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Thorpe Cup 2018 - Knoxville, 27./28.07.2018 (Weißenberg 6165) - Druckversion

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RE: Thorpe Cup 2018 - Knoxville, 27./28.07.2018 (Weißenberg 6165) - Astra - 30.07.2018

(29.07.2018, 23:37)tmcnica schrieb:
(29.07.2018, 10:09)Astra schrieb: Die Ergebnisse - außer denen von Weißenberg -  sind eigentlich schlecht. Das zeigt mir, dass es doch für die meisten Starter ein netter Ausflug nach Amerika ist.

Das sind sie ehrlichesagt seit Jahren ... und zwar bei beiden Teams. Mir erschließt sich der Sinn dieses Wettbewerbs nach wie vor auch nicht wirklich..

Danke, dann bin ich nicht die Einzige. Ich fände es wertvoller, wenn der DLV sich am Mehrkampf-Europacup beteiligen würde.


RE: Thorpe Cup 2018 - Knoxville, 27./28.07.2018 (Weißenberg 6165) - highjumper83 - 31.07.2018

beity schrieb:Ich glaube, die Teilnehmer in Knoxville trugen das Nationaltrikot. Flug, Unterkunft, Verpflegung musste nicht selber getragen werden?


Ja, aber die Nominierung zum Thorpe Cup ist ja auch an die Bedingung gebunden, dass man Mitglied im Zehnkampfteam ist. Also kein klassicher Auftritt für die Deutsche Nationalmannschaft. Die Idee ist ja für die Nicht-Meisterschaftstarter trotzdem einen Wettkampf nahe an der Großen Meisterschaft zu haben, damit der Trainingsaufbau ordentlich gestaltet werden kann.
Entweder haben die Zehnkämpfer einfach einen schlechten zweiten Tag gehabt, oder sie haben die Trainingspitze nicht so auf den Thorpe Cup ausgerichtet.


RE: Thorpe Cup 2018 - Knoxville, 27./28.07.2018 (Weißenberg 6165) - Jo498 - 31.07.2018

Das Niveau war ja insgesamt nicht hoch, kein Mann über 8000, außer Weißenberg nur noch eine Frau über 6000. Das sehr gute Ergebnis von Weißenberg ist doch erstmal erfreulich, das hatte wohl kaum jemand vorher von so einem Neben-Event erwartet. Und da sie früher schon fast 6,50 weitgesprungen ist und in dem Interview auch die Würfe noch als Baustellen bezeichnet werden, ist da überall noch Luft nach oben.

Dass bei einigen anderen Teilnehmern nach mehreren MK anfangs der Saison und der verpassten EM ein bißchen die Luft raus ist, finde ich auch sehr verständlich. Andererseits gehört es sich aber für eine der stärksten Mehrkampfnationen dort präsent zu sein und Mannschaftssieg bei den Männern und Einzelsieg bei den Frauen ist auch ein akzeptables Ergebnis.


RE: Thorpe Cup 2018 - Knoxville, 27./28.07.2018 (Weißenberg 6165) - Gertrud - 31.07.2018

(31.07.2018, 07:41)highjumper83 schrieb:
beity schrieb:

Ja, aber die Nominierung zum Thorpe Cup ist ja auch an die Bedingung gebunden, dass man Mitglied im Zehnkampfteam ist. 

Solche Bedingungen halte ich für absoluten Schwachsinn. Es sollte bei solchen internationalen Events nur um Leistung gehen. 

Gertrud


RE: Thorpe Cup 2018 - Knoxville, 27./28.07.2018 (Weißenberg 6165) - highjumper83 - 03.08.2018

100%ige Zustimmung von mir. Da wollte jemand seine Mitgliederzahlen auf Dauer hoch halten und hatte gute Beziehungen zum DLV. In den Jahren nach der Jahrtausendwende gab es mal noch ein "Konkurenzverein" das Mehrkampfteam. Was sich nicht nur auf den Zehnkampf konzentrierte, sondern auch auf den Siebenkampf. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Bedingung mit dem Thorpe Cup aus dieser Situation heraus entstanden ist. Als dann das Mehrkampfteam "gestorben" ist, nahm man beim Zehnkampfteam einfach die Siebenkämpferinnen von dort mit auf.
(31.07.2018, 09:06)Gertrud schrieb:
(31.07.2018, 07:41)highjumper83 schrieb:
beity schrieb:

Ja, aber die Nominierung zum Thorpe Cup ist ja auch an die Bedingung gebunden, dass man Mitglied im Zehnkampfteam ist. 

Solche Bedingungen halte ich für absoluten Schwachsinn. Es sollte bei solchen internationalen Events nur um Leistung gehen. 

