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Windmessung im Diskuswurf - Druckversion

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RE: Windmessung im Diskuswurf - Diskusmann - 18.04.2026

(18.04.2026, 15:07)eierluke2 schrieb: Bei Zuhilfenahme von KI unbedingt definieren ob es um Männer oder Frauendisken geht.
Die 1 Kg Disken werden von den Weltklasseathletinen meist (es gibt Ausnahmen in Abhängigkeit von Technikstil und Länge der Hebel) viel steiler als die 2 Kg Disken abgeworfen. Fast immer schmieren die 1 Kg Disken nach meiner Beobachtung bei ca. 50 m erbarmungslos ab. Dagegen können offenbar auch die besten Werferinen nur wenig machen. Eine symmetrische Flugbahn (höchster Punkt nach ca. halber Strecke) liegt hier nicht vor.
Au ja, unter Windbedingungen, unter denen Männer statt 65 70 Meter werfen, stellen die Frauen ihren Diskus also steiler an. Kein guter Tipp... Hier geht es um GEGENwind-, nicht RÜCKENwindbedingungen.

Auch dafür - Rückenwind - müsste man - gerade für leichte Disken - übrigens Limits vorgeben, wenn man schon Gegenwind aus Gründen limitieren will. 

Die Diskussion hier geht wie befürchtet z.T. weit am praktischen Diskuswerfen vorbei.


RE: Windmessung im Diskuswurf - Freaky - 18.04.2026

(18.04.2026, 17:45)eierluke2 schrieb: Wer kennt sich aus mit Regeln zum Diskus selber?
Habe es aktuell nicht recherchiert, aber nach meiner Erinnerung sind 
- Gewicht 2 kg
- Durchmesser 22 cm 
- Höhe 4,4 - 4,6 cm
des Wurfgerätes definiert. 

Was gibt es sonst noch für Bestimmungen?
Ist definiert wieviel Gewicht wie nah am Mittelpunkt sein darf?
Muss die Scheibe zwingend völlig rund sein?
Oberfächenbeschaffenheit (Die Erforschung der Haifischhaut hat ja inzwischen großen Einfluss auf die Luftfahrt genommen ...)?
Materialbeschaffenheit: Definitionen bzgl. Luft-durchlässigkeit/-undurchlässigkeit, Elastizität. Ideal wäre vielleicht nicht nur eine Verwringung des Werfers, sondern auch des Diskus?
Und was hätte es für einen Effekt, wenn der Diskus diese Abmessungen in Ruhe aufweist und im Flug durch Drehung seine Form verändert?

es ist erstaunlich einfach deine Frage zu beantworten, könnte man auch selber machen, in dem man 5sek aufwendet und einfach ganz kurz Google nach den IWR befragt. Wäre bestimmt schneller gegangen als deine ganzen Ideen aufzuschreiben, die alle unzulässig sein müssten:
Zitat:Der Korpus des Diskus kann massiv oder hohl sein und muss aus Holz oder einem anderen geeigneten Material gefertigt sein, mit einem Metallring, dessen Rand kreisrund sein muss. Der Querschnitt des Metallringes muss gerundet sein, mit einem Radius von etwa 6mm. Im Zentrum der beiden Seiten können runde Metallplatten bündig eingesetzt
sein. Die Metallplatten müssen fest angebracht sein und dürfen nicht gedreht werden können. Der Diskus kann auch ohne diese Metallplatten gefertigt sein, wenn die entsprechenden Flächen eben sind und die Abmessungen sowie das Gesamtgewicht des Geräts den Vorgaben entsprechen. Es dürfen keine losen Teile vorhanden sein. Die beiden Seiten des Diskus müssen identisch sein und dürfen keine Einkerbungen, Vorsprünge oder scharfe Kanten haben. Die Seiten
laufen in gerader Linie von jedem Punkt auf einem Kreis mit dem Radius von 25mm bis 28,5mm um den Mittelpunkt der jeweiligen Diskusseite bis zum Beginn der Krümmung des Metallringes zu. Das Profil des Diskus ist wie folgt bestimmt: Vom Beginn der Krümmung des Metallrings an nimmt die Dicke bis zum Wert S2 gleichmäflig zu. Die
maximale Ausprägung wird in einer Entfernung von 25mm bis 28,5mm von der Achse Y des Diskus an erreicht (siehe Zeichnung). Von diesem Punkt bis zur Y-Achse ist die Dicke des Diskus konstant. Ober- und Unterseite des Diskus müssen identisch und rotationssymmetrisch zur Achse Y sein. Der Diskus einschliefllich der Oberfläche des Metallrings darf keine Unebenheiten aufweisen und die Oberflächenbeschaffenheit muss glatt (siehe Regel TR33.4) und durchgehend gleichmäflig sein.



