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Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - Druckversion

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RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - Robb - 16.03.2017

(16.03.2017, 07:56)alex72 schrieb: Das ist etwa die Rechtfertigungsschiene eines  Vericherungsbetrügers:

Die Versicherungen sind alles  Abzocker und deswegen darf man sie betrügen. Nur leider geht das nicht auf Kosten der Verantwortlichen sondern aller anderen (Versicherten) Athleten die sich korrekt verhalten ....

Nö, wir diskutieren hier nichts Illegales. Was Gabius macht, ist nichtmal fragwürdig, denn anderen Athleten bietet der DLV es geradezu an. Scherl bekommt Förderung ohne Gegenleistung, Gabius darf dies nicht beanspruchen? Mit welchem Recht verlangt der DLV von Gabius eine Gegenleistung, von anderen nicht? Und mit welchem Recht verlangt der DLV Leistung ohne Förderung?


RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - benutzer - 16.03.2017

es wäre schön wenn Gabius mal wieder durch Leistung und nicht durch Streitereien mit Verein und Verband auffallen würde.
Das ganze wirkt auf mich inszeniert damit er überhaupt im Gespräch bleibt.
Wer nicht für Deutschland antreten will wenn es erwartet wird, hat meiner M.n. keinen Anspruch auf Förderung.
Wieso soll ein Athlet der nur privat einnehmen will mit öffentlichem Geld gefördert werden?


RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - Gertrud - 16.03.2017

(16.03.2017, 07:17)Robb schrieb: Solange der DLV Leistung von Athleten verlangt ohne Förderung oder Gegenleistung, finde ich es ok, wenn Athleten es genauso machen.
Mit welchem Recht verpflichtet der DLV Athleten , die er nicht (mehr) fördert, zur Teilnahme an der Team-EM oder DM?

Das ist richtig, dass Athleten sich dann meines Erachtens selbst entscheiden können. Ich möchte aber folgendes dazu sagen. Ich würde niemals aus Opposition zum DLV Sportfeste absagen, die wertvoll von der Planung her sind. So schief sollte die Karre nicht laufen. Ich würde schon im Gespräch mit dem Verband bleiben wollen und meinen Standpunkt untermauern und begründen und nicht einfach Sachen aus reiner Opposition absagen. Wie du mir, so ich dir, halte ich für eine sehr schlechte Basis. Ich hatte immer wichtige Gründe für mein Verhalten. Irgendwie sitzen wir ja doch alle in demselben Boot. 

Würde ich nicht an einem TL in Kienbaum mit einem Athleten teilnehmen wollen, hätte ich sicherlich als Gründe die wesentlich besseren individuellen Bedingungen zu Hause und den nicht auftretenden "Lagerkoller". Diese idividuellen Feinheiten sollte man auch von Verbandsseite beachten, ohne die Trainer in die "Querulantenecke" zu schieben. Ich gehe immer sehr individuell vor und forciere Einflüsse nach meinen Erfahrungen. Es gibt sicherlich auch Konstruktionen, die einfach nicht zusammenpassen. Man kann z. B. einen sehr akribischen Wolfgang Heinig nicht mit oberflächlichen Athletinnen kombinieren. Das passt einfach nicht zusammen. Auch ich bin nicht kompatibel mit inkonsequenten Athleten und Athletinnen. Da ziehe ich dann aber auch selbst sehr frühzeitig die Reißleine. Wenn der DLV auf der anderen Seite konsequenten Teams Freiheiten lässt, weil er sich auf deren hervorragende Arbeit verlassen kann, wäre das ein Schritt in die richtige Richtung. 

Das erklärte Höchstziel sind nun mal die WM und OS. Ich empfinde es als sehr richtig, wenn der DLV dort bei Förderung Präsenz erwarten kann.

Gertrud


RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - Atanvarno - 16.03.2017

DLV-Präsident weist Gabius-Kritik zurück

Wobei Prokop den Verlauf der Dinge irgendwie verdreht. Er stellt Gabius Förderung in Frage, weil der nicht in London starten will, aber Gabius startet nicht in London, weil er nicht gefördert wurde.
Die Frage ist, was kommt bei fördern und fordern eigentlich zuerst. Sollte nicht der DLV erstmal fördern, bevor er fordern kann?


RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - Gertrud - 16.03.2017

(16.03.2017, 22:02)Atanvarno schrieb: DLV-Präsident weist Gabius-Kritik zurück

Wobei Prokop den Verlauf der Dinge irgendwie verdreht. Er stellt Gabius Förderung in Frage, weil der nicht in London starten will, aber Gabius startet nicht in London, weil er nicht gefördert wurde.
Die Frage ist, was kommt bei fördern und fordern eigentlich zuerst. Sollte nicht der DLV erstmal fördern, bevor er fordern kann?

Man kann doch Förderungen auch mit Forderungen wie Präsenz bei einer WM verknüpfen. 

