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Halbmarathon - Valencia, 26.10.2025 - Druckversion

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RE: Halbmarathon - Valencia, 26.10.2025 - mariusfast - 28.10.2025

(28.10.2025, 12:06)Reichtathletik schrieb:
(28.10.2025, 10:13)mariusfast schrieb:
(28.10.2025, 09:53)Reichtathletik schrieb:
(28.10.2025, 09:47)monkrunner schrieb: In seinem Podcast erwähnte Hendrik, dass ihre bestätigte Nicht-Kaderberufung auch aufs Gemüt geschlagen habe.



Aber ehrlich gesagt, ich verstehe das emotional, weil ich einen sehr ähnlichen Fall kenne. Aber: Man darf echt auch nicht alles auf eine Sache schieben und sein Wohlbefinden davon so abhängig machen.

Sry...Jetzt reichts aber wirklich! Wie lächerlich will man sich denn noch machen? Ich finde auch, dass man sie aufgrund ihres neuen Halbmarathonniveaus in den Marathonkader hätte aufnehmen sollen. Aber bereits die Geschichte mit der 10 000 M Norm war an Lächerlichkeit nichtmehr zu überbieten und wie Thorwirth es betonte unnötig. Lauf die 10 0000 M Norm und fertig  Huh

Es war doch nur eine Frage der Zeit, dass sie mal ein Rennen skippen muss, wenn man schon 30 X so kurz davor war dies zu tun. Wie gesagt, man kann sich alle Folgen der letzten 3 J. oder noch länger nach ihren jeweiligen Rennen anhören. Und da war das alles  noch überhaupt kein Thema mit Kader DLV. Das Problem ist also eher, wie Reichtathletik schon sagt, wie gehe ich mit Druck um. Zudem hat ja dieses Ergebnis null Einfluss darauf und mit positiver Psychologie könnte man ja auch sagen, jetzt zeig ich es euch einmal mehr, dass ihr eine Spitzenklasseläuferin nicht im Kader habt. Und wenn es nicht klappt, auch nicht schlimm, da ich das  ja bereits in Köln gezeigt habe und zur Top 3 in Europa gehöre.

Ich bin da zwiegepalten. Aus sachlicher Sicht gebe ich dir vollkommen recht. Ich hab ja selbst geschrieben, sie darf sich nicht davon abhängig machen. Auf der anderen Seite kenne ich wie gesagt solche emotionalen Fälle. Und genau deshalb finde ich es schwer, wenn Verbände von oben herab alles versachlichen wollen ohne sich auch nur für die emotionale Seite zu interessieren. Das haben wir bei ganz anderen Themen ja auch. Ich selbst finde es falsch, sich nur hinzustellen und zu sagen: Diese Leute sind dann emotional zu schwach oder nicht für den Leistungssport geschaffen. Siehe Hilbert! Da waren wir schon weiter. Und deshalb bring uns auch schwarz/weiß nicht weiter. Die Frage ist ja, was läuft hinter den Kulissen: Kanzelt man sie als "Störfaktor" ab und rät ihr Dinge wie "wenn du dich wenger beschweren würdest, hättest du bessere Chancen"? Ich weiß es nicht, aber ich kann es mir sehr gut vorstellen, weil ich sowas schon erlebt habe! Oder geht man mal den anderen Weg und sagt sich: Hier ist jemand talentiert und braucht offenbar Unterstützung. Was steckt denn hinter diesen Rufen nach Kader und der emotionalen Bindung daran? Sind das ggf auch Hilfeschreie? Welche Hilfe kann man ggf leisten, vielleicht ist die ja nicht zwingend an Kader gebunden? Aber dafür muss man sich mit Menschen auseinandersetzen, auch wenn sie nicht der Nationalmannschaft angehören.
Das stimmt. Dafür muss man auch erster den allerersten Schritt machen und erkennen, dass man ein Problem hat.  Nachdem was ich von Hendrik in seinem heute erschienenen Podcast gehört habe, scheint das jedoch überhaupt nicht der Fall zu sein.  Im Gegenteil für ihn ist Esther ein Vorbild bzgl. mentaler Stärke. Denn er hat nicht so wie sie diese "alles oder nichts Mentalität", weshalb sie laut ihm auch erst diesen rießigen Leistungssprung gemacht hat. Es sei ein Zeichen mentaler Stärke, dass sie den Lauf abgesagt hat, wenn sie merkt, dass sie nicht ihre Ziele erreichen kann in dem Zustand.

