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Hallen-WM 2016 - Portland 17-20.03. (2. Heß 17,14m, 3. Brugger 6126) - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Hallen-WM 2016 - Portland 17-20.03. (2. Heß 17,14m, 3. Brugger 6126) (/showthread.php?tid=1680) |
RE: Hallen-WM 2016 - Portland 17-20.03. - Atanvarno - 19.03.2016 (18.03.2016, 22:49)Robb schrieb: Wow, 6.44 für Asafa Powell und er ist nichtmal durchgelaufen. Und im Finale wieder "nur" Silber - schon tragisch, wenn der Kopf den Körper immer ausbremst. RE: Hallen-WM 2016 - Portland 17-20.03. - alist - 19.03.2016 Toller Weitsprungwettkampf - die Bahn scheint aber auch sehr schnell, wenn man sich vor allem die 60m-Halbfinalzeiten ansieht.. Im Finale sind dann alle verkrampft, bis auf Brommell. Walsh einsame Spitze, das wäre auch für Storl und Co. schwer geworden. Alexandra Wester hat lernen müssen und können, ihre PBL vor dieser Hallensaison war 6,59m, also alles im grünen Bereich. Theisen-Eaton hat toll gekämpft und gegen die sehr muskulösen Ukrainerinnen (....) noch gewonnen. Dass die USA hier nahezu alles abräumen, war vorher klar. RE: Hallen-WM 2016 - Portland 17-20.03. - Astra - 19.03.2016 Mir gefiehl auch Dahm. Wieder über 20m und die Werfer vor ihm nur knapp besser. RE: Hallen-WM 2016 - Portland 17-20.03. - Gertrud - 19.03.2016 (19.03.2016, 09:00)Atanvarno schrieb:(18.03.2016, 22:49)Robb schrieb: Wow, 6.44 für Asafa Powell und er ist nichtmal durchgelaufen.Und im Finale wieder "nur" Silber - schon tragisch, wenn der Kopf den Körper immer ausbremst. Das ist eine Frage von Cokontraktion, die ihn immer wieder verkrampfen lässt. Die Psyche eines Daley Thomson wird sehr früh gelegt. Asafa Powell kann unter starkem Stress sein Potential nicht annähernd abrufen. Wir haben gesehen, dass er zu unheimlicher Leistung in lockerem Zustand z. B. im Vorlauf fähig ist. Er muss diese Muster durch Hilfe zu durchbrechen lernen. Das ist keine Frage nur des Sprinttrainings, sondern vornehmlich auch des psychologisch gut angelegten Trainings und der psychologischen Intervention. Sein Kopf schweift in Stresssituationen immer wieder ab. Er kann wahrscheinlich bei höchster Beanspruchung nicht mehr klar denken. Ich erinnere mich an einen deutschen Fall im Wurfbereich, wo diese eingeschliffenen Muster beseitigt und durch neue Denkmuster ersetzt worden sind. Ich habe z. B. mit Beate Peters im Training immer wieder Aufgaben in diesem Bereich vorgenommen. Sie war in großen Wettkämpfen unverletzt eine colle Athletin und ihr Aufmerksamkeintslevel lag wesentlich höher als in kleinen Wettkämpfen, während einer ihrer Hauptgegnerinnen ihre großen Weiten bei kleinen Sportfesten erzielte und in großen Wettkämpfen immer unter Wert blieb. Beate hat ihre Leistungen alle bei Großereignissen geworfen. Das war auch immer ihr Ziel. Man kann diese Dinge schulen, wenn der Athlet es auch zulässt. Beate hat es z. B. geschafft, einen Tag vor einer Schilddrüsen-OP Bestleistung in einer Kraftübung zu erzielen. Sie konnte solche negativen Elemente völlig ausblenden. Ich war damals in höchstem Maße erstaunt. Ich plaudere mal aus dem Nähkästchen. In Rom 1987 warf T. Sanderson im Training reihenweise um 65/66m, Beate um 61m. Beate sagte dann so ganz nebenbei: "Ich glaube, wir müssen sie beachten!" Sie sagte das aber ganz ohne Emotionen, sondern rein feststellend. Im Wettkampf beim ersten Versuch war Sanderson aber so nervös, dass sie aufgrund eines parallel stattfindenden Langstreckenwettbewerbs den Anlauf immer wieder unterbrach, bis die Zeit