![]() |
|
Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: Leichtathletik allgemein (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=2) +--- Thema: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt (/showthread.php?tid=6242) |
RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - mark1967 - 12.09.2025 Ich kann das Verhalten von Roy Schmidt voll und ganz nachvollziehen. Wenn man sich mit Details nach außen wagt und deswegen mit Konsequenzen zu rechnen hat (die natürlich nie direkt auf etwas Konkretes Bezug nehmen), dann sind die gleichen Leute, die fordern, man möge doch mal Klartext reden, ganz schnell abgetaucht... Ansonsten sehe ich gewisse Ähnlichkeiten zwischen diesem Thema und dem Thema Doping. Auch im Umgang des Verbands damit. RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Reichtathletik - 12.09.2025 (12.09.2025, 07:16)mark1967 schrieb: Ich kann das Verhalten von Roy Schmidt voll und ganz nachvollziehen. Wenn man sich mit Details nach außen wagt und deswegen mit Konsequenzen zu rechnen hat (die natürlich nie direkt auf etwas Konkretes Bezug nehmen), dann sind die gleichen Leute, die fordern, man möge doch mal Klartext reden, ganz schnell abgetaucht... Die Parallelen zu Doping bzw. Medikamentenmissbrauch sind manchmal ja sogar personeller Natur, wie in einigen der Berichten beschrieben wird. Häufig sind Situationen, in denen Doping auf Betreiben von Trainern stattfindet ja auch Machtmissbrauch. Die Struktur ist letztlich ähnlich. Was es für viele Betroffene oder Wissende ja so schwer macht, sich Leuten anzuvertrauen ist dass zumindest die berechtigte Sorge besteht, dass Täter gedeckt werden und man selbst Schäden erleidet. Die Angst ist vermutlich nicht immer berechtigt, aber wenn man betrachtet, mit wem manche der schwarzen Scharfe enge Verbindungen haben, fühlt es sich zumindest oft an, als seien diese dadurch Geschützt - ob auf Lokaler Ebene oder innerhalb der Verbände. Ich würde mir deshalb wünschen, dass sich auch Personen deutlich distanzieren, die zuvor mit diesen Leuten zusammengewirkt haben. Quasi eine Art Brandmauer. RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Kyascaily95 - 12.09.2025 (12.09.2025, 07:16)mark1967 schrieb: Ich kann das Verhalten von Roy Schmidt voll und ganz nachvollziehen. Wenn man sich mit Details nach außen wagt und deswegen mit Konsequenzen zu rechnen hat (die natürlich nie direkt auf etwas Konkretes Bezug nehmen), dann sind die gleichen Leute, die fordern, man möge doch mal Klartext reden, ganz schnell abgetaucht... Ich befürchte, du bzw. ihr habt mich nicht richtig verstanden: Gegen Klartext und Details habe ich mich doch gar nicht ausgesprochen, sondern gegen nicht ausgeführte Andeutungen. Ich habe dazu geraten, hier in einem Forum gar nichts in Richtung potentiell strafrechtliche Belange anzudeuten, was (noch) nicht öffentlich bekanntgegeben wurde. Schon allein, weil ich um die Anstellung von Roy Schmidt bei der Landespolizei weiß. Und wenn man Klartext sprechen möchte, wie du es formulierst, kommt man um mehr Details nicht drumherum (z.Bsp. Thema Schalke, von dem ich jetzt nicht unbedingt mehr als vorher weiß). Seine persönlichen Erfahrungen dem Verband oder einer anderen verantwortlichen Stelle mitzuteilen (je nachdem, was ihm widerfahren ist), ist völlig richtig und verständlich gewesen. Hier in einem öffentlichen Raum sollte man trotzdem ein bisschen aufpassen, was man so „streut“, so meine ich. RE: Netzfundstücke - dominikk85 - 12.09.2025 (11.09.2025, 12:23)diwa schrieb:(11.07.2025, 11:18)S_J schrieb: Dann müssten nur noch alle Vereine auch das Führungszeugnis einfordern, wenn sie neue Trainer anstellen... Führungszeugnis hilft aber nur wenn es bereits zu einer Verurteilung gekommen ist. Sollte natürlich trotzdem pro Forma geprüft werden, aber die meisten dieser Trainer wurden halt noch nicht verurteilt weil sich die leute lange nicht getraut haben an die Öffentlichkeit zu gehen. RE: Netzfundstücke - Reichtathletik - 12.09.2025 (12.09.2025, 09:13)dominikk85 schrieb:(11.09.2025, 12:23)diwa schrieb:(11.07.2025, 11:18)S_J schrieb: Dann müssten nur noch alle Vereine auch das Führungszeugnis einfordern, wenn sie neue Trainer anstellen... Das kannst du noch ausdehnen: Aktuell wird viel gefordert und berichtet, dass Trainerlizenzen entzogen werden (sollen). Den allermeisten Vereinen ist die Lizenz aber egal. Frag lieber nicht, wie viele Lizenzen nicht mehr gültig sind, weil die Inhaber zu bequem waren mal binnen 2 bzw. 4 Jahren ein paar Fortbildungen zu besuchen ("Ich weiß schon alles") oder erst gar keine Lizenz machen. Was hilft dann der Entzug wenn sich Machtmissbrauch gar nicht von "zu faul für Fortbildung" unterscheiden lässt und Vereine auch gar nicht auf gültige Lizenzen pochen ("Wir sind ja froh, überhaupt Leute zu haben"). Selbst in Landesverbänden