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Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Druckversion

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RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Rostocker - 24.09.2025

(24.09.2025, 11:17)Reichtathletik schrieb:
(24.09.2025, 10:40)Rostocker schrieb:
(23.09.2025, 21:13)trackwatchnds schrieb: Wie kann es denn sein, dass selbst hier im Forum einige User nicht wissen, um wen es in der Doku an den einzelnen Standorten geht?! Das ist für mich unvorstellbar und lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass leider doch nicht so viel Expertise und Insider versammelt sind, wie ich immer dachte.

Wow! Einfach mal negieren, dass Leute hier aus unterschiedlichen Gründen und mit unterschiedlichem Background angemeldet sind!
Vielleicht interessiert es auch einige nicht oder sie blenden das gezielt aus? Das ist ebenso legitim, oder nicht?

Übrigens sind auch Eltern ein Teil des Problems. Was ich letzten Sonnabend von einem Vater einer 10-jährigen erleben durfte, spielt mindestens in der gleichen Liga, wie die beschriebenen Fälle. Die Trainerinnen des Mädchens trauen sich nicht, den Vater anzusprechen.
Auch das haben nicht alle mitbekommen und es ist weder allen Eltern noch allen Kindern der Altersklasse bekannt, auch wenn es mindestens das 2. Mal war. Und die Chancen stehen gut, dass es zu Hause so weitergeht.

Und wer jetzt denkt, dass es einfach wäre, da etwas zu unternehmen, unterschätzt die Komplexität.

"Nicht interessieren" und "gezielt ausblenden" finde ich aber jetzt nicht legitim... Wer sich in dem Sport engagiert, muss auch die unangenehmen Aspekte mitnehmen, berücksichtigen und Verantwortung übernehmen. Man kann als Coach ja auch nicht immer dann zuhause bleiben, wenn es regnet, und die Athleten dann alleine lassen...
Aber leider herrscht im Ehrenamt zu oft die Herangehensweise: "Ich mach das in meiner Freizeit, also mach ich auch nur was mir Spaß macht." Ich hoffe jeder der mal auf die freiwillige Feuerwehr oder ehrenamtliche Rettungssanitäter angewiesen ist, muss nicht dafür sorgen, dass der Einsatz gerade auch Spaß bereitet.

Bei den Eltern stimme ich dir zu. Und übrigens bisweilen auch Athleten untereinander...
Das Thema ist komplex. Aber komplex darf nicht bedeuten, dass man kapituliert und es gar nicht erst versucht.

Ich bin bei trackwatch in dem Punkt, dass es erschreckend ist, wie viele offenbar nichts wissen/wussten bei einigen Standorten.

Es ging hier um Forennutzer. Man muss nicht nach jedem Stöckchen springen.
Dein Vergleich "... wenn es regnet ..." und der Feuerwehr/dem Rettungsdienst hinkt.

Bei komplexen Themen muss man in geeigneter Runde besprechen, wie man unter Abwägung möglichst vieler verschiedener Gesichtspunkte vorgeht. Ich hätte gerne am Sonnabend das Gespräch gesucht, die Familie war jedoch bereits abgefahren. Auch hier gilt es die sozio-kulturellen, kommunikativen Hintergründe und weitere Aspekte zu betrachten. Und wenn man es selbst nicht kann oder will, sollte man es melden.
Im konkreten Fall ist jetzt der LV involviert. Ich denke, dass wir uns einig sind, dass einerseits das Kind im Wettkampf aber auch in der häuslichen Umgebung geschützt werden muss. Wenn Aktionen jetzt dazu führen sollten, dass das Kind nicht mehr zum Training und zu Wettkämpfen kommt, aber sonst alles gleich bleibt, ist nichts gewonnen.


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - TranceNation 2k14 - 24.09.2025

Also ich würde mich hier weder als Wissender noch als Unwissender zu weit aus dem Fenster lehnen. Meines Wissens wurden in der Doku 3 Täter angedeutet, wovon 1 aus der Hürden- und Sprint-Szene hier bereits zuvor theamtisiert worden war, 1 aus der Laufszene aus sowohl inhaltlichen (Lauf) als auch örtlich/sozialen Gründen (zB persönliche Bekanntschaft) hier gerade sehr stark diskutiert wird, und 1 Fall aus der Sprintszene hier wohl auch mangels Diskussionsteibern sehr wenig (bzw. gar nicht) debattiert wird. Insofern ist es nicht angebracht, hier an die in der Sachen unbeteiligten Forumsteilnehmer Ansprüche zu stellen.


