Leichtathletikforum.com
Nominierungsrichtlinien EM-Straßenlauf 2025 - Druckversion

+- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com)
+-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1)
+--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2)
+--- Thema: Nominierungsrichtlinien EM-Straßenlauf 2025 (/showthread.php?tid=6071)

Seiten: 1 2 3 4 5 6


RE: Nominierungsrichtlinien EM-Straßenlauf 2025 - S_J - 12.02.2025

(12.02.2025, 17:54)Reichtathletik schrieb: Was ich nicht verstehe: Die U23 bei den Gehern kann nach-nach-rangig nominiert werden, wenn nicht genug andere zusammenkommen. Ohnehin könnte ein U23er auch bei den Männern einfach die normale Norm holen. Das einzige "schlechte" daran ist doch, dass es nicht stringend zur Cross (und ggf Straße) ist. Von daher ist es doch fahrlässig, das jetzt zu kritisieren, sondern man sollte es eher als Eingeständnis und Korrektur in die richtige Richtung sehen.

Ich freue mich da auch trotz des angesprochenen Geschmäckles tendenziell für die Geher. Man sollte da jetzt nicht, wie auch bei der Größe der Teilnehmerfelder bei der DM, die einzelnen Disziplinen gegeneinander ausspielen.


RE: Nominierungsrichtlinien EM-Straßenlauf 2025 - Kyascaily95 - 12.02.2025

(12.02.2025, 17:54)Reichtathletik schrieb:
(12.02.2025, 16:56)Kyascaily95 schrieb: Vor der Cross-EM gab es hier und an anderen Stellen hitzige Diskussionen, bei denen sich fast alle einig waren. Das Thema wurde in einem Sport1-Artikel aufgearbeitet und dennoch wartete man vergebens auf eine offizielle Stellungnahme des DLV. Gestern wurde im letzten Flash-News-Beitrag am Seitenende auf eine Ergänzung der Nominierungsrichtlinien hingewiesen. Ist das ein Zufall, daß gerade die Richtlinien für diese beiden Events nicht groß publik gemacht wurden? Es schürt die Hoffnung, daß es überlesen und sich nicht weiter damit beschäftigt wird.

Was ich nicht verstehe: Die U23 bei den Gehern kann nach-nach-rangig nominiert werden, wenn nicht genug andere zusammenkommen. Ohnehin könnte ein U23er auch bei den Männern einfach die normale Norm holen. Das einzige "schlechte" daran ist doch, dass es nicht stringend zur Cross (und ggf Straße) ist. Von daher ist es doch fahrlässig, das jetzt zu kritisieren, sondern man sollte es eher als Eingeständnis und Korrektur in die richtige Richtung sehen.
Kann ich dir gerne erklären: 
1) Wenn ein U23-Athlet die ganz normale Norm für die Aktiven schafft, spricht doch überhaupt nichts gegen einen Start. So ist es doch auch in den vergangen Jahren abgelaufen.
2) Daß ein U23-Athlet nachrangig mit einer deutlich schlechteren Zeit nominiert werden kann, wo in den Nominierungsrichtlinien für die Straßenlauf-EM fett gedruckt steht, daß aufgrund der finanziellen Situation Einsparungen getroffen werden müssen, erschließt sich mir nicht. Dann hätte man auch bei den Gehern mit Sondernorm eine Übernahme der Reisekosten einfordern müssen. Das wäre dann wieder legitimierbar. Es aber nicht fair, an einer Stelle zu sparen und an der anderen das Geld zu verprassen, denn wie gesagt: Mit 1:25:00 bzw. 1:35:30 kommt man bei den Aktiven mit Mühe und Not unter die Top-30 Europas.
3) Man hat 2017 und 2021 schon Fälle gehabt, bei denen wirklich talentierte U23-Athleten die Norm für die Team-EM nicht geschafft haben, aber gerne die internationale Wettkampferfahrung als Vorbereitung auf die U23-EM nutzen wollten. Ich habe bereits in meinem letzten Beitrag geschrieben, womit der DLV deren Heimtrainer abgespeist hat. Ich kann mich nicht daran erinnern, daß die finanzielle Situation in den beiden Jahren noch schlechter als die heutige war. Du erkennst da einen positiven Trend, den ich absolut nicht sehe, wenn dafür in Kauf genommen wird, daß das Geld für andere Aktive mit deutlich größeren Erfolgschancen nicht da ist. Vergleiche hierzu gerne einmal die U23-Gehernormen mit den Normen für die Straßenlauf-EM nach der WA-Punktetabelle.
4) Die Tendenz ist eher, die Nominierungsrichtlinien im DLV allgemein zu verschärfen. So gibt es nun sogar Zubringernormen für die Cross-EM über z.B. 5000m und die Hindernisse. Da fällt es schon auf, wenn es eine Disziplin gibt, für die dann plötzlich Gelder da sind. Zumal Lauf/Gehen ja auch einer Disziplingruppe angehören. Gleichwohl könnte man die Frage in den Raum werfen, weshalb man für die Straßenlauf-EM nicht auch eine Sondernorm für die U23 ausgeschrieben hat. Die Wertigkeit sollte ja ähnlich sein. Entweder finde ich für jede Disziplin einen Kompromiss, oder für keine. Genau das ist die Kritik.


