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Teilnehmerfelder und Beschränkungen bei der DM in Dresden 2025 - Druckversion

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RE: Teilnehmerfelder und Beschränkungen bei der DM in Dresden 2025 - Atanvarno - 31.07.2025

(31.07.2025, 09:19)Oliver schrieb: Die Kritik an Kaul ist aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar. Er ist ein Aushängeschild der deutschen Leichtathletik und verdient es auch auf einer DM präsent zu sein.

Das wäre er auch ohne die Sonderzulassung im Speerwurf.


RE: Teilnehmerfelder und Beschränkungen bei der DM in Dresden 2025 - diwa - 31.07.2025

(31.07.2025, 09:19)Oliver schrieb: Ich könnte mir vorstellen, dass man eine Woche vor der Meisterschaft eine Vorqualifikation veranstaltet. Darin teilnehmen müssten dann alle B-Normerfüller und alle Personen mit einen Sonderstartrecht. 

D.h. die zweite Reihe muss 2x Reise- und Unterkunftskosten einplanen?
Eventuell für 2 bis 4 zusätzliche Tage Urlaub einreichen?
Und u.U. die Übernachtungen für die "eigentliche" DM stornieren, ohne dass die Kosten ersetzt werden?

Nee - das ist der falsch Weg!

Was spricht gegen 6 statt 4 Vorläufen am Samstag Vormittag?
Oder eine eventuell notwendige Qualifikation für technische Bewerbe?

Wenn ich mir anschaue, wie viele Meldungen es mit B-Norm gibt, so sollte das eigentlich alles kein Problem sein.


RE: Teilnehmerfelder und Beschränkungen bei der DM in Dresden 2025 - Reichtathletik - 31.07.2025

(31.07.2025, 09:19)Oliver schrieb: Klar fehlt hier etwas das Fingerspitzengefühl und es ist oft nicht so einfach einen gesunden Mittelweg zu finden. Ein schlechtes Beispiel war der Zeitplan und die zu großen Starterfelder bei den World University Games. 

Ziel sollte es sein, am Abend oder am Nachmittag eine attraktive Session auf die Beine zu stellen mit vielen spannenden Wettkämpfen. 

Ich könnte mir vorstellen, dass man eine Woche vor der Meisterschaft eine Vorqualifikation veranstaltet. Darin teilnehmen müssten dann alle B-Normerfüller und alle Personen mit einen Sonderstartrecht. 

Die Kritik an Kaul ist aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar. Er ist ein Aushängeschild der deutschen Leichtathletik und verdient es auch auf einer DM präsent zu sein. Er hatte als Mehrkämpfer Pech, dass die Bedingungen bei seinen Wettkampf in Götzis nicht optimal im Speerwurf waren. Selbst 2019 hat er in Götzis nur 71,49m geworfen. Letztes Jahr in Paris hat er 77,78m geworfen. Dieses Niveau hat leider nicht der Speerwerfer, den er jetzt verdrängt hat. Persönlich würde ich es auch begrüßen, dass die Sonderstartler keinen regulären Startplatz wegnehmen. Solche Situation gibt es leider nicht nur bei der DM. Bei der WM nehmen ein paar Kontinentalchampion auch Startplätze weg, obwohl andere Athleten sportlich besser sind.

Die Vorqualis würden idealerweise Freitags und an den Vormittagen stattfinden, nicht an einem seperaten Wochenende. Dann hättest du immernoch die gleichen Probleme, dass du erst eine Woche vorher weißt (ok das sind nun 3 Tage besser als jetzt) ob du dabei bist. Außerdem müssten alle KaRis etc. 2x anreisen.

Fingerspitzengefühl ist wichtig. Man verstreckt sich hinter Regeln. Beim Speerwurf genau EINE Person auszuschließen ist einfach sehr Deutsch. Das kann diese Person nur persönlich nehmen, insbesondere unter den Umständen.