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Roy Schmidt - 24.09.2025

4 Täter sind es sogar. Mannheim und Niedersachsen/Sachsen weiß wohl jeder der in der "Bubble" ist, um wen es sich handelt. Der Fall um Demes ist auch relativ bekannt, weil es auch vor der Doku schon Hinweise dazu in sozialen Mefien etc gab, nur nicht in welchem Ausmaß.
Bei den Fall in Berlin weiß nicht mal ich um wen es geht. Auch wenn ich Vermutungen habe.


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - TranceNation 2k14 - 24.09.2025

Stimmt, ich habe Berlin vergessen. Ich weiß logischerweise auch um wen es in MA geht und musste wie viele andere auch zum Laufthema googlen, jedoch wollte ich darauf hinaus, dass Reichtathletik auch aufgrund eigenen Interesses der NLV/SLV Fall natürlich viel offensichtlicher erscheint als zB mir.


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Reichtathletik - 24.09.2025

(24.09.2025, 14:30)TranceNation 2k14 schrieb: Stimmt, ich habe Berlin vergessen. Ich weiß logischerweise auch um wen es in MA geht und musste wie viele andere auch zum Laufthema googlen, jedoch wollte ich darauf hinaus, dass Reichtathletik auch aufgrund eigenen Interesses der NLV/SLV Fall natürlich viel offensichtlicher erscheint als zB mir.

Eigenen Interesses....  Huh

Aber halten wir fest, die Informationslage für LA-Interessierte/Forenmitglieder und in der LA-Engagierte ist sehr unterschiedlich. Ich z.B. weiß um wen es in Hannover geht, nicht aber sicher um wen es in Mannheim geht.

Und ich hab hier ja auch schon beschrieben, dass ich selbst von DLV-Angestellten in einen der Fällen beide extreme glaubwürdig mitbekommen habe:
a) wusste bis zur Doku nichts
b) gab schon vor Jahren Infos dass etwas nicht stimmt

Die Gretchenfrage bleibt, wie können wir als organisierter Sport in Zukunft besser dafür sorgen, dass die berechtigten Interessenten etwas wissen 

aber auch – das finde ich zur Etablierung eines Klimas, in dem solche Fälle hoffentlich in Zukunft nicht mehr passieren oder schneller Konsequenzen haben wichtig: 
Wie kann man Leute, die sehr wohl was wussten und behaupten, nichts gewusst zu haben, zur Verantwortung ziehen. Ebenso wo ist die Grenze wo Nicht-Wissen nicht vor Verantwortung schützt, weil Sorgfallspflichten verletzt werden.


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - TranceNation 2k14 - 24.09.2025

(24.09.2025, 14:43)Reichtathletik schrieb: Eigenen Interesses....  Huh

...weil du selbst in Leistungssport der Disziplin involviert bist


(24.09.2025, 14:43)Reichtathletik schrieb: Ich z.B. weiß um wen es in Hannover geht, nicht aber sicher um wen es in Mannheim geht.

Und das ist dann die Konsequenz. Es sagt ja jetzt auch keiner, dass man das wissen muss, wenn man in die LA aktiv involviert ist.

Um nicht mehr und nicht weniger ging es mir Thumb_up


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - runner5000 - 25.09.2025

Neuer Artikel über Linn Kleine und Pierre Ayadi in den Ruhr-Nachrichten mit einer gewöhnungsbedürftigen Stellungnahme seinerseits über eine Anwaltskanzlei. 

Vorwürfe gegen Ex-Trainer: Dortmunder Fall aus ZDF-Doku gestrichen

Der Artikel ist zwar hinter einer Paywall, man kann jedoch momentan die Ruhrnachrichten für 1€ bis zum Jahresende abonnieren.


