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Markus Rehm: Bringt die Prothese Vorteile gegenüber nicht behinderten Athleten? - Druckversion

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RE: Markus Rehm: Bringt die Prothese Vorteile gegenüber nicht behinderten Athleten? - MZPTLK - 10.04.2016

(10.04.2016, 09:42)Halloo schrieb: Zum Vorteil der Karbon-Prothese: Dazu bedarf es keiner aufwendigen Untersuchung, denn das sieht man doch. Inwiefern der enorme Vorteil der "Sprungfeder", die länger ist als des vorhandene Bein, den körperlichen Nachteil ausgleicht oder sogar überbietet, kann niemand  genau errechnen. Aus diesem Grund verbietet sich ein nachvollziehbarer Leistungsvergleich mit Nichtbehinderten.

Natürlich kann das Niemand, also auch Markus nicht.
Und das wissen vor allem auch die Verbandsoberen.
Das ist die Falle für Markus:
Egal, was er errechnet, es ergibt sich immer ein hoher, nicht quantifizierbarer Anteil an Spekulation.
Damit ist eine Verifikation nicht möglich.
Da Markus die Beweislast trägt, hat er keine Chance.


RE: Markus Rehm: Bringt die Prothese Vorteile gegenüber nicht behinderten Athleten? - Hellmuth K l i m m e r - 10.04.2016

(10.04.2016, 09:42)Halloo schrieb:
Zitat: 

Oh, Günter, Halloo, du begnadetes Sprungtalent. Thumb_up
Zu solch einer Ausgeglichenheit und gleicher Güte im LJ und TJ kann man(n) wohl nur kommen, wenn man koordinativ besonders
befähigt ist/wurde. (Hier stellt sich mir wieder die Frage,  w i e  geht das?, wann muss man's in Gang setzen?  ---> "Das Leichte, das schwer zu machen ist."  )

Leider gelang mir ähnliche Beidseitigkeit nie. So kann ich mir auch nicht vorstellen, dass das höchste Feinmotorik verlangende (Schön-)Schreiben, beidseitig gleich gut möglich sein soll. 

H. Klimmer / sen.


RE: Markus Rehm: Bringt die Prothese Vorteile gegenüber nicht behinderten Athleten? - Halloo - 10.04.2016

Hellmuth, mach mal halblang mit begnadet. Smile  Vielleicht war es deshalb möglich, weil ich ein hervorragendes Grundlagentraining genossen habe. U.a. wurde alles, nicht nur die Sprünge,  beidseitig geübt, und das in den verschiedensten Variationen. Trotzdem konnte ich als Linkshänder wurfmäßig sportlich mit rechts nichts auf die Reihe bringen. Bei den Sprüngen war das anders, selbst beim Hochsprung klappte es links und rechts Big Grin Auch später beim Kicken bei den AH wußte ich nicht, was mein besseres Schußbein war.
Als ich noch mit Sprintspikes weitsprang, legte ich eine durchgehende Sohle in den Absprungschuh, außerdem in den vorderen Teil noch eine halbe Sohle. Hat bestimmt 20cm gebracht, wenn auch nicht soviel wie eine Karbonfeder...


RE: Markus Rehm: Bringt die Prothese Vorteile gegenüber nicht behinderten Athleten? - Hellmuth K l i m m e r - 10.04.2016

(10.04.2016, 19:47)Halloo schrieb:   Vielleicht war es deshalb möglich, weil ich ein hervorragendes Grundlagentraining genossen habe. U.a. wurde alles, nicht nur die Sprünge,  beidseitig geübt, und das in den verschiedensten Variationen.

Als ich noch mit Sprintspikes weitsprang, legte ich eine durchgehende Sohle in den Absprungschuh, außerdem in den vorderen Teil noch eine halbe Sohle. Hat bestimmt 20cm gebracht, wenn auch nicht soviel wie eine Karbonfeder...


Den Trainer würde ich postum ob seiner vorzüglichen Grundausbildung sofort noch auszeichnen! Wink

Die Manipulation des (li.?) LJ-Spikes kam ja dann bald den in den 50er Jahren noch möglichen, aber dann sehr schnell verbotenen
Katapult-Hochspungschuhen nahe.

