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Nominierungen EM 2026 - Druckversion

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RE: Nominierungen EM 2026 - Befürworter - 02.08.2026

Erstens das, zweitens waren die 1,88 m im Mai, drittens hat Imke Onnen danach nur noch eine 1,78 m und eine 1,80 m in die Ergebnislisten gebracht, und viertens lag sie bei der DM als letztem Wettbewerb vor der Nominierung hinter Ehlers und deutlich hinter Gantert. Sie ist zweifellos eine Weltklassespringerin, aber in der Saison 2026 finde ich es absolut richtig, dass sie durch die Bestätigungsnorm zurückstecken muss.


RE: Nominierungen EM 2026 - Reichtathletik - 03.08.2026

Bin gespannt, ob eine Betreuer- und Stuff-Liste bzw. Broschüre veröffentlicht wird. Bei der U18 gab es das zuletzt anders als sonst nicht und bei der U20 ist es bislang auch nicht öffentlich...


RE: Nominierungen EM 2026 - eierluke2 - 03.08.2026

(31.07.2026, 13:46)Mattili schrieb:
(31.07.2026, 11:35)Jonny schrieb:
(30.07.2026, 22:16)Mattili schrieb:
(30.07.2026, 21:48)Atanvarno schrieb:
(30.07.2026, 21:32)Mattili schrieb: Das hat doch nichts mit Traues nicht erfolgter Nominierung im Einzel zu tun. 

Doch, natürlich

Zitat:Im Falle der Nominierung für die Staffeln 4x100m, 4x400m der Männer und Frauen bzw. für die 4x100 und 4x400m Mixed -Staffeln kann eine zusätzliche Nominierung eines Athleten für die 200m -, 400m -Einzeldisziplin im Sinne der
Optimierung des Staffelergebnisses nur bei Realisierung des EA -Entry -Standard gemäß Ziffer 3.1.14 in Verbindung mit Ziffer 3.1.3 (1) erfolgen.
Eine Nominierung für eine Einzeldisziplin aus anderen Gründen ist in diesem Fall ausgeschlossen

Für einen Einzelstart hätte Traue 45,25 laufen müssen, gelaufen ist er 45,29. Staffelläufer werden nicht über die Rangliste für einen Einzelstart nominiert.

Sorry, ich hatte den Abschnitt wohl völlig falsch interpretiert, weil ich auch jetzt noch nicht glauben kann, wie unsinnig dieser Passus ist. Sehr schade, dass eine solch fragwürdige Regelung einen Athleten behindert, der wohl in der Lage wäre, das Halbfinale zu erreichen.

Da würde ich ja gerne wissen, ob Traue überhaupt die Chance hatte auf die Staffel zu verzichten, um im Einzel starten zu dürfen.

Der Passus ist nötig gewesen. Das Herreneinzel überschneidet sich mit der Mixed-Staffel (ist natürlich nun hinfällig), das Fraueneinzel überschneidet sich mit der Frauen-Staffel. Hätte man zu viele Sportler in den Einzelbewerben, könnte man keine konkurrenzfähigen Staffeln mehr stellen.

Sehen das andere Nationen auch so?

Selbst wenn man Traue, Bredau und Finke aus der Mixed lässt, könnte man eine Mixed mit Agyekum und Fischer-Breiholz laufen. Den Vorlauf am nächsten Mittag überstehen die dennoch. 
Irgendwer muss da sowieso in den sauren Apfel beißen, denn ohne Bredau oder Agyekum als Ergänzung zu Traue muss man dann auch nicht von einer konkurrenzfähigen Staffel reden, wenn man mit Traue und Sanders antritt. 

Was ist also die Definition von "konkurrenzfähig"? Wäre die Staffel so viel weniger konkurrenzfähig, wenn der drittbeste Deutsche Teilnehmer auch noch raus wäre? Da ist dann der Unterschied sicher deutlich weniger dramatisch, wären am Ende Sanders und Kroll gelaufen, weil die Einzelstarter geschont werden. So vermittelt man ja quasi den Eindruck, dass Staffeln mit Traue stehen oder fallen, weil er für Bredau und Finke "einspringen" muss.

