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Et Ceterum Censeo - DM-Teilnehmerlimits, unfaires (Ab)Meldeverhalten - Druckversion

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RE: Deutsche Meisterschaften - Hannover/Bochum, 23.-26.07.2026 - Jakob94 - 24.07.2026

(24.07.2026, 07:53)Reichtathletik schrieb:
(24.07.2026, 07:30)Jakob94 schrieb:
(24.07.2026, 07:20)Reichtathletik schrieb:
(24.07.2026, 06:52)Jakob94 schrieb: Es weiß doch niemand hier, wie es Blanka Dörfel geht (Zitat „due to dizziness and weakness this week“) und wie genau ihre Probleme aussehen. Wie kann man sich da bitte anmaßen, ihr Vorwürfe zu machen? Sie wird wohl die Hoffnung gehabt haben, dass es bis Samstag wieder besser ist!

Ich finde den Zeitpunkt für die dadurch betroffenen Athleten halt denkbar unschön. Ein paar Stunden eher hätte man nachrücken können. Wenn man es da noch nicht wusste sondern weiter "hofft" hätte ich wiederum erwartet, dass man bis Samstag abwartet und hofft.  

Ich würde leider vermuten es ist wieder mal ein Fall wo eine Spitzenathletin gar nicht wusste, was sie anrichtet und im Gespräch sagen würde: Oh, ich dachte da rückt auf jeden Fall jemand nach, hätte ich das gewusst, hätte ich schon Mittwoch abgemeldet.

Natürlich ist das alles ärgerlich - aber es bleibt dabei: Das sind unbegründete Unterstellungen ohne jeden Anhalt! Finde ich schwierig, sowas hier öffentlich zu teilen.

Also besser schweigen und den Benachteiligten keine Stimme geben?!

Solange es bloße Mutmaßungen sind und wir zu wenig wissen, um uns ein vernünftiges Urteil bilden zu können: Ja! 

Wenn die Absage keine gesundheitlichen Gründe hat, sondern andere (vorhersehbare) Gründe, ist das natürlich was anderes… so z.B. Doppelmeldungen, die bestehen bleiben (wobei das dieses Jahr soweit ich es überblicke kein Problem mehr ist)


RE: Deutsche Meisterschaften - Hannover/Bochum, 23.-26.07.2026 - Reichtathletik - 24.07.2026

Sorry aber da kann ich nicht mitgehen. Ich finde es unsäglich, wie mit Leuten umgegangen wird, die nicht zur DM zugelassen werden, obwohl sie starten könnten. Wenn Personen mit internationaler Norm nicht zur WM genommen werden oder so, siehe Pfeiffer, wird wochenlang auf den Verband eingetreten, aber auf der Ebene tun wir so als seien das keine Menschen, die es wert sind, für sie einzustehen. Ich hab schon viele von ihnen kennen gelernt. Da reden wir zum Teil über krasse Identitätskrisen, die entstehen.
Und die Ungerechtigkeit und mangelnde Wertschätzung die diesen Athleten, ihren Trainern und Vereinen entgegengebracht wird, soll bitte nicht angesprochen werden, damit unsere Stars - rechtlich Personen des öffentlichen Lebens - nicht gezwungen sind, transparent zu machen, wann und wie sie sich gegen einen Start entscheiden?!


RE: Deutsche Meisterschaften - Hannover/Bochum, 23.-26.07.2026 - OldSchoolRunner - 24.07.2026

(24.07.2026, 08:12)Jakob94 schrieb:
(24.07.2026, 07:53)Reichtathletik schrieb:
(24.07.2026, 07:30)Jakob94 schrieb:
(24.07.2026, 07:20)Reichtathletik schrieb:
(24.07.2026, 06:52)Jakob94 schrieb: Es weiß doch niemand hier, wie es Blanka Dörfel geht (Zitat „due to dizziness and weakness this week“) und wie genau ihre Probleme aussehen. Wie kann man sich da bitte anmaßen, ihr Vorwürfe zu machen? Sie wird wohl die Hoffnung gehabt haben, dass es bis Samstag wieder besser ist!

Ich finde den Zeitpunkt für die dadurch betroffenen Athleten halt denkbar unschön. Ein paar Stunden eher hätte man nachrücken können. Wenn man es da noch nicht wusste sondern weiter "hofft" hätte ich wiederum erwartet, dass man bis Samstag abwartet und hofft.  

