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Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Druckversion

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RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - runner5000 - 01.09.2026

Was soll denn die Kenntnisnahme vor Ort bringen? Das Dokument bekommt er ohnehin. 
Was wäre denn die Konsequenz für ihn, wenn er vor Ort die Kommentare des Kontrolleurs gelesen hätte? Nicht zu unterschreiben? Was ist das dann mit den Ausführungen, die er in seinem eigenen Feld machen kann?


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Atanvarno - 01.09.2026

(01.09.2026, 09:15)runner5000 schrieb: Was soll denn die Kenntnisnahme vor Ort bringen?

Man kann im eigenen Kommentar auf den Kommentar des anderen reagieren, wenn man damit nicht übereinstimmt.

Wenn es sich so abgespielt hätte, wie von Ansah in seiner Stellungnahme geschildert, würde da ja etwas anderes stehen als das, was der DCO nachträglich eingetragen hat (man könnte pro Ansah annehmen, dass das Nachgetragene Schutzbehauptungen des Kontrolleurs sind)

Ansah ist sicherlich vorzuwerfen, dass er sein Kommentarfeld nicht genutzt hat, aber da wird er wieder den Zeitdruck als Entlastungsargument vorbringen.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - menarfin - 01.09.2026

Ist es möglich dass sowohl Ansah als auch der Kontrolleur die Situation beide falsch eingeschätzt haben? Also möglich ist natürlich alles, aber ihr wisst schon. So wie das derzeit dargestellt wird sieht das für mich danach aus dass beide gedacht haben: Was solls, ist halt einmal in einem Jahr, der hat eh normalerweise damit keine Probleme und nächstes Jahr ist es dann eh gelöscht? Nach dem was bislang öffentlich zu lesen war sieht es nämlich nicht danach aus als ob sich der Kontrolleur auch der vollen Tragweite bewusst war.

Ich habe keine Ahnung wie gut die Kontrolleure geschult sind bei der NADA, aber wenn beide gemeint haben zu wissen was sie da tun würde das meiner Meinung nach einiges erklären.

Dazu kommt ja noch dass man wahrscheinlich jetzt auch noch drüber streiten wird wann die "Aufforderung zu einem Test" exakt vorliegt, der dann ja nicht mehr abgebrochen werden kann. Und natürlich ob der Kontrolleuer die Möglichkeit hat aus seiner Sicht den Test folgenlos abzubrechen. Weil das was ich bisher gelesen habe ging immer davon aus dass der Athlet abbricht bzw die Abgabe verweigert. Was wenn der Kontrolleuer abbricht, gibt es dafür überhaupt ein Prozedere?


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - muffman - 01.09.2026

Die Kontrolle beginnt in dem Moment, in dem der Kontrolleur den Athleten antrifft und sich ausweist. Da spielt das Dokument erstmal keine Rolle, soweit ich weiß. Sonst könnte sich ja jeder der Kontrolle quasi entziehen, indem er das Dokument einfach nicht unterschreibt. Für einen Abbruch der Kontrolle müssen triftige Gründe vorliegen. Das wurde schon geklärt.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - menarfin - 01.09.2026

Das Problem entsteht (nicht in diesem Fall) aber spätestens dann wenn Ansah auf der Strasse im Auto am Kontrolleur vorbei fährt. Sieht der Kontrolleuer ihn hat dann die Probe begonnen? Und Abbruch einer Probe muss vom ATHLETEN mit gewichtigen Gründen  passieren. Beim Kontrolleur? Ist das überhaupt vorgesehen was passiert wenn der Kontrolleuer abbricht? Auch ein solcher Abbruch könnte einiges erklären..


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Atanvarno - 01.09.2026

(01.09.2026, 11:22)menarfin schrieb: Das Problem entsteht (nicht in diesem Fall) aber spätestens dann wenn Ansah auf der Strasse im Auto am Kontrolleur vorbei fährt. Sieht der Kontrolleuer ihn hat dann die Probe begonnen?

Nein, hat muffman doch gerade erklärt. Der Kontrolleur muss den Athleten ansprechen und sich ausweisen, das dürfte schwer möglich sein, wenn Ansah im Auto an ihm vorbeifährt. In dem Fall passiert, wenn die Kontrolle außerhalb des Zeitfensters ist, gar nichts, oder wenn sie im Zeitfenster ist, gibt es einen missed test.

Zitat: Ist das überhaupt vorgesehen was passiert wenn der Kontrolleuer abbricht? Auch ein solcher Abbruch könnte einiges erklären..

