![]() |
|
Magdalena Neuners Generalabrechnung mit dem Verband - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Training in Praxis und Alltag (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=6) +--- Thema: Magdalena Neuners Generalabrechnung mit dem Verband (/showthread.php?tid=585) |
RE: Magdalena Neuners Generalabrechnung mit dem Verband - Gertrud - 27.09.2014 (24.09.2014, 13:09)Javeling schrieb:Zitat:@GertrudFrau Schäfer, jetzt machen Sie mich neugierig......was ich ja sonst nicht bin....... Es ist bei mir seit meiner Pension Alltag, dass ich mich autodidaktisch sehr regelmäßig und sehr zeitintensiv fortbilde. Ich habe das damals immer schon trainingsbegleitend gemacht und auch für notwendig betrachtet – allerdings nicht in diesem Ausmaß. Beispiel: Ich sitze heute seit 4 Uhr am Schreibtisch und recherchiere bezüglich Prophylaxe – also knapp vier Stunden. Außerdem stehen noch Gartenarbeit und Training an. Dann geht´s wieder für mindestens drei Stunden an Lerninhalte. Ich trainiere momentan u. a. einen jungen Schüler, der seinen linken Fuß bei sehr schnellen Sprints fast im rechten Winkel aufsetzt. Das erfordert meine volle Einflussnahme. So ausgeprägt habe ich das noch nie gesehen. Ich muss sozusagen die Wurzel des Übels bekämpfen. Da muss man schon sattelfest sein, um dieses Manko auf Dauer beheben zu können. Wenn man das Element so lässt, knallt irgendwann die Achillessehne und die Sprunggelenke kommen auch nicht unbeschadet davon. Bei mir hat der Athlet nur die Wahl der Korrektur. Wenn einer schlampt, trenne ich mich - kurz und bündig! Ich habe immer mehr den Eindruck, dass vor allem im Spitzenbereich die Schere immer weiter auseinander geht. Ich führe die vielen Verletzungen zum großen Teil auf Unwissen im Detail zurück. Knallhart gesagt: Man hat keine Ahnung auf bestimmten Gebieten!!! Ich habe Bilder von deutschen und internationalen Spitzenleichtathleten katalogisiert, wo man auf die OP nur so warten kann. In einigen Fällen haben sie sich schon eingestellt. Ich habe anfangs versucht, Meinungen zu korrigieren. Hansjörg hat oft zu mir gesagt: „Du machst dir nur Feinde. Lass es, die Operationen kommen bestimmt. Danach geht´s im alten Trott weiter, weil ihnen die Alternativen fehlen und sie hinsichtlich Ursachen schwimmen!“ Seit ich das begriffen habe, lasse ich sie so weitermachen wie bisher. Mein Schaden ist es nicht!!! Einige sind halt der Meinung, dass Leistungssport und Gesundheit sich ausschließen. Ich bin da völlig anderer Meinung und versuche, die Inhalte anzupassen. Gertrud RE: Magdalena Neuners Generalabrechnung mit dem Verband - hzehnkampf - 27.09.2014 Volle Zustimmung. Ich bin zwar kein Trainer im Spitzensport aber die Gesundheit sollte immer im Vordergrund stehen. Ich bin gespannt wer alles demnächst über gesundheitliche Probleme klagt und dem Spitzensportade sagt, siehe Maren Schwerdner. Julia Mächtig könnte die nächste sein.
RE: Magdalena Neuners Generalabrechnung mit dem Verband - Gertrud - 28.09.2014 (27.09.2014, 08:38)hzehnkampf schrieb: Volle Zustimmung. Ich bin zwar kein Trainer im Spitzensport aber die Gesundheit sollte immer im Vordergrund stehen. Ich bin gespannt wer alles demnächst über gesundheitliche Probleme klagt und dem Spitzensportade sagt, siehe Maren Schwerdner. Julia Mächtig könnte die nächste sein. Ich habe folgende Wünsche/ Anforderungen an den Verband und seine Arbeit vor allem auf zwei aus meiner Sicht sehr defizitären Gebieten unterschiedlich nach Disziplinen gestaffelt: 1. Es sollte eine Statistik hinsichtlich der schwerwiegenden Verletzungen /OP pro Athlet und Trainer geführt werden und deren Ursachen erforscht oder zumindest versucht werden. Anscheinend reicht das medizinische Team nicht aus, um alles zu bewältigen. 2. Ein Verhinderungskatalog gehört an die Basis!!! 3. Athleten sollten möglichst nicht zu Trainern mit hoher gravierender Verletztenstatistik lanciert werden. 4. Harte Diskussionen um exakte Technikinhalte gehören in fast jede Fortbildung!!! 