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Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59:30 WR) - Druckversion

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RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45) - runner5000 - 26.04.2026

(26.04.2026, 12:28)Reichtathletik schrieb:
(26.04.2026, 12:25)mariusfast schrieb:
(26.04.2026, 10:15)Reichtathletik schrieb: Tabea Themann 2:30:32 – übrigens ausschließlich mit Tempomachern aus dem eigenen Verein. Kann auch nicht jeder Verein. Zeigt, dass Investitionen in die Breite Spitze auch welche in die Spitze sein können Wink
Startete sie deshalb bewusst aus dem Amateurfeld, um ihren eigenen Pacer zu haben?

Nein, wenn du in die Elite kommst kannst du ja oft auch deine Pacer mitbringen.
Soweit ich weiß hat sie keinen Eliteplatz bekommen. War aber offensichtlich auch nicht nötig. Außerdem konnte sie so "nebenbei" auch Landesmeisterin werden (inkl. Landesrekord auch im Team).

Zählt als Rekord nicht die Bruttozeit? Die ist ja deutlich langsamer dadurch, dass sie nicht im Elitefeld gestartet ist. Dann wäre es kein Hamburger Rekord.


RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59,30) - OldSchoolRunner - 26.04.2026

M.W. zählt die Bruttozeit nur für Platzierungen aber nicht für die Bestenliste.


RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59,30) - Reichtathletik - 26.04.2026

(26.04.2026, 14:44)OldSchoolRunner schrieb: M.E. zählt die Bruttozeit nur für Platzierungen aber nicht für die Bestenliste.

So ist es.


RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59,30) - S_J - 26.04.2026

(26.04.2026, 14:44)OldSchoolRunner schrieb: M.W. zählt die Bruttozeit nur für Platzierungen aber nicht für die Bestenliste.

Nicht ganz korrekt.

International zählt nur die Bruttozeit. Die Nettozeit ist keine offizielle Zeit (TR 19.25, Anm. 1). 

 Dass Statistiker Nettozeiten berücksichtigen dürfen, ist lediglich eine nationale Regelung.

Je nachdem, was man mit der Zeit vorhat, ist der Unterschied schon signifikant.


RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59,30) - runner5000 - 26.04.2026

@S_J 
Danke für die Ausführungen! Und ich sehe keine nationale Bestimmung zum Thema Straßenrekorde, d.h. es müssten eigentlich die Regeln von WA gelten, dass Nettozeiten dafür nicht verwendet werden dürfen.


RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59,30) - aj_runner - 26.04.2026

(26.04.2026, 12:05)mariusfast schrieb:
(26.04.2026, 11:59)Läufer_a.D. schrieb: Wenn die Läufer in der deutschen Spitze reihenweise unter 2:10 Std laufen bzw. unter dem ehemaligen deutschen Rekord, welcher Jahre hielt, ist diese Entwicklung nur konsequent. Diese Leistungssteigerungen sind erst mit den Carbon-Schuhen eingetreten.

Es ist jetzt auf alle Fälle nicht vom Himmel gefallen. Also man hat es ja "befürchten" müssen, spätestens nach dem Berlin Maraton von Sawe bei der Hitze damals. Und Kejelcha und Kiplimo haben halt HM PBs, wo das jetzt auch nicht ganz unvorstellbar ist, damit diese Zeiten zu laufen. 

Kejelcha trotzdem unfassbar. Beim Debüt...

Drei unter dem alten WR ist der Hammer und dann zwei noch so deutlich unter den 2 h war wirklich nicht zu erwarten. Sawe machte die letzten beiden KM in 2:40 und nahm Kejelcha, der das Hammertempo zw. 30 und 40 Km halten konnte, nochmals 11 Sek. ab.
Hendrik hatte in Berlin schon gesagt, dass bei besseren Bedingungen der WR gefallen wäre. Es gab ja einige hier im Forum, die Hendriks Leistung damals (2:09:14) stark kritisiert haben. Sawe lief jetzt 2:45 Min. schneller, das wären bei Hendrik dann eine 2:06:30 gewesen - nur mal so zur Einordung, auch wenn man das nicht zu 100 % vergleichen kann.
Apropos Einordnung: Selbst wenn Amanal eine 2:03 laufen kann, sind das jetzt 3:30 hinter WR. Auch die weiteren Zeiten der Deutschen relativieren sich dadurch.
Noch zu den Frauen: Die gingen den HM in 66 tief durch, da waren noch 3 Tempomacherinnen drin. Das relativiert auch die HM-Zeiten der Deutschen. Eine Koko in Bestform wäre gerade gut genug als Tempomacherin.
Auf der anderen Seiten waren die 2:15:41 nicht außerirdisch. Wenn Esther tatsächlich in den Bereich Sub-2:18 kommt, sind das gerade noch zwei Minuten - deutlich weniger Abstand, als die dt. Männer von der Weltspitze.





