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Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Druckversion

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RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Mattili - 01.09.2026

(01.09.2026, 00:18)runner5000 schrieb:
(01.09.2026, 00:14)Mattili schrieb: 2. Der Kontrolleur hat sie nicht gefordert, Rücksprache mit dem Vorgesetzten gehalten und Ansah tatsächlich "Gute Fahrt" gewünscht.

Ist Zweiteres der Fall, wackelt der komplette Fall der Nada. Wie kann es sein, dass ein Kontrolleur das nicht weiß, dass im Falle einer Verweigerung ein Formular zu unterzeichnen ist?

Dass Ansah extra zurück fährt, um dann im Wissen zu unterschreiben, dass er 4 Jahre gesperrt wird, macht absolut keinen Sinn. Vielleicht gibt es da in Zukunft noch mehr Kontext, wir kennen wie gesagt (fast) nur die Seite Ansahs, aber eben mittlerweile auch Schnipsel der Haltung der Nada dazu. Das liest sich nicht, als hätte die Nada da viele Trümpfe im Ärmel.

Zweiteres ergibt auch keinen Sinn. Wenn dem so wäre, hätte die NADA das ganze hier nie angestrengt, wenn sie sich dadurch juristisch angreifbar machen würden.


Der NADA lag am Ende die unterschriebene Verweigerung Ansahs vor. Meinst du nicht, es wäre für die Nada problematischer, diese unter Verschluss zu halten, als trotz einer verschusselten Kontrolle ihrer Aufgabe nachzukommen?
Die bisher bekannte Strategie der Nada scheint nach den vereinzelten Informationen ebendas zu sein: Herr Ansah hat unterschrieben, alles andere zählt nicht. Ob das so bleibt, das zeigt erst die Zukunft.
Das Verfahren gegen Ansah müssen sie anstreben.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - runner5000 - 01.09.2026

(01.09.2026, 00:33)Barnie schrieb:
(01.09.2026, 00:26)runner5000 schrieb:
(01.09.2026, 00:20)Barnie schrieb:
(01.09.2026, 00:01)runner5000 schrieb:
(31.08.2026, 23:36)Barnie schrieb: Die NADA geht in den Prozess, weil sie es muss, nicht weil sie es möchte.

Hä, die NADA hätte überhaupt keinen Sanktionsbescheid ausstellen müssen, wenn sie nicht von einem sanktionswürdigen Verstoß überzeugt wären. Dann wäre nach dem 9. Juli einfach gar nichts mehr passiert und Ansah hätte nie Post bekommen.

Reden wir jetzt über das Schiedsgerichtsverfahren oder über den Sanktionsbescheid?
Ob die NADA den Sanktionsbescheid ausgestellt hätte, wenn sie die gleichen Informationen gehabt hätte, wie sie sie heute hat, ist eine sehr hypothetische Frage. Aber sie wird sich vermutlich wünschen, dass Ansah ihn akzeptiert hätte?!
Das ist doch nicht so schwer zu verstehen. Wenn die NADA nach dem 9. Juli nichts weiter unternommen hätte, hätte es keinen Sanktionsbescheid und daraus folgend auch kein Schiedsgerichtverfahren gegeben. 

Und nochmal: Die NADA ist doch nicht so blöd, den Sanktionsbescheid auszustellen und damit alles weitere anzustoßen, wenn sie nicht davon überzeugt wäre, auf allen sportjuristischen Ebenen bis zum CAS mit ihrer Auffassung bestehen zu können. Wenn der Kontrolleur grobe Fehler gemacht hätte, dann hätten sie einfach nichts unternommen. Die liefern sich doch nicht selbst ans Messer.
Tja, ich hätte mir das auch nicht vorstellen können, und trotzdem sind diese Fehler bei der NADA passiert.
Es steht doch überhaupt nicht fest, ob die NADA Fehler gemacht hat. Das einfach zu behaupten, ist inakzeptabel. Es gibt nur die Aussage eines Athleten, der gerade um seine Karriere bangen muss. Das heißt erstmal gar nicht. Das müssen am Ende die Sportgerichte entscheiden, ob die NADA Fehler gemacht hat oder nicht.

