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Statement von Smilla Kolbe - Druckversion

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RE: Statement von Smilla Kolbe - Notalp - 14.08.2026

(Vor 4 Stunden)Läufer 800m schrieb:
(Vor 5 Stunden)Reichtathletik schrieb:
(Vor 5 Stunden)mark1967 schrieb:
(Vor 5 Stunden)Läufer 800m schrieb:
(Gestern, 17:14)mark1967 schrieb: Das Pack kam halt früher nicht zu Wort, als es kein Internet gab, bzw. nur in der Kneipe.

bei deiner Wortwahl, "das Pack" bist du leider kein Stück besser.  So baut man keinen Rassismus ab sondern baut Fronten auf. Mit einer solchen Einstellung ist es egal auf welcher Seite man steht...

Die Front ist da und ich habe auch nicht die Absicht, sie abzubauen. Ich muss über Rassismus nicht diskutieren, sondern ich will ihn bekämpfen. Moral ist nicht verhandelbar.

Bin ich auch dabei, da hilft nur klare Kante. Und selbst wenn es nicht hilft, so ist es wenigstens moralisch korrekt. Rassimus gehört ständig widersprochen und verbannt. Schluss aus, da gibt es nichts zu diskutieren.
Das ist aber übrigens nicht immer leicht, weil Personen, die sich wie von aj_runner beschrieben entsprechend auf Sportplätzen äußern, eben nicht immer die sterotypen dummen Glatzen sind. Sowas kommt manchmal von (vermeintlich) anerkannten Personen, die in anderem Kontext dir dann noch empört vorwerfen, du würdest ihnen Rassismus unterstellen. Es gibt Leute die treiben das Spiel beinah schon hochintelligent und offenbar mit großer Lust und würgen noch denen eins rein, die versuchen, dagegen anzugehen.

Reichtathletik, ich bin auch gegen Rassismus, und finde auch das man diesen Leuten nicht die Blattformen bieten darf.  Aber wenn du diese Menschen pauschal als Pakt bezeichnest verfolgt man den falschen Ansatz. Wer sich auf die Moral bezieht mag zwar einen Rechtfertigung haben, aber leider keinen Taktik und schon gar keine Mechanismus irgendjemand zur Veränderung zu bewegen. Abgesehen das Moral nicht unbedingt absolut ist.

Das kann man nicht unterschreiben! Wenn jemand erklärt, dass Rassismus moralisch inakzeptabel ist, erhebt er einen berechtigten Geltungsanspruch. Wäre dem nicht so, könnte man ja sagen: “Stimme dem grundsätzlich zu, aber es gibt ja noch andere Erwägungen, die den Rassismus rechtfertigen könnten.” Trotzdem ist es richtig, dass Moral keinen Durchsetzungsmechanismus enthält. Deshalb kommt ihr ja bisweilen auch das Recht zur Hilfe. 

Ich würde dennoch Muffmann darin zustimmen, dass die pauschale Verurteilung von Moralabweichlern (Tschuldigung für den etwas verqueren Begriff) als Pack weder gerechtfertigt, noch klug ist.


RE: Statement von Smilla Kolbe - Reichtathletik - 14.08.2026

Mit Rassisten oder Faschisten zu diskutieren ist Zeitverschwendung. Und es wird auch in den seltensten Fällen gelingen, dadurch, dass man ihnen gegenüber höflich und verständnisvoll auftritt, sie von ihrer Denke wegzubekommen.
Schweigen schafft nur noch mehr Nährboden bzw. verschiebt die Grenzen des Sagbaren. Und aus Worten werden irgendwann Taten.

Das bedeutet nicht, dass man nicht den Nährboden für Ressantiments und Hass versuchen sollte, zu bekämpfen. Das gelingt im Übrigen vor allem dadurch, dass man dazu beiträgt, dass es der Gesellschaft insgesamt besser geht.

Noch eine Sidenote: Überall dort, wo Sportvereine dicht machen müssen, weil es an Geld und Ehrenamt fehlt, sind es insbesondere Neonazis- und Salafisten-Gruppen, die sehr bemüht darum sind, die Jugend für sich zu gewinnen. Ein Argument mehr, sich für den Sport zu engagieren!


