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Ehrenamtlicher Betreuer verurteilt - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Ehrenamtlicher Betreuer verurteilt (/showthread.php?tid=748) |
RE: Ehrenamtlicher Betreuer verurteilt - Rolli - 06.02.2015 (06.02.2015, 20:29)chmeseb schrieb: @ Rolli Ich, als Ehrenamtlicher Betreuer, und auch einige Betreuer mit den ich sprach, bin total verunsichert. Wir (meine Frau und ich) überlegen, ob das Risiko für Unfälle, die wir gar nicht vorhersehen können (wie gerade im Artikel beschrieben) zur Verantwortung gezogen zu werden, einfach nicht viel zu groß ist. Es ist einfach nachhinein hier große Töne zu spucken "wenn man die Verantwortung nicht tragen kann..." usw. Aber wer von hier Anwesenden wusste schon, wie man Fußballtore absichern soll? Wer von euch überhaupt wusste, dass man danach schauen soll? Welche Schulungen beinhalten die Angaben? Natürlich kann man einfach sagen: "Unwissenheit schütz vor Straffe nicht...!" Klar! Nachhinein ist jeder schlauer! Ich kann das auch so entscheiden, wie hier sehr pathetisch mehrfach geäußert wurde, und das sein lassen. Und die Kinder? Ja, die LA-Gruppe wird wieder aufgelöst, weil die Interesse an ehrenamtliche Betreuung immer kleiner und bei uns kein Trainer weit und breit zu finden ist. Und solche Urteil tragen dazu bei, dass immer weniger sich für diese Tätigkeit entscheiden. Und noch einmal: ich kann Verantwortung für meine Fehler übernehmen, aber warum soll ich Verantwortung (in meinen Augen) für den Hausmeister und Trainer übernehmen, der für Absicherung Tore zuständig waren, übernehmen? RE: Ehrenamtlicher Betreuer verurteilt - chmeseb - 07.02.2015 Wende Dich an den Vorstand, der trägt die Hauptverantwortung. Beraten werden euch die Verbände und die Unfallkasse. Es ist auch nicht zu teuer, einen Sicherheitsingenieur vertraglich zu binden. Das übernehmen Dekra, TÜV und andere. Ich habe von berufswegen damit zu tun und wir machen das auch nicht selbst. Externe Beratung ist schon deshalb angesagt, weil man selbst betriebsblind wird oder unliebsame Entscheidungen verdrängt. Das ist so. RE: Ehrenamtlicher Betreuer verurteilt - osuse - 07.02.2015 zu jedem Problem gibt es Lösungen. Wenn des ehrenamtliche Engagement wegen Unsicherheiten zur persönlichen Verantwortung leidet, dann ist das allein ein organisatorisches Problem, was sich leicht lösen lässt, Siehe Ausführungen von Christian. Eigentlich ist das nur ein Problem, wenn man sich diesem nicht stellen will. RE: Ehrenamtlicher Betreuer verurteilt - Rolli - 07.02.2015 (07.02.2015, 10:09)osuse schrieb: zu jedem Problem gibt es Lösungen. Wenn des ehrenamtliche Engagement wegen Unsicherheiten zur persönlichen Verantwortung leidet, dann ist das allein ein organisatorisches Problem, was sich leicht lösen lässt, Siehe Ausführungen von Christian. Eigentlich ist das nur ein Problem, wenn man sich diesem nicht stellen will. ![]() Rechtsanwälten Sprüche und Sprüche von Leuten die selbst keine Verantwortung übernehmen wollen. Kein Problem, kein Problem, dein Problem... Nicht verstanden? Keiner drückt sich von der Verantwortung. Hier wird jedoch die Verantwortung weitergereicht. Was nutzt mir da TÜV oder Dekra, wenn ein anderer Trainer die Tore nicht richtig befestigt und mir dafür die Schuld gegeben wird? RE: Ehrenamtlicher Betreuer verurteilt - osuse - 08.02.2015 @ Rolli Du scheinst beratungsresistent zu sein. Da nützen dann auch die besten Unterweisungen von externen Fachleuten nichts, denn ich nehme an dass Du diesen nicht zuhören wirst. Damit alle besser schlafen können, Du, Deine Familie und auch die Dir anvertrauten SportlerInnen und deren Eltern, lass es lieber. RE: Ehrenamtlicher Betreuer verurteilt - Rolli - 08.02.2015 Du hast natürlich recht. Sinnlose Parolen eines Außenstehendes und Aufforderung auf Verantwortung zu verzichten sind besser/einfacher als Antworten auf meine Fragen. RE: Ehrenamtlicher Betreuer verurteilt - lor-olli - 09.02.2015 Folgendes Szenario: Halle kontrolliert, alle beweglichen Gegenstände gesichert oder weggeschlossen, Übungsbetrieb läuft. Ein Kind (11 Jahre) öffnet einen der nicht verschließbaren Deckel im Boden in dem