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Leistungsexplosion Melat Kejeta - Taktik, Training, Schuhe oder Doping? - Druckversion

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RE: Leistungsexplosion Melat Kejeta - Taktik, Training, Schuhe oder Doping? - Dr. Klaus - 20.10.2020

"vedo hatte dich bereits weiter oben im Thread darauf hingewiesen, dass ihre alte 10km Bestzeit eine Halbmarathondurchgangszeit war (31:41 aus Venlo 2018). Die ist also sicherlich nicht Ausdruck ihres 10km-Leistungsvermögens."

In reinen 10k Läufen stand Kejetas Bestzeit bis Anfang 2020 bei 31.50min in Oelde 2019 gelaufen.
Selbst wenn man unterstellt, dass sie unter idealen Bedingungen 31.20min hätte laufen können, ist sie
immer noch mit 30 sec unter dieser Zeit in Polen verflucht schnell angelaufen. Selbst wenn sie über 10km 30.40 drauf gehabt hätte, wäre das Tempo zu schnell gewesen. Im Umkehrschluss muss man sagen, an diesem Tag hätte sie über 10km mindestens 30.10 min laufen können.


RE: Leistungsexplosion Melat Kejeta - Taktik, Training, Schuhe oder Doping? - Delta - 20.10.2020

Neuer Trend: Höhenzelte werden in Wohnungen eingebaut. Man spart sich teure Trainingslager. Z.b Selina Büchel
Das erklärt für mich auch die 1.58.xx in Bellinzona.


RE: Leistungsexplosion Melat Kejeta - Taktik, Training, Schuhe oder Doping? - vedo - 20.10.2020

(20.10.2020, 13:17)Dr. Klaus schrieb: "vedo hatte dich bereits weiter oben im Thread darauf hingewiesen, dass ihre alte 10km Bestzeit eine Halbmarathondurchgangszeit war (31:41 aus Venlo 2018). Die ist also sicherlich nicht Ausdruck ihres 10km-Leistungsvermögens."

In reinen 10k Läufen stand Kejetas Bestzeit bis Anfang 2020 bei 31.50min in Oelde 2019 gelaufen.
Selbst wenn man unterstellt, dass sie unter idealen Bedingungen 31.20min hätte laufen können, ist sie
immer noch mit 30 sec unter dieser Zeit in Polen verflucht schnell angelaufen. Selbst wenn sie über 10km 30.40 drauf gehabt hätte, wäre das Tempo zu schnell gewesen. Im Umkehrschluss muss man sagen, an diesem Tag hätte sie über 10km mindestens 30.10 min laufen können.
Die 31:50 vom sicherlich nicht auf Zeit gelaufenen Oelder Citylauf als Ausdruck des Leistungsvermögens darzustellen, wenn sie sowohl davor als auch danach im Halbmarathon schneller durchgegangen ist,, macht ungefähr so viel Sinn, wie bei Sifan Hassan die 34:28, die WA als PB führt, oder bei deiner Lieblingsathletin die 32:24 aus 2016, anzuführen. Und der Sprung von 30 hoch (oder was man ihr auch immer zugetraut hätte) auf 30:10 ist sicherlich noch einmal ein anderer als von 31:50 ausgehend.


RE: Leistungsexplosion Melat Kejeta - Taktik, Training, Schuhe oder Doping? - beity - 20.10.2020

(20.10.2020, 13:22)Delta schrieb: Neuer Trend: Höhenzelte werden in Wohnungen eingebaut. Man spart sich teure Trainingslager. Z.b Selina Büchel
Das erklärt für mich auch die 1.58.xx in Bellinzona.

Neur Trend?? Das gibt es schon seit deutlich über 10 Jahre, sogar in Deutschland......


RE: Leistungsexplosion Melat Kejeta - Taktik, Training, Schuhe oder Doping? - Andreas - 20.10.2020

Flut an Lauf-Rekorden lässt Leichtathletik-Welt rätseln ...


RE: Halbmarathon WM - Gdynia, 17.10.2020 (Kejeta 2. 65:18 ER, Bronze Frauenteam) - Mateng - 20.10.2020

(20.10.2020, 07:52)JoelH schrieb:
(20.10.2020, 00:05)RalfM schrieb: Gerade hier habe ich ein fundamentales Problem. Laufen ist keine technische Disziplin. Das ist das Pfund des Laufsports. Abebe Bikila und Zola Budd, zwei plakative Namen. Barfuss in der Weltspitze. Dies muss möglich sein, sonst ist Laufen Skispringen.

