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RE: Laufsaison 2025 - Reichtathletik - 29.03.2025 Manche US-Zeiten muten tatsächlich wahnsinnig an. Ich glaube nicht, dass dort das Training zwingend besser ist, es ist lediglich möglich dies auch als Athlet der in Deutschland mit den Zeiten in der U23 aussortiert würde (oder halt das Glück haben müsste, Arbeitgeber/Uni, Verein und Trainer zu haben, die dass alles auf dem gleichen Niveau mitmachen würden als wäre man bereits Bundeskaderathlet. Nicht in der gleichen Dimension aber zumindest von nie in der Jugend was gerissen bis zu Deutschen Meisterschaften gibt es sowas ja durchaus auch in Deutschland und bei entsprechenden Talenten könnte es sicher auch noch weiter gehen. Das Problem (in D) ist, dass wir immer nur auf die besten schauen, sowohl in der jeweiligen Altersklasse als auch bei den Standorten. Nur weil jemand 3 Endlaufteilnehmer stellt wird dort noch nicht zwingend die bessere Arbeit geleistet, als woanders wo aus nichts Leute auf ihr Maximum geführt werden. Wenn sich Athleten nach der Jugend gut entwickeln wird das übrigens auch viel zu oft so gedeutet, als werde erst dann richtig trainiert und vorher was falsch gemacht. Die Wahrheit ist doch, dass in der Jugend viel richtig gemacht wurde, wenn diese Potentiale erarbeitet wurden, die dann erschlossen werden können. Vielleicht sollte man öfter dann in der Jugend so trainieren wie sie in der Jugend (häufig weniger spezifisch und noch nicht so viel) und nicht in der Jugend schon wie sie später, wenn sie den Durchbruch hatten. RE: Laufsaison 2025 - frbcrane2 - 29.03.2025 (29.03.2025, 14:08)Reichtathletik schrieb: Manche US-Zeiten muten tatsächlich wahnsinnig an. Ich glaube nicht, dass dort das Training zwingend besser ist, Aber das Umfeld ist anders. Die besten amerikanischen Universitäten haben Sportbudgets von über 200 Mio USD im Jahr. Es gibt fast 50 Unis, die im Jahr 100 Mio USD oder mehr für Sport ausgeben. Die Sport- und Ausbildungsstätten liegen direkt nebeneinander, da muß niemand vor/nach der Vorlesung 100km zum Training fahren. Die besseren Trainer verdienen im mittleren sechsstelligen Bereich, sogar bei zweitklassigen Unis werden die Trainer besser bezahlt als ein Bundestrainer in D. Ich bin aber sehr wohl der Meinung, daß das Training im Laufbereich in Deutschland sehr bescheiden ist. Wir sind ja nicht nur im Vergleich zu den Amerikanern drittklassig, auch viele Europäer und Australier laufen uns seit Jahren weg. RE: Laufsaison 2025 - mariusfast - 29.03.2025 (29.03.2025, 15:16)frbcrane2 schrieb:Es ist ja alles öffentlich was trainiert wird. Außerdem macht gefühlt 95 Prozent der Europäer das identische Norweger Programm, vllt. noch mit Ausnahme von ein paar Britten (Bitte korrigieren). Natürlich hat ein Trainer noch Einfluss auf Individualität etc. Aber ich sehe einfach nicht, dass da andere Wundermethoden haben, die wir nicht haben.