RE: Statement von Smilla Kolbe - Notalp - 14.08.2026

Es muss dir bekannt sein, dass wir es bei 'Rassismus' inzwischen auch mit einem politischen Kampfbegriff zu tun haben. Er wird ganz ganz schnell aus der Schublade gezogen, um Leute in die bekannte Ecke zu stellen. (Übrigens eine Taktik, die du - auf andere Problembereiche bezogen - selber gerne anwendest) Es geht also nicht um Höflichkeit und Verständnis, sondern um Differenzierung!


RE: Statement von Smilla Kolbe - Reichtathletik - 14.08.2026

(Vor 2 Stunden)Notalp schrieb: Es muss dir bekannt sein, dass wir es bei 'Rassismus' inzwischen auch mit einem politischen Kampfbegriff zu tun haben. Er wird ganz ganz schnell aus der Schublade gezogen, um Leute in die bekannte Ecke zu stellen. (Übrigens eine Taktik, die du - auf andere Problembereiche bezogen - selber gerne anwendest) Es geht also nicht um Höflichkeit und Verständnis, sondern um Differenzierung!

Owen oder Yemisi das Deutsch sein abzusprechen aufgrund ihres Äußeren ist Rassismus, da braucht man keine tiefgreifende Analyse für.


RE: Statement von Smilla Kolbe - mariusfast - 14.08.2026

(Vor 3 Stunden)Reichtathletik schrieb: Mit Rassisten oder Faschisten zu diskutieren ist Zeitverschwendung. Und es wird auch in den seltensten Fällen gelingen, dadurch, dass man ihnen gegenüber höflich und verständnisvoll auftritt, sie von ihrer Denke wegzubekommen.
Schweigen schafft nur noch mehr Nährboden bzw. verschiebt die Grenzen des Sagbaren. Und aus Worten werden irgendwann Taten.

Das bedeutet nicht, dass man nicht den Nährboden für Ressantiments und Hass versuchen sollte, zu bekämpfen. Das gelingt im Übrigen vor allem dadurch, dass man dazu beiträgt, dass es der Gesellschaft insgesamt besser geht.

Noch eine Sidenote: Überall dort, wo Sportvereine dicht machen müssen, weil es an Geld und Ehrenamt fehlt, sind es insbesondere Neonazis- und Salafisten-Gruppen, die sehr bemüht darum sind, die Jugend für sich zu gewinnen. Ein Argument mehr, sich für den Sport zu engagieren!

Ich denke schon, dass man ihnen insbesondere im öffentlichen widersprechen muss. Denn es ist ja eine Ideologie, die nachweislich mit Fakten widerlegbar ist: Es gibt keine Menschenrassen und genetisch sind wir Menschen mit 99,xx Prozent identisch. Abweichendes Verhalten kann also anderweitig erklärt werden (Kulturell oder soziale Herkunft wie Armut etc..). Rassisten sind sich ja i.d.R. nicht bewusst "böses" zu tun, da sie ja denken, dass es ein Fakt ist, dass es unterschiedliche Gene etc. gibt. Von daher wird diese moralische Herangehensweise wenig bringen. 

