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RE: Windmessung im Diskuswurf - S_J - 16.04.2026 (16.04.2026, 17:16)eierluke2 schrieb:(16.04.2026, 11:38)S_J schrieb: Wenn man bei einem Wettkampf keine bestenlistenfähigen Leistungen erzielen kann, kann man sich ihn sparen und einfach im Training etwas messen. Davon hält doch keiner einen ab?
RE: Windmessung im Diskuswurf - S_J - 16.04.2026 (16.04.2026, 18:23)TranceNation 2k14 schrieb: *Das mit dem Hochsprung kann allerding sein (2.02), da in der Mitte gemessen wird, und dann sind die 2.02 sogar vorgegeben, falls die Mittenhöhe dann 2.00 ist Es dürfen aber eben auch nicht mehr als 2,02m sein, denn die Latte darf nicht mehr als 20mm durchhängen, wenn sie auf den Aufliegern liegt. Beim Stabhochsprung wären bis zu 30mm erlaubt. Hängt sie mehr durch, darf die Latte im Wettkampf nicht verwendet werden. RE: Windmessung im Diskuswurf - diwa - 16.04.2026 (16.04.2026, 17:16)eierluke2 schrieb: Da bin ich mir nicht so sicher, viele Kinder und Jugendliche fänden es bestimmt spannend, wenn jeder der -/ jede die möchte mit ganz einfacher Technik quasi im Schulunterricht oder auch nur wenn man abends zufällig am Platz vorbeikommt eine elektronisch gestoppte 100 m Zeit laufen könnte, ohne unbedingt vorher dem Leichtathletikverein beigetreten zu sein müssen Bist Du es Delta? Merkst Du nicht, wie Du Dir widersprichst? „Einfache Technik“ vs. „elektronisch gestoppte Zeit“? RE: Windmessung im Diskuswurf - Freaky - 16.04.2026 (16.04.2026, 18:23)TranceNation 2k14 schrieb: *Das mit dem Hochsprung kann allerding sein (2.02), da in der Mitte gemessen wird, und dann sind die 2.02 sogar vorgegeben, falls die Mittenhöhe dann 2.00 ist aber dann hat nicht eine Seite 2,02m und eine Seite 1,98 RE: Windmessung im Diskuswurf - TranceNation 2k14 - 16.04.2026 Aber das tritt doch nun wirkich nirgends auf.... RE: Windmessung im Diskuswurf - S_J - 16.04.2026 (16.04.2026, 19:52)diwa schrieb:(16.04.2026, 17:16)eierluke2 schrieb: Da bin ich mir nicht so sicher, viele Kinder und Jugendliche fänden es bestimmt spannend, wenn jeder der -/ jede die möchte mit ganz einfacher Technik quasi im Schulunterricht oder auch nur wenn man abends zufällig am Platz vorbeikommt eine elektronisch gestoppte 100 m Zeit laufen könnte, ohne unbedingt vorher dem Leichtathletikverein beigetreten zu sein müssen Auslegungssache. Es gibt ja inzwischen einige Sportplätze, auf denen magnetische Timing Gates unter der Bahn installiert sind. Im Ballsport teilweise auch unter dem Kunstrasen. Die Installation an sich ist natürlich weder einfach noch günstig, aber wenn es das erst einmal gibt, kann man da sehr niedrigschwellig große Datenmengen erzeugen. Auch Lichtschranken, Freelap Systeme etc. sind ja zunächst einmal elektronische Zeiten. Die Erfahrungen mit der KiLa haben ja gezeigt, dass es vergleichsweise einfach ist einen genormten aber eben nicht bestenlistenfähigen Wettkampf zu organisieren und durchzuführen. Man mag dazu stehen wie man möchte, aber es ist denke ich unbestreitbar, dass es unverhältnismäßig einfacher ist, eine KiLa-Veranstaltung auszurichten als einen "normalen" Wettkampf. Daher haben ja in den letzten Jahren auch manche Verbände mit ähnlichen Formaten für die U14 experimentiert. Aufwändig ist in jedem Fall eine vollautomatische Zeitmessung, die es für eine bestenlistenfähige Leistung bräuchte. Wobei der Aufwand auch da hauptsächlich darin besteht, sie auf- und abzubauen und zu justieren... Würde man das einfach fest verbauen, könnte ich mit elektrischer Pistole und Laptop auch im Training ohne Probleme vollautomatische Zeiten nehmen. Wer darin eine Marktlücke sieht und denkt, da ist Bedarf und Nachfrage, kann das ja gerne testen
RE: Windmessung im Diskuswurf - S_J - 16.04.2026 (16.04.2026, 20:47)TranceNation 2k14 schrieb: Aber das tritt doch nun wirkich nirgends auf.... Ich war auf Wettkämpfen, wo jemand Gras in die Luft geworfen hat, um den Wind zu messen. Ich wäre sehr vorsichtig damit, solche absoluten Aussagen zu treffen...
