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Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Druckversion

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RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Barnie - 01.09.2026

(31.08.2026, 23:41)runner5000 schrieb: ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt: Owen Ansah war über Konsequenzen informiert | sportschau.de

Ich habe mir gerade nochmal den Videobeitrag von Seppelt angeschaut während der EM. Da wurde das ominöse Formular eingeblendet und auch Seppelt hat bereits erwähnt, dass nachträglich Informationen ergänzt wurden. 

"Für Seppelt spielt das nicht die entscheidende Rolle, weil er unterschrieben hat, dass ihm die Konsequenzen klar sind."

Aus meiner Sicht sind diese Aussagen zum verdeckten Blatt mit dem schwarzen Kasten etc. nur Ausreden. Wieso in aller Welt sollte ich ein Dokument unterschreiben, dass ich nicht vollständig gesehen habe? Zumal das jetzt nicht besonders umfangreich ist. Da steht seine Unterschrift unter diesem Dokument mit diesem schwarzen Kasten. Da kommt man juristisch nicht mehr raus. 

Und so wie dieses Dokument aufgebaut ist, bestätigt der Athlet mit seiner Unterschrift niemals den Bereich "Kommentare DCO" mit positiver Zustimmung, den der Kontrolleur nachträglich ausgefüllt hat. Das wäre auch einfach Blödsinn.  Bei einem streitigen Art.-2.3-Vorfall wäre kaum zu erwarten, dass der beschuldigte Athlet die Sachverhaltsdarstellung des DCO anerkennen muss. Eine Einschätzung von Chat GPT dazu:

Zitat:Wenn der DCO nach Ansahs Unterschrift seinen eigenen DCO-Kommentar vervollständigt hat, liegt darin nicht ohne Weiteres eine „Verfälschung“ der von Ansah abgegebenen Erklärung. Der DCO tritt für diesen Abschnitt selbst als Erklärender auf. Selbst wenn seine Darstellung sachlich falsch wäre, wäre eine inhaltlich unwahre eigene Erklärung nicht automatisch eine Urkundenfälschung. § 267 schützt grundsätzlich die Echtheit und nicht allgemein die inhaltliche Wahrheit einer Urkunde.

Außerdem ein weitere Einschätzung von Seppelt:
Zitat:Ich bin schon der Auffassung, dass die NADA ein solches Verfahren nie anstrengen würde, wenn sie nicht glauben würde, dass sie genug Indizien und Belege für ihre Rechtsauffassung hat.

Tja, da liegt der Herr Seppelt aber falsch. Das Verfahren vor dem Schiedsgericht wurde aufgrund des Widerspruchs von Ansah angestrengt ... und nicht durch die NADA.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - runner5000 - 01.09.2026

Seppelt meint damit nicht konkret, das Verfahren vor dem Schiedsgericht. Das ist nur eine Konsequenz daraus, derer sich die NADA durchaus bewusst ist. Er meint damit den gesamten Prozess, den die NADA durch den Sanktionsbescheid angestoßen hat. Siehe meinen Kommentar zuvor.

Und zu dem Rest des Zitierten hast du nichts mehr zu sagen?


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Mattili - 01.09.2026

Mir wird hier viel zu wenig auf den Aspekt wert gelegt, nachdem Ansah extra noch zurück gefahren sein soll, um das Dokument zu unterschreiben. Wenn das der Wahrheit entsprechen sollte, dann hatte der Kontrolleur nach der ersten Abfahrt Ansahs nichts in der Hand.

Hierfür kann es nur 2 Gründe geben:

1. Ansah hat die Unterschrift verweigert und ist weggefahren.
2. Der Kontrolleur hat sie nicht gefordert, Rücksprache mit dem Vorgesetzten gehalten und Ansah tatsächlich "Gute Fahrt" gewünscht.

Ist Zweiteres der Fall, wackelt der komplette Fall der Nada. Wie kann es sein, dass ein Kontrolleur das nicht weiß, dass im Falle einer Verweigerung ein Formular zu unterzeichnen ist?

Dass Ansah extra zurück fährt, um dann im Wissen zu unterschreiben, dass er 4 Jahre gesperrt wird, macht absolut keinen Sinn. Vielleicht gibt es da in Zukunft noch mehr Kontext, wir kennen wie gesagt (fast) nur die Seite Ansahs, aber eben mittlerweile auch Schnipsel der Haltung der Nada dazu. Das liest sich nicht, als hätte die Nada da viele Trümpfe im Ärmel.
Das gepaart mit der Behauptung Ansahs, ihm wurden Konsequenzen aufgezeigt, würde er das Formular NICHT unterzeichnen, birgt für mich gewaltiges Fragenpotenzial.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - runner5000 - 01.09.2026

(01.09.2026, 00:14)Mattili schrieb: 2. Der Kontrolleur hat sie nicht gefordert, Rücksprache mit dem Vorgesetzten gehalten und Ansah tatsächlich "Gute Fahrt" gewünscht.

