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Gründe für den Aufschwung des deutschen Frauensprint - Druckversion

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RE: IAAF World Relays Nassau - 22./23.04.2017 (Gooooold!) - Robb - 02.05.2017

Der Vorlauf der 4x1 in Nassau war sehr beeindruckend von Haase. Da lief sie gegen Christiana Williams, die stand letztes Jahr immerhin im 100m Finale in Rio. Die Jamaikanerin lag beim Wechsel nicht weit hinter der deutschen Staffel, aber Haase konnte den Abstand sogar vergrößern.


RE: IAAF World Relays Nassau - 22./23.04.2017 (Gooooold!) - Gertrud - 02.05.2017

(02.05.2017, 19:30)Robb schrieb: Der Vorlauf der 4x1 in Nassau war sehr beeindruckend von Haase. Da lief sie gegen Christiana Williams, die stand letztes Jahr immerhin im 100m Finale in Rio. Die Jamaikanerin lag beim Wechsel nicht weit hinter der deutschen Staffel, aber Haase konnte den Abstand sogar vergrößern.

Es ist wichtig, dass die deutschen Frauen gegen internationale Konkurrenz mit Rang und Namen sprinten. Nur das zählt und schult!

Gertrud


RE: IAAF World Relays Nassau - 22./23.04.2017 (Gooooold!) - Atanvarno - 02.05.2017

(02.05.2017, 19:25)Gertrud schrieb:
(02.05.2017, 16:41)MZPTLK schrieb: Richter und Helten sind als Masstab eher ungeeignet, weil 'a little help from my friends' im Spiel war.

Gibt es eindeutige Beweise? Man sollte immer sehr vorsichtig mit solchen Äußerungen sein. Damals gab es übrigens meines Wissens noch kein Mini-Doping. Wer heute alles so sauber über lange Zeiträume ist ... man denke nur an Marion Jones!

Gertrud

Eindeutige Beweise nicht, aber doch genug Hinweise, dass einem unwohl wird, s. www.cycling4fans.de/index.php?id=5374


RE: IAAF World Relays Nassau - 22./23.04.2017 (Gooooold!) - icheinfachma - 02.05.2017

Das auch im Westen planmäßig gedopt und vertuscht wurde, ist hinreichend bekannt. Da heißt ein nie positiv getesteter Athlet lange nichts. Die damaligen Leistungen sind mit dem damaligen Wissensstand in Trainingsmethodik ohne Doping nicht sehr realistisch. Ich denke da nur an den berüchtigten Prof. Klümper, bei dem auch Sabine Braun Patientin war und den Sie (Frau Schäfer) mal für seine guten Qualitäten im sportorthopädischen Bereich gelobt haben.


RE: IAAF World Relays Nassau - 22./23.04.2017 (Gooooold!) - aj_runner - 02.05.2017

(02.05.2017, 19:48)icheinfachma schrieb: Das auch im Westen planmäßig gedopt und vertuscht wurde, ist hinreichend bekannt. Da heißt ein nie positiv getesteter Athlet lange nichts. Die damaligen Leistungen sind mit dem damaligen Wissensstand in Trainingsmethodik ohne Doping nicht sehr realistisch. Ich denke da nur an den berüchtigten Prof. Klümper, bei dem auch Sabine Braun Patientin war und den Sie (Frau Schäfer) mal für seine guten Qualitäten im sportorthopädischen Bereich gelobt haben.

Vielleicht war Klümper sehr guter Orthopäde und Doper und nicht jeder hat alle seine Facetten in Anspruch genommen? Ein Bekannter von mir, der im erweiterten Kreis der Turnnationalmannschaft war, wurde von ihm seiner Zeit mit Spritzen in das Fußgelenk fitgespritzt. Nach der Wende war es für die Wessis hart, sich gegen die DDR-Sportler durchzusetzen.


RE: IAAF World Relays Nassau - 22./23.04.2017 (Gooooold!) - icheinfachma - 02.05.2017

Das werden wir jetzt nie mehr herausfinden...


RE: IAAF World Relays Nassau - 22./23.04.2017 (Gooooold!) - Atanvarno - 02.05.2017

(02.05.2017, 20:26)aj_runner schrieb: Vielleicht war Klümper sehr guter Orthopäde und Doper und nicht jeder hat alle seine Facetten in Anspruch genommen?

Kann ich so aus Erfahrungen in der persönliche Bekanntschaft ebenfalls bestätigen. Nicht jeder Klümper-Patient war auf die Verordnung von Dopingmitteln aus, sondern viele haben einfach die Dienste eines hervorragenden Mediziners in Anspruch genommen, der helfen konnte, wo andere Ärzte schon die Sportinvalidität diagnostiziert hatten.


RE: IAAF World Relays Nassau - 22./23.04.2017 (Gooooold!) - Knueppler - 02.05.2017

(02.05.2017, 21:51)Atanvarno schrieb:
(02.05.2017, 20:26)aj_runner schrieb: Vielleicht war Klümper sehr guter Orthopäde und Doper und nicht jeder hat alle seine Facetten in Anspruch genommen?




Kann ich so aus Erfahrungen in der persönliche Bekanntschaft ebenfalls bestätigen. Nicht jeder Klümper-Patient war auf die Verordnung von Dopingmitteln aus, sondern viele haben einfach die Dienste eines hervorragenden Mediziners in Anspruch genommen, der helfen konnte, wo andere Ärzte schon die Sportinvalidität diagnostiziert hatten.



