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RE: Germany Athletics - muffman - 09.12.2025

(09.12.2025, 09:04)Reichtathletik schrieb: Es ist so ermüdend hier. Und ich bemühe nun doch nochmal den Vergleich zum PSG-Thread.
Kritisiert man hier Missstände kommt von zig Leuten "aber hier und dort gibt es ja auch Probleme" oder "aber es gibt auch gute Erfahrungen" oder "das sind doch nur Mutmaßungen" oder "du hast doch selbst gar keine Lösungen".

Du kritisierst keine Missstände, sondern versuchst schon seit unzähligen Seiten durch Übertreibung, Panikmache und dem Heraufbeschwören des Untergangs der LA in Deutschland, verursacht durch GA, ganz bewusst Stimmung zu machen. Das hat von deiner Seite aus mit einer objektiven Diskussion schon lange nichts mehr zu tun.

Ich sehe auch vieles, was GA macht, kritisch. Aber man sollte in dieser Diskussion doch versuchen objektiv zu bleiben und sich an den Fakten orientieren, anstatt seine Argumente auf immer neu herbeifantasierte Eventualitäten und ausgedachten Horrorszenarien zu stützen.


RE: Germany Athletics - JoelH - 09.12.2025

(09.12.2025, 09:04)Reichtathletik schrieb: Wenn jemanden auch das Sprintteam Wetzlar stört (ich sehe da genau die gleichen Probleme nur in geringerem Ausmaß), kann er gerne einen Thread aufmachen um auch darüber zu sprechen.

Da es diesen Thread aber nicht gibt, scheint es mir, als ginge es eigentlich gar nicht um die Sache.  Denn es gibt offensichtlich Vereine, die ebenso agieren wie GA. 

Es geht also eher um Person(en)! Und das ist immer ein ganz schlechter Ansatz.

Des Weiteren. Es gibt viele Vereine die gute und viel Jugendarbeit betreiben, denen es aber über die U16 hinaus einfach an Breite fehlt. Kinder orientieren sich um, Schüler konzentrieren sich auf ihren Abschluss, junge Erwachsene gehen an entfernte Unis. Zumal für viele der Leistungssport kein Ziel ist. So zerfallen die Trainingsgruppen und ggf. braucht es dann eben genau solche Vereine die sich auf diese wenigen Kandidaten konzentrieren.


RE: Germany Athletics - Reichtathletik - 09.12.2025

(09.12.2025, 09:33)frbcrane2 schrieb: Bitte eine Runde Mitleid für Reichtathletik. Du verlangst nachdenken und Analyse, forderst aber gleichzeitig, daß Athleten für Wertschätzung starten...Nachdenken gilt nur für die anderen?

Das tue ich doch gar nicht. Vielleicht habe ich mich unklar ausgedrückt. Der konkrete Fall (keine Mutmaßung) ist der, dass von GA Athleten der Floh ins Ohr gesetzt wurde, dass andere Vereine ihnen KEINE Wertschätzung zukommen lassen würden, wenn diese sie nicht bezahlen. Ich verlange nicht, dass Athleten für Wertschätzung startet, ich kritisiere, dass suggeriert wird Wertschätzung = Geld. Und das ist in meinen Augen eine Fehlentwicklung. Weil zum Leistungspaket was Vereine leisten können/sollten gehört nicht nur Geld sondern z.B. auch Trainer, Umfeld, Trainingsgruppe, etc. Und das wird aktiv runtergespielt. Und das finde ich eben auch keinen Kampf mit fairen Mitteln. Es wäre okay zu sagen: Hier, wir bieten mehr Geld, aber sportlich stehen wir derzeit schlechter da. Aber sich hinzustellen und zu sagen: Wenn die kein Geld zahlen, schätzen die dich als Mensch nicht... Hallo!?!


(09.12.2025, 09:37)muffman schrieb: Du kritisierst keine Missstände, sondern versuchst schon seit unzähligen Seiten durch Übertreibung, Panikmache und dem Heraufbeschwören des Untergangs der LA in Deutschland, verursacht durch GA, ganz bewusst Stimmung zu machen.

