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Höhere Direktnormen ab 2027 und Normerfüllung erst ab Cat C - Druckversion

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RE: Höhere Direktnormen ab 2027 und Normerfüllung erst ab Cat C - S_J - 26.05.2026

(26.05.2026, 21:01)Barnie schrieb: Ich habe die Originalmitteilung nicht gelesen und frage deshalb einfach in die Runde: Wird die Teilnahme/ Qualifikation an den A-,B-,C-Meetings jetzt auch neu bzw. strenger geregelt? Wäre nur logisch, da es dann insgesamt weniger Meetings gibt, bei denen man sich für eine WM qualifizieren kann. Außerdem wären die Meetings vermutlich kontinental ungleich verteilt. Und wenn es zu wenige Meetings für zu viele Athleten gibt, dann wäre auch die Gefahr der Manipulation an dieser Stelle nicht zu unterschätzen. Und was ist, wenn Athleten einfach die Einreise verweigert wird? Die USA z.B. lassen schon mal für eine WM qualifizierte Athleten gar nicht erst ins Land?!

Es gibt ja in jedem Fall die Meisterschaften.

Nationale Meisterschaften sind schonmal B. Da kann sich also jeder gemütlich qualifizieren. Das wertet diese damit ja gewissermaßen auf, was meines Erachtens nach gut ist. Bei manchen Disziplinen wird das vorteilhafter sein als für andere.

Dann gibt es die Regionalen Meisterschaften, wie die Europameisterschaften. Dort gibt es neben Direktqualis ja zudem noch Wild Cards für die Sieger [*Falls niemand aus der Region eine Qualifikation hat]. Lohnt sich also doppelt. Finde ich auch gut.
 
Aber wie schon geschrieben: Ich denke, das dies finanziell Schwächere (sowohl Athleten als auch Regionen) benachteiligen wird, aber auch das ist ja schon ein Trend, der sich seit längerem abzeichnet.


RE: Höhere Direktnormen ab 2027 und Normerfüllung erst ab Cat C - Reichtathletik - 26.05.2026

(26.05.2026, 21:07)S_J schrieb:
(26.05.2026, 21:01)Barnie schrieb: Ich habe die Originalmitteilung nicht gelesen und frage deshalb einfach in die Runde: Wird die Teilnahme/ Qualifikation an den A-,B-,C-Meetings jetzt auch neu bzw. strenger geregelt? Wäre nur logisch, da es dann insgesamt weniger Meetings gibt, bei denen man sich für eine WM qualifizieren kann. Außerdem wären die Meetings vermutlich kontinental ungleich verteilt. Und wenn es zu wenige Meetings für zu viele Athleten gibt, dann wäre auch die Gefahr der Manipulation an dieser Stelle nicht zu unterschätzen. Und was ist, wenn Athleten einfach die Einreise verweigert wird? Die USA z.B. lassen schon mal für eine WM qualifizierte Athleten gar nicht erst ins Land?!

Es gibt ja in jedem Fall die Meisterschaften.

Nationale Meisterschaften sind schonmal B. Da kann sich also jeder gemütlich qualifizieren. Das wertet diese damit ja gewissermaßen auf, was meines Erachtens nach gut ist. Bei manchen Disziplinen wird das vorteilhafter sein als für andere.

Dann gibt es die Regionalen Meisterschaften, wie die Europameisterschaften. Dort gibt es neben Direktqualis ja zudem noch Wild Cards für die Sieger [*Falls niemand aus der Region eine Qualifikation hat]. Lohnt sich also doppelt. Finde ich auch gut.
 
Aber wie schon geschrieben: Ich denke, das dies finanziell Schwächere (sowohl Athleten als auch Regionen) benachteiligen wird, aber auch das ist ja schon ein Trend, der sich seit längerem abzeichnet.

