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RE: Schwimmen - Clutch - 11.08.2016 Den Schwimmern wird ja jetzt wohl die Förderung gestrichen. Wie war das eigentlich in der Leichtathletik nach 2004 und 2008? Erinnert sich noch jemand, ob es da Einschnitte gab? RE: Schwimmen - beity - 11.08.2016 Es gibt verschiedene Wege, die Verbände gehen. Einer ist der Weg der Individualisierung (beispielsweise favorisiert Gertrud dies immer wieder) ein anderer die Zentralisierung. Zusammenziehen der besten an einem Ort. Immer wieder Konkurrenzsituation schaffen. Laut Aussage von gestern hatten gerade die drei Medaillenkandidaten Biedermann, Koch und Hentke Freiheiten hinsichtlich der individuellen Vorbereitung. Individualität ist ja schön und gut, Biederman und Koch erreichten "nur 98-99 % ihrer Jahresbestzeit in Rio, geschweige den 100 % oder neue Jahresbestzeit. Hentke war weit weg von Ihrem Leistungsvermögen. Alle 3 haben nicht das gebracht, was sie sich auch selbst vorgenommen haben (da brauchen wir jetzt nicht mit dem bösen Druck von außen kommen). Sehr individuell ist natürlich auch der Ansatz von Koch, der seine augenscheinlichen Fettröllchen als notwendig ansieht, um die Trainingsstrapazen bewältigen zu können (ist vielleicht die Wassertemperatur in Darmstadt zu niedrig? )Es mag ein Zufall sein, das gerade der siegreiche Kasache der dünnste im Feld war. Aber mosern kann jeder, ich besonders gut ![]() Förderung streichen halte ich für einen Verband wie dem Schwimmverband nicht für so gut. Es muss grundsätzlich der Stellenwert von Leistungssport gerade auch in der Wirtschaft verbessert sein. Aussichtsreiche Kandidaten sollten im Förderpool von potenten Arbeitgebern stehen, die "ihren" Athleten während und nach der Sportkarriere berufliche Optionen bieten. Hier muss viel stärker das wirklich vorhandene wirtschaftliche Potential in Deutschland genutzt werden. RE: Schwimmen - gera - 11.08.2016 guter Ansatz beity , die Arbeitgeber, für die der Athlet während seiner aktiven Zeit ein Aushängeschild ist, geben dem nicht menr Aktvien dann eine beriufliche Perspektive . RE: Schwimmen - alist - 11.08.2016 Es tut mir grundsätzlich leid für die Athleten, die ja nun auch jeden Tag hart trainieren und ihren Traum von Olympia leben. Aber ganz offensichtlich läuft da was falsch... Das System der USA mit dem Uni-Sport kriegen wir für Deutschland nicht kopiert. Aber wenn Sportarten außerhalb von Olympia zb. kaum Öffentlichkeit bekommen, fehlt auch der interessierte Nachwuchs. Das heißt, die Basis ist schon mal recht klein, um daraus neue Weltklasse-Athleten zu rekrutieren. Was die Förderung angeht: die LA hat für die Vorbereitung der WM 2009 in Berlin extra Fördergeld bekommen - und das hat sich dort ausgezahlt. RE: Schwimmen - Robb - 11.08.2016 (11.08.2016, 09:47)alist schrieb: Was die Förderung angeht: die LA hat für die Vorbereitung der WM 2009 in Berlin extra Fördergeld bekommen - und das hat sich dort ausgezahlt.Dr. Sheldon Cooper würde sagen "Das ist Post hoc ergo propter hoc". Worauf begründet sich deine Annahme, die Erfolge von Berlin 2009 wären auf bessere Förderung zurückzuführen? Ich bewundere ja Australien, hat nur ein Viertel der Einwohner Deutschlands, aber schafft es seit Jahrzehnten, Weltklasseschwimmer zu entwickeln. Dabei konzentrieren sich die Australier nicht auf einige wenige Sportarten, ihre Mannschafft in Rio ist größer als die deutsche und sie sind (bis jetzt) auch wesentlich erfolgreicher. RE: Schwimmen - alist - 11.08.2016 (11.08.2016, 11:42)Robb schrieb: Dr. Sheldon Cooper würde sagen "Das ist Post hoc ergo propter hoc". Worauf begründet sich deine Annahme, die Erfolge von Berlin 2009 wären auf bessere Förderung zurückzuführen?Andersrum gefragt: welche Sportart ohne Förderung ist in Deutschland erfolgreich? Ich gehe davon aus, dass mehr Förderung mehr Geld für Physio, ausländischen Trainer-Beistand, wochenlange Trainingslager in Florida (.....), Ausstattung von Hallen und Plätzen, mehr Trainer insgesamt bedeutet. RE: Schwimmen - alex72 - 11.08.2016 ich würde mal sagen die (sehr trainingsintensiven) Schwimmer (und andere) haben gegen Länder wie USA und Australien keine Chance: weil die UNIs und Schulen dort Millarden in den Leistungssport investieren während unser Studenten schon Probleme haben mal eine Klausur zu verschieben währenddessen unsere UNis und Schulen durch die weitgehende Einführung des 12jährigen Abiturs und der stärkere Straffung des Studiums den Raum für Sport immer weiter einschränken. Ein Leistungssportler in der anglophonen welt wird schon von seiner Schule sportlich gefördert (und nicht durch zufällige Sportvereinsanbindung), dann ist er auch noch hochmotriviert durch die Aussicht auf ein Stipendium und schließlich erhät er ein Stipendium an einer UNI seiner Wahl wo man das Studium an sein Training anpasst. RE: Schwimmen - dominikk85 - 11.08.2016 Man muss allerdings auch sehen, dass der sport für die US unis ein geschäft ist und das das studieren dort enorm teuer ist. bei uns haben die Unis (da sie kein geld verdienen müssen) keinen anreiz stipendien zu vergeben und die sportler brauchen sie auch nicht wirklich, da das studieren ja nicht teuer ist. Die Unis bei uns sind ja im prinzip behörden, die sport nur am rande interessiert. RE: Schwimmen - Pretender - 11.08.2016 Viele der Amerikaner(innen) sehen austrainierter aus und machen wohl deutlich höhere Umfänge und bringen zum Höhepunkt ihre beste Leistung. Viele schwimmen mehrere Strecken + Staffel, wir schaffen es meist nicht einmal auf der (einzigen) Spezialstrecke die SB abzurufen. RE: Schwimmen - ap-hh - 11.08.2016 (11.08.2016, 13:08)alex72 schrieb: Ein Leistungssportler in der anglophonen welt wird schon von seiner Schule sportlich gefördert (und nicht durch zufällige Sportvereinsanbindung), dann ist er auch noch hochmotriviert durch die Aussicht auf ein Stipendium und schließlich erhät er ein Stipendium an einer UNI seiner Wahl wo man das Studium an sein Training anpasst. Ich habe allerdings auch gelesen (ohne die Quelle wiederzufinden, also Schande über mich ), dass es auch so manche Schulen/Unis etc. gibt, die z.T. Schüler/Studenten nur zum Zweck mit einem Stipendium ausstatten, damit diese ausschließlich Sport treiben und so zum Ruhm der jeweiligen Institution beitragen sollen. Aber wehe, die Erfolge bleiben dann aus - dann werden sie sehr schnell fallen gelassen. Ich weiß nicht, ob wir so ein System wirklich zum Vorbild nehmen sollten (sofern es überhaupt hierzulande strukturell möglich ist). (Wie gesagt, ich erinnere mich an entsprechende Lektüre, kann mich aber für die Richtigkeit nicht verbürgen) |