Nochmal, weil es mich zugegeben mittlerweile aufregt: Du schaust mir also die ganze Zeit über die Schultern und bist bei jedem Gespräch dabei um einschätzen zu können, dass ich nicht Erfahrungen berichte, sondern Übertreibungen und Panikmache?! Schreib dann doch bitte wenigstens: Ich glaube dir nicht und halte das für eine Übertreibung, anstatt zu behaupten, ich lüge!

(09.12.2025, 09:41)JoelH schrieb:
(09.12.2025, 09:04)Reichtathletik schrieb: Wenn jemanden auch das Sprintteam Wetzlar stört (ich sehe da genau die gleichen Probleme nur in geringerem Ausmaß), kann er gerne einen Thread aufmachen um auch darüber zu sprechen.

Da es diesen Thread aber nicht gibt, scheint es mir, als ginge es eigentlich gar nicht um die Sache.  Denn es gibt offensichtlich Vereine, die ebenso agieren wie GA. 
Es geht also eher um Person(en)! Und das ist immer ein ganz schlechter Ansatz.

Schließt ein wenig an das obere an: Schon allein aus räumlicher Situation habe ich derzeit keine Berührungspunkte mit Wetzlar. Da empfände ich es als deutlich unfairer aus der Entfernung Mutmaßungen anzustellen. Und einen weiteren Fall könnte ich lang und breit treten hier, der nichts mit GA zu tun hat, aber der würde in einem Nationalen Forum kein Schwein interessieren und der wäre dann wirklich persönlich. Nur soviel: Als der Verein hier mal am Rande erwähnt wurde habe ich versucht sehr sensibel Alarmglocken zu vermitteln, warum das kein gelungenes Beispiel bzw die Coaches keine Empfehlung darstellen sollten. 
Wir erwähnt habe ich die grundsätzliche Problematik durchaus an anderer Stelle bereits angesprochen und auch hier im Forum glaube ich schonmal mein Augenrollen über "Wechsel" wie die von Haase nach Wetzlar (war sie jemals in dem Ort) geäußert.


RE: Germany Athletics - trackANDfield - 09.12.2025

(09.12.2025, 14:00)Reichtathletik schrieb:
(09.12.2025, 09:33)frbcrane2 schrieb: Bitte eine Runde Mitleid für Reichtathletik. Du verlangst nachdenken und Analyse, forderst aber gleichzeitig, daß Athleten für Wertschätzung starten...Nachdenken gilt nur für die anderen?

Das tue ich doch gar nicht. Vielleicht habe ich mich unklar ausgedrückt. Der konkrete Fall (keine Mutmaßung) ist der, dass von GA Athleten der Floh ins Ohr gesetzt wurde, dass andere Vereine ihnen KEINE Wertschätzung zukommen lassen würden, wenn diese sie nicht bezahlen. Ich verlange nicht, dass Athleten für Wertschätzung startet, ich kritisiere, dass suggeriert wird Wertschätzung = Geld. Und das ist in meinen Augen eine Fehlentwicklung. Weil zum Leistungspaket was Vereine leisten können/sollten gehört nicht nur Geld sondern z.B. auch Trainer, Umfeld, Trainingsgruppe, etc. Und das wird aktiv runtergespielt. Und das finde ich eben auch keinen Kampf mit fairen Mitteln. Es wäre okay zu sagen: Hier, wir bieten mehr Geld, aber sportlich stehen wir derzeit schlechter da. Aber sich hinzustellen und zu sagen: Wenn die kein Geld zahlen, schätzen die dich als Mensch nicht... Hallo!?!


Vielleicht sollten wir aufhören global über GA zu sprechen und das Handeln einzelner Akteure, und damit nehme ich deine Erfahrungen ernst, als grundsätzliche Politik von GA zu verstehen?


RE: Germany Athletics - mariusfast - 09.12.2025

(09.12.2025, 14:00)Reichtathletik schrieb:
(09.12.2025, 09:33)frbcrane2 schrieb: Bitte eine Runde Mitleid für Reichtathletik. Du verlangst nachdenken und Analyse, forderst aber gleichzeitig, daß Athleten für Wertschätzung starten...Nachdenken gilt nur für die anderen?

