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Bedingungslose Unterstützung durch die Eltern? - Druckversion

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RE: Bedingungslose Unterstützung durch die Eltern? - S_J - 17.08.2025

Mit dem OSP in Freiburg kooperieren drei Schulen, beim OSP Rhein-Neckar ist es ein Verbund aus fünf Schulen, beim OSP Stuttgart besteht der Verbund sogar aus sechs Schulen. Jeweils eine bunte Mischung aus Gesamtschulen, Realschulen, allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien. Da wird normalerweise jeder fündig und niemand wird in eine bestimmte Schulschiene gezwungen.  Thumb_up


RE: Bedingungslose Unterstützung durch die Eltern? - Atanvarno - 18.08.2025

(17.08.2025, 18:26)mariusfast schrieb: Die einzige klare Meinung, die ich habe, ist,  dass ich denke es müsste auf alle Fälle eine andere Lösung her als es derzeit mit der Verantwortung auf die Eltern der Fall ist, hin zu einer Erleichterung der Doppelbelastung von Schule und Sport.  

Diese Meinung ist aber bestimmt von deiner ebenfalls gehegten Meinung (so zumindest mein Eindruck), dass bereits im Jugendalter sehr viel (du bringt gerne das Beispiel Ingebrigtsen) trainiert werden kann/soll. Dann werden Schule und Sport durchaus zu einer Doppelbelastung. Ich stimme grundsätzlich nicht zu, dass man bereits bis zur U20 so trainieren muss, um Weltklasse zu werden und sehe daher auch nicht die unbedigte Notwendigkeitkeit EdS mit all ihren genannten Nachteilen zu haben.

Die Frage ist ja auch, ob das unpassende Training in den EdS nicht systembedingt ist - wenn von staatlicher Seite Millionen in dieses System gepumpt werden, dann besteht natürlich auf Trainerseite auch ein besonderer Druck Erfolge zu liefern. Ob das immer mit nachhaltigem, zukunftsorientierten Training passiert, darf man bezweifeln.


RE: Bedingungslose Unterstützung durch die Eltern? - aj_runner - 18.08.2025

Bei dem Thema des Threads ging es eigentlich um die Perspektive der Eltern. Ob die EdS durch eine bessere Variante ersetzt werden könnten, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass sie für uns eine passende Option ist, weil
> durch die Schulzeitstreckung genügend Zeit für das Training bleibt. Wenn Du eine Ausbildung machst und dann täglich noch 2 h Fahrtzeit hinzuaddierst, brauchst Du nicht mehr anfangen, eine Leistungssportkarriere aufzubauen
> die Teilnahme an Trainingslager oder zentrale Verbandsmaßnahmen unterstützt werden. Je nach Schule (Schulleitung) kann es durchaus sein, dass die Leistungssportler auf Grund von Fehltagen im Zeugnis abgestraft werden
> der Unterricht auf die wesentlichen Fächer fokussiert ist und so kein unnötiger Ballast mit sich herumgeschleppt wird
> ... und noch einige mehr

Klar gibt es auch andere Optionen. Die mögen bei anderen passen, bei uns kamen die nicht in Frage. Mit dieser Option haben wir uns jetzt 3 Jahre Zeit erkauft, nach denen man sieht, welchen Raum der Leistungssport nach der U20 einnehmen soll.
Ob im Sportlichen nach den 3 Jahren ein Finalplatz, das Treppchen bei einer DM oder gar internationale Einsätze dabei herausspringen, steht auf einem anderen Blatt. Die aktuelle Herausforderung wird sein, das sportliche Setup so aufzubauen, dass die einzelnen Rädchen (Trainer, Trainingsgruppe/Trainingspartner, orthopädische / medizinische Betreung sowie der geforderter Einsatz der Familie) reibungsfrei ineinandergreifen und die Leistung sich optimal entwickeln kann.


RE: Bedingungslose Unterstützung durch die Eltern? - S_J - 18.08.2025

Meines Erachtens nach ist der Punkt Fahrtzeiten wirklich der entscheidende.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es einfach deutlich einfacher ist, wenn man z.B. in einem US College auf dem Campus wohnt und dort in 5 Minuten im Stadion, Kraftraum, Schwimmbad, oder einem Treffpunkt zum Dauerlauf sein kann, aber Mensa, Bibliothek, Wohnräume und Klassenzimmer genauso weit sind. Wenn ich in Deutschland in einer typischen Unistadt unterwegs bin und nicht gerade Sport studiere, wird es schwierig sein, mit weniger als 1h Fahrtzeit pro Trainingseinheit zu rechnen. Wenn man außerhalb wohnt, oder gar ländlicher, dann eher die von aj_runner angesprochenen 2h.

