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Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: EM 2026 in Birmingham (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=54) +--- Thema: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview (/showthread.php?tid=6641) |
RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - Jonny - 13.08.2026 (13.08.2026, 10:36)Reichtathletik schrieb:(13.08.2026, 09:32)Oliver schrieb: Max ist der breiten Masse unbekannt. Daher wird er hier kein Engagement bekommen. Als Max Thorwirth mit Sicherheit. Sie ist seit Jahren ein Gesicht der Staffel gewesen, war auch in der München Staffel dabei. RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - MHolz - 13.08.2026 (13.08.2026, 10:20)lor-olli schrieb: Ich bin kein Freund des "seichten Gelabers", aber ich (wir hier) sind auch nicht der Maßstab, eher die Masse an Zuschauern, die Leichtathletik schaut, wenn mal kein Fußball gespielt wird …Wollte ich auch anbringen, bei der BBC kommentieren und interviewen ehemalige Athleten selbständig, ohne "journalistische" Begleitung. Außerdem kennen sich aktive und ehemalige Athleten oft gut, das schafft eine ganz andere Ebene und oft sind auch die Briten selbstironischer als unsere Athleten. Die Selbstgefälligkeit ist bei Lufen so offensichtlich, das macht ihn nicht sympathisch. RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - trackANDfield - 13.08.2026 (13.08.2026, 10:38)Reichtathletik schrieb:(13.08.2026, 09:36)trackANDfield schrieb: Ich bin mir sehr sicher, dass Yemi und ihr Team auch Bestenlisten lesen kann ... aber im Finale gibt es andere Gesetze, was sie bei den Olympischen Spielen gezeigt hat. ... ist es die Aufgabe des Interviewers (Selbst-)Zweifel zu sähen? Welchen Zweck hatte genau diese Frage in dieser Situation? Die Frage stellt auch Leute hier vor eine Herausforderung, weil nicht ganz klar war, was überhaupt gemeint war. RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - menarfin - 13.08.2026 (13.08.2026, 10:20)lor-olli schrieb: Ich bin kein Freund des "seichten Gelabers", aber ich (wir hier) sind auch nicht der Maßstab, eher die Masse an Zuschauern, die Leichtathletik schaut, wenn mal kein Fußball gespielt wird …Und genau diese Zuschauer wollen ein Rennen (im übertragenden Sinn und wörtlich) Kopf an Kopf sehen. Ob die Jungs da auf der Bahn jetzt 10 oder 15 Sekunden für 100m brauchen ist dabei doch vollkommen egal, das sagt demjenigen eh nichts. Wichtig ist dass es eng ist und die Dramatik dabei und eventuell noch dass derjenige mit dem richtigen Trikot am Ende nach viel Dramatik vorne ist. Jemandem der nur bei einer internationalen Meisterschaft mal Leichtathletik guckt ist es doch vollkommen egal ob auf der 100m-Bahn jetzt eine rennt mit dem Namen Lückenkemper oder mit dem Namen Mabry. Der kennt beide Namen nicht. Zitat:Das Yemisi nicht immer nur gute Erfahrungen mit Kommentaren zu ihrer Person gemacht hat (trotz einer eigentlich immer fröhlich-positiven Ausstrahlung), sollte hier auch jedem bewusst sein und irgendwann, wenn man / frau beispielsweise nicht ganz so zufrieden mit der eigenen Leistung ist, reagiert man empfindlicher. Ich habe damit kein Problem, es ist einfach menschlich.Ich persönlich würde diese Rassismusgeschichte aus dieser Diskussion lieber raushalten, auch und vor allem weil sie extrem polarisiert ist und im Normalfall auch zu keinem sinnvollen Ergebnis führt. Auch wenn ich mir sehr wünschen würde dass das anders ist: Diese Menschen sind nunmal öffentliche Personen und werden damit von allen Menschen in der Gesellschaft kommentiert. Sei es daheim im Garten beim Grillen oder eben für alle wahrnehmbar im öffentlichen Internet. Damit muss man wohl zu einem guten Teil leben, auch wenn es schwer fällt. Und ob es mir, dir oder irgendwem sonst gefällt oder nicht: Yemisi ist nunmal eine Frau, da kann sie kaum etwas dran ändern. Genauso wie sie nunmal eine dunkle Haut hat. Wenn das Leuten missfällt, was willst du dann daran ändern? Immer wieder "mutig" widersprechen funktioniert ganz offensichtlich nicht, weil das wird ja seit Jahrzehnten ständig gemacht, und das Problem wird trotzdem immer größer. Also bleibt nichts übrig als weiter wie gehabt Kommentaren zu widersprechen oder zu löschen und sich weiterhin mit den Windmühlen zu bekriegen. Das wieder hilft aber Menschen wie Yemisi die JETZT im Rampenlicht stehen nichts. Deswegen sollte man sich da doch im eigenen Interesse ein dickes Fell zulegen. Welche Alternative hat man denn dann sonst, auch wenn es nicht schön ist. Jedesmal durch die Decke springen wenn so ein bescheuerter