Den Zustand schob er allein auf äußere Umstände (wie lange Saison und darauf, dass Leistungssport nunmal viel härter und ein schlimmerer Zustand für eine Privatperson sei, als jeder anderer Job, weshalb Esther ja auch nur 4-5 J. dieses intensive Leben führen möchte. Deshalb benötige sie jetzt eine Pause, den Wettkampf in Valencia hätte man zwar noch gerne mitgenommen, aber das Mentale war jetzt nicht erst eine Sache, die sich kurz vor dem Lauf anbahnte, sondern sich durch das harte Business ansummierte.


RE: Halbmarathon - Valencia, 26.10.2025 - Reichtathletik - 28.10.2025

Stärke und Schwäche sind manchmal das gleiche Wink


RE: Halbmarathon - Valencia, 26.10.2025 - Delta - 28.10.2025

Mental schwache haben im Spitzensport nichts verloren. Man kann sich sinnlosen Stress ersparen. Es ist dann viel problemloser zuerst mal 2-3 Stadtläufe zu absolvieren. Wer gut ist braucht keine DLV Unterstützung. Für die paar Kröten gibt es mit Sicherheit Sponsoren bei vernünftigem Auftritt.

Warum soll jemand mit einer Marathonbestzeit von 2 Std 37 Kaderstatus erhalten?

In 2025 hat der DLV 12 Athletinnen mit Zeiten bis 2 Std 36


RE: Halbmarathon - Valencia, 26.10.2025 - mariusfast - 28.10.2025

(28.10.2025, 17:35)Delta schrieb: Mental schwache haben im Spitzensport nichts verloren. Man kann sich sinnlosen Stress ersparen. Es ist dann viel problemloser zuerst mal 2-3 Stadtläufe zu absolvieren. Wer gut ist braucht keine DLV Unterstützung. Für die paar Kröten gibt es mit Sicherheit Sponsoren bei vernünftigem Auftritt.

Warum soll jemand mit einer Marathonbestzeit von 2 Std 37 Kaderstatus erhalten?

In 2025 hat der DLV 12 Athletinnen mit Zeiten bis 2 Std 36

Es geht ihr ja auch irgendwie um einen Studienplatzwechsel. Also sie studiert ja Psychologie im Master und ist soweit ich weiß noch in Hannover eingeschrieben und warum auch immer kann man nur problemlos wechseln nach Düsseldorf, wenn man im Kader ist (wenn Ich das richtig verstanden habe. Ist schon etwas länger her als sie das sagte). Ist ja sowieso fragwürdig wieso das nur dann geht..

zum Kader: Ihre Halbmarathonzeit ist Nummer drei in Europa. Es wäre schon gut, wenn auf die Perspektive und Potentiale geschaut werden würde. 
 Vor allem die Entwicklung von Esther ist vielversprechend. Die Marathon PB hat ja wirklich nichts mit ihrer jetzigen Form zu tun. Sie lief ja bereits beim Wings for Life run schneller durch bei Marathon. Sie hat zumindest mal das Potential für 2:20. Wir brauchen Athleten im Kader, die das Potential für Top 8 bei intern. Meisterschaften haben. Wenn sie nicht liefern kann, fliegt sie ja sowieso wieder raus nächstes Jahr. Kader=Förderung nicht Belohnun

Auch ansonsten ist es natürlich völliger Quatsch was du schreibst. Zudem hat ja Reichtathletik recht und es zeigt ja auch gerade das Beispiel, dass der Grad schmal ist. Vor paar Wochen war es noch mentale Stärke und die 3. beste Zeit und jetzt hat genau diese Stärke zu DNS geführt

