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Windmessung im Diskuswurf - Druckversion

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+--- Thema: Windmessung im Diskuswurf (/showthread.php?tid=6499)

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RE: Windmessung im Diskuswurf - Diskusmann - 17.04.2026

(17.04.2026, 15:52)menarfin schrieb: ...Es reicht ja nicht genug Windmesser zu haben, die müssten ja auch dann auf z.B. 30m Höhe kommen. Ein Mast mit 30m ist keine einfache Sache...
Warum 30 Meter? Zur Info: Weltklassewerfer erreichen Höhen zwischen 8 und 12 Metern. 

Bei entsprechendem Wind ist es übrigens nicht angeraten, zu hoch zu werfen. Wie man überhaupt wirklich Diskus werfen können muss, um starken Gegenwind so zu nutzen, dass man einen Mehrwert von vier, fünf Metern daraus generieren kann. 
Man kann realistisch davon ausgehen, dass Richter ein momentanes Leistungsvermögen von 68, 69 Metern hat - also auch ohne Wind Weltklasse. Technisch ist Luft nach oben, Kraft und Athletik scheinen auf einem hohen Niveau zu sein. Das hohe Leistungsvermögen bei einer Meisterschaft umzusetzen ist dann zu einem nicht geringen Teil von einer stabilen Psyche abhängig. Und da bin ich bei Richter ganz guter Dinge.


RE: Windmessung im Diskuswurf - S_J - 17.04.2026

(17.04.2026, 16:16)eierluke2 schrieb: Problem 1) schwindende Vergleichbarkeit 
Wenn dadurch, dass die äußeren Bedingungen so stark beeinflussbar sind und auch gezielt beeinflusst werden es quasi 2 verschiedene Sportarten werden (Weitenjagd vs. Meisterschaften) finde ich das sehr unbefriedigend.

In den Laufdisziplinen ist das ja schon länger der Fall. Ist meiner Meinung nach eher für die niedrigeren Meisterschaften ein Problem als die internationalen Spitzenereignisse...


Zitat:Problem 2) Ungerechtigkeit
Wenn das dann auch noch dazu führt, dass wer an der Weitenjagd nicht teilnehmen kann, mangels Quali. an den Meisterschaften auch nicht teilnehmen kann finde ich dass darüberhinaus auch noch sehr ungerecht. Dann wird es wie im Bobsport, wo die meisten Länder quasi ausgeschlossen sind, weil dort keine Eiskanäle gebaut und aufwendig betrieben werden.

Das wird ja aber durch zusätzliche technische Anforderungen verstärkt. Dann gibt es bestenlistenfähige Wettkämpfe nur an den Standorten, die sich die Technik leisten können. Und das empfinde ich ehrlich gesagt als das größere Problem.


RE: Windmessung im Diskuswurf - menarfin - 17.04.2026

(17.04.2026, 18:25)Diskusmann schrieb:
(17.04.2026, 15:52)menarfin schrieb: ...Es reicht ja nicht genug Windmesser zu haben, die müssten ja auch dann auf z.B. 30m Höhe kommen. Ein Mast mit 30m ist keine einfache Sache...
Warum 30 Meter? Zur Info: Weltklassewerfer erreichen Höhen zwischen 8 und 12 Metern. 
Ich hatte im Kopf dass irgendwer vorher mal was von 30m geschrieben hatte. Aber auch ein 10m Mast ist kein Spass wenn der Wind geht. Mit ein paar Sandsäcken wird dann auch knapp.
(17.04.2026, 18:25)Diskusmann schrieb: Bei entsprechendem Wind ist es übrigens nicht angeraten, zu hoch zu werfen. Wie man überhaupt wirklich Diskus werfen können muss, um starken Gegenwind so zu nutzen, dass man einen Mehrwert von vier, fünf Metern daraus generieren kann. 
Man kann realistisch davon ausgehen, dass Richter ein momentanes Leistungsvermögen von 68, 69 Metern hat - also auch ohne Wind Weltklasse. Technisch ist Luft nach oben, Kraft und Athletik scheinen auf einem hohen Niveau zu sein. Das hohe Leistungsvermögen bei einer Meisterschaft umzusetzen ist dann zu einem nicht geringen Teil von einer stabilen Psyche abhängig. Und da bin ich bei Richter ganz guter Dinge.
Um das klarzustellen: ICH bin kein Freund davon die Wettkämpfe immer aufwendiger zu machen durch Einsatz von Technik. Selbst beim Laufen würde ich mir wirklich wünschen dass die Zeitmessung auch einfacher möglich ist damit endlich mehr Vereine kleine Sportfeste machen können. Falls sie es denn wollen. Es ist ja jetzt nicht mehr so dass wir noch in Sportfesten schwimmen heutzutage.