Ich würde leider vermuten es ist wieder mal ein Fall wo eine Spitzenathletin gar nicht wusste, was sie anrichtet und im Gespräch sagen würde: Oh, ich dachte da rückt auf jeden Fall jemand nach, hätte ich das gewusst, hätte ich schon Mittwoch abgemeldet.

Natürlich ist das alles ärgerlich - aber es bleibt dabei: Das sind unbegründete Unterstellungen ohne jeden Anhalt! Finde ich schwierig, sowas hier öffentlich zu teilen.

Also besser schweigen und den Benachteiligten keine Stimme geben?!

Solange es bloße Mutmaßungen sind und wir zu wenig wissen, um uns ein vernünftiges Urteil bilden zu können: Ja! 

Wenn die Absage keine gesundheitlichen Gründe hat, sondern andere (vorhersehbare) Gründe, ist das natürlich was anderes… so z.B. Doppelmeldungen, die bestehen bleiben (wobei das dieses Jahr soweit ich es überblicke kein Problem mehr ist)

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RE: Deutsche Meisterschaften - Hannover/Bochum, 23.-26.07.2026 - Jakob94 - 24.07.2026

(24.07.2026, 08:31)Reichtathletik schrieb: Sorry aber da kann ich nicht mitgehen. Ich finde es unsäglich, wie mit Leuten umgegangen wird, die nicht zur DM zugelassen werden, obwohl sie starten könnten. Wenn Personen mit internationaler Norm nicht zur WM genommen werden oder so, siehe Pfeiffer, wird wochenlang auf den Verband eingetreten, aber auf der Ebene tun wir so als seien das keine Menschen, die es wert sind, für sie einzustehen. Ich hab schon viele von ihnen kennen gelernt. Da reden wir zum Teil über krasse Identitätskrisen, die entstehen.
Und die Ungerechtigkeit und mangelnde Wertschätzung die diesen Athleten, ihren Trainern und Vereinen entgegengebracht wird, soll bitte nicht angesprochen werden, damit unsere Stars - rechtlich Personen des öffentlichen Lebens - nicht gezwungen sind, transparent zu machen, wann und wie sie sich gegen einen Start entscheiden?!

Geht zwar vom Ausgangspunkt weg, aber finde ich dennoch ungemein wichtig: Wenn man in knapp verpasster DM-Start AthletInnen in eine „krasse Identitätskrise“ führt, würde ich mir als Trainer Gedanken machen, ob das alles noch die richtige Dimension hat… Klar: Auf dem Niveau ist Sport mehr als ein Hobby und sicherlich Teil der Identität - aber ich würde mich als Trainer ganz unwohl fühlen, wenn die Identität meiner AthletInnen sich nur darüber definiert, ob sie es zur DM schaffen. 

Sport ist doch so viel mehr als die Teilnahme an der DM!


RE: Deutsche Meisterschaften - Hannover/Bochum, 23.-26.07.2026 - mariusfast - 24.07.2026

(24.07.2026, 09:21)Jakob94 schrieb:
(24.07.2026, 08:31)Reichtathletik schrieb: Sorry aber da kann ich nicht mitgehen. Ich finde es unsäglich, wie mit Leuten umgegangen wird, die nicht zur DM zugelassen werden, obwohl sie starten könnten. Wenn Personen mit internationaler Norm nicht zur WM genommen werden oder so, siehe Pfeiffer, wird wochenlang auf den Verband eingetreten, aber auf der Ebene tun wir so als seien das keine Menschen, die es wert sind, für sie einzustehen. Ich hab schon viele von ihnen kennen gelernt. Da reden wir zum Teil über krasse Identitätskrisen, die entstehen.
Und die Ungerechtigkeit und mangelnde Wertschätzung die diesen Athleten, ihren Trainern und Vereinen entgegengebracht wird, soll bitte nicht angesprochen werden, damit unsere Stars - rechtlich Personen des öffentlichen Lebens - nicht gezwungen sind, transparent zu machen, wann und wie sie sich gegen einen Start entscheiden?!

Geht zwar vom Ausgangspunkt weg, aber finde ich dennoch ungemein wichtig: Wenn man in knapp verpasster DM-Start AthletInnen in eine „krasse Identitätskrise“ führt, würde ich mir als Trainer Gedanken machen, ob das alles noch die richtige Dimension hat… Klar: Auf dem Niveau ist Sport mehr als ein Hobby und sicherlich Teil der Identität - aber ich würde mich als Trainer ganz unwohl fühlen, wenn die Identität meiner AthletInnen sich nur darüber definiert, ob sie es zur DM schaffen. 