Und ich habe das betreffende Fomular hier vorhin eingestellt. Seitdem hast du dich dazu nicht mehr geäußert. Wieso nicht?


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Barnie - 01.09.2026

(01.09.2026, 00:32)runner5000 schrieb:
(01.09.2026, 00:29)Barnie schrieb:
(01.09.2026, 00:18)runner5000 schrieb:
(01.09.2026, 00:14)Mattili schrieb: 2. Der Kontrolleur hat sie nicht gefordert, Rücksprache mit dem Vorgesetzten gehalten und Ansah tatsächlich "Gute Fahrt" gewünscht.

Ist Zweiteres der Fall, wackelt der komplette Fall der Nada. Wie kann es sein, dass ein Kontrolleur das nicht weiß, dass im Falle einer Verweigerung ein Formular zu unterzeichnen ist?

Dass Ansah extra zurück fährt, um dann im Wissen zu unterschreiben, dass er 4 Jahre gesperrt wird, macht absolut keinen Sinn. Vielleicht gibt es da in Zukunft noch mehr Kontext, wir kennen wie gesagt (fast) nur die Seite Ansahs, aber eben mittlerweile auch Schnipsel der Haltung der Nada dazu. Das liest sich nicht, als hätte die Nada da viele Trümpfe im Ärmel.

Zweiteres ergibt auch keinen Sinn. Wenn dem so wäre, hätte die NADA das ganze hier nie angestrengt, wenn sie sich dadurch juristisch angreifbar machen würden.

Das ganze Vorgehen des Kontrolleurs ergibt keinen Sinn. Und da das offenbar niemand bei der NADA gewusst hat, wird dann eben ein Verfahren eröffnet. Das das juristisch angreifbar ist, merkt man dann erst später. Das sollte jetzt auch nicht verwundern?!

Huh Huh
1.) wissen wir gar nicht gesichert, wie das Vorgehen des Kontrolleurs war. Es gibt nur die Aussage Ansahs.
2.) Warum sollte die NADA ein Verfahren eröffnen, ohne zu wissen, was eigentlich vorgefallen ist und was ihr Kontrolleur gemacht hat? Deine Aussage ergibt keinen Sinn.

Stimmt. Es liegt nur die Aussage von Ansah vor. Welche liegt Dir vor?
Die NADA stützt sich offensichtlich auf das Protokoll und dass alles korrekt abgelaufen sein soll?!
Zwischen beiden Einschätzungen liegen Welten.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Barnie - 01.09.2026

(01.09.2026, 00:39)runner5000 schrieb:
(01.09.2026, 00:33)Barnie schrieb:
(01.09.2026, 00:26)runner5000 schrieb:
(01.09.2026, 00:20)Barnie schrieb:
(01.09.2026, 00:01)runner5000 schrieb:
(31.08.2026, 23:36)Barnie schrieb: Die NADA geht in den Prozess, weil sie es muss, nicht weil sie es möchte.

Hä, die NADA hätte überhaupt keinen Sanktionsbescheid ausstellen müssen, wenn sie nicht von einem sanktionswürdigen Verstoß überzeugt wären. Dann wäre nach dem 9. Juli einfach gar nichts mehr passiert und Ansah hätte nie Post bekommen.

Reden wir jetzt über das Schiedsgerichtsverfahren oder über den Sanktionsbescheid?
Ob die NADA den Sanktionsbescheid ausgestellt hätte, wenn sie die gleichen Informationen gehabt hätte, wie sie sie heute hat, ist eine sehr hypothetische Frage. Aber sie wird sich vermutlich wünschen, dass Ansah ihn akzeptiert hätte?!
Das ist doch nicht so schwer zu verstehen. Wenn die NADA nach dem 9. Juli nichts weiter unternommen hätte, hätte es keinen Sanktionsbescheid und daraus folgend auch kein Schiedsgerichtverfahren gegeben. 

