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Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - Druckversion

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RE: EM 2026 - Dies und das - Befürworter - 13.08.2026

(13.08.2026, 06:43)Atanvarno schrieb: Ich glaube was Busemann recherchiert hatte und Lufen sagen wollte - von den zehn besten Weiten in Europa stammten neun von Schilder und eine von Mabry, was (mit Hallenergebnissen) völlig korrekt war

https://worldathletics.org/records/toplists/throws/shot-put/all/women/senior/2026?regionType=area&region=europe&page=1&bestResultsOnly=false&maxResultsByCountry=all&eventId=10229530&ageCategory=senior

Den Umschaltknopf zu allen Ergebnissen hatte ich bisher noch nicht wahrgenommen, danke für diesen Wissenszuwachs. Um das noch abzuschließen: Dort werden nicht alle Einzelleistungen aufgeführt, sondern nur die jeweils besten Weiten jedes Wettkampfs. Dann hatte Schilder sogar noch einmal weiter gestoßen als Mabry, weil sie beim ISTAF Indoor noch eine 20,38 m geschafft hat.

Oder anders gesagt: Verdienter kann ein Europameistertitel gar nicht sein...


RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - dominikk85 - 13.08.2026

(13.08.2026, 15:23)Reichtathletik schrieb: Ich bin nachwievor erstaunt, wie viele DLV-Athleten ihren Post teilen. Ich nehme mal an, dass sie damit zum Ausdruck bringen, dass sie es genauso sehen. Da kann man in der Menge fast den Eindruck gewinnen, es sei Meinung "der DLV-Athleten". Das wiederum finde ich im Selbstverständnis wirklich etwas schwierig und ich frag mich, wo diese Einstellung herkommt. Fühlt man sich so (von den Medien oder indirekt eher anderen?) unter Druck gesetzt?

Yemisi hat mittlerweile übrigens zu der Rassismus-Thematik gegen sie auch was gepostet, das ich – bei aller Kritik gegenüber der Medienschelte – ausdrücklich unterstützen will. Hab dazu einen eigenen Thread aufgemacht.


Ich glaube das ist wirklich so.

Und zwar gibt es ja seit Jahren die große Diskussion warum Deutschland (nicht nur in der der leichtathletik sondern in vielen Sportarten) nicht mehr so viele Medaillen gewinnen und die Athleten bekommen diese Diskussion mit, aber sehen die Ursache in der Sportförderung. Das gefühl ist wir werden kritisiert wenn wir keine Medaillen gewinnen aber die Gesellschaft zahlt uns so wenig das wir teilweise draufzahlen müssen um den sport auszuüben.

Sprich die Athleten haben das Gefühl ihr fordert und kritisiert wenn es nicht klappt aber seid auch nicht bereit zu zahlen. Also man hat das Gefühl das die Gesellschaft nicht Medaille fordern kann obwohl sie nicht bereit ist zu zahlen


RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - Reichtathletik - 13.08.2026

(13.08.2026, 20:28)dominikk85 schrieb:
(13.08.2026, 15:23)Reichtathletik schrieb: Ich bin nachwievor erstaunt, wie viele DLV-Athleten ihren Post teilen. Ich nehme mal an, dass sie damit zum Ausdruck bringen, dass sie es genauso sehen. Da kann man in der Menge fast den Eindruck gewinnen, es sei Meinung "der DLV-Athleten". Das wiederum finde ich im Selbstverständnis wirklich etwas schwierig und ich frag mich, wo diese Einstellung herkommt. Fühlt man sich so (von den Medien oder indirekt eher anderen?) unter Druck gesetzt?

Yemisi hat mittlerweile übrigens zu der Rassismus-Thematik gegen sie auch was gepostet, das ich – bei aller Kritik gegenüber der Medienschelte – ausdrücklich unterstützen will. Hab dazu einen eigenen Thread aufgemacht.


Ich glaube das ist wirklich so.

Und zwar gibt es ja seit Jahren die große Diskussion warum Deutschland (nicht nur in der der leichtathletik sondern in vielen Sportarten) nicht mehr so viele Medaillen gewinnen und die Athleten bekommen diese Diskussion mit, aber sehen die Ursache in der Sportförderung. Das gefühl ist wir werden kritisiert wenn wir keine Medaillen gewinnen aber die Gesellschaft zahlt uns so wenig das wir teilweise draufzahlen müssen um den sport auszuüben.

