![]() |
Exkurs über Verletzungen im Mittelstreckentraining - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Training im Spiegel der Sportwissenschaft (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=21) +--- Thema: Exkurs über Verletzungen im Mittelstreckentraining (/showthread.php?tid=2929) |
RE: Exkurs über Verletzungen im Mittelstreckentraining - Diskusmann - 19.07.2018 (19.07.2018, 17:23)Wlad schrieb: ...Aus welchem Grung denn kaufen Chinesen keine Nahrungsmitteln in Deutschland ein?https://www.welt.de/wirtschaft/article169394720/Chinas-Lust-auf-Lidl.html Soviel dazu... RE: Exkurs über Verletzungen im Mittelstreckentraining - frontrunner800 - 19.07.2018 Nach einem hitzigen Tag am Wasser und einigen schönen Sprüngen in das kühlende Nass, möchte ein paar weitere Gedanken hier teilen: In der Vergangenheit mussten zu viele der besten deutschen Läufer ihre Karrieren vorzeitig beenden, wegen Problemen an den Füßen, insbesondere den Achillessehnen. Als Beispiele führe ich an: Grit Breuer und natürlich auch Nils Schumann. Viele weitere deutsche Topathleten haben Probleme mit den Achillessehnen, und auch ich laboriere schon ewig daran rum. Der Fuß scheint – an sich ja ein Wunderwerkzeug – das schwächste Element in der Kette zu sein. Im Mittelstreckentraining sollte daher unbedingt schon prophylaktisch, also bevor überhaupt Schmerzen auftreten, auf die Kräftigung der Füße im jugendlichen Alter sehr großen Wert gelegt werden. Die Art der Übungen ist hier abszustimmen auf die individuellen anatomischen Gegebenheiten des Athleten (genetische Veranlagung). Jedem Tainer sollte dieser wichtige Aspekt unbedingt bekannt sein. Ich habe die Beobachtung gemacht, dass afrikanische Athleten offenbar seltener an den Füßen verletzt sind. Für gewöhnlich laufen die Menschen in diesen Ländern oft barfuß im Alltag lange Strecken, sodass deren Genetik die Füße betreffend allgemein besser zu sein scheint, während wir Westeuropäer seit Gernerationen u. a. durch das Tragen von Schuhen genetisch an den Füßen im Vergleich zu früher degeneriert sind. Hinzu kommt natürlich, dass sich der Westeuropäer durchschnittlich viel zu wenig auf den Füßen bewegt/Strecke macht: Um die Laufleistung aus der Steinzeit zu kontinuieren, sollte eigentlich jeder Mensch mindestens 10 Kilometer täglich laufen! RE: Exkurs über Verletzungen im Mittelstreckentraining - Wlad - 19.07.2018 (19.07.2018, 18:02)Diskusmann schrieb:Habe gehört LIDL gehört eigentlich der Sekte Scientology USA!?(19.07.2018, 17:23)Wlad schrieb: ...Aus welchem Grung denn kaufen Chinesen keine Nahrungsmitteln in Deutschland ein?https://www.welt.de/wirtschaft/article169394720/Chinas-Lust-auf-Lidl.html RE: Exkurs über Verletzungen im Mittelstreckentraining - Diak - 19.07.2018 (19.07.2018, 18:29)frontrunner800 schrieb: Für gewöhnlich laufen die Menschen in diesen Ländern oft barfuß im Alltag lange Strecken, sodass deren Genetik die Füße betreffend allgemein besser zu sein scheint, während wir Westeuropäer seit Gernerationen u. a. durch das Tragen von Schuhen genetisch an den Füßen im Vergleich zu früher degeneriert sind.äh. Nö. Tatsächlich ist ja der Fuß einer der wenigen anatomisch erheblich anders gestalteten Körperregionen bei Schwarzafrikanern. Eine genetische Degeneration des Fußes aufgrund des Tragens von Schuhen ist biologisch gesehen nicht denkbar. Das bräuchte sehr viel mehr Generationen und sehr viel höheren Selektionsdruck. RE: Exkurs über Verletzungen im Mittelstreckentraining - icheinfachma - 19.07.2018 Außerdem kann die geringere Verletzungsanfälligkeit der Afrikaner auch daran liegen, dass -sie eine doppelt so hohe Federkonstante in den Sehnen haben, also generell ein viel festeres Bindegewebe -bei dem sehr großen Talentpool die Belastbarsten in die Spitze kommen, während über diejenigen, die aus Verletzungsgründen im Nachwuchsbereich ausgeschieden sind, niemand spricht ... sind nur Vermutungen, aber deine (frontrunner) Aussagen eben auch. Wir wissen in Wahrheit nicht, ob die Afrikaner wirklich weniger verletzt sind und falls ja, woran es liegt. RE: Exkurs über Verletzungen im Mittelstreckentraining - Gertrud - 20.07.2018 (17.07.2018, 09:59)Diak schrieb: Zu den Nordic Hamstring Curls: Es stimmt bei den NHC einiges nicht, das aus meiner Sicht zu den Vorbedingungen gehört - z.B. auch das Timing der unterschiedlichen Kontraktionen. Wir produzieren mit der Übung absolut ungenaue Muster. Zitat:Insofern ist eine evidente Wirksamkeit eher dann ein schlüssiges Argument, wenn sie gegen alternative Übungen (die passgenauer sind) getestet würden - wurden sie? Auch das ist mein Reden seit Jahren, dass die biomechanischen Institute in der Regel in den Übungstestverfahren in der punktgenauen Analyse hinterherhinken. Es gibt Übungen dort, an denen AuA von mir niemals teilnehmen dürften. Stattdessen forscht man lieber im isokinetischen Bereich. ![]() Gertrude RE: Exkurs über Verletzungen im Mittelstreckentraining - frontrunner800 - 20.07.2018 (19.07.2018, 20:29)Diak schrieb:(19.07.2018, 18:29)frontrunner800 schrieb: Für gewöhnlich laufen die Menschen in diesen Ländern oft barfuß im Alltag lange Strecken, sodass deren Genetik die Füße betreffend allgemein besser zu sein scheint, während wir Westeuropäer seit Gernerationen u. a. durch das Tragen von Schuhen genetisch an den Füßen im Vergleich zu früher degeneriert sind.