Sport ist doch so viel mehr als die Teilnahme an der DM!
Genau das war ja mein Punkt mit meinem Beispiel aus den 90 ern. Damals wurde auch täglich und hart trainiert und Sport stand im Mittelpunkt. Aber man hat sich halt darüber identifiziert, dass man bei Kreismeisterschaften konkurrenzfähig war und eine gute 31er Zeit rennen konnte. 

Wir müssen den Leistungssport wieder mehr für die Breite gestalten.


RE: Deutsche Meisterschaften - Hannover/Bochum, 23.-26.07.2026 - Reichtathletik - 24.07.2026

(24.07.2026, 09:21)Jakob94 schrieb:
(24.07.2026, 08:31)Reichtathletik schrieb: Sorry aber da kann ich nicht mitgehen. Ich finde es unsäglich, wie mit Leuten umgegangen wird, die nicht zur DM zugelassen werden, obwohl sie starten könnten. Wenn Personen mit internationaler Norm nicht zur WM genommen werden oder so, siehe Pfeiffer, wird wochenlang auf den Verband eingetreten, aber auf der Ebene tun wir so als seien das keine Menschen, die es wert sind, für sie einzustehen. Ich hab schon viele von ihnen kennen gelernt. Da reden wir zum Teil über krasse Identitätskrisen, die entstehen.
Und die Ungerechtigkeit und mangelnde Wertschätzung die diesen Athleten, ihren Trainern und Vereinen entgegengebracht wird, soll bitte nicht angesprochen werden, damit unsere Stars - rechtlich Personen des öffentlichen Lebens - nicht gezwungen sind, transparent zu machen, wann und wie sie sich gegen einen Start entscheiden?!

Geht zwar vom Ausgangspunkt weg, aber finde ich dennoch ungemein wichtig: Wenn man in knapp verpasster DM-Start AthletInnen in eine „krasse Identitätskrise“ führt, würde ich mir als Trainer Gedanken machen, ob das alles noch die richtige Dimension hat… Klar: Auf dem Niveau ist Sport mehr als ein Hobby und sicherlich Teil der Identität - aber ich würde mich als Trainer ganz unwohl fühlen, wenn die Identität meiner AthletInnen sich nur darüber definiert, ob sie es zur DM schaffen. 

Sport ist doch so viel mehr als die Teilnahme an der DM!

Da stimme ich dir ausdrücklich zu. Um diese Fälle zu verstehen, ist es wichtig sich deutlich intensiver mit ihnen zu beschäftigen. Dazu lade ich alle, die mir nicht glauben und alle, die leichtfertig über sie hinweg entscheiden ausdrücklich ein. Ich glaube häufig ist Menschen nicht bewusst, dass ihre Entscheidungen Auswirkungen auf Menschen und ganze Familien oder Standorte haben.
Es ist ja häufig eine Gemängelage. Und jeder Fall ist unterschiedlich. Da hast du die Leute die viel in den Sport investieren und wissen, sie haben wegen des Jobs nur 1-2 Schüsse für die Norm, und dann stehen sie auf einem Wackelplatz, dürfen nicht starten, weil andere nicht abmelden. Da gibt es die Leute deren Partner oder Arbeitgeber Wochen oder Monate vorher wissen wollen, ob sie dabei sind und ansonsten Druck ausüben, der irgendwenn zu viel wird. Da gibt es Vereine und Trainer die den Leistungssport einstellen und sich anderen Abteilungen oder Sportarten widmen. Da gibt es die Athleten die lieber Hyrox machen weil sie sagen, da melde ich mich 9 Monate vorher für das Event an und dann weiß ich sicher, ich darf Mitmachen. Da gibt es die Leute, die eigentlich motiviert sind besser zu werden und die von Bundestrainern dann auf den Hinweis, dass sie sich wünschen würden, es gäbe andere Regeln gesagt bekommen, dass Leute auf ihrem Leistungsniveau eine Belastung(!) für die Spitze sind. 

