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Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London (/showthread.php?tid=2311) |
RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - jonas - 17.03.2017 (17.03.2017, 13:10)Sebastian schrieb: Achso: Und @jonas90: NEIN, ich bin sicher nicht deiner Meinung, bevor du wieder Teil- und Halbsätze aus dem Zusammenhang gerissen zitieren möchtest 1) Was ist denn meine Meinung? (Ich habe nämlich zum hier diskutierten "Fördern vs. Fordern, DLV vs. Athlet" gar keine Stellung bezogen.) 2) Tut das weh, mit meiner Meinung übereinzustimmen? RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - Morcelli - 17.03.2017 Kleiner Gedankeneinwurf: Marathon ist in der Leichtathletik eine spezielle Disziplin. Dementsprechend sollten in Absprache zwischen DLV und Athleten Leistungsziele abgesprochen werden an denen die Förderung hängt. Das könnte z.B. sein: - DLV sieht die Heim EM in Berlin und die OS 2020 als Höhepünkte des neuen Olympiazyklus. Diese beiden Wettkämpfe müssen geförderte Athleten wahrnehmen bzw. ernsthaft versuchen wahr zu nehmen - In den anderen Jahren dürfen die Athleten ihre Saisonplanung so ausrichten, dass sie individuell bei den Höhepunkten ihre bestmögliche Leistung bringen. Dazu gehört z.B. eine finanzielle Basis, welche mit durch Städtemarathons geschaffen werden. Auf Dauer muss es auch im Interesse des DLV seins, dass seine Athleten finanziell vom Sport leben können. Als Verband ist es nicht leistungsfördernd zu sagen: Ihr Marathonläufer müsst jedes Jahr die internationalen Meisterschaften zwingend mitnehmen. Als Athlet darf man aber auch nicht sagen: Fördert mich aber ich lauf vier Jahre nicht für euch. RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - Sebastian - 20.03.2017 Wobei es natürlich bei einem Athleten in Gabius' Alter schwierig ist, einen Zeithorizont von 4 Jahren zu setzen, also zwingend davon ausgehen, dass er in Tokio nochmal an den Start geht bzw. konkurrenzfähig an den Start geht (vielleicht hat er ja noch einen Zwillingsbruder, mit dem er Hand in Hand spazierengehen könnte? :-)) Das "Förderproblem" ist halt schon nicht so einfach und ein ziemlich komplexes Thema, wurde hier ja auch schon mehrfach zumindest andiskutiert. Ich kann halt beide Seiten verstehen und für beide Argumentationsstränge Verständnis aufbringen, so sie denn stringent bleiben. Hier scheint ja der DLV doch ein größeres Problem zu haben, mal hü, mal hott, mal gilt A, dann wieder B...so geht es natürlich nicht...Pacta sunt servanda, ob es einem nun passt oder nicht. @jonas90: Nein, natürlich ist es grundsätzlich nicht schlimm, deiner Meinung zu sein. Allerdings neigst du dazu, Halbsätze zu zitieren und daraus eine scheinbare Zustimmung zu deiner Argumentation zu konstruieren, obwohl offensichtlich genau das Gegenteil gemeint ist. Hast du beispielsweise im "Hahner-Thread" auch bei mir gemacht und fällt mir auch in anderen Threads öfters auf...aber genug Off-Topic. RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - jonas - 20.03.2017 http://www.leichtathletik.de/news/news/detail/us-doppelsieg-lilesa-erfolg-und-platz-19-fuer-arne-gabius/ Platz 19 in 64:20 min für Arne Gabius. @Sebastian: In dem Punkt, wo Du Dich in diesem Thread distanziert hast, bist Du faktisch meiner Meinung. Bei den Hahners - nach der Gabius-Polemik Richtung Hahners - eher nicht. RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - beity - 20.03.2017 Also die 64:20 sind ehrlich gesagt besser als von mir vermutet. Ist sein Ziel für Hannover eine 2:12 Mitte. und geht er ruhig konzentriert an kann er das gut schaffen. Ich bin eben skeptisch wie zuvor schon erwähnt ob er sich noch mal so ausquetschen kann wie in Frankfurt bei seinen 2:08. Habe da in der Historie schon zu viele erlebt. Bisweilen erkennen dies Athleten auch selbst. Ich kann Gabius aber auch etwas verstehen. Er hatte trotz einiger Probleme eine 2:08 durchgeknauscht. Da ist irgendwo im Kopf....ohne die Probleme.. 