Ist Zweiteres der Fall, wackelt der komplette Fall der Nada. Wie kann es sein, dass ein Kontrolleur das nicht weiß, dass im Falle einer Verweigerung ein Formular zu unterzeichnen ist?

Dass Ansah extra zurück fährt, um dann im Wissen zu unterschreiben, dass er 4 Jahre gesperrt wird, macht absolut keinen Sinn. Vielleicht gibt es da in Zukunft noch mehr Kontext, wir kennen wie gesagt (fast) nur die Seite Ansahs, aber eben mittlerweile auch Schnipsel der Haltung der Nada dazu. Das liest sich nicht, als hätte die Nada da viele Trümpfe im Ärmel.

Zweiteres ergibt auch keinen Sinn. Wenn dem so wäre, hätte die NADA das ganze hier nie angestrengt, wenn sie sich dadurch juristisch angreifbar machen würden.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Barnie - 01.09.2026

(01.09.2026, 00:01)runner5000 schrieb:
(31.08.2026, 23:36)Barnie schrieb: Die NADA geht in den Prozess, weil sie es muss, nicht weil sie es möchte.

Hä, die NADA hätte überhaupt keinen Sanktionsbescheid ausstellen müssen, wenn sie nicht von einem sanktionswürdigen Verstoß überzeugt wären. Dann wäre nach dem 9. Juli einfach gar nichts mehr passiert und Ansah hätte nie Post bekommen.

Reden wir jetzt über das Schiedsgerichtsverfahren oder über den Sanktionsbescheid?
Ob die NADA den Sanktionsbescheid ausgestellt hätte, wenn sie die gleichen Informationen gehabt hätte, wie sie sie heute hat, ist eine sehr hypothetische Frage. Aber sie wird sich vermutlich wünschen, dass Ansah ihn akzeptiert hätte?!


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - runner5000 - 01.09.2026

(01.09.2026, 00:14)Mattili schrieb: Das gepaart mit der Behauptung Ansahs, im wurden Konsequenzen aufgezeigt, würde er das Formular NICHT unterzeichnen, birgt für mich gewaltiges Fragenpotenzial.

Ansah hat in seinem initialen Statement gesagt, dass keinerlei Konsequenzen aufgezeigt wurden. Gleichzeitig gibt es ein von ihm unterschriebenes Formular, wo genau das passiert ist. Das ist ein krasser Widerspruch.

Wie bereits geschrieben, sind meiner Meinung seine Ausführungen mit dem verdeckten Blatt etc. nur ein Versuch aus diesem wasserdichten Formular rauszukommen. Das kann nicht funktionieren.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - runner5000 - 01.09.2026

(01.09.2026, 00:20)Barnie schrieb:
(01.09.2026, 00:01)runner5000 schrieb:
(31.08.2026, 23:36)Barnie schrieb: Die NADA geht in den Prozess, weil sie es muss, nicht weil sie es möchte.

Hä, die NADA hätte überhaupt keinen Sanktionsbescheid ausstellen müssen, wenn sie nicht von einem sanktionswürdigen Verstoß überzeugt wären. Dann wäre nach dem 9. Juli einfach gar nichts mehr passiert und Ansah hätte nie Post bekommen.

Reden wir jetzt über das Schiedsgerichtsverfahren oder über den Sanktionsbescheid?
Ob die NADA den Sanktionsbescheid ausgestellt hätte, wenn sie die gleichen Informationen gehabt hätte, wie sie sie heute hat, ist eine sehr hypothetische Frage. Aber sie wird sich vermutlich wünschen, dass Ansah ihn akzeptiert hätte?!
Das ist doch nicht so schwer zu verstehen. Wenn die NADA nach dem 9. Juli nichts weiter unternommen hätte, hätte es keinen Sanktionsbescheid und daraus folgend auch kein Schiedsgerichtverfahren gegeben. 

Und nochmal: Die NADA ist doch nicht so blöd, den Sanktionsbescheid auszustellen und damit alles weitere anzustoßen, wenn sie nicht davon überzeugt wäre, auf allen sportjuristischen Ebenen bis zum CAS mit ihrer Auffassung bestehen zu können. Wenn der Kontrolleur grobe Fehler gemacht hätte, dann hätten sie einfach nichts unternommen. Die liefern sich doch nicht selbst ans Messer.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Barnie - 01.09.2026

(01.09.2026, 00:18)runner5000 schrieb:
(01.09.2026, 00:14)Mattili schrieb: 2. Der Kontrolleur hat sie nicht gefordert, Rücksprache mit dem Vorgesetzten gehalten und Ansah tatsächlich "Gute Fahrt" gewünscht.

Ist Zweiteres der Fall, wackelt der komplette Fall der Nada. Wie kann es sein, dass ein Kontrolleur das nicht weiß, dass im Falle einer Verweigerung ein Formular zu unterzeichnen ist?