Der Vergleich den zu zu Kontinentalchamps ziehst hinkt auch gewaltig. Denn das würde bedeuten, dass – was ich sehr richtig fände – jeder Landesverband oder jede Region mit ihren besten zwingend vertreten wäre. Dem ist aber nicht so. Einige werden aktuell weitestgehend komplett weggeboxt in manchen Disziplinen. 
Ich tue mich auch schwer mit dem Argument "verdienter Athlet". Wie lange ist man das? Darf Heike Drechsler nochmal im Weitsprung ran, wenn sie will? Und zu sagen: "XY hat eigentlich mehr Potenzial, als es die Meldeliste hergibt" finde ich auch schwer, weil ich dir die Hand ins Feuer legen kann, dass es Menschen gibt, die gestrichen wurden und Samstag besser laufen könnten als welche, die am Start sein werden. Das ist aber nicht valide. Oder wir dürfen alle mit Zielzeiten melden wie bei einem Dorfwettkampf. Und dann sagen wir, wer mehr als 10% schlechter abschneidet als das muss eine Strafe zahlen.


RE: Teilnehmerfelder und Beschränkungen bei der DM in Dresden 2025 - longbottom - 31.07.2025

(31.07.2025, 09:19)Oliver schrieb: Klar fehlt hier etwas das Fingerspitzengefühl und es ist oft nicht so einfach einen gesunden Mittelweg zu finden.

Mein Problem ist, dass es in diesem Fall tatsächlich sehr leicht ist. Und die Lösung wurde hier in den Diskussionen auch schon geschrieben: Einfach die Teilnehmer mit Sonderstartrecht zusätzlich zum Starterfeld antreten lassen, sodass sie niemandem einen Startplatz wegnehmen. Fertig.

Es ist ja nicht so, dass das 20 Starter pro Disziplin betrifft sondern in der Regel höchstens einen oder zwei. Wo wäre das Problem, einen Weitspringer oder Speerwerfer oder 5000 Meter Läufer zusätzlich antreten zu lassen?

Lediglich in den Sprints könnte es zu Schwierigkeiten kommen, wenn die DM in Stadien mit acht Bahnen ausgetragen wird. Aber im Notfall ein Vorlauf mehr in den Sprints würde den Zeitplan auch nicht aus den Fugen reißen. Es wurde doch sowieso zuletzt immer eine Disziplin auf den Freitag vorgezogen. Da könnte man, wenn es gar nicht anders geht, auch schon die ersten Sprintvorläufe starten, und man hätte am Wochenende schon etwas Luft. Das ist wirklich machbar.

Das Problem, das bleibt, ist dass wenn jemand zu spät absagt, keine Nachrücker reinrutschen. Aber zumindest ein Diskussionspunkt wäre doch so schon vom Tisch, und ich wüsste nicht, warum jemand was dagegen haben sollte, denn diese Änderung schadet keinem.


RE: Teilnehmerfelder und Beschränkungen bei der DM in Dresden 2025 - S_J - 31.07.2025

Eine DM ist weder ein Talentsportfest zur Potenzialanalyse, wo Leute eingeladen werden, von denen man sich zukünftig viel erhofft, noch eine Meeting, bei dem man verdiente Athleten als Publikumsmagnet einlädt – das war letzte Woche in Berlin. Wo es übrigens auch Speer gab. 

Verdient bei einer DM dabei zu sein, hat nach der derzeitigen Regelung, wer die (A-)Norm erfüllt bzw. zu den x Besten auf der Meldeliste gehört. Ein Sonderstartrecht zu nutzen, obwohl eine Leistung aus der Saison in der Disziplin vorliegt, finde ich daneben. Dafür gibt es genügend andere Wettkämpfe.

Und wenn, dann hätte ein verdienter Athlet den Start in 'seiner' Disziplin verdient. Das wäre hier der Mehrkampf.