Das tue ich doch gar nicht. Vielleicht habe ich mich unklar ausgedrückt. Der konkrete Fall (keine Mutmaßung) ist der, dass von GA Athleten der Floh ins Ohr gesetzt wurde, dass andere Vereine ihnen KEINE Wertschätzung zukommen lassen würden, wenn diese sie nicht bezahlen. Ich verlange nicht, dass Athleten für Wertschätzung startet, ich kritisiere, dass suggeriert wird Wertschätzung = Geld. Und das ist in meinen Augen eine Fehlentwicklung. Weil zum Leistungspaket was Vereine leisten können/sollten gehört nicht nur Geld sondern z.B. auch Trainer, Umfeld, Trainingsgruppe, etc. Und das wird aktiv runtergespielt. Und das finde ich eben auch keinen Kampf mit fairen Mitteln. Es wäre okay zu sagen: Hier, wir bieten mehr Geld, aber sportlich stehen wir derzeit schlechter da. Aber sich hinzustellen und zu sagen: Wenn die kein Geld zahlen, schätzen die dich als Mensch nicht... Hallo!?!
Wir müssen mal wegkommen von der Logik mit "die gegen die"... Letztlich zeigen ja die vielen Wechsel, dass eben Geld sehr wichtig ist für die jungen Sportler. Dass natürlich die Vereine da natürlich begrenzte Möglichkeiten haben ist klar, deshalb ist der Vorwurf von GA mit fehlender Wertschätzung sehr zu kritisieren, wenn sie, wie du zurecht sagst, selbst nicht alle anderen Punkte einhalten können.

Aber generell zeigt es wir brauchen alle Punkte, die du erwähnt hast für Wertschätzung. 

Insbesondere einige  Foristen, die noch vor kurzem der Meinung waren, zu viel Geld würde einigen Jugendlichen schaden, sollten mal bedenken aus welcher (elitären) Position sie sprechen. Möglicherweise kann nicht jeder noch problemlos mit 1,.. in Regelzeit studieren und nebenher arbeiten.


RE: Germany Athletics - gocgn - 09.12.2025

Um es mal von unten aufzurollen - meine Vorstellung einer Laufbahn eines Spitzensportlers sieht so aus: 

Die Laufbahn startet, wenn ein Kind im Schulsport/ Talentsichtungstag auffällt, mal mit einem Freund ins Training geht oder das Angebot des Heimatvereins wahrnimmt. Durch den Spaß am Sport und dem sozialen Umfeld trainiert es regelmäßig, sieht ältere Athleten beim Training und hat dadurch Vorbilder. In meinem Fall hatten wir eine breite Masse an Jugendlichen, aus denen sich eine Leistungsgruppe geformt hat die zusätzlich zum regulären Training ein Top-Training hatte. Wettkämpfe und Wettkampffahrten wurden vom Verein organisiert, genau so auch Trainingslager. Sollte der Zeitpunkt gekommen sein, das für die spezielle Disziplin und Weiterentwicklung des Athleten keine Top-Gruppe oder Trainer im Verein vorhanden ist, wird zu einem Verein mit der entsprechenden Infrastruktur gewechselt. Bestenfalls wird dem Athleten ab einem gewissen Alter und Leistungsstufe finanzielle Unterstützung/ Entlohnung angeboten.

Aktuell startet GA genau anders herum seine Karriere. Und das ist für deren Wachstum bzw. Aufmerksamkeit vielleicht erstmal der Richtige weg. Ein Verein, der sich aber in solchen Dimensionen National ausweitet und schnell im Topbereich wächst darf keinstenflalls vergessen, welche Arbeit er neben den finanziellen Mitteln für Sportler leisten kann und muss, um neue Topathleten zu entwickeln. 