Es ist ja auch die Frage, wer kommt ins Feld? Da erleben wir ja schon jetzt dass es eher die Regel ist zu sagen "wenn du meinen Star willst, bekommen auch die anderen aus der Trainingsgruppe einen Startplatz." Das macht Athletenmanager und Ausrüsterteams noch einflussreicher. Auch kleinerer Ebene kennen wir das ja auch, wenn man mit Vitamin B in einen Wettkampf oder den schnelleren Lauf kommt während man ohne das gerne Mal jahrelang der schnellste im jeweiligen Rennen bleibt.


RE: Höhere Direktnormen ab 2027 und Normerfüllung erst ab Cat C - Barnie - 26.05.2026

(26.05.2026, 21:57)Reichtathletik schrieb:
(26.05.2026, 21:07)S_J schrieb:
(26.05.2026, 21:01)Barnie schrieb: Ich habe die Originalmitteilung nicht gelesen und frage deshalb einfach in die Runde: Wird die Teilnahme/ Qualifikation an den A-,B-,C-Meetings jetzt auch neu bzw. strenger geregelt? Wäre nur logisch, da es dann insgesamt weniger Meetings gibt, bei denen man sich für eine WM qualifizieren kann. Außerdem wären die Meetings vermutlich kontinental ungleich verteilt. Und wenn es zu wenige Meetings für zu viele Athleten gibt, dann wäre auch die Gefahr der Manipulation an dieser Stelle nicht zu unterschätzen. Und was ist, wenn Athleten einfach die Einreise verweigert wird? Die USA z.B. lassen schon mal für eine WM qualifizierte Athleten gar nicht erst ins Land?!

Es gibt ja in jedem Fall die Meisterschaften.

Nationale Meisterschaften sind schonmal B. Da kann sich also jeder gemütlich qualifizieren. Das wertet diese damit ja gewissermaßen auf, was meines Erachtens nach gut ist. Bei manchen Disziplinen wird das vorteilhafter sein als für andere.

Dann gibt es die Regionalen Meisterschaften, wie die Europameisterschaften. Dort gibt es neben Direktqualis ja zudem noch Wild Cards für die Sieger [*Falls niemand aus der Region eine Qualifikation hat]. Lohnt sich also doppelt. Finde ich auch gut.
 
Aber wie schon geschrieben: Ich denke, das dies finanziell Schwächere (sowohl Athleten als auch Regionen) benachteiligen wird, aber auch das ist ja schon ein Trend, der sich seit längerem abzeichnet.

Es ist ja auch die Frage, wer kommt ins Feld? Da erleben wir ja schon jetzt dass es eher die Regel ist zu sagen "wenn du meinen Star willst, bekommen auch die anderen aus der Trainingsgruppe einen Startplatz." Das macht Athletenmanager und Ausrüsterteams noch einflussreicher. Auch kleinerer Ebene kennen wir das ja auch, wenn man mit Vitamin B in einen Wettkampf oder den schnelleren Lauf kommt während man ohne das gerne Mal jahrelang der schnellste im jeweiligen Rennen bleibt.

Genau das meine ich mit Manipulation! Und wer die bessere Lobby oder das meiste Geld hat, der bekommt die Startplätze (und andere, die vielleicht eine schnellere Zeit haben und/ oder objektiv bessere Chancen hätten, die bekommen dann keinen Startplatz?). 
Wer die Anzahl der Meetings so stark beschränkt wie die WA (und darauf wird es am Anfang hinauslaufen), der müsste auch die Teilnahmebedingungen für die Felder in diesen Meetings regulieren! Ansonsten ist das Procedere von vornherein ungerecht und dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet.


RE: Höhere Direktnormen ab 2027 und Normerfüllung erst ab Cat C - S_J - 26.05.2026

Ist eben die Frage, ob man wirklich möchte, dass der ganze Sport irgendwann zu Tode reglementiert ist...

Aber um den Teufelsadvokat zu spielen: Es sind nunmal Einladungsmeetings. Ein Anspruch auf eine Einladung besteht da nicht. Das macht den Unterschied zu den Meisterschaften aus, für die man sich nach wie vor regulär qualifizieren kann. Auch ohne diese Meetings. Dann müssen sie eben bei der DM auftauchen und in Form sein. Indirekte Trials gewissermaßen. 