Und nochmal: Die NADA ist doch nicht so blöd, den Sanktionsbescheid auszustellen und damit alles weitere anzustoßen, wenn sie nicht davon überzeugt wäre, auf allen sportjuristischen Ebenen bis zum CAS mit ihrer Auffassung bestehen zu können. Wenn der Kontrolleur grobe Fehler gemacht hätte, dann hätten sie einfach nichts unternommen. Die liefern sich doch nicht selbst ans Messer.
Tja, ich hätte mir das auch nicht vorstellen können, und trotzdem sind diese Fehler bei der NADA passiert.
Es steht doch überhaupt nicht fest, ob die NADA Fehler gemacht hat. Das einfach zu behaupten, ist inakzeptabel. Es gibt nur die Aussage eines Athleten, der gerade um seine Karriere bangen muss. Das heißt erstmal gar nicht. Das müssen am Ende die Sportgerichte entscheiden, ob die NADA Fehler gemacht hat oder nicht.

Und ich habe das betreffende Fomular hier vorhin eingestellt. Seitdem hast du dich dazu nicht mehr geäußert. Wieso nicht?

Und du glaubst tatsächlich, dass Ansah sich die 15 Seiten zum Hergang ausgedacht hat?! Je detaillierter jemand einen Ablauf beschreibt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es tatsächlich so gewesen ist. Und es gibt einen Zeugen und die Bereitschaft einer eidesstattlichen Versicherung. Das ist deutlich mehr, als von der Gegenseite bekannt ist. 
Zum Formular äußere ich mich, wenn du mir mal ein bisschen Zeit gibst?!


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Barnie - 01.09.2026

(01.09.2026, 00:21)runner5000 schrieb:
(01.09.2026, 00:14)Mattili schrieb: Das gepaart mit der Behauptung Ansahs, im wurden Konsequenzen aufgezeigt, würde er das Formular NICHT unterzeichnen, birgt für mich gewaltiges Fragenpotenzial.

Ansah hat in seinem initialen Statement gesagt, dass keinerlei Konsequenzen aufgezeigt wurden. Gleichzeitig gibt es ein von ihm unterschriebenes Formular, wo genau das passiert ist. Das ist ein krasser Widerspruch.

Wie bereits geschrieben, sind meiner Meinung seine Ausführungen mit dem verdeckten Blatt etc. nur ein Versuch aus diesem wasserdichten Formular rauszukommen. Das kann nicht funktionieren.

Die schriftliche Aufklärung war verdeckt und eine mündliche hat nicht stattgefunden. Man kann den Widerspruch also ganz einfach erklären.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Barnie - 01.09.2026

(31.08.2026, 23:41)runner5000 schrieb: ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt: Owen Ansah war über Konsequenzen informiert | sportschau.de

Ich habe mir gerade nochmal den Videobeitrag von Seppelt angeschaut während der EM. Da wurde das ominöse Formular eingeblendet und auch Seppelt hat bereits erwähnt, dass nachträglich Informationen ergänzt wurden. 

"Für Seppelt spielt das nicht die entscheidende Rolle, weil er unterschrieben hat, dass ihm die Konsequenzen klar sind."

Aus meiner Sicht sind diese Aussagen zum verdeckten Blatt mit dem schwarzen Kasten etc. nur Ausreden. Wieso in aller Welt sollte ich ein Dokument unterschreiben, dass ich nicht vollständig gesehen habe? Zumal das jetzt nicht besonders umfangreich ist. Da steht seine Unterschrift unter diesem Dokument mit diesem schwarzen Kasten. Da kommt man juristisch nicht mehr raus. 

Und so wie dieses Dokument aufgebaut ist, bestätigt der Athlet mit seiner Unterschrift niemals den Bereich "Kommentare DCO" mit positiver Zustimmung, den der Kontrolleur nachträglich ausgefüllt hat. Das wäre auch einfach Blödsinn.  Bei einem streitigen Art.-2.3-Vorfall wäre kaum zu erwarten, dass der beschuldigte Athlet die Sachverhaltsdarstellung des DCO anerkennen muss. Eine Einschätzung von Chat GPT dazu:

Zitat:Wenn der DCO nach Ansahs Unterschrift seinen eigenen DCO-Kommentar vervollständigt hat, liegt darin nicht ohne Weiteres eine „Verfälschung“ der von Ansah abgegebenen Erklärung. Der DCO tritt für diesen Abschnitt selbst als Erklärender auf. Selbst wenn seine Darstellung sachlich falsch wäre, wäre eine inhaltlich unwahre eigene Erklärung nicht automatisch eine Urkundenfälschung. § 267 schützt grundsätzlich die Echtheit und nicht allgemein die inhaltliche Wahrheit einer Urkunde.

