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Kandidaten für Deutsche Rekorde 2021 - Druckversion

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RE: Kandidaten für Deutsche Rekorde 2021 - Atanvarno - 12.09.2020

(12.09.2020, 14:59)1000m schrieb: Keine seine anderen Bestzeiten passte zu dieser Leistung: 1:48(800m), 2:18(1000m), 3:55(1609m), 5:03(2000m), 7:55(3000m) und 13:51(5000m). Wie ist so ein Ausrutscher physiologisch zu erklären?
Das perfekte Rennen am perfekten Tag. Genau für ihn das optimale Pacing, kein Druck, keine Erwartungen, einfach 1500m schnell hinterherlaufen. Wie oft im Leben kommt das zusammen? Für manche offensichtlich nur ein Mal.


Ändert aber nichts daran, dass er in dem Jahr im Training ein sehr hohes Niveau gehabt haben muss. Er konnte es eben nur ein Mal auf die Bahn bringen.


--edit
Einen Punkt möchte ich nochmal verstärken: Optimales Pacing. Ich denke, wenn sich die Wavelighttechnologie etabliert, werden wir sehr viel mehr Läufer sehen, die ihr Leistungsvermögen voll ausschöpfen. Perfekte Pace ist unglaublich viel Wert.


RE: Kandidaten für Deutsche Rekorde 2021 - Jo498 - 12.09.2020

Perfekte Bedingungen und pacing, gerade bei 1500m. Mich würde nicht wundern, wenn aus dem doha 1500m Frauenfinale einige nie mehr so schnell laufen.
Dennoch glaube ich, dass Ausrutscher bei den Horizontalsprüngen, Diskus und Speer am häufigsten sind.


RE: Kandidaten für Deutsche Rekorde 2021 - Robb - 12.09.2020

(12.09.2020, 15:05)Atanvarno schrieb: Ändert aber nichts daran, dass er in dem Jahr im Training ein sehr hohes Niveau gehabt haben muss. Er konnte es eben nur ein Mal auf die Bahn bringen.


--edit
Einen Punkt möchte ich nochmal verstärken: Optimales Pacing. Ich denke, wenn sich die Wavelighttechnologie etabliert, werden wir sehr viel mehr Läufer sehen, die ihr Leistungsvermögen voll ausschöpfen. Perfekte Pace ist unglaublich viel Wert.
Du kannst mir nicht erzählen, daß Weltrekordtempo das optimale Pacing für jemanden war, der sonst auf keiner anderen Strecke jemals eine auch nur annähernd gleichwertige Leistung gebracht hat. Fünf Tage vor Koblenz lief Hudak die Meile in Brüssel, Ovett gewann in 3:51.56, knapp drei Sekunden über Weltrekord. Hudak wurde in dem Rennen fünfter, fast fünf Sekunden hinter Ovett. War ihm das Rennen schon zu langsam?


RE: Kandidaten für Deutsche Rekorde 2021 - RalfM - 12.09.2020

Alles Sichtweise. Jede Bestleistung ist immer nur weniger oder mehr weit weg vom Möglichen. Rückblickend wird nach Sinn gesucht.


RE: ISTAF Berlin - 13.09.2020 - OldSchoolRunner - 29.09.2020

(11.09.2020, 19:31)Nanobot schrieb:
(11.09.2020, 18:06)runner5000 schrieb:
(11.09.2020, 17:20)Nanobot schrieb:
(10.09.2020, 21:23)OldSchoolRunner schrieb: Da sehe ich den 100m-Rekord schon fast am gefährdesten an. Marathon eher nicht. Als einziger Kandidat würde mir da Richard Ringer einfallen, aber gleich im 1. oder 2. Rennen (sind die Asics-Schuhe konkurrenzfähig?). Vetter hat logischerweise seinen eigenen Rekord drauf, aber drauf wetten würde ich nicht. Zehnkampf und 4x100m glaube ich auch nicht unbedingt (unter 30% WS ;-)
Frauen alles von 1500m bis 10000m, aber kein Hindernis und Dreisprung.  Und Weitsprung auch nicht, aber PB schon.
Männer:
Marathon: Petros, Tesfaye

Tesfaye ist ja wohl ein Witz. Von dem weiß man ja seit Jahren nicht, auf was für geistreiche Ideen er als Nächstes kommt, geschweige denn, dass man ihn überhaupt mal wieder zu Gesicht bekommt.

Ne, kein Witz. Seine Unterdistanz Leistungen sind deutlich besser als bei Gabius, Petros, Ringer etc. und er ist letztes Jahr 2:18 gelaufen. Natürlich ist es unwahrscheinlich, dass er den Rekord bricht, aber wenn er die richtige Einstellung hätte, würde ich es ihm zutrauen. Die Frage ist, ob sich an seiner Einstellung noch etwas ändern wird oder nicht.
Tesfaye ist anscheinend seit einigen Wochen wieder gut im Bahntraining (laut Instagram). Morgen steht er auf der Startliste in Pfungstadt über 1500m samt einigen Tempomachern. Mal sehen, was er drauf hat.
Vom Marathon scheint er aber weit entfernt zu sein, warum sollte er sonst im September reihenweise Bahneinheiten machen und jetzt über 1500m starten?


RE: ISTAF Berlin - 13.09.2020 - Nanobot - 29.09.2020

(29.09.2020, 15:43)OldSchoolRunner schrieb: Tesfaye ist anscheinend seit einigen Wochen wieder gut im Bahntraining (laut Instagram). Morgen steht er auf der Startliste in Pfungstadt über 1500m samt einigen Tempomachern. Mal sehen, was er drauf hat.
Vom Marathon scheint er aber weit entfernt zu sein, warum sollte er sonst im September reihenweise Bahneinheiten machen und jetzt über 1500m starten?

Seltsam, dass er jetzt wieder über 1500 m antritt. Es würde mich wundern, wenn eine schnelle Zeit dabei herumkommen würde. Kann es sein, dass er es macht, weil er dieses Jahr noch eine bestimmte Leistung nachweisen muss?

Zur Einschäzung seines Potentials im Marathon: Ich sehe Tesfaye (im Gegensatz zu dir?) nicht als "klassischen" deutschen Athleten. Bei einem "klassischen" deutschen Athleten mit vergleichbarem Karriereverlauf wäre ich auch deutlich skeptischer. Ich traue Tesfaye aber durchaus einen ähnlichen Karriereverlauf (Entwicklung der Bestzeiten) wie Barnabas Kiptum, Eric Kiptanui, Asefa Mengstu, Regasa Bejiga oder Tesfa Wokneth zu. Diese Einschätzung beruht darauf, dass mMn Tesfaye nicht so stark in das deutsche "System" eingebettet ist wie andere deutsche Athleten mit ähnlichen Bestzeiten auf den Unterdistanzen (es in der Vergangenheit waren).