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Frankfurt Marathon 2019 - 27.10.2019 (Katharina Steinruck 2:27:26) - Druckversion

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RE: Frankfurt Marathon 2019 - 27.10.2019 (Katharina Steinruck 2:27:26) - lor-olli - 27.10.2019

Bei den Splits hier darf man aber auch gern mitnehmen, dass auf der ersten Hälfte ein ordentlicher Gegenwind herrschte, wogegen ma auf dem letzten Teil regelrecht "geschoben" wurde! So hat es Steinruck beschrieben und so habe ich es mittlerweile von einigen anderen gehört (auch Twell äußerte sich ähnlich)


RE: Frankfurt Marathon 2019 - 27.10.2019 - Jo498 - 27.10.2019

(27.10.2019, 12:38)lor-olli schrieb: Fast schon prophetisch von Junghans: (Facebook vor dem Rennen Wink)
Zitat:"Let’s see what a race walker can run 2

Für einen Newbie ein starkes Rennen (2:17:54 für den Ersten!), vielleicht sollte er umsteigen, mit 23 ist er für einen Marathoni noch ziemlich jung!
Auf alle Fälle Gratulation!
Normalerweise fängt niemand direkt mit Gehen an. D.h. die allermeisten Geher/innen sind irgendwann in der Jugend von Mittel/Langstrecke umgestiegen, weil sie im Gehen bessere Chancen sahen. Junghannss ist schon nahe an der Weltklasse im Gehen. Dahin wird er im Marathon niemals kommen. Wenn er 2:13 für erreichbar hält, wäre er allerdings in der dt. Spitze und das wäre evtl. lukrativer als Gehen.


RE: Frankfurt Marathon 2019 - 27.10.2019 (Katharina Steinruck 2:27:26) - Delta - 27.10.2019

(27.10.2019, 17:21)Oliver schrieb:
(27.10.2019, 17:09)Delta schrieb: Tesfaye wird überschätzt und überschätzt sich selbst. Keiner in Westeuropa läuft 2.08 im ersten Marathon.

Vergleicht man den mit Viktor Röthlin dem erfolgreichsten Schweizer Marathonläufer 5000m 13:40, 10'000 m unter 29 Min.

Hast Du bewusst seine Halbmarathonbestzeit weggelassen, damit Deine Argumentationskette passt?

Nein. Der Uebergang von der LA zum Running erfolgt aud der 5000 und 10000 m Strecke die stark genormt sind. Die Top 5 Werte falls man soviele hat werden herangezogen um ein potentielles Profil für einen zukünftigen Matathonläufer zu sichten um die Trainings zu organisieren. Tesfaye hat von 3000 - 10000 m zuwenig Läufe und auch Trainingskilometer wenn wir die bisherigen Zeiten berücksichtigen. Sprich er hat keine Basis für den Marathon.


RE: Frankfurt Marathon 2019 - 27.10.2019 - SantaCruz - 27.10.2019

(27.10.2019, 18:47)Jo498 schrieb:
(27.10.2019, 12:38)lor-olli schrieb: Fast schon prophetisch von Junghans: (Facebook vor dem Rennen Wink)
Zitat:"Let’s see what a race walker can run 2

Für einen Newbie ein starkes Rennen (2:17:54 für den Ersten!), vielleicht sollte er umsteigen, mit 23 ist er für einen Marathoni noch ziemlich jung!
Auf alle Fälle Gratulation!
Normalerweise fängt niemand direkt mit Gehen an. D.h. die allermeisten Geher/innen sind irgendwann in der Jugend von Mittel/Langstrecke umgestiegen, weil sie im Gehen bessere Chancen sahen. Junghannss ist schon nahe an der Weltklasse im Gehen. Dahin wird er im Marathon niemals kommen. Wenn er 2:13 für erreichbar hält, wäre er allerdings in der dt. Spitze und das wäre evtl. lukrativer als Gehen.

Junghannß sagte im Interview nach dem Rennen, selbst wenn er in den Bereich des deutschen Rekords käme, wäre er international nicht konkurrenzfähig im Marathon. Deshalb würde er an einem Umstieg überhaupt nicht denken.


RE: Frankfurt Marathon 2019 - 27.10.2019 (Katharina Steinruck 2:27:26) - Jo498 - 27.10.2019

(27.10.2019, 18:44)lor-olli schrieb: Bei den Splits hier darf man aber auch gern mitnehmen, dass auf der ersten Hälfte ein ordentlicher Gegenwind herrschte, wogegen ma auf dem letzten Teil regelrecht "geschoben" wurde! So hat es Steinruck beschrieben und so habe ich es mittlerweile von einigen anderen gehört (auch Twell äußerte sich ähnlich)

Dann ist aber noch überraschender, dass Tesfaye so aggressiv angelaufen ist und auch die Spitzengruppe der Frauen (die sind 1:07-09 angelaufen, haben also 3-6 min. auf der zweiten Hälfte verloren).


RE: Frankfurt Marathon 2019 - 27.10.2019 - Jo498 - 27.10.2019

(27.10.2019, 19:01)SantaCruz schrieb:
(27.10.2019, 18:47)Jo498 schrieb: Normalerweise fängt niemand direkt mit Gehen an. D.h. die allermeisten Geher/innen sind irgendwann in der Jugend von Mittel/Langstrecke umgestiegen, weil sie im Gehen bessere Chancen sahen. Junghannss ist schon nahe an der Weltklasse im Gehen. Dahin wird er im Marathon niemals kommen. Wenn er 2:13 für erreichbar hält, wäre er allerdings in der dt. Spitze und das wäre evtl. lukrativer als Gehen.
Junghannß sagte im Interview nach dem Rennen, selbst wenn er in den Bereich des deutschen Rekords käme, wäre er international nicht konkurrenzfähig im Marathon. Deshalb würde er an einem Umstieg überhaupt nicht denken.