haben viele verantwortliche Trainer nicht die entsprechende Lizenzstufe. Statt einer schwarzen Liste ist daher eine Positivliste doch viel sinnvoller. Wenn du als Eltern oder Athlet oder Verein dann schaust und feststellst, der lokale "Startrainer" hat gar keine Lizenz, hast du doch einen Ansatz mal nachzufragen, warum. Dann ist er oder sie zumindest in der Bringschuld das zu erklären. RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Kyascaily95 - 12.09.2025 (12.09.2025, 06:24)Rawal schrieb:(11.09.2025, 22:50)Artell00 schrieb: Der LV Sachsen hat die Hintergründe zur Personalie dargelegt. Der Verein erscheint in einem eher ungünstigen Bild. Wenn ich schon wieder lese "Wir haben uns dann beraten ....." Man kann sich auch zu Tode beraten. Es gibt einfach Sachverhalte, da muss man sofort handeln und kann nicht erst Hinz und Kunz befragen, tagen, beraten und noch mehr Zeit verstreichen lassen. Damit hat ein Verband maximal verantwortungslos gehandelt. Die Stellungnahme vom DLV dazu kommt vermutlich Mitte Oktober, weil während der WM ist keine Zeit dazu, danach sind erstmal zwei Wochen Urlaub angesagt und danach muss sich erstmal noch eine Woche beraten werden. RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Sprunggott - 12.09.2025 (12.09.2025, 06:24)Rawal schrieb:(11.09.2025, 22:50)Artell00 schrieb: https://www.lvsachsen.de/verband/news/artikel/news/stellungnahme-des-lvs-zur-trainerproblematik-beim-lac-erdgas-chemnitz Ich finde die Stellungnahme gut und richtig! Es werden auch die einzelnen Schritte Verbandseitig klar offengelegt, und eine klare Abgrenzung hergestellt. Fakt ist, dass durch die unterschiedlichen Anstellungsverhältnisse im Sport, und auch somit auch unterschiedlicher Kompetenzen und Hierarchien ein direktes Handel schwer möglich ist. Es bleiben hier, wie schon Roy schreibt, also nur die "formaljuristischen Fragen" vor der Anstellung. Gleichwohl sollte in sensiblen Jobs und unter besonderer Berücksichtigung mit Schutzbefohlenen auch jede Stelle diesbezüglich kritisch hinterfragt werden. Klar ist, dass die Anstellung im Verband (LVS, und OSP) und auch unter Kollegen mehr als Kritisch gesehen wurde ( prophylaktischer Opferschutz vor Täterschutz ), und explizit darauf hingewiesen wurde. Am Ende muss aber der Entscheiden der den Arbeitsvertrag zeichnet - hier ist das eigentliche Versagen zu suchen! ... never ending story, die unserer schönen Sportart mehr als schadet ! RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - Reichtathletik - 12.09.2025 (12.09.2025, 11:13)Sprunggott schrieb:(12.09.2025, 06:24)Rawal schrieb:(11.09.2025, 22:50)Artell00 schrieb: https://www.lvsachsen.de/verband/news/artikel/news/stellungnahme-des-lvs-zur-trainerproblematik-beim-lac-erdgas-chemnitz Im DLV-Ehrenkodex steht unter Nummer 12: "Ich verpflichte mich einzugreifen, wenn in meinem Umfeld gegen diesen Ehrenkodex verstoßen wird. Ich ziehe im "Konfliktfall" profesionelle fachliche Unterstützung und Hilfe hinzu und informiere die Verantwortlichen auf der Leitungsebene. Der Schutz der Kinder und Jugendlichen steht dabei an der ersten Stelle." Für mich lässt sich daraus eigentlich auch eine Verantwortung für weitere Trainer (und Kaderathleten, unterzeichnen die sowas eigentlich auch, wenn nein – sollte man vielleicht machen) ableiten. Gerade diejenigen, die über Leute eine schützende Hand halten und ggf. halt dann ganze Trainingsgruppen müssen eigentlich spüren, dass Wegschauen im Zweifel auch Entzug von Förderung etc. bedeutet. Das wäre jedenfalls Null-Toleranz-Politik. Bin gespannt ob nach der WM (vorher und während finde ich selbst auch unangemessen) einigen Personen dazu Fragen gestellt werden. RE: Netzfundstücke - cnd - 12.09.2025 (11.07.2025, 11:18)S_J schrieb: Dann müssten nur noch alle Vereine auch das Führungszeugnis einfordern, wenn sie neue Trainer anstellen... Das ist meines Erachtens eigentlich Gesetzeslage und keine optionale Entscheidung. Dementsprechend bei uns im Verein auch Voraussetzung für alle Trainer und Übungsleiter für ihre Tätigkeit. Und so kenne ich das eigentlich auch grundsätzlich. Für lizensierte Trainer fordern auch die Landessportbünde bzw. ggf. auch die Fachverbände die Vorlage. Einzig schützt das Führungszeugnis natürlich ebenso wenig wie die Unterschrift eines Ehrekodex' wie in Berlin praktiziert natürlich trotzdem nicht automatisch. RE: Schutz von Athleten vor körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt - TranceNation 2k14 - 12.09.2025 (12.09.2025, 11:33)Reichtathletik schrieb: Im DLV-Ehrenkodex steht unter Nummer 12: Diese Verantwortung haben aber ALLE—auch zB höhere Verbandspositionen, oder Vereinsvertreter, die zB Anschuldigungen nicht ernstnehmen oder unter den Tisch kehren (auch zB durch Behindern journalistischer Arbeit, Verweigerung von Drehgenehmigung, usw usf) |