(29.03.2025, 14:08)Reichtathletik schrieb: Manche US-Zeiten muten tatsächlich wahnsinnig an. Ich glaube nicht, dass dort das Training zwingend besser ist, Zu Katja Bäuerle: Sie ist seit der U-16 bei demselben Trainer, der einen 18 J. Kessler als 2 Minuten Läufer übernahm und zur WM brachte. Zu Madeos Trainer. Dennis Bäuerle, ein Deutscher Meister über 800 Meter sowie Lukas Eisele ( noch in der U-23 Spitzenleistungen im Cross und Langstrecke) trainierten auch bei ihm. dass die beiden Trainer jetzt Weltklasseniveau haben, kann und möchte ich garnicht sagen. Aber solche Leistungssprünge sind damit auf alle Fälle nicht erklärbar. RE: Laufsaison 2025 - mariusfast - 29.03.2025 (29.03.2025, 14:08)Reichtathletik schrieb: Manche US-Zeiten muten tatsächlich wahnsinnig an. Ich glaube nicht, dass dort das Training zwingend besser ist, es ist lediglich möglich dies auch als Athlet der in Deutschland mit den Zeiten in der U23 aussortiert würde (oder halt das Glück haben müsste, Arbeitgeber/Uni, Verein und Trainer zu haben, die dass alles auf dem gleichen Niveau mitmachen würden als wäre man bereits Bundeskaderathlet.Hobbs Kessler brauchte nichtmal ins College gehen, weil er nach der Highscool bereits einen Profivertrag bekam. Ingebrigtsen war mit 19 schon Weltspitze. Cameron Meyer auch. Über 1500 M und 5000 werden die Athleten meiner Einschätzung nach immer jünger, vllt. weil die Welt kapiert hat, dass der Körper in jungen Jahren eine höhere Vo2 Max Leistung erbringen kann? Ansonsten stimme ich dir in allem zu. Natürlich ist es wichtig eine Grundlage aufzubauen und zu viel anaerobes Training in bestimmten Phasen kontraproduktiv. Ich denke aber Spezifik wird evtl. falsch interpretiert und mit nicht laufen verstanden? In De wird ja i.d.R. erst frühstens mit 14 J. ein Lauftraining angeboten. Mit 15 lief Ingebrigtsen bereits 2x am Tag (konnte man in der Fernsehserie sehen). Er hatte auch schon viel Umfang, oder nicht? RE: Laufsaison 2025 - frbcrane2 - 29.03.2025 (29.03.2025, 18:44)mariusfast schrieb: Es ist ja alles öffentlich was trainiert wird. Außerdem macht gefühlt 95 Prozent der Europäer das identische Norweger Programm, vllt. noch mit Ausnahme von ein paar Britten (Bitte korrigieren). Natürlich hat ein Trainer noch Einfluss auf Individualität etc. Aber ich sehe einfach nicht, dass da andere Wundermethoden haben, die wir nicht haben.Ich glaube nicht, daß alle identisch trainieren, ich glaube auch nicht, daß jeder Trainer alle Methoden preisgibt. Selbst wenn, man muß nicht nur wissen, welches Training Erfolg bringt, man muß es auch verstehen und anwenden können. Es muß schließlich einen Grund haben, warum in D EINE Frau unter 4:05 läuft, während bei den Briten fünf unter 4 Minuten bleiben. Das Beispiel läßt sich auf andere Strecken und Länder anwenden, immer kommt dabei raus, woanders ist man deutlich schneller. Wie kann das sein, wenn alle gleich trainieren? Jessica hull trainiert wie Nele Weßel, die eine läuft 3:50, die andere 4:04??? Es braucht auch keine Wundermethoden, da reicht ein sturer Bundestrainer (siehe 400m Frauen), der seine falschen Methoden durchdrückt und lehrt. RE: Laufsaison 2025 - mariusfast - 29.03.2025 (29.03.2025, 20:08)frbcrane2 schrieb:(29.03.2025, 18:44)mariusfast schrieb: Es ist ja alles öffentlich was trainiert wird. Außerdem macht gefühlt 95 Prozent der Europäer das identische Norweger Programm, vllt. noch mit Ausnahme von ein paar Britten (Bitte korrigieren). Natürlich hat ein Trainer noch Einfluss auf Individualität etc. Aber ich sehe einfach nicht, dass da andere Wundermethoden haben, die wir nicht haben.Ich glaube nicht, daß alle identisch trainieren, ich glaube auch nicht, daß jeder Trainer alle Methoden preisgibt. Selbst wenn, man muß nicht nur wissen, welches Training Erfolg bringt, man muß es auch verstehen und anwenden können. Es muß schließlich einen Grund haben, warum in D EINE Frau unter 4:05 läuft, während