Sprich die Athleten haben das Gefühl ihr fordert und kritisiert wenn es nicht klappt aber seid auch nicht bereit zu zahlen. Also man hat das Gefühl das die Gesellschaft nicht Medaille fordern kann obwohl sie nicht bereit ist zu zahlen

Das ist aber ein Bubble-Denken. Ich finde auch dass wir als Staat und Gesellschaft (insbesondere inkl. der Privatwirtschaft) mehr in den Sport investieren müssen. Aber ich denke auch, es ist leider nicht mehrheitsfähig. Deshalb muss man gerade als Sportler dafür werben. Die Wahrnehmung in der Gesellschaft ist nämlich häufig eher "ihr bekommt Geld für euer Hobby und macht euch meist noch eine schöne Zeit im Trainingslager." Auch deshalb würde es gut tun, wenn es mehr Kontakt zwischen unseren Stars und der Basis gäbe.


RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - Barnie - 13.08.2026

(13.08.2026, 20:52)Reichtathletik schrieb:
(13.08.2026, 20:28)dominikk85 schrieb:
(13.08.2026, 15:23)Reichtathletik schrieb: Ich bin nachwievor erstaunt, wie viele DLV-Athleten ihren Post teilen. Ich nehme mal an, dass sie damit zum Ausdruck bringen, dass sie es genauso sehen. Da kann man in der Menge fast den Eindruck gewinnen, es sei Meinung "der DLV-Athleten". Das wiederum finde ich im Selbstverständnis wirklich etwas schwierig und ich frag mich, wo diese Einstellung herkommt. Fühlt man sich so (von den Medien oder indirekt eher anderen?) unter Druck gesetzt?

Yemisi hat mittlerweile übrigens zu der Rassismus-Thematik gegen sie auch was gepostet, das ich – bei aller Kritik gegenüber der Medienschelte – ausdrücklich unterstützen will. Hab dazu einen eigenen Thread aufgemacht.


Ich glaube das ist wirklich so.

Und zwar gibt es ja seit Jahren die große Diskussion warum Deutschland (nicht nur in der der leichtathletik sondern in vielen Sportarten) nicht mehr so viele Medaillen gewinnen und die Athleten bekommen diese Diskussion mit, aber sehen die Ursache in der Sportförderung. Das gefühl ist wir werden kritisiert wenn wir keine Medaillen gewinnen aber die Gesellschaft zahlt uns so wenig das wir teilweise draufzahlen müssen um den sport auszuüben.

Sprich die Athleten haben das Gefühl ihr fordert und kritisiert wenn es nicht klappt aber seid auch nicht bereit zu zahlen. Also man hat das Gefühl das die Gesellschaft nicht Medaille fordern kann obwohl sie nicht bereit ist zu zahlen

Das ist aber ein Bubble-Denken. Ich finde auch dass wir als Staat und Gesellschaft (insbesondere inkl. der Privatwirtschaft) mehr in den Sport investieren müssen. Aber ich denke auch, es ist leider nicht mehrheitsfähig. Deshalb muss man gerade als Sportler dafür werben. Die Wahrnehmung in der Gesellschaft ist nämlich häufig eher "ihr bekommt Geld für euer Hobby und macht euch meist noch eine schöne Zeit im Trainingslager." Auch deshalb würde es gut tun, wenn es mehr Kontakt zwischen unseren Stars und der Basis gäbe.

Ich glaube schon, dass das mehrheitsfähig wäre. Wer weiss denn schon, mit wie wenig Förderung selbst Kaderathleten auskommen müssen?! Und wenn dann auch noch falsche Narrative bedient werden ("schöne Zeit im Trainingslager"), ja dann ist vermutlich die Akzeptanz gering. (Ich weiss, das war ironisch gemeint Wink )

Und da es so ist wie es ist, habe ich ehrlich gesagt großes Verständnis dafür, dass man sich überzogene Kritik nicht bieten lassen will und grundsätzlich mehr Respekt verlangt. Ob jetzt das Interview als Aufhänger dazu taugt, war dann vermutlich gar nicht mehr so entscheidend.


RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - Reichtathletik - 13.08.2026

Ich mache das andere Erfahrungen, die ich sehr im Wettbewerb um Ja-Stimmen für Olympia vernommen habe. Da geht es dann halt schnell in Richtung: Sport ist ja schön und gut aber wenn es sich nicht selbst rechnet, dann Pech gehabt, das Geld soll lieber für anderes ausgegeben werden. Das sind relevante Stimmen und ich hab manchmal den Eindruck dass Menschen, die im Leistungssport tätig sind, ob als Funktionäre oder Athleten, zu selten Kontakt damit haben, um sich dessen bewusst zu sein, dass eben nicht sie große Mehrheit mehr für den Sport tun will


RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - Stoppuhrstratege - 14.08.2026

Zumindest in diesem Bereich scheint der Fußball seiner Vorbildfunktion gerecht zu werden - jetzt werden auch in anderen Sportarten Wohlfühlinterviews und „Wir-Gefühl“ gefordert. 

Ich kann die Kritik einerseits nachvollziehen und finde es andererseits trotzdem völlig okay, ihr als Journalist zu begegnen, dass sie mit solchen Fragen leben muss. Wir sollten froh sein über mündige Athlet:innen und deren Impulse als Anlass dazu nutzen, der Leichtathletik über Zahlen, Daten, Fakten hinaus ein Gesicht und eine öffentliche Wahrnehmung zu geben.

Und natürlich auch Athlet:innen unabhängig von diesem Post die Option offen lassen, auch mal etwas weniger Kluges zu sagen und das einfach als Teil des Ganzen verstehen. Niemand ist perfekt, das macht Menschen ja interessant.


RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - mark1967 - 14.08.2026

Jörg Seewald übt in der FAZ heftige Kritik an den ARD- und ZDF-Moderatoren mit ihrer Selbstdarstellung und mangelnden Fachkenntnis

ARD und ZDF zum Weglaufen

verwechselt dann aber selbst Henrik Janssen und Merlin Hummel.


RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - Reichtathletik - 14.08.2026

(14.08.2026, 16:55)mark1967 schrieb: Jörg Seewald übt in der FAZ heftige Kritik an den ARD- und ZDF-Moderatoren mit ihrer Selbstdarstellung und mangelnden Fachkenntnis

ARD und ZDF zum Weglaufen

verwechselt dann aber selbst Henrik Janssen und Merlin Hummel.

Da ist viel Wahres dran. Aber die Kritik geht eher in eine andere Richtung als die von Marby, nämlich, dass es keine Tiefe bzw. Fachkenntnis gibt. Die Tribünen-Interviews sind tatsächlich hochgradig peinlich. Aber fundierte Insights fehlen leider auch. Ich bin positiv überrascht, dass Lisa Mayer auch etwas über die Nicht-Sprint-Disziplinen sagen kann. Dennoch würden ein oaar mehr, punktuell eingesetzte Experten der Sache gut tun. Und gerade bei der PSG-Thematik fand ich dass da sinnvolle kritische Einordnung fehlte, statt dass man eine Athletin fragt, ob sie auch was bemerkt habe und ihr nein dann nichtmal verwundert einordnet.


RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - trackwatchnds - 14.08.2026

(14.08.2026, 16:55)mark1967 schrieb: Jörg Seewald übt in der FAZ heftige Kritik an den ARD- und ZDF-Moderatoren mit ihrer Selbstdarstellung und mangelnden Fachkenntnis

ARD und ZDF zum Weglaufen

verwechselt dann aber selbst Henrik Janssen und Merlin Hummel.

...und verortet den Sturz fälschlicherweise an den vorletzten Wassergraben und klaut Lea Meyer 3 Lebensjahre.

Ansonsten stimmt die Richtung leider. Wie peinlich das Zerren an "Terrence" war, darauf komme ich immer noch nicht klar. In der Auflistung fehlt aber noch das mehrfache Verwechseln von Vorlauf und Halbfinale im Interview mit Bredau (ZDF), die peinliche Stille bei den 4x4 Männern (Traue/Lufen, ARD) und dass man Lisa Mayer nie Bescheid sagt, in welche Kamera sie gerade schauen soll (ZDF).

Die Szene mit Janssen, den man da im Hintergrund rumstehen lässt und der sich nach einigen Momenten der Ignoranz kurzerhand mit Winken in die Kamera selbst verabschiedet, hat den Abend gestern abgerundet (ZDF).


RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - diwa - 14.08.2026

(14.08.2026, 17:23)Reichtathletik schrieb: Die Tribünen-Interviews sind tatsächlich hochgradig peinlich.

Da stimme ich zu.
Man hat den Eindruck, dass die "Außenreporter" beider Sender weder große Erfahrung als Reporter noch Ahnung von der Leichtathletik haben.

Früher™ war das anders.