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Maráton Valencia Trinidad Alfonso - Valencia, 07.12.2025 (2. Petros 2:04:03 DR) - Druckversion

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RE: Maráton Valencia Trinidad Alfonso - Valencia, 07.12.2025 (2. Petros 2:04:03 DR) - aj_runner - 09.12.2025

(08.12.2025, 22:32)Reichtathletik schrieb: Bin mir ziemlich sicher dass es bei Gesa darum geht, mit 1-2 Marathons im Jahr nach dem Ende der hauptsächlichen Karriere noch ein wenig Geld zu verdienen

Ich will ihr das Ziel OS 2028 nicht absprechen. Dafür wird sie wohl unter 2:22 h laufen müssen und ich glaube deshalb nicht daran, weil ich von ihr noch nie eine Aussage gehört habe, dass ein WK länger als 3.000 Hi. gerollt ist. Selbst die 5 K Straße im Frühjahr waren zäh, ebenso die 10er und die HMs.
Das sehe ich als großen Unterschied zu Arne, der zwar auch recht nahtlos von der Bahn auf die Straße ging, es bei ihm aber einfach besser gerollt ist (zumind. aus meiner Erinnerung heraus, vielleicht kann das @Mariusfast auch belegen).
Wenn ich es bei einem WK im Juni richtig mitbekommen habe, hat sie dort erst die Entscheidung getroffen, Marathon zu laufen und hat Heinig darüber informiert. Vielleicht ist die Rechnung "ich will + sehr erfahrener Trainer" auch etwas zu kurz gesprungen, vorallem mit einem nahtlosen Übergang nach der WM.
Fazit: Wenn sie ausgeruht in eine Vorbereitung geht, dann traue ich ihr nach 1, 2 weiteren Anläufen durchaus eine 2:26 oder 2:25 zu. Ich habe mich bei ihr aber schon einmal getäuscht, dass sie nach 2022 wieder an Lea Meyer vorbezieht.


RE: Maráton Valencia Trinidad Alfonso - Valencia, 07.12.2025 (2. Petros 2:04:03 DR) - mariusfast - 09.12.2025

(09.12.2025, 07:31)aj_runner schrieb:
(08.12.2025, 22:32)Reichtathletik schrieb: Bin mir ziemlich sicher dass es bei Gesa darum geht, mit 1-2 Marathons im Jahr nach dem Ende der hauptsächlichen Karriere noch ein wenig Geld zu verdienen

Ich will ihr das Ziel OS 2028 nicht absprechen. Dafür wird sie wohl unter 2:22 h laufen müssen und ich glaube deshalb nicht daran, weil ich von ihr noch nie eine Aussage gehört habe, dass ein WK länger als 3.000 Hi. gerollt ist. Selbst die 5 K Straße im Frühjahr waren zäh, ebenso die 10er und die HMs.
Das sehe ich als großen Unterschied zu Arne, der zwar auch recht nahtlos von der Bahn auf die Straße ging, es bei ihm aber einfach besser gerollt ist (zumind. aus meiner Erinnerung heraus, vielleicht kann das @Mariusfast auch belegen).
Wenn ich es bei einem WK im Juni richtig mitbekommen habe, hat sie dort erst die Entscheidung getroffen, Marathon zu laufen und hat Heinig darüber informiert. Vielleicht ist die Rechnung "ich will + sehr erfahrener Trainer" auch etwas zu kurz gesprungen, vorallem mit einem nahtlosen Übergang nach der WM.
Fazit: Wenn sie ausgeruht in eine Vorbereitung geht, dann traue ich ihr nach 1, 2 weiteren Anläufen durchaus eine 2:26 oder 2:25 zu. Ich habe mich bei ihr aber schon einmal getäuscht, dass sie nach 2022 wieder an Lea Meyer vorbezieht.
Ich sehe das mit dem Rollen zwar genauso wie du oder Thorwirth.
Belegen kann ich das natürlich nicht. Ihre PBs über 10 KM und v.a. über Halbmarathon waren jedoch schon enttäuschend, da man ja bei den anderen Flachlangstrecken PBs (3000 - 5000 M) immer noch sagen konnte, ja sie ist das nie in schnellen Rennen oder mit gezielter Vorbereitung gelaufen, weil immer Hindernis ihr Höhepunkt war.
Das war ja im letzten Winter anders bei Gesa. Von daher finde ich den Vergleich zu Arne sehr gut. Da er ebenfalls auf dieselben Strecken Fokus hatte im Training im Winter 2013/2014, aber seine 10 000 M und Halbmarathonleistung im Frühjahr deutlich besser war als es bei Krause war (rel. natürlich). 