Eben. Ich kann nicht beurteilen, wie konkurrenzfähig er im Gehen noch werden kann, aber das kann man ja auch bis Ende dreißig und länger betreiben. Nur könnte er eben mit sub 2:13 in einer sichtbareren Disziplin deutsche Spitze sein.


RE: Frankfurt Marathon 2019 - 27.10.2019 (Katharina Steinruck 2:27:26) - 1000m - 28.10.2019

(27.10.2019, 18:54)Delta schrieb:
(27.10.2019, 17:21)Oliver schrieb:
(27.10.2019, 17:09)Delta schrieb: Tesfaye wird überschätzt und überschätzt sich selbst. Keiner in Westeuropa läuft 2.08 im ersten Marathon.

Vergleicht man den mit Viktor Röthlin dem erfolgreichsten Schweizer Marathonläufer 5000m 13:40, 10'000 m unter 29 Min.

Hast Du bewusst seine Halbmarathonbestzeit weggelassen, damit Deine Argumentationskette passt?

Nein. Der Uebergang von der LA zum Running erfolgt aud der 5000 und 10000 m Strecke die stark genormt sind. Die Top 5 Werte falls man soviele hat werden herangezogen um ein potentielles Profil für einen zukünftigen Matathonläufer zu sichten um die Trainings zu organisieren. Tesfaye hat von 3000 - 10000 m zuwenig Läufe und auch Trainingskilometer wenn wir die bisherigen Zeiten berücksichtigen. Sprich er hat keine Basis für den Marathon.

Ich denke schon, dass die 10000m-,10K- und die HM-Bestzeit nützliche Hinweise auf das Marathon-Potential bzw. die Trainingsgestaltung liefern. In die angesprochenen TOP 5 Werte von der Bahn fließen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu viele Zeiten taktisch gelaufener Rennen ein. Mit 61:20 über HM als Grundlage kann er sich bei Marathoneignung schon um die 2:08 einordnen - nur nicht unbedingt beim Debut und mit vermutlich etwas dünner Trainingsdecke. Mit 1:06 zur Hälfte hätten dann vielleicht 2:12 als sehr ordentliches Debut zu Buche gestanden.


RE: Frankfurt Marathon 2019 - 27.10.2019 - JoelH - 28.10.2019

(27.10.2019, 19:15)Jo498 schrieb:  Nur könnte er eben mit sub 2:13 in einer sichtbareren Disziplin deutsche Spitze sein.

Sichtbar? Für wen? Ich denke, wenn er sich für Olympia mehr im Gehen ausrechnet, dann wird das m.E. "sichtbarer" sein als irgendein Platz bei einem Stadtmarathon. Des Weiteren, aber das ist meine Meinung, wer 50km geht, der muss dafür eine Passion haben. Und die hängt man m.E. nicht für eine Marathonkarriere an den Haken.


RE: Frankfurt Marathon 2019 - 27.10.2019 (Katharina Steinruck 2:27:26) - lor-olli - 28.10.2019

Der junge Mann (Junghannß) weiß sicher was er will, im Gehen ist er nicht nur in D schon eine Nummer, im Marathon wäre er selbst bei deutlicher Steigerung auf den deutschen Rekord hin, international zweitklassig.
Wenn er mit seiner Leistung, seinen Aussichten, seinem Training und seinem Umfeld gut zurecht kommt, ist im Gehen die Wahrscheinlichkeit einer internationalen Medaille wohl deutlich größer. Zu einer Diziplin wie Gehen entscheidet man sich auch sehr bewusst, beim Laufen ist die "Streubreite" für die Entscheidung viel breiter (wie Tesfaye ja zeigt, wenn auch nicht immer erfolgreich…).

Bei mir war die Überlegung diesbezüglich auch einfach: Wie weit könnte Junghannß es im Marthon bringen, wenn dies sein Ziel wäre und er die gleichen Ambitionen wie ins Gehen steckte… Großes Talent hat er ja auch im Laufen bewiesen! Wie auch immer, ich gratuliere und drücke ihm weiterhin die Daumen. Er ist zielstrebig und auch im Training engagiert, passt also schon!


RE: Frankfurt Marathon 2019 - 27.10.2019 (Katharina Steinruck 2:27:26) - Jo498 - 28.10.2019

Ich bin sicher nicht dafür, dass die Geher zum Marathon wechseln sollten.
Aber Gehen ist das Stiefkind überhaupt und Medaillen sind für die Deutschen da auch nicht leicht und eine top 10 international in so einer Nische bringt wohl keine Sponsoren zum Schlangestehen. Ein 2:13-Marathonläufer kann dagegen vermutlich in Deutschland, wenn er es geschickt anstellt, vom Sport leben, da er bei den Top 3 Deutschen wäre. (Pflieger ist etwas so schnell und meines Wissens seit einigen Jahren Profiläufer.)
Also im Bezug auf Deutschland nicht schlechter als Junghannß gerade im Gehen ist. Aber es gibt meines Wissens keine großen "Stadtgehwettbewerbe", bei denen man so viel Geld kriegt, wie ein deutscher 2:13-Läufer bei Straßenläufen verdienen kann.