Das ist mir alles als Argument nicht wirklich stichhaltig.

Die Mixed Wettbewerbe finde ich kompletten Blödsinn, na ich muss es mir ja nicht angucken.
Wenn chancenreiche Einzelteilnehmer dabei Körner verlieren finge es aber an mich sauer zu machen.


RE: Nominierungen EM 2026 - trackwatchnds - 03.08.2026

(02.08.2026, 18:03)Befürworter schrieb: Wenn man die DLV-Nominierungen und die Platzierungen der Deutschen im Detail analysiert, sieht man zuallererst, dass in den meisten Disziplinen der innerdeutsche Wettbewerb entschieden hat, wer nominiert wurde - es hätte unzählige Nachrücker mit und ohne Bestätigungsnorm gegeben, die von European Athletics zugelassen worden wären, wenn nicht drei andere Deutsche besser gewesen wären. Das gilt auch für die meisten Disziplinen, wo nicht alle Startplätze ausgeschöpft wurden. Die meisten, die ausschließlich an der fehlenden Bestätigungsnorm gescheitert sind, sind in der Road-to-Liste so weit hinten platziert, dass sie mit Ach und Krach in die auf den hinteren Rängen teilweise sehr schwachen Teilnehmerfelder gerutscht wären. Das kann man als Bestätigung der Daseinsberechtigung der zusätzlichen Hürde sehen.

Ein paar Fälle gibt es aber schon, wo die fehlende Bestätigungsnorm einen soliden Mittelfeldplatz bei der EM verhindert haben dürfte.  Meines Erachtens schade für die drei Sportler, aber keine wirklichen Aufreger.

Ich bezog mich auf den gefetteten Teil deines Beitrags. Wahrscheinlich sind wir einer Meinung, dass eine fitte und halbwegs in Form befindliche Onnen - im Gegensatz zu den anderen Genannten mit Direktnorm aus dem letzten Jahr - weit mehr als einen soliden Mittelfeldplatz erzielt hätte und sicherlich auch mehr als Burkard, Mordi, Abuaku und Lauria, die du ja explizit hervorgehoben hast. Höchstwahrscheinlich auch mehr als Gantert und Ehlers. Damit möchte ich nicht in Frage stellen, dass diese sich nach den (DLV-)Regeln qualifiziert haben und ihnen hoffentlich die Zukunft gehört.


RE: Nominierungen EM 2026 - mark1967 - 03.08.2026

ich kann mit den meisten Nominierungen leben, auch wenn ich Braunagel und Sosna nominiert hätte. Eine Bestätigungsnorm wegen fehlender Tausendstel nicht anzuerkennen, erinnert aber doch sehr an den unflexiblen deutschen Bürowallach, der einem auch sonst im Alltag das Leben schwer macht.


RE: Nominierungen EM 2026 - Barnie - 04.08.2026

(03.08.2026, 19:42)mark1967 schrieb: ich kann mit den meisten Nominierungen leben, auch wenn ich Braunagel und Sosna nominiert hätte. Eine Bestätigungsnorm wegen fehlender Tausendstel nicht anzuerkennen, erinnert aber doch sehr an den unflexiblen deutschen Bürowallach, der einem auch sonst im Alltag das Leben schwer macht.

Zumal es ja nur eine "Bestätigungsnorm" ist. Es gab mal eine Zeit, da war der DLV nicht ganz so unflexibel bei den Nominierungen. So spielte früher z.B. auch eine Rolle, auf welchen Platz man in der bereinigten Bestenliste stand (vergleichbar mit der Road heute). Warum der DLV sich selbst diese Flexibilität genommen hat, ist mir persönlich unverständlich. 

Ich hätte ALLE mitgenommen, die in der Road auf den ersten 24 Plätzen gewesen wären.


