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RE: OS Paris - Tag 6 (06.08.) - aj_runner - 07.08.2024 (07.08.2024, 10:30)Atanvarno schrieb: Man könnte ihm schon Sturheit oder taktische Inflexibilität unterstellen. Für seine Lieblingstaktik muss alles hundertprozentig passen, d.h. er muss in absoluter Topform sein (war vermutlich der Fall) und optimal das Tempo treffen (hat er definitiv nicht geschafft). Nachdem er jetzt zum wiederholten Male beim Saisonhöhepunkt gemessen an seinen eigenen hohen Ansprüchen gescheitert ist, sollte er vielleicht doch mal darüber nachdenken sein taktisches Portfolio etwas zu erweitern. Es war sicherlich auch nicht hilfreich, alles auf ein Duell mit Kerr auszurichten. Die Innenbahn freizumachen ist ein Anfängerfehler. Das hat ihm sicherlich auch mental einen Knick gegeben, wenn links von Dir einer vorbeimarschiert. RE: OS Paris - Tag 6 (06.08.) - DerC - 07.08.2024 (07.08.2024, 10:15)Atanvarno schrieb: letsrun hat da im Vorfeld viele Artikel drüber geschrieben. Um mit Ingebrigtsens Taktik durchzukommen, muss das Leistungsvermögen 1,5s über dem der anderen Läufer liegen. Das war schon im Vorfeld unwahrscheinlich, weil Kerrs Meile eine 3:28,5 wert war und man eine Steigerung zum Saisonhöhepunkt erwarten durfte. Da sich dann aber im Finale gleich drei Läufer auf sub 3:28 verbesserten hatte Ingebrigtsen mit seiner Taktik nie eine Chance.Vermutlich hat Ingebrigtsen sich etwa 3:26,0 zugetraut in einem gepackten Rennen und den anderen maximal 3:27.5. Bei den anderen lag er nicht ganz falsch, denn die hat er ja zu 3:27,65 und langsamer gepaced. Erste Runde in 55,5 bis 56 und das Rennen wäre vielleicht etwas anders ausgegangen. Aber vielleicht auch kein Gold für Ingebrigtsen... RE: OS Paris - Tag 6 (06.08.) - Leipziger - 07.08.2024 (07.08.2024, 08:18)siebenschläfer schrieb:(07.08.2024, 07:51)marathoni schrieb: Krause vielleicht vor Wechsel auf Marathon? Ich bezweifle stark, dass sie da an ihre Erfolge anknüpfen wird. 3k Hi ist ja im Grunde eine Disziplin für Läufer, die auf den normalen Strecken wenig Chancen haben und gleichzeitig gut mit den Hindernissen zurecht kommen. Krause konnte in ihrem Leben vermutlich bestenfalls 8:30 die 3k flach laufen - damit hätte sie nie auch nur annähernd eine WM-Medaille geholt. Bei Ihrem meines Wissens einzigen ernsthaften Halbmarathon ist sie ausgestiegen. Ich kann mir vorstellen, dass sie so in etwa das Level von Steinruck erreichen würde. RE: OS Paris - Tag 6 (06.08.) - said88 - 07.08.2024 Das gestrige 1500m-Finale war wohl das stärkste das es bislang gab. Zusammen mit der ganzen Vorgeschichte kann man es wohl ohne groß zu übertreiben als "Jahrhundertrennen" bezeichnen - zumindest was die 1500m betrifft. Hocker muss leicht abbremsen - und sprintet trotzdem noch locker zum Sieg. Verbessert seine PB um fast 3 Sekunden. Letzte 300m in 39,6 - trotz abbremsen. Mal sehen wie Ingebrigtsen damit umgeht; zumindest im 5000m-Vorlauf war er schon wieder "der Alte". Und was macht Kerr? Vielleicht doch mal das ein oder andere Rennen? Ein 3000m Weltrekordversuch gegen Ingebrigtsen (und Nuguse und...) wär doch was. RE: OS Paris - Tag 6 (06.08.) - runner5000 - 07.08.2024 Weltrekordversuch über die 3000 m findet ja am 25.8 statt RE: OS Paris - Tag 6 (06.08.) - vedo - 07.08.2024 (07.08.2024, 16:50)Leipziger schrieb: Bei Ihrem meines Wissens einzigen ernsthaften Halbmarathon ist sie ausgestiegen.Sie hat sich 2018 noch an einem zweiten Halbmarathon versucht und ist den in Berlin mit 1:12:18 ganz solide zu Ende gelaufen. Darüber, dass sie nur sehr schwer internationales Niveau im Marathon erreichen würde, müssen wir aber sicherlich nicht groß diskutieren, dafür weiß man doch nach all den Jahren genug über ihre läuferisches Stärken- und Schwächenprofil. Vielleicht reicht es ja für nationales Niveau. Ihr Vorbild könnte ein wenig die Australierin Genevieve Gregson sein, die über die Hindernisse etwas langsamer war, aber mittlerweile immerhin eine 2:23 gelaufen ist. Allerdings hat die davor auch schon etwas mehr über flache Strecken gezeigt. (07.08.2024, 10:19)runner5000 schrieb: Dass ein Hocker auf einmal eine 3:27 auspackt, damit konnte ja auch wirklich niemand rechnen.Stimme dieser Aussage übrigens nicht zu, dachte nach der 3:30 bei den Trials mit 52er-Schlussrunde war klar, dass Hocker deutlich schneller kann und ganz vorne dabei sein wird. Ansonsten denke ich auch wie er selbst, dass bei Ingebrigtsen die falsche Tempogestaltung das Hauptproblem war, sein Läufertyp (eigentlich noch besser auf längeren Strecken) verträgt solche vermeintlich gar nicht so großen Temposchwankungen einfach nicht so gut. Der Sieg wäre natürlich trotzdem alles andere als einfach gewesen. |