darunter befindlichen Loch ließen sich Pfosten befestigen, ein zweites tritt beim Laufen hinein und stolpert, bricht sich das Handgelenk, sehr unglücklich gelaufen. Die Eltern haben versucht den Betreuer zu verklagen (rechte Hand, Schulausfall, bzw. viel schlimmer FERIENAUSFALL der Eltern…), die Sache ging durch drei Instanzen, in letzterer haben die Eltern KEIN Recht bekommen, die dem Betreuer nachgesagte Ausfsichtspflichtverletzung (untere Instanzen) wurde zurückgenommen. Die Einrichtung war abgenommen, besagte Abdeckungen konnten einfach nicht weiter gesichert werden und waren nur sehr schwer zu öffnen (mittlerweile sind sie zugeklebt). Als beklagter Betreuer: hartnäckig bleiben, wenn man sich absolut (!) keiner Schuld bewusst ist. Eine Rechtschutzversicherung wenn man Kinder ehrenamtlich betreut, ist durchaus sinnvoll - leider. RE: Ehrenamtlicher Betreuer verurteilt - dominikk85 - 09.02.2015 (08.02.2015, 19:57)osuse schrieb: @ Rolli na ja das ist leicht gesagt. natürlich muss man als betreuer grundsätzlich für die Sicherheit der kinder sorgen. allerdings gibt es einfach viel zu viele dinge die schiefgehen können, man kann einfach nicht alle Unwägbarkeiten bedenken. natürlich gibt es grobe fahrlässigkeiten (sagen wir wenn ich kinder ohne matten unterzulegen an ringen turnen lassen), die auch bestraft werden müssen, aber ich kann ja nicht alle 180 teile in der halle überprüfen bevor ich anfange. ich bin auch der Meinung das man den logistischen aufwand von einem ehrenamtler nicht verlangen kann. allein was hier verlangt wird (Rechtsschutzversicherung, dekra, sicherheitsingenieur...) ist doch ein erheblicher zeitliicher Mehraufwand, den man IMO von ehrenamtlichen nicht verlangen kann. das dann leute argumentieren "wenn du dem nicht gewachsen bist lass es halt" finde ich schon ziemlich lächerlich, dass könnte man vielleicht machen wenn man mehr als genug ehrenamtliche finden würden. es fehlen aber jetzt schon viele ehrenamtliche und wenn man denen jetzt noch aberwitzige zusatzaufgaben aufhalst wird das nicht besser werden. ehrenamtliche dürfen natürlich nicht grob fahrlässig handeln und müssen allgemeine sicherheitsgrundsätze beachten, aber alles andere sollten ihnen vereine und anlagenbetreiber abnehmen. die unmittelbar beteiligten geräte muss der betreuer natürlich überprüfen, aber wenn es um ständige Einrichtungen geht kann die Verantwortung doch nicht beim betreuer liegen. RE: Ehrenamtlicher Betreuer verurteilt - Wechselschritt1 - 09.02.2015 Wie machen das eigentlich die Lehrer. In meiner Leichtathletikgruppe fehlt fast jede Woche ein Kind, weil es sich im Schulsport verletzt hat. Z.B. einem Tümmerbruch , den sich ein Mädchen zugezogen hat, weil es auf einen Mattenwagen gesprungen ist und hinter dem selben, auf dem Boden, landete. Oder das Pferd ist regelrecht von einem ,sagen wir mal etwas schwereren Jungen, umgefallen und die Folge war ein Nasenbeinbruch. Davon lese ich nie was.
RE: Ehrenamtlicher Betreuer verurteilt - lor-olli - 09.02.2015 Zitat:Wie machen das eigentlich die Lehrer Die stehen in jeder Schulstunde vor dem Problem, nicht nur beim Schulsport. Beim von mir geschilderten Szenario, ist der geschilderte Betreuer, hauptberuflich Lehrer. In jeder Stunde, jeder Pause und jedem Ausflug passiert "irgendetwas" nicht planbares, in der Regel aber ohne Folgen, dennoch kann man sich nie sicher wähnen. An der Schule, in der geschilderte Unfall geschah, wurde in einem anderen Fall ein Kind VOR dem Unterricht von einem Schulbus angefahren, trotzdem wollten die Eltern die Schule / den Aufsicht führenden Lehrer zur Verantwortung ziehen. Das Kind hatte allerdings die Absperrung, die die Kinder daran hindern sollen die Straße direkt hinter oder vor dem Bus zu überqueren, einfach überklettert, auf Einsicht durch die Eltern an der Eigenschuld der Kinder zu hoffen, ist aber fast immer vergebens. Da die Baubehörde die Absperrung nur 2 Wochen vorher abgesegnet hatte, bekamen die Eltern auch in diesem Fall kein "Recht". Es ist also nicht so, dass die Gerichte immer zu Gunsten der Kinder / der Eltern entscheiden - wäre wohl auch problematisch dann noch Lehrer oder Betreuer zu finden… |