Gertrud


RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - alex72 - 17.03.2017

(16.03.2017, 09:04)Robb schrieb: Nö, wir diskutieren hier nichts Illegales. Was Gabius macht, ist nichtmal fragwürdig, denn anderen Athleten bietet der DLV es geradezu an. Scherl bekommt Förderung ohne Gegenleistung, Gabius darf dies nicht beanspruchen? Mit welchem Recht verlangt der DLV von Gabius eine Gegenleistung, von anderen nicht? Und mit welchem Recht verlangt der DLV Leistung ohne Förderung?


Der DLV kann faktisch überhaupt nichts verlangen ohne Gegenleistung.

Jeder der keine Förderung hat kann doch frei entscheiden ob er für den DLV starten möchte oder nicht . Hat der DLV Mikitenko bestraft weil sie sich gedrückt hat ?  Hat Orth jetzt ein Problem weil er auf dei HEM verzichtet hat ?

Das finde ich übrigens auh vollkommen in ordnung wenn Orth sagt: wenn ihr mich nicht unterstützt habe ich auch keinen Bock für euch zu starten !


RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - Robb - 17.03.2017

(17.03.2017, 01:04)alex72 schrieb: Der DLV kann faktisch überhaupt nichts verlangen ohne Gegenleistung.

Jeder der keine Förderung hat kann doch frei entscheiden ob er für den DLV starten möchte oder nicht .
Ach wirklich?

Nominierungsrichtlinien 2017: "Die Athleten, die zum Nominierungstermin die bestmögliche Platzierung bei den TEAM-Europameisterschaften am 24.-25.06.2017 in Lille/FRA erwarten lassen, werden nominiert und sind zur Teilnahme verpflichtet."

Das gilt für alle Athleten, egal ob gefördert oder nicht. Aus der Teilnahme ergibt sich für Athleten keinerlei Vorteil, denn Teilnehmer werden z.B. nicht bevorzugt für London nominiert. Wer aber nicht an der Team-EM teilnimmt, wird auch nicht für London nominiert. Der DLV verpflichtet Athleten also zur Teilnahme ohne jegliche Gegenleistung aber mit einer Drohung bei Nichtteilnahme.


RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - alex72 - 17.03.2017

Gibt es einen einzigen Fall in dem der DLV einen Athleten wegen der Nichtteilnahme an der Team EM etc. nicht nominiert hätte ?

Der DLV ist da ein zahnloser Tiger. Er kann es sich absolut nicht erlauben einen qualifizierten Athleten nicht zu nominieren. Der Aufschrei in den Medien wäre katastrophal und auf dem Rechtsweg hätte der DLV sehr schlechte Chancen. Außerdem hat er ja gar kein Interesse Athleten nicht zu nominieren.

Wenn man dem DLV wegen seiner Nichtförderung treffen will wäre es sicher schmerzhaft wenn die betroffenen Athleten sich für die Team EM etc. wie Orth "entschuldigen".


RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - Robb - 17.03.2017

(17.03.2017, 07:57)alex72 schrieb: Gibt es einen einzigen Fall in dem der DLV einen Athleten wegen der Nichtteilnahme an der Team EM etc. nicht nominiert hätte ?

Nadine Kleinert 2013?
Wobei es irrelevant ist, ob der DLV diese Regelung durchsetzen würde, Tatsache ist, dass er die Leistung ohne Gegenleistung schriftlich einfordert.
Was wäre denn, wenn vier über 1500m die Norm haben und Orth die Teilnahme an der Team-EM verweigert hat? Dann nehmen sie die drei anderen mit und verweisen auf die Richtlinien.


RE: Arne Gabius verzichtet auf die WM in London - Sebastian - 17.03.2017

(17.03.2017, 08:27)Robb schrieb:
(17.03.2017, 07:57)alex72 schrieb: Gibt es einen einzigen Fall in dem der DLV einen Athleten wegen der Nichtteilnahme an der Team EM etc. nicht nominiert hätte ?


Nadine Kleinert 2013?
Wobei es irrelevant ist, ob der DLV diese Regelung durchsetzen würde, Tatsache ist, dass er die Leistung ohne Gegenleistung schriftlich einfordert.
Was wäre denn, wenn vier über 1500m die Norm haben und Orth die Teilnahme an der Team-EM verweigert hat? Dann nehmen sie die drei anderen mit und verweisen auf die Richtlinien.

Ja, aber wo läge hierbei das Problem? Es wurde vorher klar kommuniziert und ein Athlet, eine Athletin trifft dann solche Entscheidungen auf eigenes Risiko.

Ganz anders liegt ein Fall, wo eben nicht im Vorhinein alle Eventualitäten abgeklopft wurden. Ich meine, das wäre beim Damenspeer letztes Jahr so gewesen, zumindest fand ich das damals nicht koscher.