RE: Windmessung im Diskuswurf - eierluke2 - 18.04.2026

(18.04.2026, 18:03)Diskusmann schrieb:
(18.04.2026, 15:07)eierluke2 schrieb: Bei Zuhilfenahme von KI unbedingt definieren ob es um Männer oder Frauendisken geht.
Die 1 Kg Disken werden von den Weltklasseathletinen meist (es gibt Ausnahmen in Abhängigkeit von Technikstil und Länge der Hebel) viel steiler als die 2 Kg Disken abgeworfen. Fast immer schmieren die 1 Kg Disken nach meiner Beobachtung bei ca. 50 m erbarmungslos ab. Dagegen können offenbar auch die besten Werferinen nur wenig machen. Eine symmetrische Flugbahn (höchster Punkt nach ca. halber Strecke) liegt hier nicht vor.
Au ja, unter Windbedingungen, unter denen Männer statt 65 70 Meter werfen, stellen die Frauen ihren Diskus also steiler an. Kein guter Tipp... Hier geht es um GEGENwind-, nicht RÜCKENwindbedingungen.

Auch dafür - Rückenwind - müsste man - gerade für leichte Disken - übrigens Limits vorgeben, wenn man schon Gegenwind aus Gründen limitieren will. 

Die Diskussion hier geht wie befürchtet z.T. weit am praktischen Diskuswerfen vorbei.

Damit es nicht zu einfach wird: es handelt sich nicht nur um Rückenwind und Gegenwind, sondern auch Seitenwind und je nach dem in welche Richtung im Sektor ein Diskus geworfen wird, können einzelne Würfe unterschiedlichen windeinfluss erfahren, selbst wenn die Außenbedingungen (gleichbleibende Windrichtung und -stärke) total konstant wären.
Und dann sind auch noch ein paar % der Menschen Linkshänder, was zu einer anderen Rotationsrichtung des Diskus führt ...


RE: Windmessung im Diskuswurf - eierluke2 - 18.04.2026

@Freaky, danke deine Quelle beschrieb es viel genauer als meine.

Dennoch fällt auf, dass vielfach ein "kann" verwendet ist. Das bedeutet häufig, dass es Spielräume für Ideen gibt - es sei denn es ist irgendwo doch ganz präzise vorgeschrieben und KI schreibt der Einfachheit halber "kann" weil Dialektik halt nicht so KI Sache ist


RE: Windmessung im Diskuswurf - Freaky - 18.04.2026

(18.04.2026, 19:25)eierluke2 schrieb: @Freaky, danke deine Quelle beschrieb es viel genauer als meine.

Dennoch fällt auf, dass vielfach ein "kann" verwendet ist. Das bedeutet häufig, dass es Spielräume für Ideen gibt - es sei denn es ist irgendwo doch ganz präzise vorgeschrieben und KI schreibt der Einfachheit halber "kann" weil Dialektik halt nicht so KI Sache ist

was heißt hier KI??

Das ist der Text aus der IWR, den du mit einem kleinen bisschen Eigeninitiative auch hättest selber finden können, wie ich schonmal geschrieben habe.