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Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint (/showthread.php?tid=2363) |
RE: Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint - icheinfachma - 03.05.2017 An der Stelle, an der du suggerierst, ein Urteil über die Verletzunganfälligkeit der damaligen Sprinterinnen abgeben zu können und gleichzeitig erklärst, dass das durch das Internet nicht möglich ist. Dass du damals die Karrieren der Sprinterinnen persönlich und aus der Nähe mitverfolgt hast, bezweifle ich ganz stark, denn dann hättest du das gleich sagen können und dich gar nicht erst auf die Diskussion einlassen müssen. RE: Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint - Robb - 03.05.2017 (03.05.2017, 19:42)MZPTLK schrieb:Deine Methode ist also: Du kannst dich an jeden Start von Andrea Philipp von 1990 bis Karriereende erinnern, du warst bei jedem Start dabei und weißt auch noch, was für einen Eindruck sie machte? Und das Gleiche für gilt auch für Melanie Paschke und alle anderen SprinterInnen?(03.05.2017, 19:37)Robb schrieb:(03.05.2017, 19:34)MZPTLK schrieb: Der erste Satz ist nicht logisch. RE: Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint - MZPTLK - 03.05.2017 (03.05.2017, 19:47)icheinfachma schrieb: An der Stelle, an der du suggerierst, ein Urteil über die Verletzunganfälligkeit der damaligen Sprinterinnen abgeben zu können und gleichzeitig erklärst, dass das durch das Internet nicht möglich ist. Dass du damals die Karrieren der Sprinterinnen persönlich und aus der Nähe mitverfolgt hast, bezweifle ich ganz stark, denn dann hättest du das gleich sagen können und dich gar nicht erst auf die Diskussion einlassen müssen. Ich war ab 1987 bei jeder DM dabei und bei etwa 1 Dutzend Meetings pro Saison. Befindet man sich unweit der Akteure und Betreuer, hört man mehr, als wenn man sich nur über Medien informiert. In dieser Saison plane ich nur etwa 6.7 mal vor Ort zu sein. Und ganz wichtig: Ich halte es für unfair gegenüber den AthletInnen, alles, was man so mitkriegt, auszuposaunen. Das betrifft auch das Thema UM. RE: Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint - MZPTLK - 03.05.2017 (03.05.2017, 19:50)Robb schrieb:Natürlich nicht, das kann niemand.Zitat:Deine Methode ist also: Du kannst dich an jeden Start von Andrea Philipp von 1990 bis Karriereende erinnern, du warst bei jedem Start dabei und weißt auch noch, was für einen Eindruck sie machte? Und das Gleiche für gilt auch für Melanie Paschke und alle anderen SprinterInnen? Ein Tip: Aufm Einlaufplatz kriegt man am meisten mit oder beim Weithüpf in unmittelbarer Nähe der Trainer, usw. Aber bitte jetzt nicht alle dahin drängeln!
RE: Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint - Gertrud - 03.05.2017 (03.05.2017, 19:34)MZPTLK schrieb: Früher wie heute gilt, dass man ganz einfach die Ausfälle checken kann. Auch wenn man es ungerne zugibt: Wir haben ihnen sehr oft den Spiegel vorgehalten und auch Gründe dafür genannt. Ich gehe ganz stark davon aus, dass viele Gründe nicht bekannt waren und teilweise immer noch nicht sind. Man hat endlich begriffen, dass man sich auf den Hosenboden setzen muss. Praktisches und theoretisches Wissen fliegt nicht von alleine an. Man muss es sich hart erarbeiten und auch ein Gespür für die richtigen Quellen haben. Gertrud RE: Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint - Robb - 03.05.2017 Genau darum gehts aber doch. Du erinnerst dich vielleicht noch an die guten Rennen, die du gesehen hast, aber die schlechten? Mein erstes und unvergessliches Leichtathletik-Erlebnis waren die deutschen Meisterschaften 1982, aber ich erinnere mich nur an drei Resultate. Ich werde aber nie vergessen, wie überwältigt ich war von der Live-Atmosphäre im Stadion. RE: Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint - MZPTLK - 03.05.2017 (03.05.2017, 20:03)Robb schrieb: Genau darum gehts aber doch. Du erinnerst dich vielleicht noch an die guten Rennen, die du gesehen hast, aber die schlechten? Mein erstes und unvergessliches Leichtathletik-Erlebnis waren die deutschen