Ansonsten: Wenn du da gerne Vorschriften sehen möchtest, ab welcher Ebene? Und mit welchen Konsequenzen? Jedes Dorfsportfest? Alle WRC? Erst ab Kat. C?


RE: Höhere Direktnormen ab 2027 und Normerfüllung erst ab Cat C - Barnie - 27.05.2026

(26.05.2026, 23:37)S_J schrieb: Ist eben die Frage, ob man wirklich möchte, dass der ganze Sport irgendwann zu Tode reglementiert ist...

Ansonsten: Wenn du da gerne Vorschriften sehen möchtest, ab welcher Ebene? Und mit welchen Konsequenzen? Jedes Dorfsportfest? Alle WRC? Erst ab Kat. C?

Von möchten kann gar keine Rede sein. Aber wer die Anzahl der Meetings so drastisch beschränkt wie die WA, der muss auch die möglichen Folgen mitbedenken, die diese Reduzierung mit sich bringen könnte und auf die berechtigte(n) Frage(n) auch eine Antwort haben?! Ansonsten besteht die Chancengleichheit irgendwann nur noch auf dem Papier und Sponsoren entscheiden darüber, wer sich für eine WM qualifiziert. Wenn es das ist, was die WA will, dann bin ich zu 100% dagegen!

Und wenn nicht: die WA hat mit der Regulierung angefangen, jetzt muss Sie auch dafür sorgen, dass das Gesamtsystem für ALLE (und damit meine ich insbesondere die Athleten) einigermaßen fair bleibt. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit für eine weltweite Sportorganisation, die mehr Mitgliedsverbände hat als die UN, sollte man meinen?!


RE: Höhere Direktnormen ab 2027 und Normerfüllung erst ab Cat C - Atanvarno - 27.05.2026

Mir scheint, dass die Startplatzwünsche der Zahl an Athleten die überhaupt in der Lage sind diese Normen zu erreichen auch ohne zusätzliche Regulierungen problemlos erfüllt werden können. Nehme ich mal die 5000m der Männer, waren letztes Jahr 12 (!) Athleten unter der neuen Norm. Jemand auf diesem Leistungsniveau bekommt in jedem Meeting, bei dem er starten möchte, einen Platz. Dass man ohne vorherige Ergebnisse, die ein solches Niveau andeuten nicht ins Meeting gelassen wird, halte ich auch für nachvollziehbar. Man muss sich eben "hocharbeiten". Wenn einem auf dem Weg dahin dann wirklich eine Direktnorm bei einem D-Meeting "rausrutscht", ist das zwar ärgerlich, zählt aber doch für die Weltrangliste.


RE: Höhere Direktnormen ab 2027 und Normerfüllung erst ab Cat C - Delta - 27.05.2026

Die Schweiz hat 2 DL und wenigstens 3 C Meetings. Warum, dasein Deutschland nicht funktionieren soll erschliesst sich mir nicht. C = Luzern, Bellinzona, Genf und mit etwas Aufwand könnten wir noch 2 ins C bekommen.


RE: Höhere Direktnormen ab 2027 und Normerfüllung erst ab Cat C - Delta - 27.05.2026

(26.05.2026, 21:01)Barnie schrieb: Ich habe die Originalmitteilung nicht gelesen und frage deshalb einfach in die Runde: Wird die Teilnahme/ Qualifikation an den A-,B-,C-Meetings jetzt auch neu bzw. strenger geregelt? Wäre nur logisch, da es dann insgesamt weniger Meetings gibt, bei denen man sich für eine WM qualifizieren kann. Außerdem wären die Meetings vermutlich kontinental ungleich verteilt. Und wenn es zu wenige Meetings für zu viele Athleten gibt, dann wäre auch die Gefahr der Manipulation an dieser Stelle nicht zu unterschätzen. Und was ist, wenn Athleten einfach die Einreise verweigert wird? Die USA z.B. lassen schon mal für eine WM qualifizierte Athleten gar nicht erst ins Land?!