Das mit dem Punkt, dass es der Gesellschaft insgesamt besser gehen muss, würde ich aber unterstreichen. Denn einige dieser Leute gehen ja auch zu der AFD, weil sie wirklich denken, dass es wirtschaftlich dadurch besser wird.  Und genau das ist dann auch das Problem was ich sehe, wenn Antirassisten zu moralisch an die Sache rangehen. Bspw. Thema AFD. Ich habe bspw. lediglich geschrieben, dass nicht jeder, der die AFD wählt, dies aus rassistischen Beweggründen macht. Und gleich gab es emotionale Kommentare, bis hin zu Forderungen mich zu sperren. Obwohl das ja eine deskriptive Frage ist. Übrigens gerade bei den Migranten gibt es nicht eine zu unterschätzende Anzahl, die ein Problem mit Migration hat und deshalb die AFD wählt. Natürlich auch, weil Rassismus in einigen Kulturkreisen in der Sozialisiation noch schlimmer ist als bei uns, da wir ja auch die Aufarbeitung hatte. Aber es gibt auch tatsächlich Migranten, die aus Freiheits- und Menschenrechtsgründen die AFD wählen, weil sie bspw. ihren Ländern aus diesen Gründen vor politischer Verfolgung vor Jahren flohen und jetzt ein Problem oder teilweise sogar Angst haben vor diesen Menschen, die aufgrund Kriege aus diesen Ländern hierherkommen und eben auch nicht offen sind für unsere liberale Gesellschaft (teilweise berechtigterweise). 
Auch hier ist es notwendig sachlich ins Gespräch zu gehen. Also nicht alles was die AFD aufgreift ist völlig aus der Luft gegriffen. Man darf ihr aber nicht die Bühne dafür geben. Dies tut man aber, wenn man gleich alle Wähler als Rassisten bezeichnet und alle anderen Probleme ignoriert.


RE: Statement von Smilla Kolbe - Läufer 800m - 14.08.2026

(Vor 2 Stunden)Notalp schrieb: Es muss dir bekannt sein, dass wir es bei 'Rassismus' inzwischen auch mit einem politischen Kampfbegriff zu tun haben. Er wird ganz ganz schnell aus der Schublade gezogen, um Leute in die bekannte Ecke zu stellen. (Übrigens eine Taktik, die du - auf andere Problembereiche bezogen - selber gerne anwendest) Es geht also nicht um Höflichkeit und Verständnis, sondern um Differenzierung!

dem Missbrauch als politischen Kampfbegriff stimme ich zu, genau diese Verwendung wird das Problem nur befeuern aber nicht auch nur einen Hauch verbessern.  Und hier haben wir es leider mit einen sozialogischen Problem zu tun. Man erreicht nur noch die Menschen durch Polarisation, es sind immer stärkere Reize nötig.  Ist wie beim Übertraining wer denkt durch noch mehr Training die Leistungseinbruch wegtrainieren zu können scheitert.


RE: Statement von Smilla Kolbe - Notalp - 14.08.2026

(Vor 1 Stunde)Reichtathletik schrieb:
(Vor 2 Stunden)Notalp schrieb: Es muss dir bekannt sein, dass wir es bei 'Rassismus' inzwischen auch mit einem politischen Kampfbegriff zu tun haben. Er wird ganz ganz schnell aus der Schublade gezogen, um Leute in die bekannte Ecke zu stellen. (Übrigens eine Taktik, die du - auf andere Problembereiche bezogen - selber gerne anwendest) Es geht also nicht um Höflichkeit und Verständnis, sondern um Differenzierung!

Owen oder Yemisi das Deutsch sein abzusprechen aufgrund ihres Äußeren ist Rassismus, da braucht man keine tiefgreifende Analyse für.



Wo du jetzt zum Ausgangspunkt wechselst. Ich habe nicht ohne Grund einen Post im PhilosophieThread losgelassen - der sich auf solche Bekundungen in den “sozialen” Medien bezieht. Wenn du lange in den Abgrund solcher Verlautbarungsmengen blickst, kann es vorkommen, dass sich deine Realitätseinschätzung nachhaltig verändert. Bis du glaubst, von Einem Pack umgeben zu sein. Dann ist es geschehen: der Abgrund blickt in dich hinein. Also geht es darum, sich (als Athlet) fernzuhalten: sowohl von der Notwendigkeit einer Differenzierung (die hier kein Ergebnis zeitigen kann), als auch von falschen Verallgemeinerungen.


RE: Statement von Smilla Kolbe - Läufer 800m - 14.08.2026

(Vor 3 Stunden)Reichtathletik schrieb: Mit Rassisten oder Faschisten zu diskutieren ist Zeitverschwendung. Und es wird auch in den seltensten Fällen gelingen, dadurch, dass man ihnen gegenüber höflich und verständnisvoll auftritt, sie von ihrer Denke wegzubekommen.
Schweigen schafft nur noch mehr Nährboden bzw. verschiebt die Grenzen des Sagbaren. Und aus Worten werden irgendwann Taten.