RE: Nominierungsrichtlinien EM-Straßenlauf 2025 - Reichtathletik - 12.02.2025

Ich verstehe die Punkte, denke nur, dass sie die Kritik nicht hilfreich/zielführend ist.
Man könnte, ohne dass ich tief in der Materie stecke, vielleicht noch agrumentieren, dass das Gehen als "Randerscheinung" quasi Subventionierung braucht, damit die Leute bei der Stange bleiben, während der StraßenLAUF einerseits nicht an Teilnehmern mangelt und hier die individuellen Verdienstmöglichkeiten deutlich besser aussehen...

Die Zusatznormen für Cross sind bekloppt, keine Frage.


RE: Nominierungsrichtlinien EM-Straßenlauf 2025 - h3inz_h4rtm4nn - 12.02.2025

Bei der Diskussion um die Team-EM Gehen wird von den Befürworter:innen vermutlich ein Detail vergessen. Die 20 Kilometer sind ein offener Wettbewerb ("Podebrady Walking"), bei dem sich jeder anmelden und für seinen Verein an den Start gehen kann und auf die Erfahrung nicht zwingend verzichten muss. Der Startschuss fällt zur selben Zeit und es ist das gleiche Teilnehmerfeld, das man hätte, wenn man im Nationaltrikot dort steht. Es kann durchaus motivierend sein, im ersten Jahr die normale Norm noch nicht zu schaffen, die Erfahrung im Trikot des eigenen Vereins mitzunehmen und dann im Training alles zu geben, um zwei Jahre später selbst in die Nationalmannschaft berufen zu werden. So wurde das in den letzten Jahren zumindest immer seitens des verantwortlichen Bundestrainers kommuniziert. Weiterhin sei angemerkt, was hier vermutlich auch nicht allen klar ist, dass die WA/EA neuerdings für die U23 im internationalen Kontext die 10 Kilometer als Wettkampfstrecke vorsieht. Das ist offensichtlich ein deutlicher Unterschied zu dem, was sich der DLV für Podebrady ausmalt. Wie sinnvoll ist Ende Mai eine Überdistanz für junge Erwachsene, die Mitte Juli bei ihrer Altersklassenmeisterschaft die Hälfte der Strecke absolvieren müssen? Für erfahrene Athlet:innen mag so ein 20 Kilometer Wettkampf gut zu verkraften sein. Wie sieht es bei jemandem im ersten U23-Jahr aus, für den das bis dato völliges Neuland ist? Der/Die wird erfahrungsgemäß mindestens zwei Wochen brauchen, um diesen Wettkampf körperlich wieder abzubauen und ins normale Training zurückzufinden. Sollte die U23-EM nicht einen höheren Stellenwert haben für Athlet:innen, Trainer:innen und den DLV, als eine mittelprächtige Platzierung bei der Team-EM der Aktiven auf einer Überdistanz?


RE: Nominierungsrichtlinien EM-Straßenlauf 2025 - mariusfast - 12.02.2025

(12.02.2025, 16:56)Kyascaily95 schrieb: Vor der Cross-EM gab es hier und an anderen Stellen hitzige Diskussionen, bei denen sich fast alle einig waren. Das Thema wurde in einem Sport1-Artikel aufgearbeitet und dennoch wartete man vergebens auf eine offizielle Stellungnahme des DLV. Gestern wurde im letzten Flash-News-Beitrag am Seitenende auf eine Ergänzung der Nominierungsrichtlinien hingewiesen. Ist das ein Zufall, daß gerade die Richtlinien für diese beiden Events nicht groß publik gemacht wurden? Es schürt die Hoffnung, daß es überlesen und sich nicht weiter damit beschäftigt wird.
Gibt es also die bei der Cross-EM Diskussion von einigen Foristen geforderte "Klarheit"? Thorwirth meinte im heute erschienen Podcast man hat nun klare Normen, die man im Sommer laufen muss plus Streichung der Cross Teams??

Kannst du bitte einen Link zu dem Flash-News Beitrag hinzufügen -Danke


RE: Nominierungsrichtlinien EM-Straßenlauf 2025 - Astra - 12.02.2025

Mal eine Frage dazu: Ist nicht der Bundestrainer der Vater einer der jungen Geher und ist der evtl. gerade in die U23 aufgerückt?