Warum willst Du etwas anders regeln. Es ist Deutschen Athleten nicht verboten in Luzern, Ostrava, Bellinzona zu starten. Wer sich auf das Istaf versteift mit diesem idiotischen Datum ist selber schuld.


Mal schauen ob es möglich ist bei den DL Meetings die Zusatz Events als C Meeting zu klassieren?


Class 2 Zertifikate kosten etwa 10000 Euro und intelligente bauen das beim Bauantrag ein. In Deutschland spart man sich das. DLV Dummköpfe. Die Türken haben jede Menge Class 2 Stadien


RE: Höhere Direktnormen ab 2027 und Normerfüllung erst ab Cat C - longbottom - 27.05.2026

(27.05.2026, 09:05)Delta schrieb: Warum willst Du etwas anders regeln. Es ist Deutschen Athleten nicht verboten in Luzern, Ostrava, Bellinzona zu starten. Wer sich auf das Istaf versteift mit diesem idiotischen Datum ist selber schuld.

LOL. Bellinzona und das ISTAF finden dieses Jahr laut WA-Kalender genau am gleichen Tag statt.  Angel Generell fast immer zur gleichen Zeit außer letztes Jahr, als das ISTAF schon im Juli war.


RE: Höhere Direktnormen ab 2027 und Normerfüllung erst ab Cat C - Reichtathletik - 27.05.2026

(26.05.2026, 23:37)S_J schrieb: Ist eben die Frage, ob man wirklich möchte, dass der ganze Sport irgendwann zu Tode reglementiert ist...

Aber um den Teufelsadvokat zu spielen: Es sind nunmal Einladungsmeetings. Ein Anspruch auf eine Einladung besteht da nicht. Das macht den Unterschied zu den Meisterschaften aus, für die man sich nach wie vor regulär qualifizieren kann. Auch ohne diese Meetings. Dann müssen sie eben bei der DM auftauchen und in Form sein. Indirekte Trials gewissermaßen. 

Ansonsten: Wenn du da gerne Vorschriften sehen möchtest, ab welcher Ebene? Und mit welchen Konsequenzen? Jedes Dorfsportfest? Alle WRC? Erst ab Kat. C?

Tatsächlich ein zweischneidiges Schwert. Ich bin eigentlich auch dafür, dass wir uns nicht mit Regeln überladen. Aber man muss schon sagen, je enger der Flaschenhals umso gravierender wird es, wenn es außersportliche Faktoren gibt. Es ist nunmal Fakt, dass manche Leute leichter in Top-Meetings kommen als andere. Bestes Beispiel ist doch Alica Schmidt. Die hat obwohl so um Platz 10 herum der deutschen 800-Meter-Läuferinnen bereits zahlreiche Meetings bekommen, von denen schnellere Läuferinnen nur träumen können. Da hilft die außersportliche Reichweite und das "Kombipaket" mit schnelleren Läuferinnen (wenn du X willst, musst du auch Y ins Feld lassen) sehr. 
Letztlich macht das Sportler abhängig.

Eigentlich müssten zumindest Kombipakete sofort untersagt werden. Und es muss strenger nach erbrachten Leistungen gehen. Letzteres bremst aber diejenigen aus, die (krasse) Entwicklungssprünge machen können.

Ab welchem Level? Schwer zu sagen. Nehmen wir das Beispiel Karlsruhe. Da hab ich mich beim Blick in die Teilnehmerfelder auch schon wieder zum Teil sehr geärgert, wenn man weiß, dass manche Sportler mangels "echter Meldeleistung" abgelehnt werden, während andere mit fiktiven Meldeleistungen ins Feld kommen oder in bessere Läufe als Leute mit realen Leistungen. Mich tröstet, dass die Sportler davon wohl nicht immer profitieren werden. Aber ein fader Beigeschmack bleibt.

Letzlich, da kommen wir wieder zum Thema der Stunde in bereits zwei Threads, gibt es einen Weg, der diese gesamten – ob tatsächlichen oder gefühlten – Ungerechtigkeiten leicht aufwiegt: Man braucht einfach auf jeder Ebene genug hochwertige Wettkämpfe. Das ist unser aller Aufgabe!