Ich kann nun zwar anekdotisch davon erzählen, dass mir ein 400m-Sprinter erzählt hat, dass ihm das Pendeln innerhalb der Stadt mit dem Rad die aerobe Basis für seine neue PB gelegt hat, aber letztendlich ist es ein nicht unerheblicher Zeitfaktor, den man hat.

Wenn man also durch kürzere Wege 1-2h zusätzlich pro Trainingseinheit einsparen kann, eröffnet das neue Möglichkeiten. Frühtraining wird auf einmal möglich, ohne viel Schlaf zu opfern, man hat mehr Zeit zum lernen oder auch für Regenerationsmaßnahmen etc. Wie bereits eingangs angesprochen: in meiner eigenen Erfahrung in den USA habe ich sowohl mehr Zeit für die Uni als auch für den Sport gehabt. Und das war eine kleine DIII-Einrichtung und nichts in Richtung Spitzensport. 

Je nach Infrastruktur und Alter der Athleten betrifft die Fahrtzeit ja auch hauptsächlich die Eltern, um zum Threadthema zurückzulenken. Und da kann ein Internat ja durchaus viele Vorteile bringen, da sie entlastet werden. Wenn es für alle Beteiligten das Richtige ist, kann es ja auch dazu führen, dass die Qualitätszeit, die man dann gemeinsam bringt, umso hochwertiger ist, weil man sich nicht nur im Alltagsstress sieht. Ist aber natürlich auch nicht das Richtige für jeden. 

Zum Thema Trainingslager: Da ich auch viel mit leistungsheterogenen Jugendgruppen unterwegs war, haben wir uns da dann doch immer an den Schulferien orientiert, was nicht immer einfach war. (Und auch die Eltern nicht unbedingt glücklich gemacht hat, da wir damit auch z.B. den gemeinsamen Osterurlaub durchkreuzt haben). Besonders spannend wird es, wenn man Gruppen hat, in denen sowohl Studenten als auch Schüler sind, oder die Schulen verschiedene Ferienzeiten haben Smile Wenn da die Schule entgegenkommt, ist das natürlich immer angenehm. Bei uns hat das aber vor allem die Kadermaßnahmen betroffen, die ja gerne außerhalb der Ferien auch mal unter der Woche stattfinden.

Da ja das System eigentlich darauf ausgerichtet sein sollte, Talente zu finden, binden und zu fördern, darf man eines nicht vergessen: Je mehr das System auf den Schultern der Eltern ruht, desto mehr hängt es von deren finanzieller Lage und Engagement ab, ob ein Talent es schafft. Wenn man nur die Kinder der oberen Mittelschicht bekommt, fehlt eben ein erheblicher Teil der möglichen Leistungsträger, was meiner Ansicht nach nicht unerheblich dazu beiträgt, dass in Deutschland viele Talente 'fehlen'.


RE: Bedingungslose Unterstützung durch die Eltern? - Diak - 19.08.2025

(18.08.2025, 23:38)S_J schrieb: Meines Erachtens nach ist der Punkt Fahrtzeiten wirklich der entscheidende. [...]

Wenn ich in Deutschland in einer typischen Unistadt unterwegs bin und nicht gerade Sport studiere, wird es schwierig sein, mit weniger als 1h Fahrtzeit pro Trainingseinheit zu rechnen. 

Eine durchaus schlüssige Talentdefintion lautet ja schon lange: "Talent ist, wenn die Eltern fahren"

Volle Zustimmung: Fahrzeiten sind doof und möglichst weit zu minimieren. Wie Du aber eine typische Unistadt definierst, ist mir etwas schleierhaft? Um in Münster, Freiburg, Heidelberg eine Stunde zu brauchen, musst Du schon sehr doof wohnen. In Hamburg sind Halle, Stadion und die meisten Unigebäude innerhalb von 30 Minuten erreichbar. 