Meisterschaften 1982, aber ich erinnere mich nur an drei Resultate. Ich werde aber nie vergessen, wie überwältigt ich war von der Live-Atmosphäre im Stadion.Genau, darum tue ich mir Kosten und Mühen gerne an. Natürlich kann man nicht alles gleichzeitig mitbekommen, man muss sich schon einen Plan machen. Auch auf die Gefahr hin, dass andernorts gerade ein Knaller passiert. RE: IAAF World Relays Nassau - 22./23.04.2017 (Gooooold!) - Gertrud - 04.05.2017 (02.05.2017, 19:18)matkob schrieb:Zitat: Natürlich ist sie jetzt auch zu jung, um vom einen in das andere Jahr zu schauen. Aber bei Haase habe ich das Gefühl, dass sie auch ein Typ ist, der in einem engen Rennen, das sie nicht von vorne gestaltet doch mal im entscheidenden Moment fest wird. Ja. Bei den World Relays war es anders, aber da war sie zumindest halb allein vorn. Man sollte sich dann eben auch trainingstechnische Fragen stellen, warum sie fest wird. Das kann multiple Gründe haben, die nicht nur im psychischen Bereich zu suchen sind, sondern auch oft ganz klar trainingstechnische Gründe, wenn das Spiel der Strukturen ungehemmt und unkrontolliert dazwischenfunkt. Es ist eben so, dass alles seinen Grund hat; nur ist es manchmal sehr schwierig, ihn ganz exakt zu orten. Auch dazu gehören wieder ganz präzise Kenntnisse, die ich in einer fast 50seitigen Zusammenfassung handschriftlich erarbeitet und vorliegen habe. Die "scheinbare" Boltsche Leichtigkeit und der Rhythmusfluss kommen nicht nur in Form eines Himmelgeschenkes. Es steckt auch sehr viel Präzision und Arbeit und einfach Logistik dahinter, wobei bei ihm hinsichtlich zweier Körperstellen enorm gesündigt worden ist, was ich ein Jahr vor Ausbruch und Trainingsunterbrechung hier schon angemerkt und prognostiziert habe. Das individuelle Gesamtkonzept fordert den ganzen Trainer und die ganz Athletin. Nicht jeder "Architekt" baut ein schönes und praktisches Haus. Die Schwierigkeit in der Leichtathletik besteht darin, dass es ein schier unerschöpfliches Arbeiten aus enorm vielen Wissenschafts- und Praxiszweigen bedeutet. Eine Athletin muss zu dieser Einflussnahme auch bereit und aufnahmefähig sein. Ich gebe mal ein Beispiel: Ich habe gestern eine komplette Nachtschicht in völliger Stille eingeschaltet, weil mich ein Detail einer Kraftübertragung auf zellulärer Ebene stark interessiert hat. Wenn ich solche Abhandlungen lese, bemerke ich, dass wir uns noch enorm an der trainingsmäßigen Oberfläche im Training befinden und in vitro solche Dinge erst einmal erforscht werden müssen, um hinterher trainingsmäßig an die präzise Arbeit zu gehen. Ob wir die entsprechenden Signalwege stimulieren, scheint noch völlig offen zu sein. Es schlummern hier aus meiner Sicht noch unglaublich viele Reserven. Diese in meinem Kopf sich bewegenden Dinge kann ich auf der normalen Trainerebene nicht besprechen. Was muss man präzise einleiten, um z. B. eine enorme Steifheit des Titins zwischen Z-Scheibe und M-Bande hinsichtlich unterschiedlicher Proteinvorgänge und Abfolgen anzuschieben??? Mich interessiert natürlich die praktische Konsequenz dessen. Das kann nur in einer konzentierten Aktion geschehen. Solche Teams wären mein Traum!!! Kann man sich hier den Wunsch einer älteren Trainerin mit Visionen vorstellen? Ein derartiges Krafttraining z. B. geht in eine ganz andere Dimension der Ansteuerung!Gertrud RE: Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint - icheinfachma - 04.05.2017 Das einerseits Energie im Titin und andererseits in den Myosinhälsen (und außerdem natürlich in den Sehnen) gespeichert wird, ist ja schon länger bekannt. Aber sind Sie der Meinung, dass man das Titin gezielt trainieren kann? RE: Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint - icheinfachma - 04.05.2017 Wenn man sich diese Studie durchliest (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17909408), dann lässt sie eigentlich aus meiner Sicht nur den Schluss zu, dass ein plyometrisches Training allein oder vor allem die mechanischen Eigenschaften des Muskelgewebes verändert. Dabei könnte das Titin tatsächlich die entscheidende Rolle spielen. |