vorbei war. Diese Chance hat Beate zu einem 68m-Wurf im ersten Versuch genutzt und das Thema war erledigt. Vor dem Wettkampf gab es eine Irritation. Beates Speer war nicht im Sortiment unten an der Wettkampfanlage. Sie hat mir das zugerufen und sich absolut nicht mehr damit beschäftigt. Sie wusste, dass ich es arrangiere, den Speer pünktlich unten werfen zu können. Ich bin aber auch durch alle Sperrungen gelaufen. Mich konnte nichts aufhalten. Ich war auch in diesem Moment total fokussiert. Sie hat auch solche Mechanismen wie Auftakttraining morgens nicht gebraucht. Sie kam in Rom erstmalig in die erste, ganz frühe Qualirunde - für einen "Morgenmuffel" eine schwierige Situation. Sie musste 64m abliefern. Sie sagte dann zu mir: "Weck mich erst um 7 Uhr! Wenn du mich um 5Uhr weckst, bin ich in der Quali platt!" Sie warf im ersten Versuch über 64m. Diese Interventionen sind ein Spiel mit den individuellen psychischen Möglichkeiten und nicht Aktionen, wie es vielleicht in Büchern steht. ![]() Wenn man sich das Gesicht von Powell vor und nach einem entscheidenden Sprint ansieht im Vergleich zu Bolt, so spricht das Bände. Das ist auch eine Frage von Outsourcing, wenn das unmittelbare Team es über Jahre nicht schafft, diese Negativ-Mechanismen zu durchbrechen. Gertrud RE: Hallen-WM 2016 - Portland 17-20.03. - Walker - 19.03.2016 (19.03.2016, 06:53)Drizzt schrieb: Meint ihr,dass die 6,89 von DeLoach wirklich gestimmt haben? Das ist mir auch rätselhaft. Nach mehrmaligem Anschauen konnte ich nicht mal ansatzweise einen Abdruck unter 7,00m erkennen. RE: Hallen-WM 2016 - Portland 17-20.03. - Drizzt - 19.03.2016 Sie haben auch sehr lange gebraucht, bis das Ergebnis da war... Komische Sache. War das nicht letztes Jahr bei einigen Sprüngen bei der WM auch schon so? RE: Hallen-WM 2016 - Portland 17-20.03. - Walker - 19.03.2016 (19.03.2016, 17:37)Drizzt schrieb: Sie haben auch sehr lange gebraucht, bis das Ergebnis da war... Ich erinnere mich an einige Irritationen in der Weitenmessung bei der EM 2014 in Zürich. Betroffene waren da Melanie Bauschke im Weitsprung, Kai Kazmirek im Zehnkampf (Weit) und Betty Heidler im Hammerwerfen. Der Tagesspiegel fasst das schön zusammen: http://www.tagesspiegel.de/sport/fehlerhafte-messung-bei-leichtathletik-em-weitsprung-berlinerin-melanie-bauschke-hadert-mit-kampfgericht/10332084.html EDIT: steht so nicht im Artikel: die Weite von Kazmirek wurde zwar auf 7,67m angehoben; soweit mir erinnerlich lag der Sprung rein optisch jedoch eher bei der 8m-Marke. RE: Hallen-WM 2016 - Portland 17-20.03. - Robb - 19.03.2016 Bei den Kanadiern läuft Tag 3. RE: Hallen-WM 2016 - Portland 17-20.03. - Hellmuth K l i m m e r - 19.03.2016 (18.03.2016, 22:39)dominikk85 schrieb: Also, dass eine Weltklasse-Mehrkämpferin [...] die Wechselschritt-Technik verwendet, finde ich schon fast peinlichDas ist gar nicht peinlich! P. Lammert und davor A. Kumbernuss kamen mit dieser Technik sehr gut zurecht, und es schien so, dass beide sie perfektionierten. Beide hatten sie verletzungsbedingt (!) benutzt; wie ich in Halle 2005 bzw. 1997 sah, stand diese Technik der Angleittechnik kaum nach. Und dass sie vor allem bei Mehrkämpferinnen Zuspruch findet, ist fast logisch. H. Klimmer / sen RE: Hallen-WM 2016 - Portland 17-20.03. - Robb - 19.03.2016 Sorry, dass ich das so sage, aber dümmer gehts nicht. Hering weiß genau, welche Zeit sie laufen muß, um sich als eine der drei Zeitschnellsten zu qualifizieren, aber sie bummelt mit dem Rest rum, obwohl sie im Spurt noch nie die Schnellste war. |