RE: Windmessung im Diskuswurf - Delta - 16.04.2026 Also beim UBS Kidz Cup (Schweiz) wird überwiegend von Hand gestoppt und mit einem Startholz gestartet. 2025 waren das 225000 Jugendliche. Keiner hat moniert, dass man Olympiabedingungen braucht für den 60,80 Meter Lauf. Auch für den Ballwurf reicht ein Messband und Lasermessungen helfen auch da nicht weiter. Selbst eine 3 cm Abweichung auf 50 m ändert wenig am Ergebnis. RE: Oklahoma Throws Series - Ramona, 09.-12.04.2026 (Richter 74,00m) - Atanvarno - 16.04.2026 (15.04.2026, 11:24)eierluke2 schrieb: Was aber die Durchführbarkeit betrifft, heißt es: Aufwachen, wir leben hier im Industriemuseum Deutschland und sind gedanklich im 20. Jahrhundert stehen geblieben; in der modernen Welt aber ist alles viel einfacher geworden. Es geht darum, wie man Leistungen auf höchsten Niveau (in Ramona wird weltrekordnah geworfen) fair einordnen und vergleichbar mit Leistungen an anderen Orten machen kann. Natürlich bräuchte es dafür kalibrierte und zertifizierte Präzisionsinstrumente und ein detailliertes Regelwerk das deren korrekte Anwendung vorschreiben würde, schließlich geht es um die absolute Spitze. Da kann ich nicht mit aufs Handy aufgesteckten Windmessern mit zweifelhafter Präzision und Verlässlichkeit arbeiten, die ich Pi Mal Daumen auf der Anlage verteilt habe. Das Buzzword KI macht das auch nicht besser. Und dieses Instrumentarium und Regelwerk muss dann auch bis auf die unterste Ebene Anwendung finden (oder man kann keine WRC durchführen). Das ist aber für mich auch das Hauptargument gegen die Windmessung im Diskuswurf - der (vor allem finanzielle) Aufwand für die unteren Ebenen ist einfach zu hoch. RE: Windmessung im Diskuswurf - eierluke2 - 17.04.2026 (16.04.2026, 19:52)diwa schrieb:(16.04.2026, 17:16)eierluke2 schrieb: Da bin ich mir nicht so sicher, viele Kinder und Jugendliche fänden es bestimmt spannend, wenn jeder der -/ jede die möchte mit ganz einfacher Technik quasi im Schulunterricht oder auch nur wenn man abends zufällig am Platz vorbeikommt eine elektronisch gestoppte 100 m Zeit laufen könnte, ohne unbedingt vorher dem Leichtathletikverein beigetreten zu sein müssen Elektronisch gestoppte Zeit kann doch beides sein: A) Wenn Usain Bolts im Finale einer Weltmeisterschaft 9,58 läuft, muss die Messung auch über jeden Zweifel erhaben sein. Das ist die Benchmark für alle Menschen auf der Welt und seither vielleicht auch der im Netz am häufigsten aufgerufene sportliche Leistungsziffer. Ich nehme an, dass die eingestzte Messtechnik teuer sein dürfte und das ist OK für mich. B) auf der Skipiste stehen heutzutage immermal wieder für jeden zugängliche Test-Riesenslalom stercken wo einjeder raufdarf und danach eine elektronisch gestoppte Zeit hat. Die Messtechnik dürfte viel weniger kosten. Vermutlich wäre das gemessene auch weniger revisionsstabil, übt auf vorbeikommende aber eine große Anziehungskraft aus. Ist aufs richtige Leben voll übertragbar. Der Monteur auf dem Hochhausrohbau (~Weltklasseathlet) braucht halt einen ultimativ zuverlässigen Bohrhammer, weil was er baut Generation überdauer soll und weil es bei Geräteausfall vielleicht auch Stunden bräuchte bis er mit einem Ersatzgerätz wieder oben zurück am Arbeitsort ist. Solche Technik kostet und das ist nachvollziehbar. Wenn jemand (Hobbysportler) nach Feierabend mal nen Ikearegal mit Hilfe eines Akkuschraubers aufstellt reicht das Gerät aus dem Supermarkt Wenn der Akku schneller alle ist, wird er halt aufgeladen und man macht morgen weiter. Die Kosten sind aber nur 20 % vom Profigerät. Der Charme ist, dass sowas dafür aber fast jedem zur Verfügung steht. Versuche die gedankliche Übertragung "Elektronisch gestoppte Zeit" kann sicherlich einfache Technik sein - sollte zu bestimmten Anlässen aber nicht unbedingt zu einfach sein. Der Weltklasseathlet investiert soooo viel, ihm sollten idealer Weise auch hochprofessionelle Wettkampfanlagen inkl. der Messtechnik zur Verfügung stehen. Beim Hobbysportler geht es eigentlich darum, dass der Funke überspringt. Und bedenken wir: die Passantin, die abends zufällig vorbeikommt und mit den Kids um die Wette mal eben eine 17,05 auf der öffentlichen (nicht geeichten) 100 m Messtrecke läuft, wird sich später vielleicht auch das 100 m Finale bei der WM ansehen - und plötzlich erscheinen ihr die 10,61 der Siegerin nicht mehr ganz so abstrakt ... |