Ich wurde hier ja vor ein paar Monaten kritisiert als ich schrieb, dass sie für mich aufgrund ihres Laufstils keine "Flachstreckenläuferin" ist und schnell über 1500 M laufen und viel Ausdauer haben nicht gleich bedeutet auch über 5000 m schnell zu sein.  Ich hatte da noch die Hoffnung, dass sie aufgrund der beim Hindernislaufen benötigten Kraftausdauer ihr für den Marathon helfen könnte und für den Marathon dann ihr Laufstil vllt. dann doch wieder kraftsparend sein kann. Ich nahm auch an, dass sie mit den Longruns wenig Probleme haben wird, da sie schon sowieso hohe Umfänge macht. Jedoch meinte sie ja im kürzlich erschienenen SWR Beitrag, dass sie nie so lange Longruns machte und ihr 2 in 8 Tagen doch sehr zu schaffen macht. Ich denke aber auch, dass das größte Problem ist, dass sie einfach nicht locker eine relativ hohe Geschwindigkeit rennen kann. Mit Umfang hat das auch wenig zu tun. Aber sie meinte ja auch im Beitrag, dass ihr 3:30 auch bei kurzen Intervallen so rel. schnell vorkommt. Und das ist tatsächlich ein Problem, wenn es aufgr. des Laufstils ist. 

Dieses Rollen ist halt ein Talent. Das kann man m.E. schwer ändern, v.a. nicht in dem Alter.


RE: Maráton Valencia Trinidad Alfonso - Valencia, 07.12.2025 (2. Petros 2:04:03 DR) - aj_runner - 09.12.2025

(07.12.2025, 14:23)aj_runner schrieb:
(07.12.2025, 14:14)Läufer_a.D. schrieb: Überragende Leistung von Henrik Pfeiffer! Vor allem bei dem Druck eine solche Leistung abzurufen.

In der Stimme von Esther finde ich, hat man den Druck sehr gut heraushören können. Stark fand ich vor allem auch, als sie zw. 30 und 35 km etwas hinter der 2:07 blieben ruhig zu bleiben und erst anschl. Druck zu machen. Wie meinte Sigi Heinrich (oder war es Dirk Thiele) immer so schön: Hinten wird die Ente fett.

Nach seinem aktuellen Podcast, muss ich sagen, dass ich die Situation von außen falsch eingeschätzt. Bereits bei KM 10 hat er überlegt auszusteigen wegen der Magenprobleme. Wenn er abreißen lies, dann war das Schwäche bzw. auf Grund der Magenprobleme.
Die Phase zwischen 30 und 33 Km, als er wertvolle Sekunden verlor, konnte er deshalb überwinden, weil die Gruppe hinter ihm wieder aufschloss und er sich reinhängen konnte.
Seine Stimme klang auch deutlich gedrückter / zurückhaltender als sonst, trotz des Erfolgs hat der Lauf unter diesen Umständen Spuren hinterlassen.


RE: Maráton Valencia Trinidad Alfonso - Valencia, 07.12.2025 (2. Petros 2:04:03 DR) - mariusfast - 09.12.2025

(09.12.2025, 12:58)aj_runner schrieb:
(07.12.2025, 14:23)aj_runner schrieb:
(07.12.2025, 14:14)Läufer_a.D. schrieb: Überragende Leistung von Henrik Pfeiffer! Vor allem bei dem Druck eine solche Leistung abzurufen.

In der Stimme von Esther finde ich, hat man den Druck sehr gut heraushören können. Stark fand ich vor allem auch, als sie zw. 30 und 35 km etwas hinter der 2:07 blieben ruhig zu bleiben und erst anschl. Druck zu machen. Wie meinte Sigi Heinrich (oder war es Dirk Thiele) immer so schön: Hinten wird die Ente fett.

Nach seinem aktuellen Podcast, muss ich sagen, dass ich die Situation von außen falsch eingeschätzt. Bereits bei KM 10 hat er überlegt auszusteigen wegen der Magenprobleme. Wenn er abreißen lies, dann war das Schwäche bzw. auf Grund der Magenprobleme.
Die Phase zwischen 30 und 33 Km, als er wertvolle Sekunden verlor, konnte er deshalb überwinden, weil die Gruppe hinter ihm wieder aufschloss und er sich reinhängen konnte.
Seine Stimme klang auch deutlich gedrückter / zurückhaltender als sonst, trotz des Erfolgs hat der Lauf unter diesen Umständen Spuren hinterlassen.
Es war natürlich eine großartige Willensleistung. 
Aber Fakt ist er hatte noch genug Power am Schluss, bei anderen Rennen hatte er das mit einem schnelleren Angang nicht, obwohl keine Probleme da waren. Also wer weiß ob ihm das sogar geholfen hat, diese frühen Probleme, sodass er nicht überpaced (siehe Berlin 2024). Letztlich ist das jetzt erstmal eine große PB von ihm, das heißt so schlecht kann es nicht gelaufen sein...

Bei Hendrik weiß man auch, dass es laut ihm immer viel schneller möglich gewesen wäre. Wann gab es das mal, dass er gesagt hat, das war das Maximum. Siehe was er nach seiner vorherigen PB in Houston sagte, die fast 2 Jahre lang bestand. 