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - runner5000 - 25.09.2025

(24.09.2025, 14:51)TranceNation 2k14 schrieb:
(24.09.2025, 14:43)Reichtathletik schrieb: Ich z.B. weiß um wen es in Hannover geht, nicht aber sicher um wen es in Mannheim geht.

Und das ist dann die Konsequenz. Es sagt ja jetzt auch keiner, dass man das wissen muss, wenn man in die LA aktiv involviert ist.

Um nicht mehr und nicht weniger ging es mir  Thumb_up

Das sieht trackwatchnds anders.

(23.09.2025, 21:13)trackwatchnds schrieb: Wie kann es denn sein, dass selbst hier im Forum einige User nicht wissen, um wen es in der Doku an den einzelnen Standorten geht?! Das ist für mich unvorstellbar und lässt eigentlich nur den Schluss zu, dass leider doch nicht so viel Expertise und Insider versammelt sind, wie ich immer dachte. 
Die Namen sind nun wirklich kein Geheimnis und sollten jedem versierten Menschen im Dunstkreis der deutschen Leichtathletik schon deutlich vor Ausstrahlung bekannt gewesen sein. 



RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - TranceNation 2k14 - 25.09.2025

Ja ich weiß, dass er das anders sieht und wollte suggerieren, dass man da anderer Meinung sein könnte und habe das an einem Beispiel festgemacht.


RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - trackwatchnds - 25.09.2025

@Atanvarno und Diskusmann: Danke für die (rechtliche) Einordnung. Selbstverständlich akzeptiere ich die Begebenheiten, wenngleich ich es mir anders wünschen würde. Auch möchte ich nicht, dass der Thread geschlossen wird, sondern - im Gegenteil - noch viel mehr Leute mitlesen und sich auch beteiligen. 

Offensichtlich habe ich die Gesamtsituation und den Kenntnisstand darüber falsch eingeschätzt, was es allerdings umso erschreckender macht und für mich auch keinen Deut besser. Daher würde ich es begrüßen, wenn der Thread weiter gedeiht und als Informationsmultiplikator dient, sich dabei aber natürlich innerhalb des rechtlich Erlaubten bewegt. Könnte ein Umschreiben mit bestimmten Informationen ein Weg sein oder ist das auch ein Tanz auf der Rasierklinge?

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@Rostocker:
Zitat:Wow! Einfach mal negieren, dass Leute hier aus unterschiedlichen Gründen und mit unterschiedlichem Background angemeldet sind!
Vielleicht interessiert es auch einige nicht oder sie blenden das gezielt aus? Das ist ebenso legitim, oder nicht?

Vielleicht haben wir eine unterschiedliche Auffassung von negieren. Jeder kann von mir aus hier angemeldet sein, weshalb auch immer er möchte, das habe ich niemals kritisiert.
Desinteresse an dem Thema kann ich ebenfalls nur schwerlich kritisieren, aber gezieltes Ausblenden finde ich persönlich leider überhaupt nicht legitim. Das impliziert für mich ein bewusstes Entscheiden gegen die Aufklärung in der Sache selbst und bietet vielmehr genau den Nährboden, dass solche Typen jahrelang konsequenzlos ihr Unwesen treiben können, in der Sicherheit, dass manche die Augen davor verschließen (wollen?!). Das kannst du unmöglich damit meinen, aber ich bin gerne für deine Richtigstellung offen, sofern du es anders gemeint hast, schließlich weist du selbst auf die Komplexität vieler Fälle hin.

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@TranceNation 2k14:
Zitat:Insofern ist es nicht angebracht, hier an die in der Sachen unbeteiligten Forumsteilnehmer Ansprüche zu stellen.

Möglicherweise eine Fehlinterpretation, aber ich beziehe den Satz jetzt einmal auf meine Aussagen. Jedenfalls bleibe ich bei meinen Aussagen aus Beitrag #353, die Namen sollten bekannt sein, allein zu präventiven Zwecken. Diesen Anspruch oder frommen Wunsch kann man aus meiner Sicht schon äußern. Das ist auch kein persönlicher Angriff, sondern ein kollektives ins-Gewissen-Reden.