Bei uns z.B. muss keine Studentin mehr als 15 Minuten Fahrradweg zwischen Uni, Wohnung, Stadion, Kraftraum und Bahnhof haben. Alle Kaderathlet:innen haben durch eigene Transponder 24/7 Zugang zum Stadion und zum Kraftraum, sehr gute Laufwege an diversen Gewässern, vernünftige bergaufwege, komfortablen Zugang zu Physiotherapie. Nur zur Halle nach Malente oder Hamburg brauchen wir die Stunde Fahrzeit, weil uns die fehlt. Es gibt kompetente Trainer mit nationalen Erfolgen in Wurf, Sprung, Sprint und Mehrkampf. Die sportinterressierte Schule bietet Kraftraum, Tagesinternat, eine sehr gute Mensa, Freistellungen, individuelle Begleitung, Frühtraining, Training in Freistunden und nach individuellen Bedürfnissen am frühen Nachmittag. 6-10 Trainingseinheiten sind für Schüler:innen und Student:innen sehr gut machbar. Die Schule bekommt dafür ungefähr ein Promill der Ressourcen einer Eliteschule und wir begleiteten diverse Medaillengewinner:innen  bei deutschen Meisterschaften gesund zu fast immer sehr guten Abituren. All das (und für 20 Topathletinnen monatliche Stipendien) unterstützen starke Stiftungen und großes ehrenamtliches Engagement. In Rostock sieht es ähnlich aus, nur dass noch eine sehr pragmatisch-gute Halle dazukommt. Flensburg ist ähnlich aufgestellt, Kiel mit Abstrichen. 

Öffentlich, durch die Verbände und hier im Forum wird aber immer wieder der Eindruck erweckt, der einzig wahre Weg nach oben liege weit weg von zu Hause (gern auch in einer vielleicht gerade werdenden Autokratie), am OSP und Bundestützpunkten, bei Hauptamtlern, usw. Mit dem Elternthema hat das insofern direkt zu tun, als Eltern ja immer das beste für ihr Kind wollen und durch die Dominanz des gefährlich falschen Narrativs den Eindruck haben müssen, der penetrant nach vorn gestellte Weg der Zentralisierung sei genau das. Wenn ich dem gelegentlich widerspreche, dann nicht, weil ich den Kolleg:innen im System irgendwas Schlechte unterstelle, sondern weil es genug nervt, beständig ignoriert zu werden, aktiv kleingehalten ist noch blöder.


RE: Bedingungslose Unterstützung durch die Eltern? - S_J - 19.08.2025

Die Stunde Fahrtzeit hatte ich jetzt schon für beide Wege veranschlagt. Klar kann man in Freiburg, Heidelberg etc. in 15-20 Minuten mit dem Rad fast überall sein. Aber auch bei 20 Minuten Fahrtzeit zum Stadion muss ich ja dann letztendlich doch etwa eine halbe Stunde vor Trainingsbeginn aus dem Haus. Aber um die paar Minuten soll es ja nicht gehen.

Bei den Schülern kann es aber leicht deutlich längere Wege geben: Die werden ja, wenn sie im Umland wohnen, eher selten in ein Studentenwohnheim ziehen können, um einen kürzeren Weg zu Schule und Stadion zu haben, sondern bei ihren Eltern bleiben. Wenn sie dann z.B in ein umliegendes Dorf / Nachbarstadt mit dem ÖPNV müssen, kann sich das schon etwas länger ziehen. Sowohl in Freiburg als auch in Heidelberg bist du dann schon einmal, je nach Stadion, die 10-15 Minuten allein schon zum Bahnhof unterwegs. Dann muss ich dort warten, umsteigen, etc. und nach der Fahrt auch nochmal nach Hause laufen oder mit dem Rad weiterfahren. Da ist es dann ja auch nicht verwunderlich, wenn die Eltern mit dem Auto zum abholen kommen. Wenn z.B. von 18-20 Uhr trainiert wird, ist man ja ansonsten auch nicht vor 22 Uhr im Bett und die Regeneration wird beeinträchtigt.

Wobei in Freiburg bei der Leichtathletik noch ganz andere Probleme dazu kommen, die jetzt aber nicht hier in den Thread passen  Big Grin


RE: Bedingungslose Unterstützung durch die Eltern? - MikeStar - 19.08.2025

In Heidelberg sind die Sportzentren auf zwei Stellen konzentriert, wobei LA eher im nördlichen Bereich (OSP) beheimatet sind.
Je nachdem was man studiert sind die Fakultäten entweder recht nah am OSP gelegen oder eben man muss aus der Altstadt dorthin, was je nach Tageszeit und Verkehr sowohl mit Rad als auch ÖPNV ein Erlebnis für sich sein kann. 