Es gibt unfassbar viele Faktoren. Die Leute, die aufhören sind oft welche, die nicht nur keine Wertschätzung sondern aktive Geringschätzung bekommen. Und es sind oft die Leute, die nicht nur viel trainieren, sondern parallel noch Jugendtrainer sind, Wettkämpfe veranstalten und sich für fairen Sport einsetzen. Und wenn sie den Mund aufmachen, wird ihnen noch nachgestellt.


RE: Deutsche Meisterschaften - Hannover/Bochum, 23.-26.07.2026 - muffman - 24.07.2026

(24.07.2026, 09:21)Jakob94 schrieb:
(24.07.2026, 08:31)Reichtathletik schrieb: Sorry aber da kann ich nicht mitgehen. Ich finde es unsäglich, wie mit Leuten umgegangen wird, die nicht zur DM zugelassen werden, obwohl sie starten könnten. Wenn Personen mit internationaler Norm nicht zur WM genommen werden oder so, siehe Pfeiffer, wird wochenlang auf den Verband eingetreten, aber auf der Ebene tun wir so als seien das keine Menschen, die es wert sind, für sie einzustehen. Ich hab schon viele von ihnen kennen gelernt. Da reden wir zum Teil über krasse Identitätskrisen, die entstehen.
Und die Ungerechtigkeit und mangelnde Wertschätzung die diesen Athleten, ihren Trainern und Vereinen entgegengebracht wird, soll bitte nicht angesprochen werden, damit unsere Stars - rechtlich Personen des öffentlichen Lebens - nicht gezwungen sind, transparent zu machen, wann und wie sie sich gegen einen Start entscheiden?!

Geht zwar vom Ausgangspunkt weg, aber finde ich dennoch ungemein wichtig: Wenn man in knapp verpasster DM-Start AthletInnen in eine „krasse Identitätskrise“ führt, würde ich mir als Trainer Gedanken machen, ob das alles noch die richtige Dimension hat… Klar: Auf dem Niveau ist Sport mehr als ein Hobby und sicherlich Teil der Identität - aber ich würde mich als Trainer ganz unwohl fühlen, wenn die Identität meiner AthletInnen sich nur darüber definiert, ob sie es zur DM schaffen. 

Sport ist doch so viel mehr als die Teilnahme an der DM!

Als ob es darum gehen würde. Fakt ist, dass der LA viele AthletInnen aus dem Unterbau wegbrechen, die eigentlich ambitioniert trainieren wollen und dafür logischerweise auch entsprechende Ziele brauchen/haben. Das führt dann auch automatisch zu weniger Aufmerksamkeit in der lokalen Presse etc, was am Ende zu noch weniger AthletInnen in den Vereinen führt und sich damit letztendlich auch auf den Spitzensport auswirkt. Was das mit der Motivation der leistungsorientiert trainierenden TrainerInnen macht, müssen wir, denke ich, auch nicht extra thematisieren. Der DLV spuckt permanent auf uns ehrenamtliche und alles was nicht Kader ist. Wenn du als TrainerIn oder AthletIn keine großen Ambitionen hast, etwas zu erreichen, kann dir das natürlich alles egal sein.


RE: Deutsche Meisterschaften - Hannover/Bochum, 23.-26.07.2026 - Reichtathletik - 24.07.2026

(24.07.2026, 11:27)muffman schrieb:
(24.07.2026, 09:21)Jakob94 schrieb:
(24.07.2026, 08:31)Reichtathletik schrieb: Sorry aber da kann ich nicht mitgehen. Ich finde es unsäglich, wie mit Leuten umgegangen wird, die nicht zur DM zugelassen werden, obwohl sie starten könnten. Wenn Personen mit internationaler Norm nicht zur WM genommen werden oder so, siehe Pfeiffer, wird wochenlang auf den Verband eingetreten, aber auf der Ebene tun wir so als seien das keine Menschen, die es wert sind, für sie einzustehen. Ich hab schon viele von ihnen kennen gelernt. Da reden wir zum Teil über krasse Identitätskrisen, die entstehen.
Und die Ungerechtigkeit und mangelnde Wertschätzung die diesen Athleten, ihren Trainern und Vereinen entgegengebracht wird, soll bitte nicht angesprochen werden, damit unsere Stars - rechtlich Personen des öffentlichen Lebens - nicht gezwungen sind, transparent zu machen, wann und wie sie sich gegen einen Start entscheiden?!