Unabhängig von Esther: 
P.S. Ich hoffe wirklich, dass du kein Trainer bist. Es ist im Leistungssport ein Problem, dass sich Athleten nicht trauen zuzugeben, wenn sie mal eine schlechtere Phase oder gar Depressionen haben. Das sind auch ganz normale Menschen und es ist Stärke und keine Schwäche, wenn man offen damit umgeht. Aber leider gibt es noch viele Trainer, die wie du in der Steinzeit leben und eine ganze Person nur in pauschale Eigenschaften kategorisieren können.


RE: Halbmarathon - Valencia, 26.10.2025 - S_J - 28.10.2025

In Psychologie sind die Studienplätze insgesamt sehr begrenzt und es herrscht ein hoher Konkurrenzdruck gerade weil auch danach nochmal die Ausbildungsplätze für Psychotherapeuten ebenfalls sehr begrenzt sind. Da sind Studienplatzwechsel sehr schwierig je nach Institution. Es entbehrt natürlich nicht einer gewissen Ironie, dass gerade Psychologie ein sehr ungesundes und stresshaftes Studiensystem erschaffen hat  Big Grin

Auch unabhängig vom konkreten Fall: Man muss die psychischen genau wie die physischen Leistungsfaktoren trainieren. Da führt kein Weg daran vorbei, und je höher das Niveau, desto weniger Lücken kann man sich leisten bzw. durch anderes ausgleichen.


RE: Halbmarathon - Valencia, 26.10.2025 - Delta - 28.10.2025

Halbmarathon ist nicht Olympisch und die DLV Förderung aber primär schon.

Potential bei Athleten ist eine heikle Sache.

Ich erinnere mich an einen Sprinter in der Region mit 16 und 10.66 und jeder hätte gewettet, dass er Richtung 10.3 kommt. Aber das war nicht der Fall. 3 Jahre Stagnation und dann Aufgabe des Sports. Der Verband kann nur qualifizieren was vorhanden ist und das ist im Marathon 2:37.xx.

Sie muss Marathons laufen und liefern, und nicht mit einem Schlag, sondern mit der Methode Stück um Stück.
Alles andere führt zu mentaler Blockade. Jemand der auf die Zugspitze klettert ist noch weit von Matterhorn oder K 2 entfernt.

Da sind zuerst 2:35, 2.30, 2:26, 2.23 anzupeilen bevor man über 2:20 spricht


Vergleich mal mit Fabienne Schlumpf. Die hat gerade mal 1 Marathon mit leicht über 2:30 und der Rest sind 2:26 und dann noch einer mit 2:24. Da muss jemand Jahre trainieren um von 2:37 in diese Regionen zu kommen.


RE: Halbmarathon - Valencia, 26.10.2025 - mariusfast - 28.10.2025

(28.10.2025, 22:10)Delta schrieb: Halbmarathon ist nicht Olympisch und die DLV Förderung aber primär schon.

Potential bei Athleten ist eine heikle Sache.

Ich erinnere mich an einen Sprinter in der Region mit 16 und 10.66 und jeder hätte gewettet, dass er Richtung 10.3 kommt. Aber das war nicht der Fall. 3 Jahre Stagnation und dann Aufgabe des Sports. Der Verband kann nur qualifizieren was vorhanden ist und das ist im Marathon 2:37.xx.

Sie muss Marathons laufen und liefern, und nicht mit einem Schlag, sondern mit der Methode Stück um Stück.
Alles andere führt zu mentaler Blockade. Jemand der auf die Zugspitze klettert ist noch weit von Matterhorn oder K 2 entfernt.