Dass Ansah extra zurück fährt, um dann im Wissen zu unterschreiben, dass er 4 Jahre gesperrt wird, macht absolut keinen Sinn. Vielleicht gibt es da in Zukunft noch mehr Kontext, wir kennen wie gesagt (fast) nur die Seite Ansahs, aber eben mittlerweile auch Schnipsel der Haltung der Nada dazu. Das liest sich nicht, als hätte die Nada da viele Trümpfe im Ärmel.

Zweiteres ergibt auch keinen Sinn. Wenn dem so wäre, hätte die NADA das ganze hier nie angestrengt, wenn sie sich dadurch juristisch angreifbar machen würden.

Das ganze Vorgehen des Kontrolleurs ergibt keinen Sinn. Und da das offenbar niemand bei der NADA gewusst hat, wird dann eben ein Verfahren eröffnet. Das das juristisch angreifbar ist, merkt man dann erst später. Das sollte jetzt auch nicht verwundern?!


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - runner5000 - 01.09.2026

(01.09.2026, 00:29)Barnie schrieb:
(01.09.2026, 00:18)runner5000 schrieb:
(01.09.2026, 00:14)Mattili schrieb: 2. Der Kontrolleur hat sie nicht gefordert, Rücksprache mit dem Vorgesetzten gehalten und Ansah tatsächlich "Gute Fahrt" gewünscht.

Ist Zweiteres der Fall, wackelt der komplette Fall der Nada. Wie kann es sein, dass ein Kontrolleur das nicht weiß, dass im Falle einer Verweigerung ein Formular zu unterzeichnen ist?

Dass Ansah extra zurück fährt, um dann im Wissen zu unterschreiben, dass er 4 Jahre gesperrt wird, macht absolut keinen Sinn. Vielleicht gibt es da in Zukunft noch mehr Kontext, wir kennen wie gesagt (fast) nur die Seite Ansahs, aber eben mittlerweile auch Schnipsel der Haltung der Nada dazu. Das liest sich nicht, als hätte die Nada da viele Trümpfe im Ärmel.

Zweiteres ergibt auch keinen Sinn. Wenn dem so wäre, hätte die NADA das ganze hier nie angestrengt, wenn sie sich dadurch juristisch angreifbar machen würden.

Das ganze Vorgehen des Kontrolleurs ergibt keinen Sinn. Und da das offenbar niemand bei der NADA gewusst hat, wird dann eben ein Verfahren eröffnet. Das das juristisch angreifbar ist, merkt man dann erst später. Das sollte jetzt auch nicht verwundern?!

Huh Huh
1.) wissen wir gar nicht gesichert, wie das Vorgehen des Kontrolleurs war. Es gibt nur die Aussage Ansahs.
2.) Warum sollte die NADA ein Verfahren eröffnen, ohne zu wissen, was eigentlich vorgefallen ist und was ihr Kontrolleur gemacht hat? Deine Aussage ergibt keinen Sinn.


RE: Mutmaßlich verweigerte Dopingprobe von Owen Ansah - Barnie - 01.09.2026

(01.09.2026, 00:26)runner5000 schrieb:
(01.09.2026, 00:20)Barnie schrieb:
(01.09.2026, 00:01)runner5000 schrieb:
(31.08.2026, 23:36)Barnie schrieb: Die NADA geht in den Prozess, weil sie es muss, nicht weil sie es möchte.

Hä, die NADA hätte überhaupt keinen Sanktionsbescheid ausstellen müssen, wenn sie nicht von einem sanktionswürdigen Verstoß überzeugt wären. Dann wäre nach dem 9. Juli einfach gar nichts mehr passiert und Ansah hätte nie Post bekommen.

Reden wir jetzt über das Schiedsgerichtsverfahren oder über den Sanktionsbescheid?
Ob die NADA den Sanktionsbescheid ausgestellt hätte, wenn sie die gleichen Informationen gehabt hätte, wie sie sie heute hat, ist eine sehr hypothetische Frage. Aber sie wird sich vermutlich wünschen, dass Ansah ihn akzeptiert hätte?!
Das ist doch nicht so schwer zu verstehen. Wenn die NADA nach dem 9. Juli nichts weiter unternommen hätte, hätte es keinen Sanktionsbescheid und daraus folgend auch kein Schiedsgerichtverfahren gegeben. 

Und nochmal: Die NADA ist doch nicht so blöd, den Sanktionsbescheid auszustellen und damit alles weitere anzustoßen, wenn sie nicht davon überzeugt wäre, auf allen sportjuristischen Ebenen bis zum CAS mit ihrer Auffassung bestehen zu können. Wenn der Kontrolleur grobe Fehler gemacht hätte, dann hätten sie einfach nichts unternommen. Die liefern sich doch nicht selbst ans Messer.
Tja, ich hätte mir das auch nicht vorstellen können, und trotzdem sind diese Fehler bei der NADA passiert.