Aber ja, Hendrik meinte ja bereits vorm Berlin Marathon 2025, dass er das Niveau von 2:06 tief hätte. Und er war ja laut eigener Einschätzung dieses Mal durch das aggressive Training besser drauf als je zuvor. Vllt. rennt er ja auch bald mal unter 2:06 Edit oder 2.04 hoch (habe gerade den Anfang der Podcastfolge angehört, er meint ja in seinen Beinen war deutlich mehr drinnen als die Leistung). Ich drücke die Daumen. 
.


RE: Maráton Valencia Trinidad Alfonso - Valencia, 07.12.2025 (2. Petros 2:04:03 DR) - OldSchoolRunner - 10.12.2025

(09.12.2025, 07:31)aj_runner schrieb:
(08.12.2025, 22:32)Reichtathletik schrieb: Bin mir ziemlich sicher dass es bei Gesa darum geht, mit 1-2 Marathons im Jahr nach dem Ende der hauptsächlichen Karriere noch ein wenig Geld zu verdienen

Ich will ihr das Ziel OS 2028 nicht absprechen. Dafür wird sie wohl unter 2:22 h laufen müssen und ich glaube deshalb nicht daran, weil ich von ihr noch nie eine Aussage gehört habe, dass ein WK länger als 3.000 Hi. gerollt ist. Selbst die 5 K Straße im Frühjahr waren zäh, ebenso die 10er und die HMs.
Das sehe ich als großen Unterschied zu Arne, der zwar auch recht nahtlos von der Bahn auf die Straße ging, es bei ihm aber einfach besser gerollt ist (zumind. aus meiner Erinnerung heraus, vielleicht kann das @Mariusfast auch belegen).
Wenn ich es bei einem WK im Juni richtig mitbekommen habe, hat sie dort erst die Entscheidung getroffen, Marathon zu laufen und hat Heinig darüber informiert. Vielleicht ist die Rechnung "ich will + sehr erfahrener Trainer" auch etwas zu kurz gesprungen, vorallem mit einem nahtlosen Übergang nach der WM.
Fazit: Wenn sie ausgeruht in eine Vorbereitung geht, dann traue ich ihr nach 1, 2 weiteren Anläufen durchaus eine 2:26 oder 2:25 zu. Ich habe mich bei ihr aber schon einmal getäuscht, dass sie nach 2022 wieder an Lea Meyer vorbezieht.

Über die Spekulationen zu ihrer Motivation (Geld/Abwechslung im Trainingsalltag/...) möchte ich mich nicht beteiligen. 

 Mit einem weiteren Tag Abstand schreibt Gesa auf Insta zumindest, dass sie den Marathon erneut probieren möchte. 
Als sie am Sonntag am Straßenrand stand, hatte sie noch gedacht, dass sie „diesen Schei$$ nie wieder macht".
"Wenn ich es aber ehrlich reflektiere so hatte ich auf der ersten Hälfte Spaß und ich weiß, dass ich es irgendwann erneut probieren werde. Meine Mission Marathon ist noch nicht beendet."



RE: Maráton Valencia Trinidad Alfonso - Valencia, 07.12.2025 (2. Petros 2:04:03 DR) - DerC - 11.12.2025

(09.12.2025, 12:08)mariusfast schrieb: Jedoch meinte sie ja im kürzlich erschienenen SWR Beitrag, dass sie nie so lange Longruns machte und ihr 2 in 8 Tagen doch sehr zu schaffen macht. Ich denke aber auch, dass das größte Problem ist, dass sie einfach nicht locker eine relativ hohe Geschwindigkeit rennen kann. Mit Umfang hat das auch wenig zu tun. Aber sie meinte ja auch im Beitrag, dass ihr 3:30 auch bei kurzen Intervallen so rel. schnell vorkommt. Und das ist tatsächlich ein Problem, wenn es aufgr. des Laufstils ist. 

Dieses Rollen ist halt ein Talent. Das kann man m.E. schwer ändern, v.a. nicht in dem Alter.
Das "Rollen" wird schon besser mit mehr Umfang im Normalfall. Die Frage ist aber, ob Krause da noch hinkommen kann, zumal sie auch den Umfang nicht beliebig hochfahren kann, insbesondere mit ihrem 3000m Hindernis Ziel für dieses Jahr.

Die Vorbereitung war zu kurz und es waren zu wenig Lange läufe und spezifische Marathon-Einheiten vermute ich. Für Läuferinnen die von unten so schnell sind wie Krause ist das auch schwerer. Kann man von daher schlecht mit z. B. Gabius vergleichen, der ein anderer Läufertyp ist.

Aber es ist gut dass sie aufgegeben hat, dass Ding in einer schlechten Zeit zu Ende zu kämpfen wäre extrem kontraproduktiv für ihre weiteren Pläne gewesen. Und wenn man zu dem Zeitpunkt des Rennens so stark einbricht wie sie, dann hat die Vorbereitung einfach nicht gereicht für die Zielzeit.