Ich mag an der Leichtathletik, dass sie grundsätzlich sehr vergleichbar und fair ist. Alles ist messbar. Man kann sich meinetwegen darüber streiten, ob die Norm zu hoch, die Anzahl der Starter zu gering ist etc. Aber der Grundsatz muss doch bleiben. Wenn ich jetzt hier Startplätze aus Sympathie in fremden Disziplinen verteile, dann ist davon nicht mehr viel übrig.


RE: Teilnehmerfelder und Beschränkungen bei der DM in Dresden 2025 - Reichtathletik - 31.07.2025

Zitat:longbottom
Aber zumindest ein Diskussionspunkt wäre doch so schon vom Tisch, und ich wüsste nicht, warum jemand was dagegen haben sollte, denn diese Änderung schadet keinem.

Da dies bereits seit Jahren so ist und es sich nicht ändert, lässt das nur zwei Schlüsse zu:
a) Es wird von den Entscheidern absolut nicht als Problem gesehen, Sportler derart vor den Kopf zu schlagen und deshalb ändert man es nicht. Also: Jeden Bezug zur den Sportlern verloren
b) Es ist bewusst gewollt, dass einige immer wieder vor Augen geführt bekommen, wer "mächtig" ist und wer nicht. Das hilft dann Leute auf Kurs zu halten, zu Standortwechseln zu zwingen, etc.


RE: Teilnehmerfelder und Beschränkungen bei der DM in Dresden 2025 - mark1967 - 31.07.2025

(31.07.2025, 08:20)Reichtathletik schrieb:
(31.07.2025, 07:42)mark1967 schrieb: Der DLV hat sich wieder mal den ganzen Mist selber eingebrockt. Es wäre nun wirklich kein Problem gewesen, die paar Leute mit Sonderstartrecht zu den Qualifizierten hinzuzufügen. Dass niemand soweit denkt, sagt viel über die emotionale Intelligenz der Verantwortlichen aus. Wobei es hilfreich wäre, zu wissen, welche Person(en) konkret für diesen Quatsch verantwortlich ist/sind.

Das ist tatsächlich eine sehr interessante Sache. Das Ding ist, offiziell ist NIEMAND verantwortlich. Im Vertrauen sagen sogar manche Personen, die per Job daran beteiligt sind, dass sie das ja gar nicht zwingend so haben wollen. Das ließe nur den Vorstand zu, aber ich kann mir bei aller Liebe nicht vorstellen, dass ein Idriss persönlich Mikromanaget, dass ein Speerwerfer nicht dabei ist.
Mittlerweile gehe ich von einem sich verselbstständigten System des vorauseilenden Gehorsams Gegenüber TV, Vorstand, etc. aus. Bundestrainer setzen sich nicht für ihre Disziplin ein, sondern "werben für Verständnis", Wettkampforga schiebt Kampfrichter vor (die dann nicht als Zuschauer rein dürfen) oder verweist auf oben, oben verweist auf die Ebene darunter, etc. Und die paar Nutznießer machen natürlich ebensowenig den Mund auf, wie alle, die glücklich davon kommen in Sorge, sie könnten künftig nicht mehr glücklich sein.
Argumente gibt es keine bzw alle sind widerlegt. Gründe, es anders zu machen gibt es hunderte und sie werden nicht einmal bestritten.
Es fehlt nur jemand in Verantwortung, der aufsteht und sagt: Wir machen das jetzt künftig einfach vernünftig im Sinne der Athleten und des Sports.
Traut sich nur keiner...

Das kann schon so sein, wie du schreibst. Aber trotzdem muss ja jemand gesagt haben: höchstens so oder soviele Teilnehmer*innen. Außerdem ist das Problem ja nicht neu. Und auch wenn es vorauseilender Gehorsam eines Subalternen war, trägt er/sie trotzdem die Verantwortung. Das ist natürlich kein Riesenthema, weil nur ganz wenige davon betroffen sind. Es ist trotzdem ungerecht.


