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Diamond League 2018 - Oslo, 07.06.2018 - Druckversion

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RE: Diamond League 2018 - Oslo, 07.06.2018 - aj_runner - 07.06.2018

(07.06.2018, 19:54)Oliver schrieb: Ich denke das Lückenkemper noch ein paar Reserven hat. Ihre Bestzeit von letztem Jahr ist ja nicht soweit weg von den 10.92. Also nicht zu früh abschreiben.
Naja, 24/100 bei sehr gutem RW ist schon ne ganze Menge. Allerdings hat sich auch die Südafrikanerin geschlagen, die in Doha schon unter 11 Sek. blieb.


RE: Diamond League 2018 - Oslo, 07.06.2018 - frontrunner800 - 07.06.2018

Allumfassend betrachtet entfaltet sich der Deutsche Frauensprint nach der überragenden Entwicklung in den letzten beiden Jahren in dieser Saison nicht weiter progressiv: Das Rennen von Lückenkemper heute war O. K. Auch ich würde sie gerne nach langer Zeit wieder auf den 200 Metern sehen (ihrer eigentlichen Stärke): Sind für die ausbleibenden 200 Meter Läufe Trainingsrückstände im Zusammenhang mit vorbeugenden Maßnahmen mögliche Verletzungen betreffend ursächlich? Drei weitere Staffelläuferinnen Alexandra Burghardt, Rebecca Haase und Lisa Mayer haben Probleme mit Verletzungen oder sind verletzt :-(


RE: Diamond League 2018 - Oslo, 07.06.2018 - aj_runner - 07.06.2018

Bei der Hürdentechnik kommt Warholm auch nicht mehr lange verletzungsfrei durch.


RE: Diamond League 2018 - Oslo, 07.06.2018 - vedo - 07.06.2018

Nachdem Robb auch diesen Winter wieder angekündigt hat, was für ein toller Sommer das im Damensprint werden könnte, überwiegen momentan irgendwie schon (Verletzungs-)sorgen. Zumindest bei Lückenkemper hätte ich aber auch Hoffnung, dass sie wie letztes Jahr immer besser in die Saison kommt, nur müsste sie bei der EM dann auch beweisen, dass sie die Leistung über mehr als eine Runde bringen kann. Allerdings sollte ihr diesbezüglich der Zeitplan eher entgegenkommen.


Gabius schreibt von nur drei Wochen Training. Ganz inaktiv wird er schätzungsweise davor auch nicht gewesen sein, aber dann ist es ja wirklich kein Wunder, dass er heute nicht mitkam. Somit sind es jetzt weiterhin drei Männer mit der Qualinorm - wird wohl so bleiben (außer Hendel läuft in Leiden unter 28:55, was aber natürlich ohne Verletzungsausfall auch nicht reichen wird), da Tesfaye (der komischerweise übermorgen in Pfungstadt über 1500m gemeldet ist) ja wohl auch die Wettkampfmöglichkeiten ausgehen, warum er auch immer heute nicht angetreten ist.
Und ohne das Rennen jetzt gesehen zu haben scheint Wanders doch immer noch eher ein Straßenläufer zu bleiben, also fürchten muss sich jetzt z.B. ein Ringer bzgl der 10.000m in Berlin nicht.
(07.06.2018, 19:35)Jo498 schrieb: Grovdal zwar schneller als Krause beim Saisondebut, aber mit 9:29 deutlich hinter der Spitze bzw. hinter ihrer Zeit von letztem Spätsommer.
Relativ lustig, dass die zwei besten der europäischen Bestenliste 2017 deutlich unter Niveau einsteigen. Hatte Grovdal irgendwelche offensichtlichen Probleme (z.B. mit dem zu hohen Hindernis) oder war sie einfach wie Gesa letzte Woche ein wenig von der Spur?


RE: Diamond League 2018 - Oslo, 07.06.2018 - Atanvarno - 07.06.2018

(07.06.2018, 20:49)vedo schrieb: Zumindest bei Lückenkemper hätte ich aber auch Hoffnung, dass sie wie letztes Jahr immer besser in die Saison kommt,

Ich bin da immer noch wegen der Knochenhauptprobleme etwas beunruhigt. Sowas kann sich lang hinziehen. Wenn sie dadurch im Training behindert wird und nicht 100% gehen kann, dürfte es schwer werden, das Niveau des letzten Jahres zu erreichen.


RE: Diamond League 2018 - Oslo, 07.06.2018 - gera - 07.06.2018

ich hatte es schon vor 2 Jahren nach dem hallen-istaf gesagt, Gina hat eine zu schlechte beschleunigungsphase für die 100 m.
Wenn sie- selbst nur in Europa - ganz vorn landen will bleiben nur die 200m.
A.Gabius für mich erwartungsgemäß.


RE: Diamond League 2018 - Oslo, 07.06.2018 - Jonny - 07.06.2018

Aber ich fand, dass heute deutlich mehr technische Disziplinen gezeigt wurden, als sonst.


