ich (stark vereinfacht dargestellt) leider nur noch bei Zuwandererkindern, die nach draußen gehen weil sie ihr Zimmer mit den Geschwistern teilen müssen. Wir werden gerade auf ganzer Linie abgehängt und die erste Sportart, die das drastisch zu spüren bakam war die Leichtahletik, weil diese Sportart so elementar und dadurch international ist (das empfinde ich auch als besonderen Reiz). Vereinfacht gesagt wurden wir von vielen Ländern überholt in denn plötzlich nicht mehr barfuß gelaufen werden musste, sonder Laufschuhe für alle verfügbar waren, unsw. RE: Meilenweit von der Weltklasse im Drei- und Stabhochsprung entfernt! - eierluke2 - 09.11.2025 Die Frage ist für mich nicht nur: wie Jugendliche Talente zu Olympia bringen. Ich finde für meine Kids, die nach Leichtthletik fragten weil meine Mama damals ein paar Sportfotos von mir an die Wände hängte, kaum mehr eine Leichtathletiktrainingsgruppe. Wie bekommen wir dieses elementare Problem gelöst. Wenn ich die Namen von einigen "next generation" Sportlern überfliege (Kaul, Mögenburg, Knäsche, ... ) denke ich, dass eine Vielzahl bekannter ExLeistungssportler ein Interesse bei einigen ihrer Kids wecken konnten. Was wenn diese Generation erst einmal ausgestorben ist? RE: Meilenweit von der Weltklasse im Drei- und Stabhochsprung entfernt! - trackwatchnds - 09.11.2025 (09.11.2025, 14:31)eierluke2 schrieb:(09.11.2025, 11:09)trackwatchnds schrieb:(08.11.2025, 23:45)eierluke2 schrieb: Ich bezweifle, dass es in der Leichtathletik 400.000 Euro teurer Messtechnik bedarf. Das Problem an Generalkritik ist häufig, dass zu viele Dinge in einen Topf geworfen werden, die da nicht unbedingt hingehören. Keiner der Stabis würde einen cm höher springen, wenn es die Messtechnik nicht gäbe. Übrigens haben wir auch zwei Hochspringerinnen, die in den letzten Jahren ganz vernünftige Ergebnisse bis in die Finals auf globaler Ebene geliefert haben, die ebenfalls dort biomechanischen Input bekommen. Natürlich sollte (Steuer-)Geld nicht sinnlos rausgehauen werden, aber da gibt es sicherlich größere Gräber als das genannte. Den Absatz mit den 70ern und primitiver Technik kann ich auch nicht damit in Verbindung bringen. Vielleicht müssen wir nur abwarten, bis bei uns alles den Bach runter gegangen ist und wir irgendwann diejenigen sind, die - da bin ich ganz bei dir - nach der spätrömischen Dekadenz wieder Aufstiegsmentalität und "Biss" entwickelt haben. RE: Meilenweit von der Weltklasse im Drei- und Stabhochsprung entfernt! - eierluke2 - 09.11.2025 trackwatchnds,- Da hast Du völlig recht, meine allgemeine Wutrede bringt uns natürlich nicht nach vorne in Stabhoch und Dreisprung ![]() Und ja, daran habe ich auch schon gedacht, dass wenn wir uns lange genug herunterwirtschaften wir dann zu Zeiten meiner Kindeskinder vielleicht wieder diejenigen mit Biss sein könnten (ist halt eine sehr frustrierende Vorstellung, wie wenn es im Hals kratzt und man weiß, dass bevor man wieder gesund ist es einem morgen qeher noch schlechter gehen wird). Was wir zunächst tun müssen ist den potentiellen Talentpool im Kindesalter zu vergrößern. Leichtathletiktraining im Kindesalter muss lustig, cool und vielseitig sein. Die Kinder müssen dabei schwitzend und mit hochrotem Kopf nach hause kommen und am nächsten Tag in der Schule begeistert erzählen. Für jeden Balllegastheniker muss Leichtathletik die erste Alternativsportart werden. |