bei den Briten fünf unter 4 Minuten bleiben. Das Beispiel läßt sich auf andere Strecken und Länder anwenden, immer kommt dabei raus, woanders ist man deutlich schneller. Wie kann das sein, wenn alle gleich trainieren? Jessica hull trainiert wie Nele Weßel, die eine läuft 3:50, die andere 4:04??? Hull trainiert(e) seit Ewigkeiten bei Pete Julien (ist das noch aktuell??). Koko war damals auch bei Pete Julien und zu BEginn stärker als Hull über 1500 m. Hull überholte sie dann, obwohl beide denselben Trainer hatten. Kokos 1500 M PB steht somit trotzdem noch aus er Zeit aus DE als sie 20 J. alt war (2017), obowhl sie dort überhaupt keine professionelle Bedingungen wie unter Pete Julien hatte und auch die Ausdauerleistung noch nicht austrainiert hatte wie später (unter Weiß machte sie noch wenig Umfang und hatte 2017 14:50 auf 5000 m stehen und unter Julien 2 Jahre später 14:26, 2018 hatte sie laut Weiß ein Niveau von 14:30 war aber verletzt). Ja, Koko konzentrierte sich dann mehr auf 5000 M. Trotzdem lief sie auch ernsthafte 1500 M Rennen und es bringt auch auf 5000 M viel, wenn die 1500 M Zeit sich verbessert. RE: Laufsaison 2025 - mariusfast - 30.03.2025 (29.03.2025, 20:08)frbcrane2 schrieb:Dreißigacker ist ja jetzt in Europa einer der begehrtesten Trainer. Hat von 800 bis 5000 M Läufer in die europ. Spitzenklasse geführt. Bspw. Mills von einem 3:36 Läufer zu einem 3:30 (höchstwahrscheinlich diese Saison unter 30), 5000 m unter 13 MIn und über 3000 M gibts eigentlich nur Jakob, der in Europa derzeit besser ist.(29.03.2025, 18:44)mariusfast schrieb: Es ist ja alles öffentlich was trainiert wird. Außerdem macht gefühlt 95 Prozent der Europäer das identische Norweger Programm, vllt. noch mit Ausnahme von ein paar Britten (Bitte korrigieren). Natürlich hat ein Trainer noch Einfluss auf Individualität etc. Aber ich sehe einfach nicht, dass da andere Wundermethoden haben, die wir nicht haben.Ich glaube nicht, daß alle identisch trainieren, ich glaube auch nicht, daß jeder Trainer alle Methoden preisgibt. Selbst wenn, man muß nicht nur wissen, welches Training Erfolg bringt, man muß es auch verstehen und anwenden können. Es muß schließlich einen Grund haben, warum in D EINE Frau unter 4:05 läuft, während bei den Briten fünf unter 4 Minuten bleiben. Das Beispiel läßt sich auf andere Strecken und Länder anwenden, immer kommt dabei raus, woanders ist man deutlich schneller. Wie kann das sein, wenn alle gleich trainieren? Jessica hull trainiert wie Nele Weßel, die eine läuft 3:50, die andere 4:04??? Dreißigacker war doch immer eng verknüpft mit Fleckenstein und IAT und die haben ja auch bei einigen wie bspw. Bremm/Buchholz direkten Einfluss auf die Trainingssteuerung und schicken sogar konkrete Pläne zu den Trainern/Atlethen. Als Bundestrainer und persönlicher Lauftrainer war Dreißigacker ja sehr lange im Einsatz und mit dem selben System wie heute.. Einige könnte man da nennen. Bspw. Reuther hat das auch nicht zu schnelleren Zeiten als unter G. Schmidt verholfen. Farken immerhin zu 3:32. Aber auch erst als er in einer leistungsstarken OAC Europe Gruppe trianieren konnte. Davor 3:34, obwohl er von klein auf jahrelang bei Dreißigacker war. RE: Laufsaison 2025 - Reichtathletik - 30.03.2025 (30.03.2025, 08:40)mariusfast schrieb:(29.03.2025, 20:08)frbcrane2 schrieb:Dreißigacker ist ja jetzt in Europa einer der begehrtesten Trainer. Hat von 800 bis 5000 M Läufer in die europ. Spitzenklasse geführt. Bspw. Mills von einem 3:36 Läufer zu einem 3:30 (höchstwahrscheinlich diese Saison unter 30) und über 3000 M gibts eigentlich nur Jakob, der in Europa derzeit besser ist.