2:07, vielleicht sogar beschwerdefrei eine hohe 2:06 wären drin gewesen. RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - jonas - 20.03.2017 Ne hohe 2:06 h nicht, weil auf die ist er ja die erste Hälfte angelaufen. Das war zu schnell. RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - DerC - 20.03.2017 (20.03.2017, 11:38)beity schrieb: Also die 64:20 sind ehrlich gesagt besser als von mir vermutet. Ist sein Ziel für Hannover eine 2:12 Mitte. Ja, das war auch die Einschätzung von Arne selbst. Vor seinem DR im Marathon hatte ich die Gelegenheit, ziemlich ausführlich mit ihm zu sprechen. Meine Einschätzung ist, dass Gabius sehr ausführlich und klug reflektiert, und zwar nicht nur sein Training und seine Laufkarrriere sondern er beobachtet die ganze Szene sehr genau und hat wirklich einen guten Durchblick. In den Intervieveröffentlichungen kommnt das manchmal nicht ganz so rüber, aber da werden eben auch mal 1 oder 2 Stunden Gespräch auf 10 oder 20 prägnante Sätze gekürzt. D. h. Gabius kann sich ziemlich gut einschätzen, hat aber den Mut, optimistisch zu sein und an der Kante von dem lang zu rennen, was gerade so möglich sein wird, wenn alles sehr gut klappt. Man könnte das auch so beschreiben, dass er etwas von der "Go big or go home"-Mentalität vieler kenianischer Läufer übernommen hat, oder: Er hat eben den Mut zum Risiko, und das beinhaltet die Möglichkeit des Scheiterns. Nun ist es oft so, dass unsere Helden in den Himmel gelobt werden wenn der Mut zum Risiko sich lohnt hat und erfolgreich ist und in den Boden geschrieben, falls es mal nicht klappt. Dabei sind das eben zwei Seiten dersleben Medaille und wer nicht viel wagt kann auch nicht viel gewinnen. Das Verhältnis von Arne zum DLV war ja schon länger nicht ganz ungetrübt. Da haben auch die Heings ihren Anteil dran. Logisch wäre ja z. B. eigentlich gewesen, spätestens nach seinem Marathonrekord mal an ihn ranzutreten und sich für sein Training zu interessieren. Das ist aber meines Wissens nicht passiert. Da muss man dann vielleicht doch mal fragen, was macht eigentlich ein Bundestrainer in der dt. LA? Was ich aus dem Gespräch mit Arne weiß: Er hat seit dem Wechsel auf die Straße einfach wieder sehr viel Spaß an seinem Sport und will gerade deshalb so lange wie möglich laufen. Natürlich ist er auch klug und geschäftstüchtig genug und wird wissen, wann er aufhören sollte. Wenn es für ihn sinnvoll ist und er sich qualifizieren kann, wird er aber bis Tokio weitermachen. gruß C RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - DerC - 20.03.2017 (17.03.2017, 22:31)Morcelli schrieb: Marathon ist in der Leichtathletik eine spezielle Disziplin. Dementsprechend sollten in Absprache zwischen DLV und Athleten Leistungsziele abgesprochen werden an denen die Förderung hängt. Ja, der Marathon ist wirklich speziell. Vor allem ist der Stellenwert der WM im Marathon eben viel geringer als in den meisten oder soagar allen anderen Disziplinen der LA. Ein Sieg bei einem Marathon-Major ist deutlich mehr wert als ein WM-Sieg, selbst eine gute Platzierung bei einem Major kann mehr Anerkunng, nicht nur finanzieller Art, bedeuten. Dazu gibt es mit der WMM-Wertung eine Art inoffiziellen Marathon Weltcup. Von den offiziellen internationalen Wettbwerben sind die olympischen Spiele mit großem Abstand der wertvollste, danach kommt lange nichts, dann ein Sieg in der Gesamtwertung der WMM, dann kommen einzelne Siege bei den großen Marathons und irgendwo weiter unten der WM-Titel. Für die Europäischen Marathonis ist die EM wirklich wichtiger als die WM, weil da ihre Chancen auf Medaillen einfach so viel höher sind. Zudem gibt es den EM-Marathon auch nur alle vier Jahre. Daher sollte man auch von DLV-Seite realistisch sein und die WM nicht überbewerten. Ergänzung: Pfeiffer, Pflieger, Uliczka und Flügel haben auch alle keine WM-Marathon PLäne für 2017. Man dürfte die alle nicht fördern, wenn ein WM-Start das einzige Kriterium wäre. Gruß C RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - beity - 20.03.2017 (20.03.2017, 12:06)DerC schrieb:(20.03.2017, 11:38)beity schrieb: Danke für den authentischen Einblick. Das er selber sein Leistungsvermögen Richtung 2:06/07 eingeschätzt hat, wusste ich gar nicht. Rennverlauf, Zwischenzeiten, Bilder von Gabius bei seinen 2:08 ließen aber schon darauf schließen, das die Einschätzung nicht unrealistisch war. Bundestrainer....das Training konnte man ja im Internet nachlesen, braucht man den Athleten nicht mehr fragen ![]() In den Zusammenhang Bundestrainer/Athlet/ wird auch immer von Formnachweis, gerade auch im Wettkampf gesprochen. Sind die Bundestrainer nicht immer wieder mal bei Trainingseinheiten ihrer Kaderathleten dabei? Wenn man eine Tempolaufeinheit ansieht und weiß, das sie wirklich aus dem Training gelaufen wurde, kann man schon, oder sollte man, abschätzen können, ob der Athlet was drauf hat oder nicht. Oder fehlt es schon an solchen aus meiner Sicht banalen Beobachtungen und daraus folgend Einschätzungen? RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - jonas - 20.03.2017 (20.03.2017, 12:20)DerC schrieb: Dazu gibt es mit der WMM-Wertung eine Art inoffiziellen Marathon Weltcup. Den gibt´s in den anderen Disziplinen mit dem Diamond Race allerdings auch.
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