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Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - Druckversion +- Leichtathletikforum.com (https://leichtathletikforum.com) +-- Forum: Leichtathletikforen (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=1) +--- Forum: EM 2026 in Birmingham (https://leichtathletikforum.com/forumdisplay.php?fid=54) +--- Thema: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview (/showthread.php?tid=6641) |
RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - longbottom - 13.08.2026 Mir persönlich geht Claus Lufen auf die Nerven. Gestern während des Zehnkampfs war es besonders schlimm, als er nach jeder Einzeldisziplin quasi die Medaillen schon verteilen wollte. Busemann hingegen finde ich großartig . Nichtsdestotrotz ist Mabrys Kritik an Lufen in der Situation für mich völlig unverständlich. Man hat sie ja nicht einmal kritisiert oder ihr irgendetwas vorgeworfen. Es wurden lediglich die Saisonergebnisse aufgezählt. Das waren einfach Fakten. RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - Läufer 800m - 13.08.2026 (13.08.2026, 08:57)Reichtathletik schrieb:(13.08.2026, 08:46)Roy Schmidt schrieb: ... Im Web wird sich über alles ausgelassen, ob es relevanter ist über Rassismus zu sprechen bezweifle ich sehr stark. Wir sprechen seit Jahren über Rassismus. Die Betonung liegt dabei auf " über Rassismus" , über die eigentliche Arbeit wie er bekämpft wird sprechen selten. Die Art und Weise wie über Rassismus in den Medien gesprochen wird, führt meiner Sicht nach nur zu Polarisation, die bösen Rassisten werden genauso pauschal in eine Ecke gestellt wie halt diese auch die anderen mit einer anderen Hautfarbe oder Namen in eine Ecke stellen. Die Folge ist bei den sogenannten Rassisten, trotz und eine vertiefende jetzt erst recht Einstellung. Also darüber Reden , sinnlos und in der Art und Weise wie die Medien es machen sogar ziemlich kontraproduktiv. Die Frage wird kommen wenn nicht darüber reden, was den tun ? Der erste Schritt wäre natürlich den Opferschutz zu verstärken, der zweite Schritt wäre dann aber sich auch mit den Tätern zu beschäftigen. Rassismus ist keine genetische Krankheit, die man nicht bekämpfen kann, daher wäre sinnvoll auch den Rassisten nicht als Objekt zu betrachten sondern als Menschen in seiner ganzen Bandbreite. Auch ein Rassist hilft einer Oma über die Straße. Rassismus ist das Ergebnis von Sozialisation, Erziehung und gesellschaftlichen Prägungen. Wenn man Menschen rein als „das Böse“ abstempelt, nimmt man ihnen die Fähigkeit zur Veränderung und übersieht die Ursachen. Willst du wirklich über Rassismus diskutieren ? RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - longbottom - 13.08.2026 (13.08.2026, 09:32)Oliver schrieb: Max ist der breiten Masse unbekannt. Daher wird er hier kein Engagement bekommen. Er ist sicher nicht unbekannter als Maral Bazargani.
RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - menarfin - 13.08.2026 Jetzt mal ehrlich: Wer auf die Interviews verzichten kann guckt halt eurosport mit dem Weltbild. Dort werden keine Interviews gemacht. Aus Zuschauersicht ist das doch easy. Aus Athletensicht... Ich kann verstehen dass die Athleten das oft nicht so doll finden. Nur sollte man da auch mal eins bedenken: Die Jungs und Mädels dort verdienen ihr Geld damit dass es Leute gibt die ihnen dabei zuschauen wollen wie sie Sport treiben. Das ist Profisport im Kern, unabhängig von der Sportart. Gibt es keine Leute die zugucken wollen gibt es auch keinen Grund jemandem Geld dafür zu geben schnell zu rennen oder Dinge durch die Gegend zu schmeissen. Die Presse, egal wie fähig oder unfähig die Leute im einzelnen auch sein mögen, stellt da das Bindeglied dar. Zeigt dich die Presse nicht als Athlet hast du sehr viel mehr Aufwand an Zuschauer und damit auch direkt oder indirekt an Geld zu kommen. Und für die Presse ist nunmal auch ein Teil des Jobs Interviews. Und jetzt aus Pressesicht ist es auch die