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Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Druckversion

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RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - trackANDfield - 04.09.2026

Ich bin der Meinung, dass...

klar hätte Owen wissen können, dass er auf jeden Fall eine Probe abgeben muss.

Andererseits: für ihn ist die Reise nach Monaco ein wichtiger Grund, und vielleicht denkt er, der Wettkampf ist so wichtig, dass es als Grund ausreicht, die Dopingprobe nicht abgeben zu müssen (ich sage ganz bewusst nicht "ausreicht, die Dopingprobe verweigern zu dürfen").
Wenn er denkt, er muss die Probe nicht abgeben und der Kontrolleur bestätigt das mündlich und lässt ihn mit "viel Glück" fahren, dann trifft Owen da wenig bis keine Schuld.
Ich bin nicht der Meinung, dass jeder Sportler wissen muss, wann ein Grund ausreichend ist. Dafür gibt es entsprechendes Fachpersonal.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Atanvarno - 04.09.2026

(04.09.2026, 12:35)Träner schrieb: Ansah wurde mit 31,6 % zum Ass des Monats gewählt. Haben ihm alle, die ihn gewählt haben ,quasi einen Blankoscheck ausgestellt? 
Kann man  das Eine ( Medaillen) von dem Anderen ( laufendes Verfahren/mutmaßlich verweigerte Abgabe einer Dopingprobe trennen?

Ansah hat es bereits mit seinem ersten hervorragend formulierten Statement geschafft, die Situation sehr gut zu seinen Gunsten zu framen. Liest man die Kommentarspalten zu Artikeln über den Fall, wird immer wieder zu Ansahs Gunsten argumentiert, unter anderem dass der Kontrolleur außerhalb des 60-Minuten-Fensters aufgetaucht sei und (so interpretieren die Leute) dann gar nicht hätte kontrollieren dürfen.

Zitat:Bin auf den Ausgang des vorl. Verfahrens sehr gespannt und wiederhole im Interesse des Athleten meinen Wunsch auf eine zügige Entscheidungsfindung.

Das wünschen wir uns wohl alle, aber der Blick auf die Dauer von CAS-Verfahren in der Vergangenheit stimmt mich da nicht unbedingt optimistisch.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - runner5000 - 04.09.2026

(04.09.2026, 12:52)trackANDfield schrieb: Ich bin nicht der Meinung, dass jeder Sportler wissen muss, wann ein Grund ausreichend ist. Dafür gibt es entsprechendes Fachpersonal.

Doch, das muss jeder Sportler wissen. Denn es gibt quasi keine Gründe, die eine Nichtabgabe rechtfertigen. Da musst du schon bewusstlos im Krankenhaus liegen oder vergleichbar eingeschränkt sein.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - TranceNation 2k14 - 04.09.2026

(04.09.2026, 12:53)Atanvarno schrieb: Ansah hat es bereits mit seinem ersten hervorragend formulierten Statement geschafft, die Situation sehr gut zu seinen Gunsten zu framen.

Oder die NADA hat es geschafft, durch das nebulöse Verhalten ihres Repräsentanten die Situation sehr zu ihren Ungunsten zu framen...?


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - muffman - 04.09.2026

Und das Verhalten von Ansah war nicht nebulös? Kontrolle, gerade gepinkelt, Flug wichtiger als Kontrollle, scheinbar keine Ahnung vom Ablauf von Dopingkontrollen, losfahren, umkehren, keine Probe abgeben, Dokument unterschreiben ohne es zu lesen, im Nachhinein suggerieren, dass der Test eh ungerechtfertigt gewesen wäre, weil außerhalb des 60min Zeitfensters, etc. Was für eine Geschichte.