Mit 2:45 Min. weniger wie bei Sawe jetzt wäre


RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59,30) - vedo - 26.04.2026

(26.04.2026, 16:54)runner5000 schrieb: @S_J 
Danke für die Ausführungen! Und ich sehe keine nationale Bestimmung zum Thema Straßenrekorde, d.h. es müssten eigentlich die Regeln von WA gelten, dass Nettozeiten dafür nicht verwendet werden dürfen.

So wäre zwar auch meine Vermutung gewesen, allerdings hat der Hamburger Verband auch schon bei den 10km von Castellon die Nettozeit von Themann in der Rekordliste aufgenommen.

Spannender noch finde ich aber, wie der DLV mit der Leistung hinsichtlich der Nominierung für Birmingham umgeht. Wenn man jetzt kurz vor Ende des Nominierungszeitraums mal durchgeht, liegen bei bis zu sechs möglichen Starterinnen Domenika Mayer, Fabienne Königstein, Nina Reuter, Laura Hottenrott und Melina Wolf momentan auf den ersten fünf Plätzen des durch die Nominierungsrichtlinien festgelegten "Rankings" (Kombination aus Einzel- und Teamstarterinnen). Themann ist mit ihrer heutigen Nettozeit nur eine Sekunde langsamer als Melina Wolf letztes Jahr in Berlin auf Rang 6, oder alternativ mit der Bruttozeit nur auf Rang 8 noch hinter Katharina Saathoff und Jana Soethout. Soweit ich sehe, sehen die Richtlinien einen solchen Spezialfall nicht vor.


RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59,30) - S_J - 26.04.2026

Das liegt dann wohl wie so vieles im Ermessen des BT   Wink


RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59,30) - mariusfast - 26.04.2026

(26.04.2026, 17:14)aj_runner schrieb:
(26.04.2026, 12:05)mariusfast schrieb:
(26.04.2026, 11:59)Läufer_a.D. schrieb: Wenn die Läufer in der deutschen Spitze reihenweise unter 2:10 Std laufen bzw. unter dem ehemaligen deutschen Rekord, welcher Jahre hielt, ist diese Entwicklung nur konsequent. Diese Leistungssteigerungen sind erst mit den Carbon-Schuhen eingetreten.

Es ist jetzt auf alle Fälle nicht vom Himmel gefallen. Also man hat es ja "befürchten" müssen, spätestens nach dem Berlin Maraton von Sawe bei der Hitze damals. Und Kejelcha und Kiplimo haben halt HM PBs, wo das jetzt auch nicht ganz unvorstellbar ist, damit diese Zeiten zu laufen. 

Kejelcha trotzdem unfassbar. Beim Debüt...

Drei unter dem alten WR ist der Hammer und dann zwei noch so deutlich unter den 2 h war wirklich nicht zu erwarten. Sawe machte die letzten beiden KM in 2:40 und nahm Kejelcha, der das Hammertempo zw. 30 und 40 Km halten konnte, nochmals 11 Sek. ab.
Hendrik hatte in Berlin schon gesagt, dass bei besseren Bedingungen der WR gefallen wäre. Es gab ja einige hier im Forum, die Hendriks Leistung damals (2:09:14) stark kritisiert haben. Sawe lief jetzt 2:45 Min. schneller, das wären bei Hendrik dann eine 2:06:30 gewesen - nur mal so zur Einordung, auch wenn man das nicht zu 100 % vergleichen kann.
Apropos Einordnung: Selbst wenn Amanal eine 2:03 laufen kann, sind das jetzt 3:30 hinter WR. Auch die weiteren Zeiten der Deutschen relativieren sich dadurch.
Noch zu den Frauen: Die gingen den HM in 66 tief durch, da waren noch 3 Tempomacherinnen drin. Das relativiert auch die HM-Zeiten der Deutschen. Eine Koko in Bestform wäre gerade gut genug als Tempomacherin.
Auf der anderen Seiten waren die 2:15:41 nicht außerirdisch. Wenn Esther tatsächlich in den Bereich Sub-2:18 kommt, sind das gerade noch zwei Minuten - deutlich weniger Abstand, als die dt. Männer von der Weltspitze.