Ist es nicht. Es erscheint mir aber tatsächlich denkbar, dass folgendes passiert ist: unerfahrener Kontrolleur akzeptiert Ansahs Flug als gewichtigen Grund und läßt ihn gehen. Im Auto kommen ihm dann plötzlich Zweifel, er ruft seinen Chef an (ein Anruf wurde von der NADA bestätigt), der sagt ihm "bist du des Wahnsinns, dafür fliegst du raus". Und dann sind die Dinge passiert, die Ansah in seiner 15 seitigen Stellungnahme beschreibt.

Dann gilt aber immer noch, dass Ansah das alles hätte verhindern können, wenn er sich korrekt verhalten und die Probe abgegeben hätte.

Wird spannend wie Schiedsgericht und dann vermutlich CAS das bewerten.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - runner5000 - 01.09.2026

Wo hat denn die Nada einen solchen Anruf bestätigt?


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Atanvarno - 01.09.2026

(01.09.2026, 11:59)runner5000 schrieb: Wo hat denn die Nada einen solchen Anruf bestätigt?

SZ-Artikel (dass es einen Anruf des DCO gegeben hat, natürlich nicht den von mir spekulierten Inhalt)

Zitat:[Die NADA] schildert, dass der Kontrolleur nach der Szene in Ansahs Wohnung mit einem Mitarbeiter von IDTM Rücksprache gehalten habe.



RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Freaky - 01.09.2026

(01.09.2026, 11:49)Atanvarno schrieb: Nein, hat muffman doch gerade erklärt. Der Kontrolleur muss den Athleten ansprechen und sich ausweisen, das dürfte schwer möglich sein, wenn Ansah im Auto an ihm vorbeifährt. In dem Fall passiert, wenn die Kontrolle außerhalb des Zeitfensters ist, gar nichts, oder wenn sie im Zeitfenster ist, gibt es einen missed test.

Es passiert nicht? Ich dachte, wenn er ihn nicht antrifft, dann ruft er Ansah an und sie machen einen Treffpunkt aus, wo dann innerhalb 1h die Probe abgegeben werden muss, sonst ist es auch ein missed test. Also zumindest stand das hier irgendwo auf den vergangenen 50 Seiten, war glaube eine Erklärung von Roy


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - lianau - 01.09.2026

(01.09.2026, 11:49)Atanvarno schrieb:
(01.09.2026, 11:22)menarfin schrieb: Das Problem entsteht (nicht in diesem Fall) aber spätestens dann wenn Ansah auf der Strasse im Auto am Kontrolleur vorbei fährt. Sieht der Kontrolleuer ihn hat dann die Probe begonnen?

Nein, hat muffman doch gerade erklärt. Der Kontrolleur muss den Athleten ansprechen und sich ausweisen, das dürfte schwer möglich sein, wenn Ansah im Auto an ihm vorbeifährt. In dem Fall passiert, wenn die Kontrolle außerhalb des Zeitfensters ist, gar nichts, oder wenn sie im Zeitfenster ist, gibt es einen missed test.

Zitat: Ist das überhaupt vorgesehen was passiert wenn der Kontrolleuer abbricht? Auch ein solcher Abbruch könnte einiges erklären..

Ist es nicht. Es erscheint mir aber tatsächlich denkbar, dass folgendes passiert ist: unerfahrener Kontrolleur akzeptiert Ansahs Flug als gewichtigen Grund und läßt ihn gehen. Im Auto kommen ihm dann plötzlich Zweifel, er ruft seinen Chef an (ein Anruf wurde von der NADA bestätigt), der sagt ihm "bist du des Wahnsinns, dafür fliegst du raus". Und dann sind die Dinge passiert, die Ansah in seiner 15 seitigen Stellungnahme beschreibt.

Dann gilt aber immer noch, dass Ansah das alles hätte verhindern können, wenn er sich korrekt verhalten und die Probe abgegeben hätte.

Wird spannend wie Schiedsgericht und dann vermutlich CAS das bewerten.

Ich glaube das ist das Problem hier . Ansah konnte in dem Moment gar keine Probe abgeben da er gerade erst auf der Toilette war. Jeder halbwegs normale Mensch geht vor der Abfahrt zu einer Reise nochmal aufs Klo.  Die Frage die sich für mich stellt ist warum der Kontrolleur nicht mit  zum Flughafen gefahren ist. In der Zeit hätte Ansah einen Liter Wasser trinken können , Probe auf der Flughafentoilette abgeben und der Drops ist gelutscht.