Geht zwar vom Ausgangspunkt weg, aber finde ich dennoch ungemein wichtig: Wenn man in knapp verpasster DM-Start AthletInnen in eine „krasse Identitätskrise“ führt, würde ich mir als Trainer Gedanken machen, ob das alles noch die richtige Dimension hat… Klar: Auf dem Niveau ist Sport mehr als ein Hobby und sicherlich Teil der Identität - aber ich würde mich als Trainer ganz unwohl fühlen, wenn die Identität meiner AthletInnen sich nur darüber definiert, ob sie es zur DM schaffen. 

Sport ist doch so viel mehr als die Teilnahme an der DM!

Als ob es darum gehen würde. Fakt ist, dass der LA viele AthletInnen aus dem Unterbau wegbrechen, die eigentlich ambitioniert trainieren wollen und dafür logischerweise auch entsprechende Ziele brauchen/haben. Das führt dann auch automatisch zu weniger Aufmerksamkeit in der lokalen Presse etc, was am Ende zu noch weniger AthletInnen in den Vereinen führt und sich damit letztendlich auch auf den Spitzensport auswirkt. Was das mit der Motivation der leistungsorientiert trainierenden TrainerInnen macht, müssen wir, denke ich, auch nicht extra thematisieren. Der DLV spuckt permanent auf uns ehrenamtliche und alles was nicht Kader ist. Wenn du als TrainerIn oder AthletIn keine großen Ambitionen hast, etwas zu erreichen, kann dir das natürlich alles egal sein.

Besser hätte ich es nicht sagen können. 
Ich kann dazu Hunderte Lieder singen. Da werden in einem Jahr die Bedürfnisse eines Vereins oder Standorts noch als unwichtig weggewischt, im nächsten Jahr verlangt man dass dieser Kosten übernimmt, die der Verband nicht übernimmt, damit Leute international(!) starten dürfen. Oder es wird drauf geklappt und sich dann beklagt, dass man nicht hauptamtlichen Strukturen aufbaut. Wer macht das denn für nicht DM-Teilnahmen?
Wir haben Disziplinen wie Hochsprung – wirklich nichts absurdes – die werden nur noch an einer Hand voll Orten absolviert. Und dann sind daran die Vereine schuld, die keine qualifizierten Trainer hervorbringen. Funfact: eigentlich ist es sogar Voraussetzung Athleten auf DM-Niveau zu haben, wenn man als Trainer entsprechende Lizenzlehrgänge bestreiten will. Ein Kriterium, was zum Glück kaum eingehalten wird, sonst würden wir wirklich nur noch Standort-Verhinderung betreiben.

Und nein: Natürlich befreit das Sportler, Trainer und Vereine nicht davon auch unter diesen Umständen aus dem Quark zu kommen. Da kann und muss vieles besser werden.

Aber es wäre dringend erforderlich, diese Stimmen auch mal zu hören und mit ihnen auf Augenhöhe zu diskutieren. Es wird soweit ich weiß bald Neuigkeiten zu den Normen geben und soweit ich weiß wird das die Situation nicht besser machen. Wird aber sicher so verkauft. Und es wurde leider nicht mit den Kritikern und betroffenen dazu gesprochen und sie in der Lösungsfindung eingebunden.

PS: Ich verstehe dass man das Thema wieder von dem DM-Tread auslöst. Aber ich finde es dennoch schade. Eigentlich sollte es auch wenn es schade ist das sportliche Überlagern. Weil es das nun mal tut. Ich finde es schade dass wir es immer alle beiseite schieben.


RE: Deutsche Meisterschaften - Hannover/Bochum, 23.-26.07.2026 - Jakob94 - 24.07.2026

(24.07.2026, 12:27)Reichtathletik schrieb:
(24.07.2026, 11:27)muffman schrieb:
(24.07.2026, 09:21)Jakob94 schrieb:
(24.07.2026, 08:31)Reichtathletik schrieb: Sorry aber da kann ich nicht mitgehen. Ich finde es unsäglich, wie mit Leuten umgegangen wird, die nicht zur DM zugelassen werden, obwohl sie starten könnten. Wenn Personen mit internationaler Norm nicht zur WM genommen werden oder so, siehe Pfeiffer, wird wochenlang auf den Verband eingetreten, aber auf der Ebene tun wir so als seien das keine Menschen, die es wert sind, für sie einzustehen. Ich hab schon viele von ihnen kennen gelernt. Da reden wir zum Teil über krasse Identitätskrisen, die entstehen.
Und die Ungerechtigkeit und mangelnde Wertschätzung die diesen Athleten, ihren Trainern und Vereinen entgegengebracht wird, soll bitte nicht angesprochen werden, damit unsere Stars - rechtlich Personen des öffentlichen Lebens - nicht gezwungen sind, transparent zu machen, wann und wie sie sich gegen einen Start entscheiden?!