Die technischen Disziplinen sollten unbedingt was das angeht in Ruhe gelassen werden. Ein technischer Aufwand wie beim Laufen wäre vielleicht sogar der Todesstoss für die eine oder andere Disziplin und das muss wirklich nicht sein. Auch wenn ich vom Werfen nicht viel Ahnung habe... immerhin weiss ich wo man einen Diskus hinwerfen sollte. Das ist schon was, jetzt fängt der auch noch mit einer gezielten Höhe an. Pfff.


RE: Windmessung im Diskuswurf - Freaky - 17.04.2026

(17.04.2026, 18:25)Diskusmann schrieb:
(17.04.2026, 15:52)menarfin schrieb: ...Es reicht ja nicht genug Windmesser zu haben, die müssten ja auch dann auf z.B. 30m Höhe kommen. Ein Mast mit 30m ist keine einfache Sache...
Warum 30 Meter? Zur Info: Weltklassewerfer erreichen Höhen zwischen 8 und 12 Metern. 
echt nur 8-12m? das kommt mir sehr wenig vor
ich weiß nicht genau, ab wann der Diskus wieder anfängt zu fallen, aber:

wenn ich von 30° Abwurfwinkel ausgehe, besagt die Trigonometrie, dass der Diskus nach 40m auf 23m + Abwurfhöhe sein müsste. Wie kommst du auf auf nur 12m als maximale Höhe?


RE: Windmessung im Diskuswurf - S_J - 17.04.2026

(17.04.2026, 19:44)Freaky schrieb:
(17.04.2026, 18:25)Diskusmann schrieb:
(17.04.2026, 15:52)menarfin schrieb: ...Es reicht ja nicht genug Windmesser zu haben, die müssten ja auch dann auf z.B. 30m Höhe kommen. Ein Mast mit 30m ist keine einfache Sache...
Warum 30 Meter? Zur Info: Weltklassewerfer erreichen Höhen zwischen 8 und 12 Metern. 
echt nur 8-12m? das kommt mir sehr wenig vor
ich weiß nicht genau, ab wann der Diskus wieder anfängt zu fallen, aber:

wenn ich von 30° Abwurfwinkel ausgehe, besagt die Trigonometrie, dass der Diskus nach 40m auf 23m + Abwurfhöhe sein müsste. Wie kommst du auf auf nur 12m als maximale Höhe?

Ich würde empfehlen, eine Parabel zu werfen und kein Dreieck  Smile


RE: Windmessung im Diskuswurf - eierluke2 - 17.04.2026

(17.04.2026, 19:25)S_J schrieb:
(17.04.2026, 16:16)eierluke2 schrieb: Problem 1) schwindende Vergleichbarkeit 
Wenn dadurch, dass die äußeren Bedingungen so stark beeinflussbar sind und auch gezielt beeinflusst werden es quasi 2 verschiedene Sportarten werden (Weitenjagd vs. Meisterschaften) finde ich das sehr unbefriedigend.

In den Laufdisziplinen ist das ja schon länger der Fall. Ist meiner Meinung nach eher für die niedrigeren Meisterschaften ein Problem als die internationalen Spitzenereignisse...

Spielst Du auf Läufe mit Tempomachern an?
Ohne Tempomacher ist es sicher vom mentalen her schwieriger. Physikalisch gesehen macht Windschatten bei Lang- und Mittelstrecke aber eher wenig aus.

Rein Gefühlsmäßig hat bei Meisterschaften auch ein Umdenken eingesetzt.
Jahrzehntelang haben vorwiegend afrikanische sehr ganz ausdauernde Läufer immer wieder in Finals gebummelt und es anderen sprintstarken Läufern ermöglicht Medaillien abzufischen.
Und immer wieder habe ich mich gefragt, wie der eigentlich überlegene Läufer so blöd sein kann das zuzulassen. Es scheint ein mentales Ding gewesen zu sein.
Der Trend kehrte sich erst um mit David Rudisha, gleichermaßen stark, wie selbstbewußt, der in London 2012 einfach mal Weltrekord im Finale läuft um nichts dem Zufall zu überlassen.