5. Man sollte den Trainerpool insofern erweitern, dass man z. B. TL-Zuschüsse und Zuwendungen auch bei TL-Teilnahme bei ehemaligen Bundes- oder anerkannten Toptrainern (In- und Ausland) zugesteht. Das Dogma der zentraler TL-Steuerung entfällt damit. Es geht vorrangig nicht um Regularien, sondern um Lernerfolg. Das bedeutet natürlich, dass der DLV ganz weit über seinen Schatten springen muss. Ich gehe jetzt mal von mir aus. Wenn ein Mädchen z. B. sich entschließen sollte, ein TL bei mir zu machen, sollten die Zuschüsse auch dann sprudeln (natürlich wenn ich das auch möchte). Es ist durchaus möglich, dass manche Heimtrainer besser in Trainingsinhalten als Bundestrainer sind. Sollte ich einen Hürdensprinter haben, sollte auch ein anhängiges TL mit HjH bezuschusst werden. Nur so kommen wir auf Dauer zu gesunden und guten Athletinnen und Athleten auch in der Breite. 6. Wenn ein Trainer eines kleinen Vereins einen aufstrebenden Athleten trainiert, müssen ihm z. B. die OSP-Anlagen in Wattenscheid (oder die jedes anderen OSPes) wie jedem anderen Athleten im gehobenen Bereich aus dem TV Wattenscheid auch zu jeder Zeit zur Verfügung stehen, ohne von der Willkür irgendwelcher Leute abhängig zu sein. Dazu reicht ein Ausweis. Die Bundesmittel sind nicht ortsgebunden, sondern übergreifend zu verstehen. Ich meine das insgesamt keineswegs provozierend, sondern rein leistungsfördernd. Gertrud RE: Magdalena Neuners Generalabrechnung mit dem Verband - Gertrud - 29.09.2014 Es kann einfach nicht sein, dass OSP bis 18 Uhr nur den ortsgebundenen Vereinen zur Verfügung steht und Kaderathleten sich auf die Zeit danach begrenzen müssen, obwohl die Hallen das hergeben und den z. B bisher ortsgebundenen Athleten nach einem Vereinswechsel ein Training morgens verwährt wird. Diese Regularien-Wasserköpfe müssen ausradiert werden. Reine Willkür gehört ins vorherige Jahrhundert und ist nur ein Ausdruck von Machtrepräsentation, hat aber mit sportlichen Zielen nichts zu tun!!! Gut und vorbildlich finde ich auch die Lösungen in Düsseldorf, wo man mit einem geringen Obulus auch ohne Kaderzugehörigkeit in der Halle trainieren kann!!! Weiter so - das Prinzip zeugt von Weitblick und könnte von anderen Hallen übernommen werden!!! Der Verband sollte an unheimlich vielen Stellschrauben drehen, um flächendeckend die Talente in ihren sportlichen Bedürfnissen und Mitteln zu bedienen. Man sollte darauf achten, dass man alle Ressourcen auch nutzt und die Auswahl großzügig gestaltet. Ich bin z. B. ein Mensch, der nur in absoluter Freiheit und nicht durch zu viele Regularien eingeschränkt arbeiten kann. Das setzt natürlich eine hohe Toleranz und Vertrauensbasis vom sportlichen Gegenüber voraus, wobei das aber durch meine Statistik gewährleistet ist. Auf der anderen Seite sterben diese nicht stromlinienförmigen Trainer/innen immer mehr aus. Es fehlt dann sehr oft die Basis in der Peripherie, was nicht Ansinnen des Verbandes sein kann. Bei unüberbrückbarem Gegenwind wird es diese Autodidakten nicht mehr geben. Sie wenden sich schlichtweg anderen Dingen zu. Es wird insgesamt ein "Einheitsbrei" nach diktatorischen Systemen!!! Es gab mal einen Artikel im Spiegel, wo es über Gehirnressourcen und Intelligenz ging, wo weniger geistig bemittelte Personen in hohen Positionen standen. Fazit der Untersuchung war, dass intelligente Menschen sich manchmal die einfach gestrickten Strukturen zunutze machen müssen, um als Sieger hervorzugehen. Es ist oft für sehr intelligente Menschen schwierig, bei der Vielzahl an Ideen und Gedanken im Fokus zu filtern. Die Kreativität leistet Dienste meistens auf einer sehr hohen geistigen Schiene des Erfolges, was mit Ausbildung nicht immer etwas zu tun haben muss. Das wünsche ich dem Verband: eine Leichtathletik auf höchstem Niveau mit einer sehr geringen Verletzungsträchtigkeit in kompletter Breite!!! Gertrud P.S. Korrektur des vorherigen Artikels: Dogma der zentralen TL-Steuerung RE: Magdalena Neuners Generalabrechnung mit dem Verband - Gertrud - 30.09.2014 Der DLV sollte neben seiner Crew im hauptberuflichen Bereich externe Leute mit besonderen Fähigkeiten vergüten. Wenn diese Menschen bessere Fähigkeiten haben, die der LA dienen, dann sollte man sie auch finanziell honorieren und zwar nicht mit einem Appel und Ei, sondern vernünftig! Dazu zähle ich zwei entscheidende Bereiche: 1. Hier das Forum: Die Betreiber haben vom Format her eine tolle Seite errichtet, wobei vor allem meistens sofort Korrekturen bei Verfehlung in der Wortwahl erfolgen. 2. Leichtathletik-Datenbank: Das war eine Fundgrube erster Güte für Trainer und Athleten von den Anfängen bis in den Spitzenbereich mit einer Auflistung aller Werte der Athleten. Es ist in der Industrie gang und gäbe, besondere Aufträge extern zu vergeben. Man vergibt sich dabei nichts! ![]() Gertrud |