Geht zwar vom Ausgangspunkt weg, aber finde ich dennoch ungemein wichtig: Wenn man in knapp verpasster DM-Start AthletInnen in eine „krasse Identitätskrise“ führt, würde ich mir als Trainer Gedanken machen, ob das alles noch die richtige Dimension hat… Klar: Auf dem Niveau ist Sport mehr als ein Hobby und sicherlich Teil der Identität - aber ich würde mich als Trainer ganz unwohl fühlen, wenn die Identität meiner AthletInnen sich nur darüber definiert, ob sie es zur DM schaffen. 

Sport ist doch so viel mehr als die Teilnahme an der DM!

Als ob es darum gehen würde. Fakt ist, dass der LA viele AthletInnen aus dem Unterbau wegbrechen, die eigentlich ambitioniert trainieren wollen und dafür logischerweise auch entsprechende Ziele brauchen/haben. Das führt dann auch automatisch zu weniger Aufmerksamkeit in der lokalen Presse etc, was am Ende zu noch weniger AthletInnen in den Vereinen führt und sich damit letztendlich auch auf den Spitzensport auswirkt. Was das mit der Motivation der leistungsorientiert trainierenden TrainerInnen macht, müssen wir, denke ich, auch nicht extra thematisieren. Der DLV spuckt permanent auf uns ehrenamtliche und alles was nicht Kader ist. Wenn du als TrainerIn oder AthletIn keine großen Ambitionen hast, etwas zu erreichen, kann dir das natürlich alles egal sein.

Besser hätte ich es nicht sagen können. 
Ich kann dazu Hunderte Lieder singen. Da werden in einem Jahr die Bedürfnisse eines Vereins oder Standorts noch als unwichtig weggewischt, im nächsten Jahr verlangt man dass dieser Kosten übernimmt, die der Verband nicht übernimmt, damit Leute international(!) starten dürfen. Oder es wird drauf geklappt und sich dann beklagt, dass man nicht hauptamtlichen Strukturen aufbaut. Wer macht das denn für nicht DM-Teilnahmen?
Wir haben Disziplinen wie Hochsprung – wirklich nichts absurdes – die werden nur noch an einer Hand voll Orten absolviert. Und dann sind daran die Vereine schuld, die keine qualifizierten Trainer hervorbringen. Funfact: eigentlich ist es sogar Voraussetzung Athleten auf DM-Niveau zu haben, wenn man als Trainer entsprechende Lizenzlehrgänge bestreiten will. Ein Kriterium, was zum Glück kaum eingehalten wird, sonst würden wir wirklich nur noch Standort-Verhinderung betreiben.

Und nein: Natürlich befreit das Sportler, Trainer und Vereine nicht davon auch unter diesen Umständen aus dem Quark zu kommen. Da kann und muss vieles besser werden.

Aber es wäre dringend erforderlich, diese Stimmen auch mal zu hören und mit ihnen auf Augenhöhe zu diskutieren. Es wird soweit ich weiß bald Neuigkeiten zu den Normen geben und soweit ich weiß wird das die Situation nicht besser machen. Wird aber sicher so verkauft. Und es wurde leider nicht mit den Kritikern und betroffenen dazu gesprochen und sie in der Lösungsfindung eingebunden.

PS: Ich verstehe dass man das Thema wieder von dem DM-Tread auslöst. Aber ich finde es dennoch schade. Eigentlich sollte es auch wenn es schade ist das sportliche Überlagern. Weil es das nun mal tut. Ich finde es schade dass wir es immer alle beiseite schieben.

Und wo liegt darin jetzt die Begründung, dass Blanka Dörfel in deinen Augen detailliert zu teilen hat, wie ihr Abmeldung zustande kam?


RE: Et Ceterum Censeo - DM-Teilnehmerlimits, unfaires (Ab)Meldeverhalten - Reichtathletik - 24.07.2026

Respekt gegenüber denen, die nicht starten dürfen.