Theoretisch hat man im Norden drei LA-Anlagen (OSP, TSG78, SZN), wobei nur das SZN öffentlich zugänglich ist (wenn meine Info noch aktuell ist). 

LA-Halle gibt es aber z.B. nicht, die nächsten wären in Mannheim (MTG) oder Ludwigshafen, Fahrzeiten also on top.

Jedes mal wenn ich am OSP vorbeifahre (er liegt auf meinem Arbeitsweg) herrscht dort gähnende Leere (nur selten sehe ich mal Sportler dort). Wäre ich nochmal ambitionierter Student, würde ich eher in die TSG78 gehen oder direkt zur MTG Mannheim, statt die Uni-Infra zu nutzen. 

Talente müssten imho erstmal heimatnah in den Heimatvereinen gefördert werden und vom Verband darin unterstützt werden, ihre Entwicklung so lange wie möglich dort machen zu können. Eine solche Unterstützung können z.B. überregionale Trainingslager, auch unter Einbeziehung der Eltern sein, oder Kooperationen zwischen kleinen "Dorf"vereinen (nicht despektierlich gemeint) und den Profivereinen. 

Ich denke, wenn man aktuell als Jugendlicher das Pech hat in einer leichtathletisch strukturschwachen Region zu wohnen, ist es selbst mit voller Unterstützung der Eltern schwierig weiterzukommen.


RE: Bedingungslose Unterstützung durch die Eltern? - HACE - 20.08.2025

Bei diesem Thema melde ich mich auch mal zu Wort.

Auch wir sind als Familie in einer vergleichbaren Situation. Unser Kind ist zwar noch ziemlich jung, aber viele der hier gelesenen Aspekte interessieren oder betreffen uns auch.
Unser Sohn ist aktuell zwar erst in der U14,  macht aber seit seinem 6. Lebensjahr Leichtathletik. Früh war klar, dass er nicht ganz untalentiert ist und es macht ihm durchgängig Freude Leichtathletik zu betreiben. Andere, parallel dazu betriebene Sportarten waren nie so interessant. Wir schnuppern aber immer mal wieder "anderswo" hinein.

Um ihm die Leichtathletik zu ermöglichen, müssen wir ca. 20km (einfache Fahrt) vom Dorf in die nächste Stadt pendeln, da es nur dort ein entsprechendes Angebot (Verein) gibt. 
Im Umkreis von ca. 50 km ist dies (mehr oder weniger) der einzige Verein der ein "regelmäßiges" Training jeder Altersklassen anbieten kann.
Infrastruktur hat der Verein keine eigene, kann aber auf eine städtische Anlage und im Winter auch auf eine ganz gute (wenn auch keine Leichtathletik-) Halle zurückgreifen.

Die Entfernung/Fahrtzeit hört sich zwar nicht viel an, ist aber je nach Trainingsort und -Beginn manchmal ganz schön herausfordernd.  In Summe sitzen wir doch mehrere Stunden pro Woche im Auto um diese Strecken zu pendeln.
Bei unserem sehr ländlichen Wohnsitz  sind wir das pendeln, jeglicher Art, jedoch gewöhnt.

Da wir nur ein Kind haben, können wir uns dies leisten und machen es i.d.R. auch gerne.
Für uns Eltern ist es selbstverständlich sich auch einzubringen wo uns dies möglich ist. Sei es hinter den Kulissen oder in der Organisation bei Veranstaltungen, als Kampfrichter oder eben nur als Fahrer und Unterstützer.

Auch wir nehmen war, dass dies aber ein wichtiger Punkt ist und bereits in diesem Alter sehen wir, dass andere Kinder ohne gleichwertige Unterstützung aufhören oder aus der Leichtathletik abwandern.

