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Kommunikation und Überzeugungsabsicht - Druckversion

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RE: Kommunikation und Überzeugungsabsicht - Atanvarno - 12.10.2014

Zitat:Der übliche Watzlawick:

Wirklichkeit 1. Ordnung: Jeder Beobachter kommt überall auf der Welt zu demselben Ergebnis ("Diamanten sind hart")


Wirklichkeit 2. Ordnung: Subjektive Wertung bestimmt das Erleben ("Diamanten sind schöner als Amethyste")

In den meisten Diskussionen über Wirklichkeiten 2. Ordnung geht es nur um's Recht behalten, nicht um Erkenntnisgewinn, Verständnis, Beziehung zu einer anderen subjektiven Wirklichkeit.
Kaum jemand will wirklich wissen, wie die subjektive Wirklichkeit eines Anderen aussieht. Die meisten wollen ihren Narzissmus befriedigen, indem sie sich in einer Diskussion als "stärker" erweisen.
Quelle


RE: Kommunikation und Überzeugungsabsicht - MZPTLK - 27.10.2014

Bernhard Pörksen, Prof. für Medienwissenschaft an der UNI Tübingen, ist sicher, dass Kommunikation die Qualität unseres Lebens bestimmt, sie sei Jedermanns Praxis und anspruchsvolle Lebenskunst gleichermassen. Gelingende Kommunikation sei immer an eine Situation gebunden, einen Kontext, einen besonderen Augenblick, den wir kennen und den alle Beteiligten (richtig) zu deuten wissen.

Es komme immer öfter zu einem Kollaps der Kontexte, weil sich digitalisierte Information sofort aus ihrer ursprünglichen Verwendungsstuation herauslösen lässt. Ausserdem kommen wir in der Kommunikationshektik immer mehr unter Druck, es kommt zu Qualitätsverlust, Fehlern, Missverständnissen, Verwicklungen, Blamagen.