Ganz ehrlich: Wäre Ansah Jamaikaner oder Ami wäre das Thema hier schon längst erledigt.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Freaky - 04.09.2026

Ich frage mich ja, was der Kontrolleur Ansah für eine Begründung gesagt hat, dass er nochmal umdrehen soll. Also ob dann da irgendwie von mögliche Sperre, Dopingverstoß, verweigerte Probe etc die Rede war und Ansah das dann da auch einfach ignoriert hat. Oder ob die Begründung eher in die Richtung ging, ist kein Problem, dass wir die Probe nicht gemacht haben, aber du müsstest zumindest noch kurz den Zettel dazu unterschreiben.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - aj_runner - 04.09.2026

(04.09.2026, 15:54)Freaky schrieb: Ich frage mich ja, was der Kontrolleur Ansah für eine Begründung gesagt hat, dass er nochmal umdrehen soll. Also ob dann da irgendwie von mögliche Sperre, Dopingverstoß, verweigerte Probe etc die Rede war und Ansah das dann da auch einfach ignoriert hat. Oder ob die Begründung eher in die Richtung ging, ist kein Problem, dass wir die Probe nicht gemacht haben, aber du müsstest zumindest noch kurz den Zettel dazu unterschreiben.

In ähnlicher Form hatte ich das schon vor einigen Post formuliert, als die neuen Infos zu dem Fall bekannt wurden.
a) Ausschließen kann man den Fall, dass er ihn zurückruft mit der Aufforderung eine Probe abzugeben. Mit den Wegfahren von Owen war die Kontrolle sowieso abgeschlossen.  Nachholen geht nicht. Der Kontrolleur darf ihn ja auch nicht aus dem Auge lassen.
Dann bleibt die Möglichekeit übrig mit der Ansage,
b) Du bekommst keine Probleme, wenn Du das unterschreibst. Da wird das Eis für die Argumentation der NADA wirklich dünn.
c) Du bekommst Probleme und bestätige das mit der Unterschrift.  Für Owen komplett sinnentleert, weil die Konsequenz die gleiche wäre ob er unterschreibt oder nicht. Aber für mich der einzige Fall, wo die NADA einen Hebel hätte, auch wenn man dem Kontrolleur vorwerfen muss / wird, dass er die Prozesse nicht eingehalten wird.

Sollte das mit der nachträglichen Unterschrift wirklich stimmen, fehlt mir die Fantasie, wie die NADA eine belastbare Argumentation aufbauen will. @muffmann kann uns da aber sicherlich weiterhelfen.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - TranceNation 2k14 - 04.09.2026

(04.09.2026, 13:45)muffman schrieb: Und das Verhalten von Ansah war nicht nebulös? Kontrolle, gerade gepinkelt, Flug wichtiger als Kontrollle, scheinbar keine Ahnung vom Ablauf von Dopingkontrollen, losfahren, umkehren, keine Probe abgeben, Dokument unterschreiben ohne es zu lesen, im Nachhinein suggerieren, dass der Test eh ungerechtfertigt gewesen wäre, weil außerhalb des 60min Zeitfensters, etc. Was für eine Geschichte.

Ganz ehrlich: Wäre Ansah Jamaikaner oder Ami wäre das Thema hier schon längst erledigt.

Behaupte ich ja nicht. Aber unter anderem du sprechen ja die volle Schuld Ansah zu und entlasten den Kontrolleur völlig. Davon nehme ich Abstand.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - lor-olli - 04.09.2026

Ich befürchte, dass dieses Verfahren sich stark in die Länge ziehen wird, nicht wegen Ansah, sondern weil hier die Glaubwürdigkeit der NADA auf dem Spiel steht. Der Gesichtsverlust Deutschlands beim Vorgehen Doping wäre erheblich … selbst wenn juristisch nichts zu bemängeln ist.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Läufer 800m - 04.09.2026

Toll, wie sachkundig hier analysiert wird. Das zeigt, wie wichtig vielen ein sauberer Sport und fairer Umgang mit Doping/Dopingahndung und den Athleten  ist. Genau diese Leidenschaft braucht es aber auch nach dem Urteil: Wie können wir als Fans und Aktive dafür sorgen, dass solche Themen nicht wieder in der Versenkung verschwinden oder auf ein faires Niveau mit besseren Verfahren gebracht werden. Und wer steigt auch mit ein etwas zu bewegen und warum nicht....