RE: Diamond League 2018 - Oslo, 07.06.2018 - Jo498 - 07.06.2018

(07.06.2018, 20:49)vedo schrieb: Gabius schreibt von nur drei Wochen Training. Ganz inaktiv wird er schätzungsweise davor auch nicht gewesen sein, aber dann ist es ja wirklich kein Wunder, dass er heute nicht mitkam. Somit sind es jetzt weiterhin drei Männer mit der Qualinorm - wird wohl so bleiben (außer Hendel läuft in Leiden unter 28:55, was aber natürlich ohne Verletzungsausfall auch nicht reichen wird), da Tesfaye (der komischerweise übermorgen in Pfungstadt über 1500m gemeldet ist) ja wohl auch die Wettkampfmöglichkeiten ausgehen, warum er auch immer heute nicht angetreten ist.
Und ohne das Rennen jetzt gesehen zu haben scheint Wanders doch immer noch eher ein Straßenläufer zu bleiben, also fürchten muss sich jetzt z.B. ein Ringer bzgl der 10.000m in Berlin nicht.
Wenn Ringer die Form von London hält, muss er sich vor keinem fürchten. Moen ist nicht in Form, Wanders ist über die für ihn kurzen 10k auch nicht so gut und hätte im Sprint keine Chance. Die "Türken" sind in London nicht gelaufen, aber die sind eher frontrunner und das kann Ringer, wenn er die 27:35 Form hat, alles mitgehen. Es wird aber vermutlich langsamer und taktischer und dann sind wieder einige andere im Spiel. Wobei Ringer in London auf eine nicht übermäßig schnelle erste Hälfte (ca. 14:00), noch richtig was draufpacken konnte. Damit kann man einigen den Zahn ziehen.

Es haben allerdings nur Ringer und Petros die Norm, oder? D.h. wenn irgendjemand irgendwo die Norm läuft, kann noch ein dritter mit. Tesfaye ist einfach ein Chaot, aus dem wird man nicht schlau. Außer Regensburg am letzten Juni-WE wird es echt schwer, noch einen 10000er zu laufen.
Zitat:
(07.06.2018, 19:35)Jo498 schrieb: Grovdal zwar schneller als Krause beim Saisondebut, aber mit 9:29 deutlich hinter der Spitze bzw. hinter ihrer Zeit von letztem Spätsommer.
Relativ lustig, dass die zwei besten der europäischen Bestenliste 2017 deutlich unter Niveau einsteigen. Hatte Grovdal irgendwelche offensichtlichen Probleme (z.B. mit dem zu hohen Hindernis) oder war sie einfach wie Gesa letzte Woche ein wenig von der Spur?
Konnte ich so genau nicht sehen; zwei Frauen sind wohl geradezu in das Hindernis reingelaufen, da war Grovdal aber m.E. nicht dabei. Sie ist am Anfang noch halbwegs mit der pace gegangen, aber bald kamen nur noch Coburn, Kiyeng und noch eine mit und der Rest musste abreißen lassen. Es wurde dann meistens nur die Spitzengruppe gezeigt und mein Empfang+Auflösung leider zu schlecht, um hinten mehr zu erkennen (ich war stellenweise gar nicht sicher, ob die nächste Weiße Frerichs (die wars) oder Grovdal war).


RE: Diamond League 2018 - Oslo, 07.06.2018 - vedo - 07.06.2018

(07.06.2018, 21:18)Jo498 schrieb: Wenn Ringer die Form von London hält, muss er sich vor keinem fürchten. Moen ist nicht in Form, Wanders ist über die für ihn kurzen 10k auch nicht so gut und hätte im Sprint keine Chance. Die "Türken" sind in London nicht gelaufen, aber die sind eher frontrunner und das kann Ringer, wenn er die 27:35 Form hat, alles mitgehen. Es wird aber vermutlich langsamer und taktischer und dann sind wieder einige andere im Spiel. Wobei Ringer in London auf eine nicht übermäßig schnelle erste Hälfte (ca. 14:00), noch richtig was draufpacken konnte. Damit kann man einigen den Zahn ziehen.

Es haben allerdings nur Ringer und Petros die Norm, oder? D.h. wenn irgendjemand irgendwo die Norm läuft, kann noch ein dritter mit. Tesfaye ist einfach ein Chaot, aus dem wird man nicht schlau. Außer Regensburg am letzten Juni-WE wird es echt schwer, noch einen 10000er zu laufen.
Ja sorry, natürlich sind es zwei. Irgendwie habe ich Tesfaye gedanklich manchmal schon mit drin, weil er die Norm eigentlich locker drauf hat, nur laufen muss er sie natürlich noch selbst. Ich war ja schon erstaunt, dass er unter Heinig überhaupt den Plan hatte sich für Berlin über 5000 und 10000m zu qualifizieren (weil eben jener Heinig mal gesagt hat dass Tesfaye ohne wenn und aber ein reiner Mittelstreckentyp sei), klang aber gleichzeitig nach der besten Tesfaye-Idee seit Langem. Wäre sehr schade wenn er das nicht durchzieht.

Unschlagbare Gegner gibt's für Ringer tatsächlich nicht. Auf dem ersten Blick schaut auch die 60:08 von Özbilen aus diesem Jahr beeindruckend aus, aber die Zeit ist Wanders auch gerannt. Am gefährlichsten mag vielleicht Mechaal sein, der laut eigener Aussage in London muskuläre Probleme hatte, aber natürlich als mittlerweile mindestens erweiterte Weltklasse über 1500-3000m auch über die lange Strecke ganz gefährlich werden könnte wenn es rund für ihn läuft.
Ringer läuft obwohl wahrlich kein Mittelstreckler seine besten Rennen und besten Schlussrunden eigentlich gefühlt fast immer aus solchen mit gesteigerten Rennverläufen, insofern würde ich ein zu Beginn eher taktischen Rennen eigentlich fast schon als wünschenswert sehen. Aber kann auch gut sein, dass die Türken oder Wanders was dagegen haben.


RE: Diamond League 2018 - Oslo, 07.06.2018 - Jo498 - 07.06.2018

Ich sehe am gefährlichsten für Ringer auch eher Typen wie Mechal oder den Franzosen, den er in London knapp geschlagen hat, zumal bei einem nicht ganz so schnellen Rennen.
Von den "Türken" ist seltsamerweise bisher nur Polat Kemboi Arikan überhaupt Bahnrennen gelaufen. Özbilen und Kaya nur Halbmarathon im Frühjahr.