RE: Nominierungen EM 2026 - longbottom - 04.08.2026

Es ist eh müßig, weil beide nicht dabei sind. Aber warum eigentlich Abuaku und nicht Schmitt? Schmitt ist nur um eine Tausendstel an der DLV-Norm gescheitert und hat die schnellere Saisonzeit als Abuaku (wenn auch ebenfalls nur um Tausendstel). Beim Schnitt der besten Zeiten liegt Abuaku vorne, aber in Rennen, in denen beide gestartet sind, steht es 2:2 im direkten Duell. Es würde also ziemlich genau gleich viel für beide sprechen. Und Schmitt hat es bei der DM deutlich besser geschafft, nach dem Vorlauf auch noch ein zweites schnelles Rennen anzubieten.


RE: Nominierungen EM 2026 - Barnie - 04.08.2026

(04.08.2026, 11:07)longbottom schrieb: Es ist eh müßig, weil beide nicht dabei sind. Aber warum eigentlich Abuaku und nicht Schmitt? Schmitt ist nur um eine Tausendstel an der DLV-Norm gescheitert und hat die schnellere Saisonzeit als Abuaku (wenn auch ebenfalls nur um Tausendstel). Beim Schnitt der besten Zeiten liegt Abuaku vorne, aber in Rennen, in denen beide gestartet sind, steht es 2:2 im direkten Duell. Es würde also ziemlich genau gleich viel für beide sprechen. Und Schmitt hat es bei der DM deutlich besser geschafft, nach dem Vorlauf auch noch ein zweites schnelles Rennen anzubieten.

Schon richtig. Aber einen von Beiden hätte ich auf jeden Fall mitgenommen und nicht so wie jetzt keinen. Ich persönlich hätte auch Schmitt den Vorzug gegeben, wegen des letzten knapp besseren Ergebnis bei der DM und wegen seines jüngeren Alters. So ein EM-Start kann für die weitere Zukunft ja auch motivationsfördernd sein. Da sollte nicht nur auf die Bestätigungsnorm als Kriterium geblickt werden. Und wer weiß, mit Zeiten um die 49 Sekunden kann man auch in den Endlauf kommen. Beide waren formmäßig auf dem aufsteigenden Ast. Unmöglich wäre es wohl nicht gewesen.

Im Großen und Ganzen geht die Nominierung des DLV sicherlich in Ordnung, aber in ein paar Fällen (z.B. auch Lauria) hätte ich mir mehr Fingerspitzengefühl im Interesse der Athleten gewünscht.


RE: Nominierungen EM 2026 - Reichtathletik - 04.08.2026

Mich irritiert nachwievor die Kommunikation von Dörfel. Sagt DM und EM ab offenbar wegen gesundheitlicher Probleme – und auf ihrem Insta-Kanal sieht man weiter fleißig Laufbilder, heile Welt und Trainingslager(?).


RE: Nominierungen EM 2026 - mark1967 - 04.08.2026

(04.08.2026, 11:07)longbottom schrieb: Es ist eh müßig, weil beide nicht dabei sind. Aber warum eigentlich Abuaku und nicht Schmitt? Schmitt ist nur um eine Tausendstel an der DLV-Norm gescheitert und hat die schnellere Saisonzeit als Abuaku (wenn auch ebenfalls nur um Tausendstel). Beim Schnitt der besten Zeiten liegt Abuaku vorne, aber in Rennen, in denen beide gestartet sind, steht es 2:2 im direkten Duell. Es würde also ziemlich genau gleich viel für beide sprechen. Und Schmitt hat es bei der DM deutlich besser geschafft, nach dem Vorlauf auch noch ein zweites schnelles Rennen anzubieten.

ich würde argumentieren, dass Abuaku theoretisch die besseren Aussichten gehabt hätte, aber das ist sicher keine valide Argumentation angesichts der Leistungen dieses Jahr. Und deshalb war es dem DLV vermutlich sehr Recht, sich gar nicht erst zwischen beiden entscheiden zu müssen.