RE: Teilnehmerfelder und Beschränkungen bei der DM in Dresden 2025 - Reichtathletik - 31.07.2025

(31.07.2025, 10:09)mark1967 schrieb:
(31.07.2025, 08:20)Reichtathletik schrieb:
(31.07.2025, 07:42)mark1967 schrieb: Der DLV hat sich wieder mal den ganzen Mist selber eingebrockt. Es wäre nun wirklich kein Problem gewesen, die paar Leute mit Sonderstartrecht zu den Qualifizierten hinzuzufügen. Dass niemand soweit denkt, sagt viel über die emotionale Intelligenz der Verantwortlichen aus. Wobei es hilfreich wäre, zu wissen, welche Person(en) konkret für diesen Quatsch verantwortlich ist/sind.

Das ist tatsächlich eine sehr interessante Sache. Das Ding ist, offiziell ist NIEMAND verantwortlich. Im Vertrauen sagen sogar manche Personen, die per Job daran beteiligt sind, dass sie das ja gar nicht zwingend so haben wollen. Das ließe nur den Vorstand zu, aber ich kann mir bei aller Liebe nicht vorstellen, dass ein Idriss persönlich Mikromanaget, dass ein Speerwerfer nicht dabei ist.
Mittlerweile gehe ich von einem sich verselbstständigten System des vorauseilenden Gehorsams Gegenüber TV, Vorstand, etc. aus. Bundestrainer setzen sich nicht für ihre Disziplin ein, sondern "werben für Verständnis", Wettkampforga schiebt Kampfrichter vor (die dann nicht als Zuschauer rein dürfen) oder verweist auf oben, oben verweist auf die Ebene darunter, etc. Und die paar Nutznießer machen natürlich ebensowenig den Mund auf, wie alle, die glücklich davon kommen in Sorge, sie könnten künftig nicht mehr glücklich sein.
Argumente gibt es keine bzw alle sind widerlegt. Gründe, es anders zu machen gibt es hunderte und sie werden nicht einmal bestritten.
Es fehlt nur jemand in Verantwortung, der aufsteht und sagt: Wir machen das jetzt künftig einfach vernünftig im Sinne der Athleten und des Sports.
Traut sich nur keiner...

Das kann schon so sein, wie du schreibst. Aber trotzdem muss ja jemand gesagt haben: höchstens so oder soviele Teilnehmer*innen. Außerdem ist das Problem ja nicht neu. Und auch wenn es vorauseilender Gehorsam eines Subalternen war, trägt er/sie trotzdem die Verantwortung. Das ist natürlich kein Riesenthema, weil nur ganz wenige davon betroffen sind. Es ist trotzdem ungerecht.

Das stimmt was du schreibst und alles was ich mehr dazu sagen könnte/möchte, würde mich in Teufels Küche bringen.


RE: Teilnehmerfelder und Beschränkungen bei der DM in Dresden 2025 - Atanvarno - 31.07.2025

(31.07.2025, 10:09)mark1967 schrieb: Das ist natürlich kein Riesenthema, weil nur ganz wenige davon betroffen sind. Es ist trotzdem ungerecht.

ich finde, Reichtathletik hat in mehreren Beiträgen gut dargestellt, dass das nicht nur Auswirkungen auf die wenigen unmittelbar Betroffenen, sondern auch auf deren Umfeld und ganz allgemein alle Athleten der zweiten Reihe hat. Diese Regelung trägt dazu bei, dass sich der DLV die eigene Basis zerschießt und daher sollte es eigentlich ein Riesenthema sein.


RE: Teilnehmerfelder und Beschränkungen bei der DM in Dresden 2025 - Astra - 31.07.2025

Habe ich richtig gezählt, dass ohne Neugebauer und Kaul nur 22 Starter im 10Kampf dabei sind?