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Uk Trials 2019 - 24/25.08.2019 - Druckversion

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RE: Uk Trials 2019 - 24/25.08.2019 - lor-olli - 26.08.2019

- 1000m sind keine echte Höhenluft (der Luftdruck ist nur minimal geringer, auch die grativativen Kräfte /Erdschwerefeld differieren nur minimal)
- sogar in Mexico City (2200m) wurde 1986 ein WR über 800m aufgestellt (Doubell war allerdings minutenlang nicht in der Lage zu sprechen…)
- das die Leistungen von Le Chaux du Fond im britischen Verband wohl auch nicht nur mit der Höhe zu tun haben, habe ich angedeutet (kenne die offizielle Begründung nicht, allerdings werden von anderen Orten mit ca 1000m Höhe die Leistungen anerkannt)
- in GB werden aber gar keine Leistungen aus Le Chaux du Fond als Qualileistungen anerkannt.

Auch im engl. Verband gibt es da wohl Ränkespiele - die betroffenen Mittelstreckler waren eher Unbekannte mit eben nur hier einer guten Leistung… die eigentlichen Gründe werden wir wohl nie erfahren.

1000m bieten schon geringe Vorteile bei einigen Diziplinen Vorteile, die Vorteile eines "echten" vorhergehenden Höhentrainings auch bei dieser Höhe kann ich nicht beurteilen. Ich vertrage Höhe nicht so gut, 1000m empfinde ich aber trotzdem noch als recht angenehm. (auf den Brocken im Harz schaffe ich es noch gut mit dem Rad Wink)

edit: in Mexico 1968 (also vor 51 Jahren) wurde übrigens ein Deutscher Vierter mit 1:45,8… Wink (Walter Adams)


RE: Uk Trials 2019 - 24/25.08.2019 - RalfM - 27.08.2019

(26.08.2019, 11:48)lor-olli schrieb: 1000m bieten schon geringe Vorteile bei einigen Diziplinen Vorteile, (...)

Der Unterschied zum Flachland liegt nicht in der Höhe, sondern im Luftdruck (d.h. O2-Gehalt pro Kubikmeter Luft; oder ggf. minimal geringerem Reibungswiderstand). Bei Schönwetter (=Hochdruck-Wetterlage) nimmt der O2-Gehalt auf gegebener Höhe zu. Brauchen wir jetzt noch ein geeichtes Wettkampf-Barometer?


RE: Uk Trials 2019 - 24/25.08.2019 - Delta - 28.08.2019

(26.08.2019, 08:28)Robb schrieb: Das liegt an den Teils sehr zweifelhaften Leistungen, die in La Chaux erzielt werden. Tebogo Mamathu gewann dieses Jahr die 100m mit 11,04 zeitgleich vor Wei Yongli, die SBs der beiden Damen im restlichen Jahr: 11,33 und 11,36.

Ich wüsste nicht was da zweifelhaft sein sollte. Das ist eine normale Schulsportanlage mit einem Rubtan Belag wie es ihn zu hunderten in der Scbweiz gibt. Die Zeitmessung übernimmt "Omega" weil die ein Servicezentrum in La Chaux Fonds haben. Eine zweite Uhrenmarke Tissot auch aus der Gegend übernimmt einen Teil des Sponsoring. Die Leistungen werden  gemessen wie im Londoner Olympiastadion. Das Stadion hat auch nicht übermässig Wind oder so. Eine kleine Tribüne das wars.
Für die Leute des "Resisprint" den es seit 1975 gibt ist es vollkommen egal ob da ein Junior läuft oder jemand wie David Re eine 44.77 abliefert. Der Resisprint hat mehr Tradition als alle Londoner Meeting zusammen. Nein, das ist kein Anlass für Cüplitrinkende Neureiche.
Von Höhe kann keine Rede sein. Stadien wie  Mexico City haben Höhenvorteile. El Paso etwa 1150 m würde ich schon nicht mehr dazu zählen. Höhe wird erst ab ca 1600 m wirksam. Stadien wie Alma Ata, Davos, St. Moritz etc.


RE: Uk Trials 2019 - 24/25.08.2019 - Atanvarno - 28.08.2019

Ich finde das auch eher seltsam von UKA. Dass die minimale Höhenlage eventuell einen positiven Effekt vor allem auf die Sprints hat, will ich nicht bestreiten, aber zu unterstellen, dass da falsch gemessen wird?

Als Makwala da 43,72 gelaufen ist hat auch erst jeder gemeint, dass das nicht sein kann, weil er noch nie so schnell war. Inzwischen hat er die Zeit auf Meereshöhe bestätigt.


RE: Uk Trials 2019 - 24/25.08.2019 - lor-olli - 28.08.2019

Ich glaube auch nicht das Anlage oder der Zeitmessung nicht in Ordnung sind, ich habe ja angedeutet (ich mag "Verschwörungstheorien" überhaupt nicht), dass es da wohl in der Vergangenheit "Ränkespiele" gegeben hat. Ein paar Mittelstreckler erreichten hier die Qualifikationsnorm und das hätte bedeuten können, dass ein paar Etablierte bei Qualis dann hinten runter fielen… (so etwas zu beweisen ist kaum möglich, genau wie die Qualifikationen in D auch nicht immer den vorgegebenen Regeln des DLV gehorchen…).

Was aber alle beschreiben die den Ort kennen ist, dass die Luft hier oft "frisch" ist, die typische oft stehende Höhenluft in Kessellagen gibt es hier nicht, weil es hier viel ebene Fläche gibt. Zudem ist es hier im Sommer angenehm temperiert und es gibt viel Hochdruckwetter (RalfM hat die Vorteile angeführt) - sicher kein schlechter Ort um zu trainieren, aber auch nicht so leistungssteigernd ihn deshalb auszuklammern. Bei den Briten um die es damals ging kommt aber vermutlich hinzu, dass sie zuvor auch "echtes" Höhentraining gemacht haben (St. Moritz) und das dieser Effekt ganz sicher zur Leistung beigetragen hat.