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DM Hallen-Mehrkampf 2020 - Leverkusen, 01./02.02.2020 (Bechmann 6097 DR U23) - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: DM Hallen-Mehrkampf 2020 - Leverkusen, 01./02.02.2020 (Bechmann 6097 DR U23) (/showthread.php?tid=3592) |
RE: DM Hallen-Mehrkampf 2020 - Leverkusen, 01./02.02.2020 - Dackfield - 03.02.2020 Bechmann gefällt mir. Im LA.de Interview sagt er ohne Zögern, dass er 8350Punkte für möglich hält. Das er die mangelnde Teilnahme der nationalen Konkurrenz erwähnt auch spannend. Ein bisschen Feuer in der Szene kann nicht schaden RE: DM Hallen-Mehrkampf 2020 - Leverkusen, 01./02.02.2020 - dominikk85 - 03.02.2020 Ist schon wahnsinn was in den letzten Jahren in Deutschland an zehnkampf Talenten produziert wurde, von der breite kann da kein Land der Welt mithalten (außer Estland wenn man es auf die Einwohner runterrechnet). Leider haben sich davon einige aus verletzungs- oder anderen Gründen wieder verabschiedet (ituah, wieland), aber eigentlich produziert der dlv alle 1-2 Jahre einen neuen guten jungen zehnkämpfer. Bei den Damen sieht es leider nach der Hochzeit Anfang bis Mitte des letzten Jahrzehnts (schwarzkopf, öser, schäfer) nicht so gut aus, es gibt immer mal wieder Talente, die dann aber meistens irgendwo um 6000 Punkte stagniert haben. RE: DM Hallen-Mehrkampf 2020 - Leverkusen, 01./02.02.2020 - Gertrud - 04.02.2020 Ich selbst bin im Mehrkampf für ganz andere Lösungen. Entscheidend ist aus meiner Sicht, dass Talente frühzeitig in sehr gute Trainerhände (mit einer sehr guten Statistik hinsichtlich Verletzungen) gehören. Das darf auf keinen Fall der Erfolgstrainer mit einer schwachen funktionellen Bilanz sein!!! Das kann auch der wissbegierige und entsprechend aufmerksame Trainer sein, der sich entwickelt. Ich stelle mir das so vor, dass z.B. eine Sabine Braun die vielen Verletzungen unter meiner frühzeitigen Führung nicht gehabt hätte und damit auch nicht die 3-4 Jahre "Herumdümpeln" in einem mittleren, unangemessenen Leistungsbereich. Ich würde selbst nur mit eine/r/m AuA arbeiten, die/der konsequent ihre/ seine Ziele verfolgt und die Zeit nutzt. Der Spaß an der Sache schwindet im Prinzip immer wieder, was ich beobachte, nur, wenn die Leistung sich aufgrund von Trainingsfehlern oder des Umfeldes nicht einstellt oder sogar reduziert wird. Deshalb neige ich heute dazu, gewisse Umfelder sofort zu eliminieren. Das Feld muss möglichst störungsfrei sein. Aber höchste Priorität lege ich auf meine autodidaktische Fortbildung. Ich hatte gestern Besuch von zwei ehemaligen Nationalmannschaftskameraden, die erstaunt über meine neuen Geräte waren. Woher hast du sie? Wie kommst du an die Adressen? Damit werden natürliuch ganz andere Übungen konzipiert. Ein Blick in meine schriftlichen und gesammelten Unterlagen hat sie veranlasst zu sagen: "Gib diese Schätze später ja in richtige Hände!" Das ist alles geregelt. Es ist ja hoffentlich noch lange nicht das "Ende der Fahnenstange". Der Unterschied zwischen den jetzt praktizierenden Trainern und mir ist, dass ich viel mehr Zeit für die eigene Fortbildung habe und somit einen viel besseren "Röntgenblick" hinsichtlich der Körpererfordernisse aufgebaut habe und diese Fortbildung auch unheimlich gerne durchführe. Wie sagte mal Sabine zu mir: "Woher nimmst du die Power, so viel in dem Bereich zu arbeiten?" Gertrud RE: DM Hallen-Mehrkampf 2020 - Leverkusen, 01./02.02.2020 - krebsan - 04.02.2020 (03.02.2020, 09:37)Gertrud schrieb:Daran happert es vermutlich in der Schweiz wirklich. Ausserdem werden junge Mehrkämpfer gerne in andere Disziplinen gezogen, weil es doch so viel einfacher ist, und mit Sprint oder Weitsprung (vermeintlich) auch mehr Prestige verbunden ist. Entsprechend sind wir auch bescheiden in den Erwartungen: 8000P wäre der erste Schweizer seit fast 20 Jahren, 8350 Punkte bereits Schweizerrekord... Wäre aber schön, wenn da mal etwas gehen würde, ebenso wie im Siebenkampf der Frauen. (und arbeitslose, aber top motivierte Trainerinnen wären sicher überall sehr willkommen...)