Außerdem ein weitere Einschätzung von Seppelt:
Zitat:Ich bin schon der Auffassung, dass die NADA ein solches Verfahren nie anstrengen würde, wenn sie nicht glauben würde, dass sie genug Indizien und Belege für ihre Rechtsauffassung hat.

Also deine Chat GPT Antwort ist ein gutes Beispiel dafür, dass man die passende Antwort auf die falsche Frage bekommt. §267 schützt u.a. vor einer Verfälschung des Inhalts. Wenn nachträgliche Änderungen einem Dokument hinzugefügt werden, ob sie nun wahr oder unwahr sind, wird der Inhalt verfälscht. Im Übrigen hat niemand behauptet, dass dadurch "die Erklärung von Ansah verfälscht wird". Vor allem deshalb nicht, weil er gar keine Erklärung im Dokument abgegeben hat. Wink


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - muffman - 01.09.2026

Barnie... Hör doch auf, die NADA als einen Gegner hinzustellen. Die tun das, für das sie da sind. Die machen das alles doch nicht aus Spaß. Hast du dich jemals mit anderen Dopingfällen auseinandergesetzt? Falls ja, sollte dir klar sein, dass das nicht das erste mal wäre, dass jemand unter Eid eine Falschaussage tätigt, um einer Dopingsperre zu entgehen. Das ist also überhaupt kein Argument.

Wieso Ansah in den Teil des Dokuments scheinbar nichts eingetragen hat, in den er etwas hätte eintragen können, bleibt ein Rätsel. Denn diesen Teil des Dokuments MUSS er gesehen haben, sonst hätte er seinen vorab eingetragenen Namen nicht sehen können, der direkt unter dem schwarzen Kasten mit der Belehrung eingetragen werden muss. Vielleicht hat er aber doch eingetragen, dass er die Probe jetzt gerade nicht hat abgeben können, weil er zum Flughafen musste? Das geht aus dem Artikel nicht so klar hervor. Selbst ohne den schwarzen Kasten zu sehen, geht aus dem aber Dokument ganz klar hervor, für was man unterschreibt.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - TranceNation 2k14 - 01.09.2026

Es geht hier schon lange nicht mehr um Doping sondern die Probennahme. Die juristische Gleichsetzung ist für das Strafmaß relevant. Ging es in den von dir referenziertem Fällen ebenfalls um nicht genommene Proben oder um rückwirkende Erklärungen? Und die Szenarien dass hier von einer positiven Proben ausgegangen werden müsste, weil... sind grundsätzlich irrelevant, wenn sich die Verfahrensfehler so bestätigen. Die NADA ist kein Gegner, aber auch keine fehlerfreie Instanz.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - muffman - 01.09.2026

Es ist am Ende irrelevant, ob es sich tatsächlich um Doping, missed Test oder etwas anderes handelt. Es geht darum, eine drohende Sperre mit allen Mitteln zu verhindern.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Atanvarno - 01.09.2026

(31.08.2026, 23:41)runner5000 schrieb: Und so wie dieses Dokument aufgebaut ist, bestätigt der Athlet mit seiner Unterschrift niemals den Bereich "Kommentare DCO" mit positiver Zustimmung, den der Kontrolleur nachträglich ausgefüllt hat. Das wäre auch einfach Blödsinn.  Bei einem streitigen Art.-2.3-Vorfall wäre kaum zu erwarten, dass der beschuldigte Athlet die Sachverhaltsdarstellung des DCO anerkennen muss.

Da die Unterschrift ganz unten auf dem Blatt unter den beiden Kommentarfeldern erfolgt, scheint mir zumindest vorgesehen, dass Athlet und DCO die Kenntnisnahme des jeweiligen Kommentars des anderen mit der Unterschrift bestätigen (ohne ihm notwendigeweise zustimmen zu müssen). Eine nachträgliche Änderung wäre also kritisch zu sehen (ob sie den Tatbestand der Urkundenfälschung erfüllt, muss die Staatsanwaltschaft beurteilen)