Gertrud



RE: Thorpe Cup 2018 - Knoxville, 27./28.07.2018 (Weißenberg 6165) - Gertrud - 03.08.2018

(03.08.2018, 06:13)highjumper83 schrieb: 100%ige Zustimmung von mir. Da wollte jemand seine Mitgliederzahlen auf Dauer hoch halten und hatte gute Beziehungen zum DLV. In den Jahren nach der Jahrtausendwende gab es mal noch ein "Konkurenzverein" das Mehrkampfteam. Was sich nicht nur auf den Zehnkampf konzentrierte, sondern auch auf den Siebenkampf. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Bedingung mit dem Thorpe Cup aus dieser Situation heraus entstanden ist. Als dann das Mehrkampfteam "gestorben" ist, nahm man beim Zehnkampfteam einfach die Siebenkämpferinnen von dort mit auf.

Ich hatte immer den Eindruck, dass einige mit dem Zehnkampfteam-Geld sehr gut taktieren konnten. 

Sicherlich sind Sponsorengelder auch wichtig und leisten manche gute Dienste. Es ist allerdings erheblich davon abhängig, wer am "Futternapf" sitzt. Manch einer hätte positionsmäßg sicherlich alt ausgesehen, weil das fachliche Wissen sehr begrenzt war. Ich lege eben den Fokus mehr auf letztere Bedingung!!!  Diese Regularien ziehen sich permanent durch Politik und Sport: Vernetzung ist alles, eigentliche Leistung an den Schaltstellen wird immer geringer. Individualität steht hinter dem Teamgedanken. 

Ein Ansatz des Zehnkampf-Teams sollte mal die unheimlich hohe Ausfallrate infolge von hausgemachten Verletzungen (meine Interpretation) sein. Dazu gehört die Unterstützung von wirklichen Machern in der Aktion und Antizipation und nicht in der Reaktion dieser Inhalte. Da hinken sie um Jahre hinterher!!!  Thumb_down ‌ Da nutzen auch keine Eyecatcher-Schlagworte, sondern nur solides, tiefes Verständnis und Wissen in diesen Bereichen. Letztens sagte Mona Steigauf zu mir: "Bei Sabine war nicht die Leistungsspitze so beeindruckend, sondern vor allem die jahrelange Präsenz in dieser verletzungsträchtigen Disziplin!" Solchen Machern sollte man nicht vor das Schienbein treten und damit inaktiv und lustlos für bestimmte Gruppen machen. Man muss es verstehen, sich die richtigen Leute warmzuhalten und zu unterstützen. Wink Das habe ich in fachlicher Hinsicht immer beachtet.

Als neben Jörg Roos immer mehr Personen bei Kai Kazmirek auftauchten, habe ich zu Jörg gesagt: " Das geht in die Hose! Dein Wort wird irgendwann nicht mehr zählen. Das wird ein schleichender Abschied sein. Wie kannst du deinen Athleten allein mit anderen Trainern in Hauptphasen ins TL mitschicken?" Ich habe diese Entwicklung kommen sehen. Ich hatte ihn in Oslo darauf angesprochen und ihn jetzt in Ratingen daran erinnert. Wenn der eigentliche Kapitän von Bord geht (gehen muss?), wird´s oft sehr schwierig. Ein Athlet darf nicht zwischen die Mühlsteine geraten!!! Auch bei Sabine hatte damals bei unserer Trennung eine bestimmte Gruppe die Oberhand gewonnen und ich habe mich dann innerhalb einer Sekunde "vom Acker gemacht". So kann man nicht erfolgreich arbeiten.

Ich halte diesen Cup nicht für überflüssig, weil er dem Nachwuchs doch eine Chance beschert.

Gertrud


RE: Thorpe Cup 2018 - Knoxville, 27./28.07.2018 (Weißenberg 6165) - krebsan - 03.08.2018

(29.07.2018, 17:52)Robb schrieb:
(29.07.2018, 12:09)beity schrieb: Wie schafft man mit wenig Körpergewicht 1,90 hoch und 15 m Kugel zu leisten wie Sabine Braun
Das schaffen ja einige, mich würde mehr interessieren, wie Austria Skujyte es mit über 80kg Gewicht geschafft hat, innerhalb eines Siebenkampfs 1,92m hoch zu springen und die Kugel über 17m zu stossen.

Unser Schweizer Kugelstossweltmeister hat ja sogar einen Länderkampf als Hochspringer bestritten, wenn ich mich recht erinnere.


RE: Thorpe Cup 2018 - Knoxville, 27./28.07.2018 (Weißenberg 6165) - Atanvarno - 03.08.2018

Korrekt, 2,00m bei 128kg Körpergewicht
http://www.20min.ch/sport/dossier/sporthilfe/story/22265877