(03.02.2020, 09:32)krebsan schrieb:(03.02.2020, 09:04)Robb schrieb: Ehammer wird bald 20, im dem Alter hatte Bechmann schon zweimal über 6000 Punkte gemacht.Das stimmt. Ich hoffe mal, seine Defizite in den Würfen sind leichter zu beseitigen als Probleme in den Schnelligkeitsdisziplinen. Mal schauen, was da geht. RE: DM Hallen-Mehrkampf 2020 - Leverkusen, 01./02.02.2020 - Gertrud - 04.02.2020 (03.02.2020, 09:32)krebsan schrieb:(03.02.2020, 09:04)Robb schrieb: Ehammer wird bald 20, im dem Alter hatte Bechmann schon zweimal über 6000 Punkte gemacht.Das stimmt. Ich hoffe mal, seine Defizite in den Würfen sind leichter zu beseitigen als Probleme in den Schnelligkeitsdisziplinen. Mal schauen, was da geht. Da täte es vielleicht mal ein Intensivtraining im Bereich Kugel, Diskus und Speer mit fachgerechter Anleitung der Disziplinen und richtigen Zubringerübungen in vielleicht jeweils 3 Tagesblöcken. Es kann sogar sein, dass seine Kraftübungen ihm die Leistungen verbauen. Solche Aktionen sind für Arbeitslose und Pensionäre möglich. ![]() Gertrud RE: DM Hallen-Mehrkampf 2020 - Leverkusen, 01./02.02.2020 - dominikk85 - 04.02.2020 Macht es eigentlich Sinn als mehrkämpfer in einer schwachen Disziplin 2 Wochen intensivblock zu machen (2 Wochen jeden Tag ein paar Stunden nur diese Disziplin, möglicherweise unter einem spezialtrainer), oder bringt das nicht viel? Wäre es für ehammer nicht sinnvoll nach Deutschland zu gehen? Deutschland hat in den letzten 10 Jahren ein Dutzend 8200+ Punkte Leute gehabt, die schweiz keinen, da gibt es in Deutschland sicher mehr Expertise. RE: DM Hallen-Mehrkampf 2020 - Leverkusen, 01./02.02.2020 - Robb - 04.02.2020 Nach der Logik könntest du auch fragen, ob Max Heß besser im Ausland trainieren sollte. 8200 schaffen auch andere und Weltmeister hat Deutschland auch lange keine produziert, bis Kaul kam. Die Schweizer hatten auch lange keine guten Sprinter, inzwischen haben sie eine 200m WM-Medaille und eine Weltklasse-Staffel bei den Frauen. RE: DM Hallen-Mehrkampf 2020 - Leverkusen, 01./02.02.2020 - Gertrud - 04.02.2020 (04.02.2020, 12:33)dominikk85 schrieb: Macht es eigentlich Sinn als mehrkämpfer in einer schwachen Disziplin 2 Wochen intensivblock zu machen (2 Wochen jeden Tag ein paar Stunden nur diese Disziplin, möglicherweise unter einem spezialtrainer), oder bringt das nicht viel? Die Schweiz sollte bemüht sein, die Trainer vor Ort entsprechend fortzubilden - meinetwegen durch hervorragende ausländische Trainer. Natürlich würde ich mal einen mehrtägigen Wurfblock oder auch mehrere Blöcke mit ihm durchführen, wenn es mein Athlet wäre. Ja, die Deutschen hatten Erfolge, aber sehr oft zu einem hohen Preis. Ich zähle mal die gravierenden Verletzungen auf: Schrader und Freimuth mehrfach stark verletzt, Busemann stark verletzt, Behrenbruch Plantarfaszienriss, Jan-Felix Knobel Achillessehnenprobleme, Arthur Abele Probleme mit der Hüfte, mit einem Ermüdungsbruch und Bänderrissen. Ich meine mich auch an eine Nervengeschichte im Oberschenkelbereich zu erinnern. Es gibt unter diesen Protagonisten mehrere Karriereabbrüche aufgrund dieser harten Verletzungen. Ich sehe keine Ursache für eine Nachahmung bei vielen Athleten-Trainer-Teams aus dem deutschen Zehnkampf. Ich habe ganz andere Vorstellungen. Ich klage nicht an, ich nenne nur die Fakten!!! Wenn man schon das Team permanent in den Fokus rückt, sollte man auch diese Fakten nennen, für die es ja Verursacher gibt. Nur scheinen die eigentlichen Ursachen nicht bekannt zu sein. Nur so kann ich mir teilweise die Rezidive erklären. Wer