Mit 2:45 Min. weniger wie bei Sawe jetzt wäre

Vieles richtig (Widersprechen will ich dir nur grds. beim Umrechnen von Zeiten aus Hitzerennen. Dass es für einige möglich ist, dann 2 oder 3 Minuten schneller zu rennen, ja. Dennoch heißt das ja nicht automatisch, dass dann jeder das umsetzen kann. Athleten, denen bspw. die Grundschnelligkeit fehlt, geben Hitzerennen bspw. auch eine gute Chance, näher an die Weltspitze zu kommen)

Wobei du bei Esther einen Fehler machst. Du rechnest ihre Zeiten, die aufgestellt wurden in Männerrennen, umgeben von großen Gruppen voller Subeliteläufer, wo sie "einfach" mitschwimmen konnte, hoch auf den Marathon. Und genau das vergleichst du mit reinen Frauenrennen (siehe den Unterschied der beiden WR, im reinen Frauen Rennen mit der Zeit aus einem Männerrennen). 

BTW ich bin sowieso dafür, dass es nur noch reine Frauenrennen geben soll. Niemand braucht diese irren Zeiten um 2:12 oder noch schneller. 2:14 oder 15 reichen auch. Neben Reduzierung der Sturzgefahr (weil sie nicht von Männer überrollt werden), lenkt das auch mehr Aufmerksamkeit auf die Protagonistinnen, die ja beim Rennen in Laredo bspw. kaum ins Bild kamen.


RE: Marathons am 26.04.2026 (Fitwi 2:04:45 / Sawe 1:59,30) - mariusfast - 26.04.2026

(26.04.2026, 17:21)vedo schrieb:
(26.04.2026, 16:54)runner5000 schrieb: @S_J 
Danke für die Ausführungen! Und ich sehe keine nationale Bestimmung zum Thema Straßenrekorde, d.h. es müssten eigentlich die Regeln von WA gelten, dass Nettozeiten dafür nicht verwendet werden dürfen.

So wäre zwar auch meine Vermutung gewesen, allerdings hat der Hamburger Verband auch schon bei den 10km von Castellon die Nettozeit von Themann in der Rekordliste aufgenommen.

Spannender noch finde ich aber, wie der DLV mit der Leistung hinsichtlich der Nominierung für Birmingham umgeht. Wenn man jetzt kurz vor Ende des Nominierungszeitraums mal durchgeht, liegen bei bis zu sechs möglichen Starterinnen Domenika Mayer, Fabienne Königstein, Nina Reuter, Laura Hottenrott und Melina Wolf momentan auf den ersten fünf Plätzen des durch die Nominierungsrichtlinien festgelegten "Rankings" (Kombination aus Einzel- und Teamstarterinnen). Themann ist mit ihrer heutigen Nettozeit nur eine Sekunde langsamer als Melina Wolf letztes Jahr in Berlin auf Rang 6, oder alternativ mit der Bruttozeit nur auf Rang 8 noch hinter Katharina Saathoff und Jana Soethout. Soweit ich sehe, sehen die Richtlinien einen solchen Spezialfall nicht vor.

Dann stellt sich umso mehr die Frage wieso andere ins Elitefeld kamen, die eine schlechtere PB vorzuweisen hatten (Themann 2:31.33). Die Norwegerin Jensen hatte eine PB von 2:34:22. Die Französin Coste 2:32:46. 

Jensen und Coste kamen übrigens aus dem Elitefeld gestartet mit 2:33:11 und 2:33:02 ins Ziel (Netto und Brutto waren jeweils identisch).