Denn das haben Sie sich auf Fahne, bzw. Homepage geschrieben "...ganzheitliches, nachhaltiges sowie dezentrales GA-Konzept...". Ich bin super gespannt, wie es in 10 Jahren aussieht. Denn nachhaltig bedeutet für mich auch, dass bestehende Vereine durch die Gründung eines Franchise Systems nicht geschwächt werden, während dieses System seinen Erfolg auf genau ihren Schultern aufbaut.


RE: Germany Athletics - Reichtathletik - 09.12.2025

So schaut es aus. Letztlich ist der Kern der Kritik ja, dass bisweilen auf der Verpackung was anderes draufsteht, als drin ist. Es heißt, Top-Bedingungen, es ist zum Teil Flickwerk. Und die Befürchtung ist, dass es so bleibt weil der Erfolg "Recht gibt". Wenn an einem Standort eine Staffel Medaillen holt, obwohl keiner zusammen trainiert oder oder überhaupt in der Stadt ist, kann man sich dennoch als der Tooverein darstellen, wenn dann jemand neues anfragt, wird er dennoch keine Trainingszeiten erfahren können.

Wofür ich noch werben würde: Wenn hier gemeinhin GA zugestanden wird, von oben nach unten zu wachsen und vielleicht in 2-3 Jahren auch Jugendgruppen, feste Trainer, Wettkämpfe, etc. zu haben, sollte man ggf auch anderen Vereinen, die das haben oder zuerst darauf gesetzt haben, zugestehen vielleicht in 2-3 Jahren Athleten besser finanziell unterstützen zu können. Dafür braucht man bisweilen ja auch erst den sportlichen Erfolg im entsprechende Gelder zu akquirieren. Ein Kollege meinte mal "Das Geld kommt nach den Medaillen". Klar kann man das nicht für sie jahrzehntealten Vereine einfordern, aber einige andere entwickeln sich ja durchaus auch mit ihren Leistungsträgern dahin, dass sie diese auch finanziell unterstützen können.


RE: Germany Athletics - mariusfast - 10.12.2025

Nordschwarzwald Trainer J. Müller äußert sich zu GA. Im Gegensatz zu anderen Vereinstrainern sieht er darin den notwendigen Schritt zur Professionalisierung der Sportler, der unaufhaltsam ist. 

Das Mittwochs-Interview: Jörg Müller: „Sonst bluten wir aus“ | swp.de


Zitat:In erster Linie sehe ich darin eine Riesenchance für die Sportler. Was rechtfertigt eine Millionengage bei einem Fußballer, und die Leichtathleten hingegen sollen bei Olympia Leistung bringen, werden aber mit kaum dreistelligen Beträgen und einem Handschlag abgefertigt? Daher ist diese Entwicklung hin zu Profiteams der richtige Weg. Gefahr ist allerdings, dass so Vereine im ländlichen Bereich wie wir dadurch verschwinden. Welchem Topathleten kann ich es verübeln, zu einem Arbeitgeber zu wechseln, der ihn für Sport bezahlt, während bei uns Sportlerinnen wie Elena Burkard nahezu ehrenamtlich für uns starten? Ich bin ehrlich, tritt Herr Dethloff an uns auch heran, brauchen wir nicht lange überlegen, denn mit unserem aktuellen Jahresbudget können wir objektiv betrachtet nicht einen Läufer wie Jens Mergenthaler, Julia Ehrle oder Elena Burkard halten. Hier muss in den nächsten zwei Jahren etwas passieren in Sachen Sponsoring, sonst bluten wir aus.


Zitat:Wie bereits erwähnt, ist sportlicher Erfolg immer eine Momentaufnahme. Momentan funktioniert unser sehr fragile Vereinskonstrukt noch, aber durch die angesprochene Entwicklung, hin zu finanzstarken Profiteams wird es Stand jetzt, nicht möglich sein, weiter zu bestehen, da die Topathleten abwandern. Uns fehlen schlicht die Mittel, und hier müssen wir verstärkt nach weiteren Sponsoren suchen. Sollte diese Suche erfolglos bleiben, bleibt nur der Weg zurück in den absoluten Hobby- und Breitensport und damit der Gang in die Belanglosigkeit auf nationaler Ebene – ein Weg ohne mich.