Also in diesem Fall waren die Unterschiede eher mental bedingt, wogegen etwas zu machen ist und nicht physikalischer Natur. 75 m Diskus sind dagegen ohne Wind derzeit einfach nicht möglich, dagegen kannste nix machen.


RE: Windmessung im Diskuswurf - S_J - 17.04.2026

(17.04.2026, 20:23)eierluke2 schrieb:
(17.04.2026, 19:25)S_J schrieb:
(17.04.2026, 16:16)eierluke2 schrieb: Problem 1) schwindende Vergleichbarkeit 
Wenn dadurch, dass die äußeren Bedingungen so stark beeinflussbar sind und auch gezielt beeinflusst werden es quasi 2 verschiedene Sportarten werden (Weitenjagd vs. Meisterschaften) finde ich das sehr unbefriedigend.

In den Laufdisziplinen ist das ja schon länger der Fall. Ist meiner Meinung nach eher für die niedrigeren Meisterschaften ein Problem als die internationalen Spitzenereignisse...

Spielst Du auf Läufe mit Tempomachern an?
Ohne Tempomacher ist es sicher vom mentalen her schwieriger. Physikalisch gesehen macht Windschatten bei Lang- und Mittelstrecke aber eher wenig aus.

Frag doch mal Reichtathletik, wie viel Prozent der Lauf-Qualis bei den DMs von den gleichen 2-3 Wettkämpfen kommen und wie voll die Regional- und Landesmeisterschaften sind  Big Grin

Und auch bei den Profis ist es sicherlich nur ein Motivationsproblem, dass sie in manchen Rennen plötzlich alle zusammen einen NR laufen aber es nicht alleine können.


RE: Windmessung im Diskuswurf - eierluke2 - 18.04.2026

(17.04.2026, 20:39)S_J schrieb:
(17.04.2026, 20:23)eierluke2 schrieb:
(17.04.2026, 19:25)S_J schrieb:
(17.04.2026, 16:16)eierluke2 schrieb: Problem 1) schwindende Vergleichbarkeit 
Wenn dadurch, dass die äußeren Bedingungen so stark beeinflussbar sind und auch gezielt beeinflusst werden es quasi 2 verschiedene Sportarten werden (Weitenjagd vs. Meisterschaften) finde ich das sehr unbefriedigend.

In den Laufdisziplinen ist das ja schon länger der Fall. Ist meiner Meinung nach eher für die niedrigeren Meisterschaften ein Problem als die internationalen Spitzenereignisse...

Spielst Du auf Läufe mit Tempomachern an?
Ohne Tempomacher ist es sicher vom mentalen her schwieriger. Physikalisch gesehen macht Windschatten bei Lang- und Mittelstrecke aber eher wenig aus.

Frag doch mal Reichtathletik, wie viel Prozent der Lauf-Qualis bei den DMs von den gleichen 2-3 Wettkämpfen kommen und wie voll die Regional- und Landesmeisterschaften sind  Big Grin

Und auch bei den Profis ist es sicherlich nur ein Motivationsproblem, dass sie in manchen Rennen plötzlich alle zusammen einen NR laufen aber es nicht alleine können.

Hmm, da frage ich mich wie teuer wohl so ein laufender Leucht Punkt neben der Innenbahn sein mag?
Mein Verdacht ist eigentlich, dass sowas sicherlich auch bei temu oder ali express angeboten wird?


RE: Windmessung im Diskuswurf - diwa - 18.04.2026

(18.04.2026, 10:28)eierluke2 schrieb: Hmm, da frage ich mich wie teuer wohl so ein laufender Leucht Punkt neben der Innenbahn sein mag?
Mein Verdacht ist eigentlich, dass sowas sicherlich auch bei temu oder ali express angeboten wird?

Du darfst Dich ja gerne mal dran versuchen, auch so was zu bauen...
Bitte eventuelle Patentrechte beachten ;-)


RE: Windmessung im Diskuswurf - menarfin - 18.04.2026

Ohne mich mit wavelights auszukennen würde ich annehmen dass WA das nur erlaubt wenn sie auch WA-zertifiziert sind. Inklusive einem winzigkleinen Obulus für notleidende Verbände natürlich.

PS: Man könnte sowas ja auch für die Werfer einführen dass am Boden ein Licht mitläuft mit dem Wurfgerät, am besten noch mit Lichteffekten. Unbedingt, das sollte man tun. WA, bitte übernehmen.