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Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah (/showthread.php?tid=6595) |
RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Barnie - 20.07.2026 Ist das so? Dann braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn niemand fragt und lieber dumm bleibt?! Und das spräche dann aber nicht FÜR eine gute Schulung, sondern eher dagegen. Denn das sind ja gerade die Details, die tatsächlich für Aufklärung sorgen. RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Reichtathletik - 21.07.2026 (20.07.2026, 22:59)Barnie schrieb: Ist das so? Dann braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn niemand fragt und lieber dumm bleibt?! Spricht eigentlich eher für eine gute Schulung, wenn nicht nur der Standard besprochen wird sondern auch sehr spezifische Dinge angesprochen werden und zt nachgeliefert werden, wenn selbst die Referenten es nicht sofort wissen. RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - CoachnEngineer - 21.07.2026 (20.07.2026, 21:09)Barnie schrieb:(20.07.2026, 20:27)CoachnEngineer schrieb:(20.07.2026, 16:28)Jonny schrieb: Wenn es Ansah schriftlich vorliegt klingt es ja so, als hätte er ein Aufklärungsschreiben o.ä. unterschrieben. ich habe mich nicht auf die Aufklärung als solche bezogen sondern auf den Wortlaut "liegt Ansah schriftlich vor". Daraus kann man mE wenig ableiten. Das wollte ich ausdrücken. Naürlich darf eine Aufklärung nicht darin bestehen, dass man nachher einen Zettel in den Briefkasten wirft. RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Atanvarno - 21.07.2026 Hier liegt, glaube ich, ein Missverständis vor. Die Formulierung in der BILD war "Ansah [wurde] nach den Vorgaben über die Konsequenzen aufgeklärt. Dies würde laut Bild sogar schriftlich von ihm vorliegen." D.h. der NADA liegt eine schriftliche Bestätigung von Owen Ansah vor, dass er ordnungsgemäß über die Konsequenzen einer Testverweigerung aufgeklärt wurde (er hat also etwas unterschrieben) RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Freaky - 21.07.2026 (21.07.2026, 06:57)Atanvarno schrieb: Hier liegt, glaube ich, ein Missverständis vor. Die Formulierung in der BILD war "Ansah [wurde] nach den Vorgaben über die Konsequenzen aufgeklärt. Dies würde laut Bild sogar schriftlich von ihm vorliegen." das ist der Teil wo es ja dann auch richtig spannend wird wenn der NADA ein unterschriebene Bestätigung vorliegt, dass Ansah eine ordnungsgemäße Aufklärung über die Konsequenzen erhalten hat, lässt sich das ja ganz einfach beweisen. Wenn es so ein Schriftstück aber gibt, versteh ich die Aussage von Ansah nicht, dass es keine Aufklärung gegeben haben soll, so doof kann man ja nicht sein, weil ja klar sein muss, dass ganz einfach das Gegenteil bewiesen werden kann. Also irgendwas passt da doch nicht?! RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - muffman - 21.07.2026 Was ich 0 verstehe: Völlig egal, wie das im Detail ablief, aber Owen Ansah musste doch wissen, dass es am Ende auf jeden Fall Konsequenzen haben wird, wenn er eine Dopingprobe nicht abgibt. Hat er während der Situation wenigstens jemanden kontaktiert, um Unklarheiten/Unsicherheiten zu beseitigen? Also wie kommt er darauf, dass es okay wäre, die Probe nicht abzugeben? Gebe ich die Probe ab und bekomme meinen Flug nicht oder riskiere ich 4 Jahre Sperre? Die Antwort auf diese Frage ist, denke ich, klar. Monaco ist jetzt auch nicht unbedingt am anderen Ende der Welt… Im Zweifel gibst du die Probe doch immer lieber ab. RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Atanvarno - 21.07.2026 Es wurde ja weiter oben schon spekuliert, dass er sich vielleicht nicht über den Unterschied zwischen einem "missed test" und einem "failure to comply" im Klaren war und ersteren (der keine unmittelbaren Konsequenzen hat) in Kauf genommen hätte. Dann scheint allerdings die Aufklärung durch den DCO nicht besonders gut gewesen zu sein. RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - MonroeStahr - 21.07.2026 Definitiv ist die Frage, ob er überhaupt gedopt hat, gar nicht mehr das Thema. Es geht letztlich nur noch um juristische Formalitäten. Ich bin mir pharmakologisch da nicht ganz sicher, was ich aber weiß, ist, dass wirksames Doping zwischen den Saisonhöhepunkten im Sprintbereich wenig Sinn macht. Und ob sich reine Stimulanzien mit irgendwelchen Mitteln (die nicht auf der Dopingliste stehe) binnen weniger Stunden verschleiern lassen, wage ich mal zu bezweifeln. Owen-Ansah wäre und ist in Monaco sowieso getestet worden. Letztlich: Wenn ich einen Dopingkampf auf diesem Level führe, schade ich dem Sport und führe den ursprünglichen Sinn ad absurdum. RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Reichtathletik - 21.07.2026 (21.07.2026, 09:37)MonroeStahr schrieb: Definitiv ist die Frage, ob er überhaupt gedopt hat, gar nicht mehr das Thema. Es geht letztlich nur noch um juristische Formalitäten. Ich bin mir pharmakologisch da nicht ganz sicher, was ich aber weiß, ist, dass wirksames Doping zwischen den Saisonhöhepunkten im Sprintbereich wenig Sinn macht. Und ob sich reine Stimulanzien mit irgendwelchen Mitteln (die nicht auf der Dopingliste stehe) binnen weniger Stunden verschleiern lassen, wage ich mal zu bezweifeln. Owen-Ansah wäre und ist in Monaco sowieso getestet worden. Diese "Doping macht da eh keinen Sinn"-Debatte versuchen auch die Fußballer immer zu führen und reden dann was von wegen Taktik und so. Verfängt bei vielen, ist aber Blödsinn. In jedem Sport kann zu jeder Zeit "sinnvoll" gefuscht werden. An allererster Stelle beim Regenerationsmanagment. Man könnte nun sogar so böse sein (ich selbst gehe auch davon aus dass Ansah nichts genommen hat) und sagen: Macht ja gerade kurz vor dem Flug Sinn, wenn man dann weiß dass man X Stunden im Flieger nicht getestet werden kann. Ich wäre gerade bei – in diesem Fall ist das nicht so – langen Flügen nach Tokio oder so sehr dafür, dass sie Kontrolleure mal erst nach Abflug im Flieger zu erkennen geben, wo keiner mehr abhauen kann. Gibt ja ansonsten bereits das lustige Spielchen "spontan umgebuchter langer Flug zur WM = mir kann dank "nachvollziehbarer" Nicht-Erreichbarkeit und missed Test fast 48h keiner was." Dazu auch "Dopingkampf auf diesem Level". Man muss leider so ehrlich sein und sagen: Harten Aktionen sprechen sich um und schrecken hoffentlich ab. Das gilt auch für Fälle, wo Doping (angeblich) keinen Sinn ergibt. Wenn nämlich eine Regel gelten würde nach dem Motto, wer gestestet wurde, wird mindestens 48h nicht wieder getestet, wäre die Forschung an Mitteln die binnen 47 Stunden nicht mehr nachweisbar sind (gibt es eh schon aber egal) sicher auf dem Höhepunkt. Also muss ich auch Dinge testen, die angeblich (noch) keinen Sinn ergeben. Zumal die Doping-Mittel den Nachweisverfahren leider meist voraus sind. RE: Verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - aj_runner - 21.07.2026 (21.07.2026, 08:34)Atanvarno schrieb: Es wurde ja weiter oben schon spekuliert, dass er sich vielleicht nicht über den Unterschied zwischen einem "missed test" und einem "failure to comply" im Klaren war und ersteren (der keine unmittelbaren Konsequenzen hat) in Kauf genommen hätte. Dann scheint allerdings die Aufklärung durch den DCO nicht besonders gut gewesen zu sein. Wenn man einen Karl Bebendorf letztes Jahr oder die Running Gags verfolgt, weiß man, dass der erste Start bei einer Diamond League viel mehr ist als ein weiterer Wettkampf. Insofern kann ich schon nachvollziehen, dass er für den Wettkampf einen "missed test" in Kauf nehmen würde. Es ist aber fast nicht vorstellbar, dass bei einer entsprechenden Aufklärung er sich trotzdem gegen den Test entscheidet. Aufklärung heißt in meinen Augen, dass klar auf die Konsequenzen hingewiesen wird. Hat er denn anschl. nur ein Schreiben im Briefkasten gefunden oder wurde das entsprechende Dokument von ihm unterschrieben? Wenn sich schon Verfahren an Kleinigkeiten entscheiden, dann bitte schön auch konsequent. |