RE: Germany Athletics - MikeStar - 10.12.2025

Parallel zu der Schaffung einer besseren Bezahlung für Athleten darf man aber auch nicht versäumen...

- einen Absatzmarkt zu kreieren mit dem sich Einnahmen erzielen und Reichweite für die Sponsoren schaffen lässt. Finanzkräftige Sponsoren wird man nur halten können, wenn sich der Return lohnt.
Sponsoren werden wohl eher nicht in Vereine oder Athleten investieren, die zwar bei wenigen Events in der erweiterten Weltspitze dabei sind, ansonsten aber auf Meetings mit wenigen Zuschauern und Fernsehpräsenz "herumdümpeln". 

Die passende Frage hat Müller ja schon gestellt. Ohne Reichweite und Absatzgenerierung würden auch Fußballer nicht so fürstlich bezahlt werden. 

- zu berücksichtigen, dass mit der Verbesserung der Bezahlung der Marktwerkt der Athleten steigt. Spätestens wenn es gelingen sollte, ein sich für Sponsoren lohnendes Absatzsystem zu etablieren, werden andere Player nachziehen, stärkere Sponsoren in den Markt drängen und spätestens wenn z.B. Sponsoren wie Gazprom, Qatar Airways o.ä. ins Spiel kommen, werden auch andere Kräfte aufmerksam, die sich nachteilig auswirken könnten.


RE: Germany Athletics - trackwatchnds - 10.12.2025

(10.12.2025, 15:18)MikeStar schrieb: Parallel zu der Schaffung einer besseren Bezahlung für Athleten darf man aber auch nicht versäumen...

- einen Absatzmarkt zu kreieren mit dem sich Einnahmen erzielen und Reichweite für die Sponsoren schaffen lässt. Finanzkräftige Sponsoren wird man nur halten können, wenn sich der Return lohnt.
Sponsoren werden wohl eher nicht in Vereine oder Athleten investieren, die zwar bei wenigen Events in der erweiterten Weltspitze dabei sind, ansonsten aber auf Meetings mit wenigen Zuschauern und Fernsehpräsenz "herumdümpeln". 

Die passende Frage hat Müller ja schon gestellt. Ohne Reichweite und Absatzgenerierung würden auch Fußballer nicht so fürstlich bezahlt werden. 

- zu berücksichtigen, dass mit der Verbesserung der Bezahlung der Marktwerkt der Athleten steigt. Spätestens wenn es gelingen sollte, ein sich für Sponsoren lohnendes Absatzsystem zu etablieren, werden andere Player nachziehen, stärkere Sponsoren in den Markt drängen und spätestens wenn z.B. Sponsoren wie Gazprom, Qatar Airways o.ä. ins Spiel kommen, werden auch andere Kräfte aufmerksam, die sich nachteilig auswirken könnten.

Ich kann nicht nachvollziehen, wie klar denkende Menschen immer noch diesen unsinnigen Vergleich mit dem Fußball ziehen. Der hinkt auf so vielen Ebenen und zeugt nur von absolutem Unverständnis.

Es wird zwar - korrekterweise - geklagt, dass man ein beinahe vollkommen unattraktives System geschaffen hat, in dem unsere leistungsstärksten Athlet:innen ihr Leben zwar dem Sport widmen sollen, um international konkurrenzfähig zu sein, dabei in vielen Lebensbereichen akut und zukünftig schlechter gestellt sind, als würden sie eine stinknormale Berufsausbildung absolvieren, aber es gibt kaum erkennbaren Willen, etwas an diesem Zustand zu ändern. Das geht nur über Attraktivität, Darstellung und schlussendlich, wie MikeStar treffend festgestellt hat, Absatzgenerierung

Manchmal bekommt man den Eindruck, viele haben es sich in dieser Situation so bequem gemacht, dass sie gar nichts an ihrem Zustand ändern wollen. Lieber in der Opfer-Rolle verharren und auf andere zeigen, während man im eigenen Selbstmitleid versinkt, als an der eigenen Attraktivität zu arbeiten. Das ist gar nicht per se auf die Zitate aus dem Interview bezogen.