RE: Nominierungsrichtlinien EM-Straßenlauf 2025 - S_J - 12.02.2025

(12.02.2025, 20:23)Astra schrieb: Mal eine Frage dazu: Ist nicht der Bundestrainer der Vater einer der jungen Geher und ist der evtl. gerade in die U23 aufgerückt?

Dieser "Zufall" wurde bereits schon weiter unten erwähnt Big Grin


RE: Nominierungsrichtlinien EM-Straßenlauf 2025 - OldSchoolRunner - 12.02.2025

(12.02.2025, 20:08)mariusfast schrieb:
(12.02.2025, 16:56)Kyascaily95 schrieb: Vor der Cross-EM gab es hier und an anderen Stellen hitzige Diskussionen, bei denen sich fast alle einig waren. Das Thema wurde in einem Sport1-Artikel aufgearbeitet und dennoch wartete man vergebens auf eine offizielle Stellungnahme des DLV. Gestern wurde im letzten Flash-News-Beitrag am Seitenende auf eine Ergänzung der Nominierungsrichtlinien hingewiesen. Ist das ein Zufall, daß gerade die Richtlinien für diese beiden Events nicht groß publik gemacht wurden? Es schürt die Hoffnung, daß es überlesen und sich nicht weiter damit beschäftigt wird.
Gibt es also die bei der Cross-EM Diskussion von einigen Foristen geforderte "Klarheit"? Thorwirth meinte im heute erschienen Podcast man hat nun klare Normen, die man im Sommer laufen muss plus Streichung der Cross Teams??

Kannst du bitte einen Link zu dem Flash-News Beitrag hinzufügen -Danke
Hier sind die Nominierungsrichtlinien für die internationalen Wettkämpfe:

2025_DLV-Nominierungsrichtlinien.pdf

Für die Cross-EM gilt danach folgendes: Die U23-Männer z.B. müssen entweder 13:55/5000m, 29:30/10.000m oder 8:48/3000m Hi im Sommer 2025 auf der Bahn geschafft haben, was genau den Normen für die U23-EM im Sommer in Bergen entspricht.
Dann haben sie eine Chance auf eine Einzel-Nominierung. Das gleiche gilt für die U23 der Frauen.

Und für die Männer und Frauen Ähnliches - auch nur Einzelnominierungen geplant bei entsprechenden Zeiten auf der Bahn.


RE: Nominierungsrichtlinien EM-Straßenlauf 2025 - S_J - 12.02.2025

(12.02.2025, 22:09)OldSchoolRunner schrieb:
(12.02.2025, 20:08)mariusfast schrieb:
(12.02.2025, 16:56)Kyascaily95 schrieb: Vor der Cross-EM gab es hier und an anderen Stellen hitzige Diskussionen, bei denen sich fast alle einig waren. Das Thema wurde in einem Sport1-Artikel aufgearbeitet und dennoch wartete man vergebens auf eine offizielle Stellungnahme des DLV. Gestern wurde im letzten Flash-News-Beitrag am Seitenende auf eine Ergänzung der Nominierungsrichtlinien hingewiesen. Ist das ein Zufall, daß gerade die Richtlinien für diese beiden Events nicht groß publik gemacht wurden? Es schürt die Hoffnung, daß es überlesen und sich nicht weiter damit beschäftigt wird.
Gibt es also die bei der Cross-EM Diskussion von einigen Foristen geforderte "Klarheit"? Thorwirth meinte im heute erschienen Podcast man hat nun klare Normen, die man im Sommer laufen muss plus Streichung der Cross Teams??

Kannst du bitte einen Link zu dem Flash-News Beitrag hinzufügen -Danke
Hier sind die Nominierungsrichtlinien für die internationalen Wettkämpfe:

2025_DLV-Nominierungsrichtlinien.pdf

Für die Cross-EM gilt danach folgendes: Die U23-Männer z.B. müssen entweder 13:55/5000m, 29:30/10.000m oder 8:48/3000m Hi im Sommer 2025 auf der Bahn geschafft haben, was genau den Normen für die U23-EM im Sommer in Bergen entspricht.
Dann haben sie eine Chance auf eine Einzel-Nominierung. Das gleiche gilt für die U23 der Frauen.

Und für die Männer und Frauen Ähnliches - auch nur Einzelnominierungen geplant bei entsprechenden Zeiten auf der Bahn.

Bin gespannt, was Markus Görger dazu sagt  Big Grin


RE: Nominierungsrichtlinien EM-Straßenlauf 2025 - OldSchoolRunner - 12.02.2025

Görger startet in Zukunft dann lieber für Frankreich und holt sich den Mannschaftstitel mit Gressier  Teufel