Aufgabe kritische und/oder unbequeme Fragen zu stellen. Das ist damit dann Teil der Berufsanforderung an Profisportler. Darüber sollte man sich dann doch besser nicht so laut beschweren. RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - Oliver - 13.08.2026 (13.08.2026, 09:52)longbottom schrieb:(13.08.2026, 09:32)Oliver schrieb: Max ist der breiten Masse unbekannt. Daher wird er hier kein Engagement bekommen. Ist aber nicht vergleichbar. Letztere ist eine ausgebildete Journalistin und ist auch in anderen Formaten im Fernsehen zu sehen. Weiter agiert sie nicht als Expertin. RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - mariusfast - 13.08.2026 (13.08.2026, 09:46)Läufer 800m schrieb:Sehr guter Text. Und meistens ist es fehlende Bildung und so, dass eben die hier erwähnte Sozialisation von den Rassisten nicht kapiert wird, weshalb anderes Verhalten mit anderen Genen begründet werden . Ideologie bedingt durch andere Kulturkreisen oder ein schlechter gestelltes soziales Millieu werden grundlegend ignoriert und oder damit begründet.(13.08.2026, 08:57)Reichtathletik schrieb:(13.08.2026, 08:46)Roy Schmidt schrieb: ... Ich habe selbst in einer Flüchtlingsunterkunft gearbeitet und mitbekommen, wie ehrenamtliche Menschen zu "Rassisten" wurden, weil Ihnen einfach die Bildung und Reflektionsvermögen fehlte. Sie hatten genauso eine gute moralische Intention, Helfen zu wollen. RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - trackwatchnds - 13.08.2026 (13.08.2026, 09:55)menarfin schrieb: Jetzt mal ehrlich: Wer auf die Interviews verzichten kann guckt halt eurosport mit dem Weltbild. Dort werden keine Interviews gemacht. Aus Zuschauersicht ist das doch easy. Volle Zustimmung in allen drei Absätzen! RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - lor-olli - 13.08.2026 Ich bin kein Freund des "seichten Gelabers", aber ich (wir hier) sind auch nicht der Maßstab, eher die Masse an Zuschauern, die Leichtathletik schaut, wenn mal kein Fußball gespielt wird … Das Yemisi nicht immer nur gute Erfahrungen mit Kommentaren zu ihrer Person gemacht hat (trotz einer eigentlich immer fröhlich-positiven Ausstrahlung), sollte hier auch jedem bewusst sein und irgendwann, wenn man / frau beispielsweise nicht ganz so zufrieden mit der eigenen Leistung ist, reagiert man empfindlicher. Ich habe damit kein Problem, es ist einfach menschlich. Ich habe auch kein Problem damit, dass jemand wie Busemann sich die seiner Meinung nach relevanten Fakten herauspickt - aber was sagen Leistungen in der "Vergangenheit" schon über die Gegenwart aus? (Leo wäre die 400m sicher auch lieber etwas anders angegangen, that's life) Die Routine die sich bei einer langjährigen Tätigkeit einstellt (Lufen), birgt natürlich auch die Gefahr einer gewissen Selbstgefälligkeit - Athleten kommen und gehen. Kommentatoren bleiben Ein Grund, weswegen die BBC verdiente Athleten mit einem gewissen Sprachtalent einstellt, aber auch nach einer gewissen Zeit (unterschiedlich) durch Neue ersetzt. Finde ich auch keine schlechte Option, neue Leute durchbrechen oft alte Routinen, auch Athleten wechseln manchmal, nach längerer Zeit den Trainer. Stillstand hat man im Fernsehen genug … (Ich schaue praktisch gar kein Fernsehen mehr, außer sportlichen Großereignissen, Dokumentationen oder Sonderberichten) RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - Reichtathletik - 13.08.2026 (13.08.2026, 09:32)Oliver schrieb: Max ist der breiten Masse unbekannt. Daher wird er hier kein Engagement bekommen. Ob Lisa Mayer wirklich so viel bekannter ist, mag ich bezweifeln. RE: Kritik von Yemisi Mabry an ARD-Interview - Reichtathletik - 13.08.2026 (13.08.2026, 09:36)trackANDfield schrieb: Ich bin mir sehr sicher, dass Yemi und ihr Team auch Bestenlisten lesen kann ... aber im Finale gibt es andere Gesetze, was sie bei den Olympischen Spielen gezeigt hat. Aber das ist doch nicht Aufgabe des Interviewers, das wäre Yemisis passende Antwort auf die Frage gewesen! |