Windmühlenflügel vorbeikommt ist auf Dauer jedenfalls auch nicht sonderlich gesund. RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - Reichtathletik - 13.08.2026 (13.08.2026, 10:54)trackANDfield schrieb:(13.08.2026, 10:38)Reichtathletik schrieb:(13.08.2026, 09:36)trackANDfield schrieb: Ich bin mir sehr sicher, dass Yemi und ihr Team auch Bestenlisten lesen kann ... aber im Finale gibt es andere Gesetze, was sie bei den Olympischen Spielen gezeigt hat. Zweck: Es geht um die Zielsetzung und Erwartungshaltung fürs Finale – und zwar realistisch für den Zuschauer eingeordnet: Nach den Ergebnissen des Jahres ist kein Sieg zu erwarten: Ist dieser dennoch das Ziel und wenn ja, was stimmt optimistisch? Wenn Freiburg gegen Bayern antritt, bekommst du als Trainer auch die Frage: Die letzten X Spiele gingen verloren, mit welcher Einstellung und Taktik gehen Sie heute ins Spiel? Dann sagt auch keiner, der Reporter hätte die Aufgabe, die Liga spannend zu halten und nicht dem schwächeren Team noch die bisherige Unterlegenheit vor dem Spiel unter die Nase zu reiben. RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - Atanvarno - 13.08.2026 (13.08.2026, 10:54)trackANDfield schrieb: Welchen Zweck hatte genau diese Frage in dieser Situation? Die Frage stellt auch Leute hier vor eine Herausforderung, weil nicht ganz klar war, was überhaupt gemeint war. Herauszufinden wie Mabry damit umgeht, im Finale auf eine übermächtige Gegnerin zu treffen. Da hätte man als Athlet viele kluge und sinnvolle Dinge drauf antworten können, oder wenn einem nicht danach ist, sich in eingeübte Allgemeinplätze flüchten. Nur hinterher auszuteilen und die Frage für unzumutbar zu erklären war sicherlich die falsche Reaktion. RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - Freaky - 13.08.2026 (13.08.2026, 11:10)Atanvarno schrieb:(13.08.2026, 10:54)trackANDfield schrieb: Welchen Zweck hatte genau diese Frage in dieser Situation? Die Frage stellt auch Leute hier vor eine Herausforderung, weil nicht ganz klar war, was überhaupt gemeint war. also ich fand auch, vielleicht war die Formulierung von Lufen nicht die Allerbeste, aber was die Idee dahinter war, war doch eigentlich sehr klar. Es gab in der Vergangenheit mit Sicherheit die ein oder anderen Interviewfragen, wo man sich schon fragen konnte: "was sollte der Unsinn jetzt?" aber die Situation mit Mabry gehört da in meinen Augen auf jeden Fall nicht dazu. War jetzt auch nicht übermäßig kritisch oder so und da dann so im Nachgang darauf zu reagieren ist schon eher wenig professionell in meinen Augen. Kann natürlich sein, dass da vielleicht auch ein bisschen der Frust mitspielt, dass sie eben genau weis, das sie mal wieder chancenlos gegen Schilder verloren hat. Hier finde ich sogar außnahmsweise mal den Vergleich zum Fußball ganz passend. Die Vergleiche sind ja oft doch eher sehr konstruiert. RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - Notalp - 13.08.2026 ...Und vergesst bitte den Ausgangspunkt nicht! Die Frage war gut - und weder seicht, noch ungebührlich. Man muss also nicht über die Schulung von Journalisten nachdenken! Wie gehen Sie bei…… in den Endkampf? (Das war die Frage) Angriffslustig, was sonst! Wunderbare Antwort - man hat als Sportler sofort alle auf seiner Seite! PS: Und falls man sich über mangelnde Anerkennung aufregt, greife man einfach zu Sigmund Freud: “Wenn man angegriffen wird, kann man sich verteidigen, bei Lob ist man machtlos!”
RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - Reichtathletik - 13.08.2026 Ich bin nachwievor erstaunt, wie viele DLV-Athleten ihren Post teilen. Ich nehme mal an, dass sie damit zum Ausdruck bringen, dass sie es genauso sehen. Da kann man in der Menge fast den Eindruck gewinnen, es sei Meinung "der DLV-Athleten". Das wiederum finde ich im Selbstverständnis wirklich etwas schwierig und ich frag mich, wo diese Einstellung herkommt. Fühlt man sich so (von den Medien oder indirekt eher anderen?) unter Druck gesetzt? Yemisi hat mittlerweile übrigens zu der Rassismus-Thematik gegen sie auch was gepostet, das ich – bei aller Kritik gegenüber der Medienschelte – ausdrücklich unterstützen will. Hab dazu einen eigenen Thread aufgemacht. RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - mark1967 - 13.08.2026 Ich würde wie irgendjemand anders früher hier schon sagen, dass es ein generationelles Problem ist, keine Kritik mehr zu vertragen, weil man sich sonst nur in der eigenen Blase bewegt. Selbst wenn Lufen ein *zensiert* ist, kann man schon mal erwähnen, dass sie das ganze Jahr über gegen Schilders keine Chance hatte. |