(29.03.2025, 18:44)mariusfast schrieb: Es ist ja alles öffentlich was trainiert wird. Außerdem macht gefühlt 95 Prozent der Europäer das identische Norweger Programm, vllt. noch mit Ausnahme von ein paar Britten (Bitte korrigieren). Natürlich hat ein Trainer noch Einfluss auf Individualität etc. Aber ich sehe einfach nicht, dass da andere Wundermethoden haben, die wir nicht haben.Ich glaube nicht, daß alle identisch trainieren, ich glaube auch nicht, daß jeder Trainer alle Methoden preisgibt. Selbst wenn, man muß nicht nur wissen, welches Training Erfolg bringt, man muß es auch verstehen und anwenden können. Es muß schließlich einen Grund haben, warum in D EINE Frau unter 4:05 läuft, während bei den Briten fünf unter 4 Minuten bleiben. Das Beispiel läßt sich auf andere Strecken und Länder anwenden, immer kommt dabei raus, woanders ist man deutlich schneller. Wie kann das sein, wenn alle gleich trainieren? Jessica hull trainiert wie Nele Weßel, die eine läuft 3:50, die andere 4:04??? Die Kombi aus Trainerpraxis und Sportwissenschaftlichem Background und auch der Bereitschaft sich ständig weiterzubilden bzw. auszutauschen, die Dreißigacker zeigt hätte dem DLV-Lauf aber weieter sehr gut getan. Eigentlich der perfekte Bundestrainer, da er Netzwerken und inndie Fläche arbeiten bzw. „Runterbrechen“ könnte. Von daher sehr schade dass es als Cheftrainer Lauf aus verschiedenen Gründen nicht dauerhaft klappte. Im DLV sollte man sich ärgern! Und auch ein gutes Beispiel dafür dass gute Trainer nicht zwingend schon zig Toperfolge brauchen um „Bessermacher“ auf vielem Niveaus zu sein. Reuther ist sicher ein vielschichtiger Fall weil damals von eine, extrem ins andere. Da fehlte vielleicht auch etwas die Geduld. Zweifelsfrei leider eines der größten Talente wo aus vielschichtigen Gründen der große Durchbruch verwehrt blieb. Schuldige sehe ich dafür aber nicht. Frage ist also durchaus: Stellt man den richtigen Leuten die passenden Ressourcen zur Verfügung. Damit sind nicht nur Athleten, sondern auch Trainer gemeint. Meine These ist ja, wenn in Deutschland alle die gleichen Ressourcen bzw. Talente hätten, sähe die Karte mit den leistungsstärksten Gruppen ganz anders aus als aktuell. Und dafür brauchen wir nicht einmal OAC-Ressourcen RE: Laufsaison 2025 - runner5000 - 30.03.2025 (30.03.2025, 09:03)Reichtathletik schrieb: Die Kombi aus Trainerpraxis und Sportwissenschaftlichem Background und auch der Bereitschaft sich ständig weiterzubilden bzw. auszutauschen, die Dreißigacker zeigt hätte dem DLV-Lauf aber weieter sehr gut getan. Eigentlich der perfekte Bundestrainer, da er Netzwerken und inndie Fläche arbeiten bzw. „Runterbrechen“ könnte. Von daher sehr schade dass es als Cheftrainer Lauf aus verschiedenen Gründen nicht dauerhaft klappte. Im DLV sollte man sich ärgern! Das war ja damals eine DLV Entscheidung, dass er nicht weiter leitender BT ist. Er wollte neue Denkanstöße liefern und Dinge ändern und das ist bei den oberen Herren nicht gut angekommen, weil man da ja lieber im bewährten Saft schmort. RE: Laufsaison 2025 - marathoni - 30.03.2025 Amanal hat bestätigt, dass er den Berlin Halbmarathon läuft. https://www.instagram.com/p/DH0s_pctomt/ |