Das bedeutet nicht, dass man nicht den Nährboden für Ressantiments und Hass versuchen sollte, zu bekämpfen. Das gelingt im Übrigen vor allem dadurch, dass man dazu beiträgt, dass es der Gesellschaft insgesamt besser geht.

Noch eine Sidenote: Überall dort, wo Sportvereine dicht machen müssen, weil es an Geld und Ehrenamt fehlt, sind es insbesondere Neonazis- und Salafisten-Gruppen, die sehr bemüht darum sind, die Jugend für sich zu gewinnen. Ein Argument mehr, sich für den Sport zu engagieren!

Ich stimmt zu bei  Bei gefestigten Ideologen: Die Ausstiegs- und Deradikalisierungsforschung bestätigt, dass argumentative Überzeugung in öffentlichen Debatten bei Menschen mit geschlossenem extremistischen Weltbild nahezu wirkungslos ist. Ausstiege erfolgen fast nie durch Sachargumente in Diskussionen, sondern durch persönliche Krisen, Beziehungsabbrüche oder langfristige Deradikalisierungsprogramme. Hier gilt es tatsächlich jegliche Plattformkommunikation zu unterbinden, um den Gewöhnungseffekt auf gesellschaftlicher Ebene zu verhindern. Auch sollte die Justiz den Aspekt der Volksverhetzung mal deutlich mehr umsetzen. Grenzen sind klar zu verteidigen.

Lösungen. Die Wahl- und Extremismusforschung zeigt jedoch auch, dass Ressentiments nicht rein ökonomisch erklärt werden können. Auch Menschen in gesicherten Verhältnissen neigen zu Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (z. B. aus Angst vor Statusverlust, kulturellen Veränderungen oder Identitätskonflikten). Wohlstand allein ist also notwendig, aber nicht hinreichend. 
Allerdings sind nicht alle gefestigte Ideologen, gerade bei den Mitläufern lohnt sich das reden oftmals noch, und hier kann Sport oftmals helfen, allerdings müssen wir uns nichts vormachen, damit sind Trainer auch wenn sie ein oder zwei Stunden Antirassismustraining haben, überfordert. Wie haben es hier mit einen höchst komplexen gesellschaftlichen Fehlentwicklung zu tun, da ist Rassismus nur eine sichtbare Folge, Alkoholismus, Depressionen und vieles mehr sind sichtbare Zeichen dieser Fehlentwicklung....  Und auch viele Diskussion die auch hier geführt wurden zum Beispiel die Diskussion um das Interview mit Lisa Meyer, zeigt das wir den fairen Umgang mit den Menschen verloren haben.


RE: Statement von Smilla Kolbe - Reichtathletik - 14.08.2026

Du meinst Lea Meyer...

Und mit "Menschen besser geht" meine ich nicht allein ökonomisch.
Ich bin übrigens auch davon überzeugt, dass zumindest ein Teil der Leute, die diese Kommentre ablassen, gar nicht rassistisch sind, sondern sich dem Rassismus bedienen, um schlichtweg Hass irgendwo abzuladen und sich "gut zu fühlen". Genau deshalb ist Widerspruch so wichtig.


RE: Statement von Smilla Kolbe - mark1967 - 14.08.2026

Ich glaube übrigens nicht, dass es heute mehr Rassismus als früher gibt. Nur kann ihn heute jeder problemlos äußern. Umso wichtiger ist es, immer scharf zu widersprechen. Denn diese Leute glauben, sie sind in der Mehrheit, wenn man schweigt oder verharmlost, weil sie eine schwere Kindheit hatten oder nach 1989 benachteiligt worden sind. Es kann sicher auch eine soziale Frage sein, aber Wohlstand schützt vor der Dummheit nicht. Die Leichtathletik ist eine Sportart, die für nicht wenige ansonsten Benachteiligte Chancen zum sozialen Aufstieg oder auch nur für ein bisschen Anerkennung bietet und wo es auch die passenden Vorbilder gibt. Deshalb muss man diese Vorbilder massiv schützen und nicht den Befund relativieren.