Wir in Leipzig waren auch "erfinderich": Wir bauten oft die Sprungbalken selbst ein. Da sie vorn etwas höher (kaum erkennbar! Wink )
waren, katapultierte das - zumindest die kraftvollen, schnellen Springer - ein Stück weiter.
(Meine pBL 1964 erzielte ich aber auf  korrekter Anlage im von Weitspringern ungeliebten, weil Wind-unbrechenbarm Zentralstadion Leipzig, damals noch auf Asche.)

H. Klimmer / sen.

P.S.: Am 19.6. zur DM in Kassel werde ich die Balken genau in Augenschein nehmen, ob sie  p l a n  (mit der AL-Bahn) eingebaut sind. Huh


RE: Markus Rehm: Bringt die Prothese Vorteile gegenüber nicht behinderten Athleten? - Atanvarno - 10.04.2016

Wie wäre es, hier zum Thema zurückzukommen und die Reminiszenzen per PN auszutauschen?


RE: Markus Rehm: Bringt die Prothese Vorteile gegenüber nicht behinderten Athleten? - Drizzt - 10.04.2016

Siehst Hellmuth,jetzt hat er ROT geschrieben, und das bedeutet....? Wink


RE: Markus Rehm: Bringt die Prothese Vorteile gegenüber nicht behinderten Athleten? - Atanvarno - 26.05.2016

Am Montag wird Markus Rehm in einer Pressekonferenz die Ergebnisse einer Studie vorstellen, die die im Threadtitel gestellte Frage beantworten soll.

Pressekonferenz am 30. Mai 2016: Vorteil oder Nachteil für Weitspringer Markus Rehm?


RE: Markus Rehm: Bringt die Prothese Vorteile gegenüber nicht behinderten Athleten? - Gertrud - 26.05.2016

Was ich überhaupt nicht verstehe, ist die Tatsache, dass Eberhard Nixdorf vom Frankfurter OSP und seine Mitarbeiter, die Erklärungen zum Bilanzkoeffizienten in allen Einzelheiten geben können, nicht eingeladen sind.

Gertrud


RE: Markus Rehm: Bringt die Prothese Vorteile gegenüber nicht behinderten Athleten? - longbottom - 30.05.2016

Laut Ergebnis der Studie bringe die Prothese keinen Vorteil, und Rehm liebäugelt jetzt stark mit dem Olympiastart: http://www.eurosport.de/leichtathletik/studie-zum-fall-rehm-kein-eindeutiger-vor-und-nachteil-durch-prothese_sto5627652/story.shtml


RE: Markus Rehm: Bringt die Prothese Vorteile gegenüber nicht behinderten Athleten? - Gertrud - 30.05.2016

(30.05.2016, 10:24)longbottom schrieb: Laut Ergebnis der Studie bringe die Prothese keinen Vorteil, und Rehm liebäugelt jetzt stark mit dem Olympiastart: http://www.eurosport.de/leichtathletik/studie-zum-fall-rehm-kein-eindeutiger-vor-und-nachteil-durch-prothese_sto5627652/story.shtml

Die Ergebnisse sind völlig konträr zu den Berechnungen hinsichtlich Bilanzkoeffizient von Eberhard Nixdorf aus Frankfurt. Es gibt keinen auf der Welt, der mit Rehms Anlaufgeschwindigkeit seine Weiten erzielen kann. Es gehört aus Fairnessgründen dazu, diese Berechnungen einfließen zu lassen. Man kann sich nicht auf eine Berechnung stützen. Da wäre mir das Eis zu dünn!

Sicherlich weicht auch seine Sprungmethodik völlig von der eines nicht behinderten Athleten ab. Was kommt dabei heraus, wenn er mit dem gesunden Bein bei seiner Anlaufgeschwindigkeit springt? Außerdem kann man das elastische Material in Grenzen verbessern. Der gesunde Athlet hat nur die Möglichkeit durch Training und nicht durch Feilen.

Mich würden komplette biomechanische Auswertungen im Vergleich hinsichtlich Anlaufgeschwindigkeiten, Anlaufgestaltung (Schrittlängen, KSP-Verläufe ...) und Elsatizitätsstrecken interessieren.

Außerdem müssten noch Vergleichsuntersuchungen aus dem Ausland erstellt werden.

Gertrud