nicht bereit ist, in ganz großem Stil umzudenken, ist auch bei aller Situationsgeschmeidigkeit in anderen Teambereichen nicht in der Lage, AuA verletzungsfrei nach oben zu bringen. Es war immer mein Anspruch, mich in jedem Jahr in meinem Wissen zu verbessern - bis heute. Würde ich heute noch einmal mit Sabine trainieren und das von Jugend auf, läge der DR sicherlich weit über 7000 Punkte, obwohl wir damals schon gut trainiert haben; aber das ist mit meinem heutigen Wissen nicht zu vergleichen. Es geht immer weiter, weil die Lust am Fortschritt im Wissen ungebrochen ist. Es muss ein neue Generation Trainer initiiert werden!!! Oft muss ich schmunzeln, wenn hier über Erfolge geredet wird. Bei einigen Trainern kann man die Uhr danach stellen, wann die Athletinnen und Athleten wegen gravierender Verletzungen ausfallen. Gertrud RE: DM Hallen-Mehrkampf 2020 - Leverkusen, 01./02.02.2020 - dominikk85 - 04.02.2020 Die verletzungen in deutschland werden halt auch ein wenig durch den guten Nachschub kaschiert (12 Leute 8200+ seit 2010). RE: DM Hallen-Mehrkampf 2020 - Leverkusen, 01./02.02.2020 - Gertrud - 05.02.2020 (04.02.2020, 13:24)dominikk85 schrieb: Die verletzungen in deutschland werden halt auch ein wenig durch den guten Nachschub kaschiert (12 Leute 8200+ seit 2010). Die Langlebigkeit der AuA könnte aber erheblich verbessert werden. Ich unterstelle keinem Trainer, dass er verletzungsträchtig arbeiten will; aber man muss es eben können. Je mehr man sich der Weltspitze nähert, desto mehr kommen die Wissensdefizite ans Tageslicht. Ich checke viel die Verletzungen und das Übungsgut von Protagonisten und scheue mich auch nicht, Übungen z.B. von Usain Bolt (Behandlungen bei Dr. Müller-Wohlfarth wegen seiner WS waren Pflicht.) oder K. Mayer (Achillsesehnenprobleme konnte man schon lange vorher erahnen!) kritisiert zu haben. Die Fehler liegen manchmal in Details. Man muss dafür schon sehr geschult sein, fündig zu werden. Ich habe mein Wissen über Jahre perfektioniert. Es ist nicht angeflogen gekommen, sondern ich habe es mir sukzessive erarbeitet. Durch die Digitalisierung kommen auf uns immer weitere Erkenntnisse zu, die ich einfach spannend und in meinem Fall auch lebenswert finde. Das Gebiet ist täglich eine Herausforderung für mich, Technik und Übungen zu hinterfragen. Da man meine Einwände bei DLV-Fortbildungen oft als Angriff (was nie meine Absicht war) empfunden hat, höre ich heute meistens nur zu, auch wenn ich große Fehler sehe. Gestern hatte ich am Tisch bei einem Bäcker ein gute Begegnung. Eine frühere Klassenkameradin hat Fußprobleme ohne Ende. Ich habe sie aufgefordert, mir den Fuß zu zeigen. Ich wusste sofort, worin die Probleme bei ihrer aus der Balance geratenen Fuß bestanden. Solche Sachen kann man mit einem Hilfsmittel sofort begradigen, den Fuß in die richtige Lage zu bringen. Ich habe ihr meine Vermutung mit der Bitte aufgeschrieben, es dem Orthopäden zu zeigen und habe auch vier Merkmale für diese Anomalie aufgeschrieben. Vielleicht empfindet er es als übergriffig. Ich bin mir aber absolut sicher, weil dieser Befund fast bei jedem zweiten Fuß Fakt ist. Hier wird diese Sache so gut wie nie beachtet, in einem außereuropäischen Ausland aber sehr oft. Es ist sehr oft so, dass die Statik durch "Kleinigkeiten" aus dem Gleichgewicht gerät und über Jahre mitgeschleppt wird. Bei den meisten Fortbildungen fehlt aus meiner Sicht ein sehr wichtiges Kriterium: das Sehen!!! Trainer, die mich besuchen, schule ich erst in dieser Aufgabe, ihre Sensibilität mit ihren Augen oder auch manchmal mit den Händen zu erfassen (siehe Dr. Müller-Wohlfarth!). Es ist für mich ein wichtiges Kriterium bei der Begleitung von Übungen, Kraftverhältnisse hautnah zu spüren. Das kann man nun mal nicht im Team-Rudel, wenn die Qualität im Vordergrund steht!!! Gertrud |