In der Stadt unseres Vereins gibt es auch eine Eliteschule des Sports (Gymnasium). Früh war es der Wunsch unseres Sohnes dort Schüler zu werden. Auch damit können wir als Eltern gut mitgehen.
Nach dem üblichen Aufnahmeritual bekam unser Sohn die Zusage der Schule ab der 5. Klasse eine Sportförderklasse in seiner Sportart Leichtathletik besuchen zu dürfen. 
Er trainiert ca. 3x Woche in der Schule (tagsüber) und 2-3x mal (Abend) im Verein.
Das angeschlossene Internat besucht er aber nicht. Es gibt aber Klassenkameraden die dies seit der 5.Klasse tun. Meines Wissens sind die betroffenen Familien damit auch sehr zufrieden.
Internat wollten wir als Eltern aber doch nicht. (nicht in diesem Alter)  
So pendelt unser Sohn nun täglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule und wieder heim. Das ist an unserem Wohnort aber üblich und geht eigentlich ganz gut....(Wobei die Schul-End Zeiten, Fahrpläne und Trainingszeiten manchmal nicht ganz so gut zusammen passen. Was dazu führt dass er manchmal 2x Tag zur Stadt und wieder heim  pendeln muss. Dann reden wir von 2-3 h Fahrzeit....)
Hier könnte die "Verzahnung" der Trainingszeiten Schule/Verein noch etwas besser sein. (Das würden wir uns wünschen) 

Für uns ist die Schule bisher eine gute Wahl. Soweit wir das beurteilen können wird schon versucht auf die Schüler (Sportler) einzugehen und Rücksicht zu nehmen. Vermutlich werden wir in älteren Jahrgangsstufen mehr zu berichten haben. Bisher passt das.
Erwähnen muss ich noch, dass es an der Schule jedoch etliche Förder-Sportarten gibt. Bei einigen ist ein BSP oder zumindest Landesleistungszentrum angeschlossen. Nicht so in der Leichtathletik.
Die Leichtathletik  befindet sich an der Schule eher noch im Aufbau und wird noch nicht allzu viele Jahre als Fördersportart angeboten. Das merkt man teilweise schon. Hier gibt es vielleicht bezüglich Infrastruktur und Personalsituation (Trainer) stärkere Sportarten.

Generell sind wir bisher aber sehr zufrieden. 
Wohin die Reise mal geht wissen wir aber noch nicht.
So ein "Sportler -Leben" kann ja auch schnell vorbei gehen.


RE: Bedingungslose Unterstützung durch die Eltern? - S_J - 20.08.2025

(20.08.2025, 11:28)HACE schrieb: Hier könnte die "Verzahnung" der Trainingszeiten Schule/Verein noch etwas besser sein. (Das würden wir uns wünschen) 

Der Punkt ist in Deutschland leider insgesamt noch nicht sehr ausgereift. Das Grundproblem ist, dass es schwierig ist, gute ehrenamtliche Trainer zu finden, die am frühen Nachmittag Training geben können. Andererseits fehlen aber die finanziellen Mittel, um hauptamtliche Trainer hierfür einzustellen.

Im Rahmen der Ganztagesbetreuung ist ja der Wunsch oft groß, auch sportliche Angebote zu integrieren. Aber wenn dann beispielsweise die Schulen denken, dass eine 60 oder gar 45-minütige Mittagspause ein sinnvoller Zeitslot ist, um Training anzubieten, ist auch das noch ausbaufähig. Da kann man die Kinder sicherlich bewegen, aber nicht leistungsorientiert trainieren.


RE: Bedingungslose Unterstützung durch die Eltern? - mariusfast - 20.08.2025

(20.08.2025, 12:19)S_J schrieb:
(20.08.2025, 11:28)HACE schrieb: Hier könnte die "Verzahnung" der Trainingszeiten Schule/Verein noch etwas besser sein. (Das würden wir uns wünschen) 

Der Punkt ist in Deutschland leider insgesamt noch nicht sehr ausgereift. Das Grundproblem ist, dass es schwierig ist, gute ehrenamtliche Trainer zu finden, die am frühen Nachmittag Training geben können. Andererseits fehlen aber die finanziellen Mittel, um hauptamtliche Trainer hierfür einzustellen.

Im Rahmen der Ganztagesbetreuung ist ja der Wunsch oft groß, auch sportliche Angebote zu integrieren. Aber wenn dann beispielsweise die Schulen denken, dass eine 60 oder gar 45-minütige Mittagspause ein sinnvoller Zeitslot ist, um Training anzubieten, ist auch das noch ausbaufähig. Da kann man die Kinder sicherlich bewegen, aber nicht leistungsorientiert trainieren.

@Hace wer trainiert ihn dann tagsüber in der Schule.