äh. Nö. Tatsächlich ist ja der Fuß einer der wenigen anatomisch erheblich anders gestalteten Körperregionen bei Schwarzafrikanern. Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen sind Gene zum Teil auch formbar, also plastisch. Selbstverständlich spielt es also bei der Weitergabe seiner Gene eine Rolle, ob man davor über Jahre und Jahrzehnte täglich z. B. 10 Kilometer läuft, oder eben nicht! RE: Exkurs über Verletzungen im Mittelstreckentraining - Diak - 20.07.2018 Überhaupt nicht, verehrter Herr Lamarck, nicht Gene sind plastisch, sondern durch Methylierung lassen sich Gene „ausschalten“, auch zT über Generationen hinweg. Das wurde zunächst für extreme Hungersituationen nachgewiesen und ist evolutionär schlüssig, weil eine Anpassung an einen sich extrem verändernden Umweltfaktor wahrscheinlicher wird. Auf Dauerläufe reagierende epigenetische Schalter sind weder erforscht, noch spekulativ schlüssig. Ich finde es reizvoll, hier von Kolleg*innen und (Hobby-)Wissenschaftlern Anregungen für meine Arbeit zu bekommen, auch ich-weiß-was-aber-ich-sag’s-nicht-Anregungen können anregend sein, wenn aber regelmäßig bar jeder wissenschaftlichen Grundlage Unsinn als Fakt dargestellt wird, nervt das. RE: Exkurs über Verletzungen im Mittelstreckentraining - beity - 20.07.2018 (20.07.2018, 09:04)frontrunner800 schrieb:ich find es wirklich erstaunlich, wieviel man hier im Forum lernt.(19.07.2018, 20:29)Diak schrieb:(19.07.2018, 18:29)frontrunner800 schrieb: Für gewöhnlich laufen die Menschen in diesen Ländern oft barfuß im Alltag lange Strecken, sodass deren Genetik die Füße betreffend allgemein besser zu sein scheint, während wir Westeuropäer seit Gernerationen u. a. durch das Tragen von Schuhen genetisch an den Füßen im Vergleich zu früher degeneriert sind.äh. Nö. Tatsächlich ist ja der Fuß einer der wenigen anatomisch erheblich anders gestalteten Körperregionen bei Schwarzafrikanern. Es ging doch gerade um den Themenkomplex Fuß/Achillessehne. Also nach "neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen sind Gene zum Teil auch formbar, also plastisch...." Also auch auf die Füße bezogen? Wenn ja, wie darf ich mir das vorstellen? Also beispielsweise meine Frau und ich haben von Geburt an gute Füße. Ab der Jugend fange ich an, immer zu kleine Schuhe zutragen und damit sogar täglich dauerzulaufen und die Frau stöckelt nur noch mit high heels rum. Wie nach 20 Jahren meine Füße und die meiner Frau (inklusiv verkürzter Wadenmuskulatur) aussehen kann man sich vorstellen. Jetzt haben wir ein Kind gezeugt, vermutlich dabei ein paar Gene weitergegeben. Wie sehen denn nun die Füße der Kleinen aus? Der jahrzehntelange Missbrauch der Füße hat sich dann schon im Genpool der Eltern verankert und haben dies der nächsten Generation weitergeben? Oder war es anders gemeint? Ich bin mir fast sicher, das die Tochter, trotz des "Fußmissbrauchs" der Eltern, sollte sie viel barfuß laufen, sollte sie Schuhe anziehen und dann die richtigen sowie die ein oder andere Übung zur Stärkung der Fußmuskulatur.....also nicht die Füße haben wird wie die Eltern. Was eher sein kann, das ein Kind die schlechten Angewohnheiten von Eltern übernimmt, aber das hat wohl weniger mit Genetik als mehr mit Sozialisation zu tun. Ansonsten bin da eher hinsichtlich Genetik (Elastizität der Achillessehne) bei der Linie von icheinfachma. Was z.B. die Kenianer, mir besonders aufgefallen im Cross- und Hindernislauf aus dem Fußgelenk rausholen....da kam ich mir wirklich minderbemittelt vor. RE: Exkurs über Verletzungen im Mittelstreckentraining - Diak - 20.07.2018 (20.07.2018, 11:54)beity schrieb: Jetzt haben wir ein Kind gezeugt, vermutlich dabei ein paar Gene weitergegeben. Wie sehen denn nun die Füße der Kleinen aus?Zunächst Glückwunsch! Und wenn, wie ist die Information von Deinen Füßen in Deine Hoden gelangt? Deiner Frau kannst Du die unpraktischen und vermutlich teuren Schuhe ersparen, deren Eizellen liegen schon seit dem 6. Schwangerschaftsmonat Deiner geschätzten Schwiegermutter weitgehend fertig vor... |