Dann schaffen wir am besten Spikes direkt ab.  AngelAngel ‌Sollen sich die Läufer eben Warzen wachsen lassen für mehr Grip auf der Bahn Cool
Big Grin ‌Ja, genau ... @RalfM: Schaut Euch einfach mal die Geschichte von den Dasslers und ihren Schuh-Innovationen schon vor Jahrzehnten an. Wer ernsthaft hier nicht von jeher eine technische Komponente in der Leichtathletik sieht, der der muss blind sein. Das ausschliessen zu wollen ist meiner Ansicht nach Unfug. Es sollte aber durch ein nachvollziehbares und faires Regelwerk in vernünftigen Bahnen gehalten werden. Wie gesagt, auch Plateauschuhe für den Hochsprung hatte man damals doch auch schnell verboten. Es wäre aber keiner auf die Idee gekommen die Spikes hinten ab Hochsprungschuh weg zu nehmen ... ...


RE: Leistungsexplosion Melat Kejeta - Taktik, Training, Schuhe oder Doping? - Delta - 20.10.2020

Möglicherwise auch Neuauflage wegen dem Corona.


RE: Leistungsexplosion Melat Kejeta - Taktik, Training, Schuhe oder Doping? - Dr. Klaus - 20.10.2020

Normalität sind für mich im Langstreckenbereich z.B die Leistungen von Alina Reh. Sie läuft ca. 31.20 über 10 K und 1.09.30 über Halbmarathon. Sie muss also deutlich langsamer (33min ) angehen als Ihre Bestzeit über 10k beträgt, um dieses Tempo dann durchhalten zu können. Auch eine Durchgangszeit von 32.30 min wäre für mich noch nachvollziehbar.Für Koko sähe das so aus: 14.20min über 5K lassen bei sehr guter Ausdauerfähigkeit 29.30 über 10 k, 1,04 bis 1,05 im Halbmarathon zu.Wenn heute Läuferinnen praktisch ihre 10km Bestleistung im Halbmarathon laufen und das Tempo durchhalten können, ist das ein starkes Indiz für Epo-Doping, das die Ermüdung bekannterweise stark bremst. Diese Entwicklung sollen dann Läuferinnen wie Alina Reh psychisch verkraften, fröhlich weitertrainieren, um sich dann noch von Pseudoexperten vorhalten zu lassen, da müsse doch langsam mehr kommen.


RE: Leistungsexplosion Melat Kejeta - Taktik, Training, Schuhe oder Doping? - lor-olli - 20.10.2020

Was an dem von Andreas verlinkten Beitrag/link auffällt: Experten scheinen in den Redaktionen Mangelware zu werden, dieser Artikel von dpa wird wortwrtlich von vielen Zeitungen (auch online) übernommen.

Eines müssen wir allerdings auch sehen: Beweise gibt es nicht, nur Verdachtsmomente. Sollten nach dieser Pandemie unter normalen Doping-Kontrollbedingungen, die Leistungen wieder zurückgehen, wäre es wünschenwert über die Anerkennung der Leistungen unter diesen Pandemiebedingungen zumindest noch einmal nachzudenken… (damit wir nicht WR stehen haben wie im Diskus-, Hammerwurf, Kugelstoß…)


RE: Leistungsexplosion Melat Kejeta - Taktik, Training, Schuhe oder Doping? - sub4 - 20.10.2020

(20.10.2020, 18:57)Dr. Klaus schrieb: Normalität sind für mich im Langstreckenbereich z.B die Leistungen von Alina Reh. Sie läuft ca. 31.20 über 10 K und 1.09.30 über Halbmarathon. Sie muss also deutlich langsamer (33min ) angehen als Ihre Bestzeit über 10k beträgt, um dieses Tempo dann durchhalten zu können. Auch eine Durchgangszeit von 32.30 min wäre für mich noch nachvollziehbar.Für Koko sähe das so aus: 14.20min über 5K lassen bei sehr guter Ausdauerfähigkeit 29.30 über 10 k, 1,04 bis 1,05 im Halbmarathon zu.Wenn heute Läuferinnen praktisch ihre 10km Bestleistung im Halbmarathon laufen und das Tempo durchhalten können, ist das ein starkes Indiz für Epo-Doping, das die Ermüdung bekannterweise stark bremst. Diese Entwicklung sollen dann Läuferinnen wie Alina Reh psychisch verkraften, fröhlich weitertrainieren, um sich dann noch von Pseudoexperten vorhalten zu lassen, da müsse doch langsam mehr kommen.
Anscheinend haben hier einige die nationale Brille auf und wollen nicht rechnen können. 

Mit welcher Gruppe und Trainer hat Melat ihr Training in der Schweiz bestritten?