Da sind zuerst 2:35, 2.30, 2:26, 2.23 anzupeilen bevor man über 2:20 spricht


Vergleich mal mit Fabienne Schlumpf. Die hat gerade mal 1 Marathon mit leicht über 2:30 und der Rest sind 2:26 und dann noch einer mit 2:24. Da muss jemand Jahre trainieren um von 2:37 in diese Regionen zu kommen.
Es benötigt zunächst die Parameter. Eine Wolf oder die Schöneborns werden nie in diese Regionen kommen um 2:20. Mit ner 1:07 ist es halt wenigstens mal theoretisch möglich. 

Man braucht keine X Rennen um sich zu steigern. Wenn du die Form hast reichen 2 Marathons. Und Hendrik meinte im letzten Podcast sogar, Esther möchte sofort voll auf Risiko angehen. Ich finde er hat recht. Es gibt gegenwärtig genüg Debütanten, die dann liefern und Weltspitze sind. Nicht nur Kiptum..

 Die 2:37 sind doch allein von ihren Unterdistanzleistungen nicht vergleichbar. Sie lief damals auch 5:30 Minuten langsamer über Halbmarathon. Außerdem joggte sie in Köln am Schluss und wie gesagt selbst bei einem Spaßlauf lief sie über Ultradistanz im Grundlagentempo bereits schneller als diese Zeit, sodass diese 2:37 nicht ihre PB ist.


RE: Halbmarathon - Valencia, 26.10.2025 - Delta - 28.10.2025

Dann sollte Sie endlich liefern.Sprüche wie all-In kommen von.Veliererertypen.

Wer realitätsnah ist geht die Sache mit Umsicht an. Viktor Röthlin würde Dirwas erzählen wenn Du glaubst km 21 und bis 42 sei das gleiche. Ist es nicht mal entfernt. Darum klappen reihenweise Athleten ab 30-37 km zusammen.

Liefern als Läufer und nicht im Podcast sind ganz unterschiedliche Sachen.


RE: Halbmarathon - Valencia, 26.10.2025 - mariusfast - 28.10.2025

(28.10.2025, 23:12)Delta schrieb: Dann sollte Sie endlich liefern.Sprüche wie all-In kommen von.Veliererertypen.

Wer realitätsnah ist geht die Sache mit Umsicht an. Viktor Röthlin würde Dirwas erzählen wenn Du glaubst km 21 und bis 42 sei das gleiche. Ist es nicht mal entfernt. Darum klappen reihenweise Athleten ab 30-37 km zusammen.

Liefern als Läufer und nicht im Podcast sind ganz unterschiedliche Sachen.
Hättest du im Vorhinein gesagt Kitum war realitätsnah? Er ging sofort auf eine schnelle Zeit an im Debüt und kam durch. Die Kommenratoren Steffny & Co meinten, dass genau das mit ein Grund ist wieso die Zeiten so explodieren. Weil auch die  Jungen, die teilweise nichtmal ne Bahnkarriere hatten, einfach auf Risiko umbekûmmert angehen. 

Aber es benötigt auch Kader für potentielle Marathon läufer. Deshalb ist es keine gute Idee nur Läufer mit Marathonerfahrubg aufzunehmen. Wir haben nicht x kenianische Athleten. Wir muessen unsere Jungen behutsam auf diese Distanz vorbereiten


RE: Halbmarathon - Valencia, 26.10.2025 - Freaky - 29.10.2025

(28.10.2025, 15:47)mariusfast schrieb: Den Zustand schob er allein auf äußere Umstände (wie lange Saison und darauf, dass Leistungssport nunmal viel härter und ein schlimmerer Zustand für eine Privatperson sei, als jeder anderer Job, weshalb Esther ja auch nur 4-5 J. dieses intensive Leben führen möchte. Deshalb benötige sie jetzt eine Pause, den Wettkampf in Valencia hätte man zwar noch gerne mitgenommen, aber das Mentale war jetzt nicht erst eine Sache, die sich kurz vor dem Lauf anbahnte, sondern sich durch das harte Business ansummierte.

Das so zu sagen, ist aber auch eine Methode, sich im Zweifel bei vielen Berufstätigen böse unbeliebt zu machen.