​Das kann ich ebenfalls bestätigen. Ich war zweimal in der Praxis Dr. Klümper (allerdings nicht bei ihm persönlich) wegen akuter Verletzungen und man hat mir definitiv keine Dopingmittel verschrieben.
​Allerdings kannte ich Athleten, die einmal im Monat dorthin fuhren und eigentlich keine akuten Verletzungen hatten. Die von diesen Athleten genannten Gründe fand ich damals eher seltsam und nicht schlüssig.

​Annegret Richter: Ich kann mich noch an das Gerücht erinnern, dass ein Fernsehteam mal ein Gespräch von ihr unerlaubt (mit Richtmikrophon) mit entsprechenden Bemerkungen aufgezeichnet hatte.


RE: IAAF World Relays Nassau - 22./23.04.2017 (Gooooold!) - Gertrud - 02.05.2017

(02.05.2017, 19:48)icheinfachma schrieb: Das auch im Westen planmäßig gedopt und vertuscht wurde, ist hinreichend bekannt. Da heißt ein nie positiv getesteter Athlet lange nichts. Die damaligen Leistungen sind mit dem damaligen Wissensstand in Trainingsmethodik ohne Doping nicht sehr realistisch. Ich denke da nur an den berüchtigten Prof. Klümper, bei dem auch Sabine Braun Patientin war und den Sie (Frau Schäfer) mal für seine guten Qualitäten im sportorthopädischen Bereich gelobt haben.

Meine Mutter war übrigens auch seine Patientin und ich auch lange Jahre zum Ende meiner Sportlerinnenlaufbahn, vornehmlich aber als Privatfrau und Lehrerin. Ich habe auch den Vizechef unseres Marler Sportamtes zu Prof. Klümper mitgenommen. Und das hier zum wiederholten Male: Ich wurde an beiden Karpaltunneln leider überflüssig operiert. Als ich eine scheinbare Rezidiv-OP beidseits durchführen lassen sollte, wurde ich sehr unruhig vor allem nach Schlaumachen im Internet - meistens misslingt ein solches Unterfangen - und habe telefonischen Kontakt zu Prof. Klümper in Südafrika aufgenommen. Er hat mir eine bestimmte Vorgehensweise geraten, die ich dann nachvollzogen habe und die dann voll positiv gewirkt hat. Ich bin bis heute symptomfrei. Warum sollte ich über ihn herziehen? Er war als Spezialist hinsichtlich Osteologie ein absolutes As und im Prophylaxebereich unübertroffen. Ich habe den medizinischen Blick auf das Training hinsichtlich funktioneller Anatomie bei ihm veriinnerlicht und eine Menge bei ihm und seinen Mitarbeitern gelernt. Er hat die Physiotherapie in Verbindung mit der Sportmedizin hoffähig gemacht und damit einen Boom ausgelöst. - Ich hatte damals einen Fehler bei einer Kraftübung von Beate Peters gemacht, wonach sie innerhalb von vier Wochen zweimal bei ihm in Behandlung (leichte Schulterbeschwerden) war. "Ich mache irgendeinen Fehler", sagte ich zu ihm, wusste damals aber eine kleine Klippe im Schultergelenk nicht. Ich habe mit ihm diese Sachen abgesprochen, und alles war gut. Ich wusste von einer seiner Sekretärinnen, dass er sich oft stundenlang Leichen angesehen hat, um die ganz genaue Anatomie zu studieren. Er war ein "Malocher" erster Güte. Wir (Beate, Sabine und ich) haben ihn auf anderem Gebiet nicht kennengelernt. 

Übrigens habe ich als Bundestrainerin mit den Kaderathletinnen Prof. Klümper und seine Ärzte für die Orthopädie und das Institut von Prof. Keul für die Kreislauftests aufgesucht. Ein Dr. Simon (später Professor in Warendorf bei der Bundeswehr - wohl tödlich verunglückt, wie ich hörte) hat Beate Peters mit ihrer Hypertonie hervorragend eingestellt. Man kann nur dankbar sein, an solche Ärzte in medizinischer Prophylaxe zu geraten. Die Form der anabolen Steroide habe ich mit meinen Athletinnen und Kaderathletinnen nie dort kennengelernt. 

Außerdem bin ich ein Mensch, der auch zu Leuten hält (gerade auch dann!), wenn sie straucheln. 

Gertrud


RE: IAAF World Relays Nassau - 22./23.04.2017 (Gooooold!) - Gertrud - 02.05.2017

(02.05.2017, 19:48)icheinfachma schrieb: Die damaligen Leistungen sind mit dem damaligen Wissensstand in Trainingsmethodik ohne Doping nicht sehr realistisch. Ich denke da nur an den berüchtigten Prof. Klümper, bei dem auch Sabine Braun Patientin war und den Sie (Frau Schäfer) mal für seine guten Qualitäten im sportorthopädischen Bereich gelobt haben.

Denken Sie mal ganz genau über die beiden hintereinander aufgeführten Sätze und seiner Außenwirkung nach! Am besten hätten Sie das im vernünftigen Sinne mal vorher getan!!! Übrigens befinden sich einige heutige Leistungen in der deutschen Leichtathletik auch im damaligen Leistungsbereich - noch Fragen?!  Wink Ach, Entschuldigung - es gibt ja die überaus guten Dopingkontrollen von heute in Deutschland und die teilweise verbesserten Kenntnisse kluger Köpfe, die schon früher tätig waren. 

Gertrud